Digitale Kreditkarte boon von Wirecard ermöglicht unter iOS jetzt Online-Bezahlungen

Wirecards digitale Keditkarte boon ist ab sofort unter Apple iOS zur Einbindung in Apple Pay verwendbar. Laut Wirecard handele es sich bei boon um „die erste voll digitalisierte mobile Bezahllösung der Branche, die völlig unabhängig von Banken und Netzbetreibern funktioniert„. Leider nutzt uns in Deutschland die neue Funktionalität mangels Apple Pay nur unter großen Umwegen etwas. Falls ihr aber in England, Frankreich, Schweiz, Italien, Spanien oder Irland beheimatet seid, profitiert ihr bereits von boon in Apple Pay. Alternativ gibt es auch eine App für Android. Letztere steht dann auch in Deutschland für euch stramm.

Wirecard will boon zu mehr als einer reinen Mobile-Payment-Lösung ausbauen. Die Bezahlung mit der virtuellen Kreditkarte läuft bereits recht unkompliziert: Ihr kopiert die Kreditkartennummer in der boon-App mit nur einem Klick / Tap, fügt sie im Onlineshop der Wahl ein und schon gehts los. Verwirrung um boon und Apple Pay in Deutschland gab es allerdings auch schon, im September.

So konntet ihr euch zuvor boon und Apple Pay über diverse Umwege auch in Deutschland sichern – etwa mit einer französischen Apple ID. Das ist aber ab Oktober deutlich komplizierter geworden, da ihr nun für Apple Pay ein boon Plus Account benötigt.

Die Entwicklung der boon-App läuft offenbar ganz gut: Seit dem Launch in Deutschland im November 2015 sind die durchschnittlichen Warenkorbwerte bei Transaktionen mit boon europaweit um 140 % gestiegen. Es werden auch einzelne Transaktionen mit Werten von über 1.000 Euro via boon ausgeführt.

Schade, dass boon in Deutschland via Apple Pay nur über Umwege etwas reißen kann – weil es Apple Pay hierzulande immer noch nicht offiziell gibt. Da wir aber auch Leser aus der Schweiz haben: Vielleicht ist ja dort die Freude nun groß?

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

15 Kommentare

  1. Ich nutze Apple Pay per boon in Deutschland schon regelmäßig. Die sehr guten Anleitungen im Netz, wie man es via französchem AppStore Account bei uns in D zum laufen bringt, sollten einen durchschnittlichen Computer/Smartphone Nutzer nicht vor zu große Probleme stellen, zumal die Nutzer eines Blogs wie diesem normalerweise keine Berührungsängste mit solchen Herausforderungen haben sollten. Auch das Upgrade von boon Basic zu Plus ist kein Hexenwerk.

    Also Leute, traut euch und staunt, wo schon überall die Zahlung via Apple Pay möglich ist (theoretisch an jedem Kartenterminal, welches kontaktloses Zahlen unterstützt). Akzeptanzstellen in seiner Nähe kann man zum Beispiel bei http://www.Apfel.cash checken bzw. ergänzen.

    Ehrlich gesagt finde ich es peinlich für die deutschen Banken, dass diese es einfach nicht hinbekommen, sich mit Apple zu einigen.

  2. Da ich mit meiner VISA NFC Karte überall bezahle ist mir Apple Pay mittlerweile ziemlich egal, hatte mich am Anfang sehr darüber gefreut, aber bin des Wartens leid.

  3. Ich zahle mit meinem Android-Handy mit seqr und bin damit sehr zufrieden. Leider gibt es aber genausowenig, wie Apple-Pay momentan Android-Pay in Deutschland. Schade eigentlich.

  4. Warum auch immer hält sich der Tipp mit Boon Frankreich. Viel einfacher ist Boon Irland. Erstens benötigt man kein Plus Account und zweitens ist alles auf Englisch (vieles ist ja aber sowieso auf Deutsch).

    Anleitung:
    – Auf dem iPhone anklicken:
    https://itunes.apple.com/ie/app/boon/id1042647367?mt=8
    – App kann nicht geladen, daher iTunes Account erstellen klicken
    – Es handelt sich dann um einen iTunes Account in Irland (daher alles auf englisch)
    – Als Zahlungsart „none“ also „keine“ auswählen
    – Wenn Boon runtergeladen ist kann man wieder in den deutschen iTunes Store wechseln
    – Bevor man die Boon App öffnet muss das iPhone in den Einstellungen auf „Region: Irland“ umgestellt werden
    – Boon öffnen und Account erstellen
    – Dort unbedingt die echten deutschen Daten (Anschrift, etc) angeben
    – Wenn Account erstellt ist, dann zur Apple Wallet hinzufügen (geht in der Boon App)
    – App verlassen und iPhone wieder auf Region: Deutschland umstellen
    – Fertig
    – nun Geld auf die angegebene Boon IBAN überweisen und los gehts
    – Überall im Handel mit Applepay bezahlen, wo Kreditkarten akzeptiert werden (Ab Januar müssen alle Terminals NFC/Applepay-fähig sein… derzeit 90%

    Ich bezahle seit Januar täglich mehrmals damit

  5. Schade, für ApplePay auf dem Mac kann man die virtuelle Karte wohl nicht aktivieren. Auch nicht, wenn man die Region auf Frankreich stellt.

  6. Apple Pay ist super. Ich nutze es auch per Boon auf meinem iPhone und meiner Apple Watch. Der Vorteil im Vergleich zu meinen NFC-Kreditkarten und zur NFC-Girocard: Auch Beträge über 25€ erfordern keine PIN. Es geht sauschnell, egal ob beim Tanken oder im Supermarkt. Gerade mit der Apple Watch ist das sehr sehr bequem.

  7. Und der zweite Vorteil: Der Händlererhält nur eine einmalige Transaktionsnummer und keine gleichbleibende Kartennummer. Auswertung ausgeschlossen. Und Apple kennt nur den Betrag, aber nicht die Einkäufe. Das ist viel besserer Datenschutz als jede Kartenzahlung. Nur bar ist anonymer. Aber halt auch unbequemer.

  8. Wie sieht es mit Gebühren aus?

  9. Klingt nicht wirklich nach einer komfortablen und benutzerfreundlichen Lösung. Deutschland steht wieder mal als Bedenkenträger mit beiden Füssen voll auf der Bremse.

  10. @Matze : „Der Händlererhält nur eine einmalige Transaktionsnummer und keine gleichbleibende Kartennummer.“ Dem ist nicht so. Du bekommst eine Kartennummer „PAN = 16 stellige Kartennummer“ die dann von Boon nach MasterCard zu ihrem Tokenization Server (MDES : Mastercard Digital Enabling Service) geschickt wird. Mastercard schickt dann den „Token“ an die Boon App. Dieser Token wird in Apple Pay gespeichtert.

    Bei einem Zahlvorgang schickst du den Token an die Kasse des Händlers, der schickt ihn zu seinem Aquierer, der wiederum schickt ihn zu Mastercard und erhält den PAN. Der Token ist immer der gleiche „1 Token pro Endgerät => 1 Karten in 2 iPhones = 2 Token“. Der kryptograpische Schlüssel des Token wird bei jeder Zahlung erneuert, jedoch nicht der Token selbst.

    Fazit : Der Händler sieht den Token und könnte dich am Token „tracken“. Er könnte sogar deine 2 iPhones zu einen PAN zusammenführen, dank „PAR = Payment Account Reference“.

  11. Ich persönlich lasse von Lösungen die sich nur mit Tricks im deutschen Markt nutzen lassen die Finger wenn es um das Thema Geld geht.

    Bisher hatte ich wo es nur ging einfach mit meiner kontaktlosen NFC Kreditkarte der DKB bezahlt. Das funktioniert schon sehr gut.

    Da mich die zusätzlichen Auswertefunktionen bei N26 gereizt haben, habe ich dort mal testweise ein Konto vor kurzem eröffnet. Nach etwas Anlaufschwierigkeiten (N26 hat 3 Wochen gebraucht um mir meine Mastercard und Maestrocard zuzustellen) funktionieren die ersten Tests sehr gut. Die App ist sehr komfortablen gestaltet, und die Push Nachrichten welche direkt nach einer Transaktion kommen funktionieren mittlerweile auch zuverlässig (das war in den ersten Tagen meines Tests noch anders).
    Werde daher N26 mal weiter testen, aber auf absehbare Zeit nicht als Hauptkonto nutzen. Dafür ist der Service einfach noch zu mies. Meine E-Mails wurden teilweise erst nach einer Woche (!) beantwortet, das ist für eine Bank ein absolutes nogo. Verstehe auch ehrlich gesagt nicht, wieso N26 in dem Bereich nicht weitere Ressourcen zur Verfügung stellt. Gerade bei einer Bank ist schneller Support mit das wichtigste überhaupt um das Vertrauen seiner Kunden zu gewinnen und zu erhalten.

    Von daher werde ich mit dem N26 Konto mal noch etwas weiter spielen und testen, aber danach mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder meine DKB NFC Visa nutzen, und darauf hoffen, dass sich im Bereich von Apple- bzw. Android Pay vielleicht ja doch bald noch was tut :).

  12. Wolfgang D. says:

    @HO „Ich bezahle seit Januar täglich mehrmals damit“
    Erst mal danke für die verständliche Anleitung. In DE, und wo, bitte?

    Jedenfalls ist die gesamte *Pay Geschichte ein echtes Trauerspiel, und die nötige Frickelei überhaupt nicht apple-typisch. Ich würde mittlerweile eher meine NFC Kreditkarte benutzen – funktioniert auch bei leerem Handy-Akku.

  13. @Wolfgang D.: eigentlich überall dort wo auch (d)eine NFC Kreditkarte geht.

  14. Benutze boon auch täglich. Münzgeld hab ich dadurch abgeschafft. Geht in einer Großstadt.
    Boon und NFC und iPhone in Kombination ist für mich beste Technologie des Jahres! Bin begeistert seit anfang an. Gibts ja schon länger, aber seit diesem Jahr hat es sich durchgesetzt und bewährt meine ich (mindestens bei mir) weil sehr sehr viele Geschäfte gerade dazugekommen sind NFC zu unterstützen.

    Die Tokenization Technologie ist anonymer und sicherer als Bezahlung mit physischer NFC Karte. Und iPhone hat man immer dabei, daher kann man sich Portemonnaie sparen und nur iPhone mitnehmen. Bin dieses Jahr nur 2x Bargeld abheben gewesen für Notgeld 🙂

    Viel Spaß mit Applepay in DE!

  15. joshuabeny1999 says:

    Leider gibt es Boon für Android in der Schweiz dafüe nicht. Wobei ich es auch nicht vermisse. Habe TWINT und in der Migros die Migro-App.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.