Chirp: Ein gar nicht mal so guter Twitter-Client für die Apple Watch


Direkt auf der Apple Watch Apps zu nutzen, das hat sich meiner Meinung nach auch nach der Umstellung auf native watchOS-Apps nicht wirklich durchgesetzt. Mit dieser Meinung stehe ich allerdings nicht alleine da, auch große Unternehmen haben ihre anfängliche Unterstützung für die Apple Watch wieder zurückgezogen. Einer dieser größeren Anbieter ist beispielsweise Twitter.

Nun soll es aber tatsächlich Nutzer geben, die eine Twitter-App auf der Smartwatch haben möchten – für sie wurde wohl Chip entwickelt. Eine App, die Twitter auf die Smartwatch bringt, inklusive der wichtigsten Funktionen. So kann man die Timeline durchstöbern, Tweets anderer liken und retweeten oder auch selbst Tweets verfassen.

Ebenso kann man auf „Trending“ zugreifen und es gibt die Möglichkeit einer Suche nach Hashtag. Quasi ein kleiner, aber auf dem Papier durchaus fähiger Twitter-Client für das Handgelenk. Zum Ausprobieren habe ich diesen mal installiert. Nun ja.

Das Setup erfolgt erfreulicherweise über die iOS-App, man muss also seine Login-Daten nicht auf dem kleinen Display der Apple Watch eingeben. Ist dies erledigt, kann man den Client auf der Watch auch schon nutzen. Die iOS-App selbst ist nicht funktional, sie dient nur für die Einstellungen und den In-App-Kauf.

Den In-App-Kauf muss man tätigen, falls man nicht nur lesend mit Twitter interagieren möchte. Posts und Replies sind nur mit Premium möglich, außerdem werden in der kostenlosen Version auch nur 5 Themen im Bereich Trending angezeigt. Premium bekommt man ab 2,29 Euro, man darf aber auch mehr bezahlen, wenn man den Entwickler unterstützen möchte. Das ist fair.

Die Darstellung der Tweets ist alles andere als kompakt, enthält ein Tweet dann noch ein Bild (oder ist textlich was länger), muss man schon bei einem Einzeltweet scrollen. Ziemlich ungeil, wie ich finde.

Aber das kann auch an mir liegen. Nichts läge mir ferner als ein Social Network auf dem Mini-Display der Apple Watch zu verwenden. Mache ich auch nicht mit Tweetbot (ebenfalls mit App für die Apple Watch). Zu fummelig, zu lange Ladezeiten, keinerlei Vorteile gegenüber einer Smartphone-App, das ist das traurige Fazit, das ich zu Chirp zu bieten habe.

Aber Ihr könnt Euch gerne selbst eine Meinung bilden, für das Ausprobieren reicht die kostenlose Variante dicke aus. Und auch gleich noch eine Frage, nutzt Ihr Apps als Apps auf der Apple Watch? Vielleicht bin ich ja auch mit meiner persönlichen Nutzung (Komplikationen und mit Benachrichtigungen interagieren) auch allein auf weiter Flur.

Chirp for Twitter
Chirp for Twitter
Entwickler: Will Bishop
Preis: Kostenlos+
  • Chirp for Twitter Screenshot

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Ich nutze tatsächlich Apps als Apps auf der Watch. Vor allem fürs Trainingstracking. Strong um direkt an der Uhr Wiederholungen, Sätze, und Gewichte im Studio einzugeben (und ein Satzpausentimer!). Streaks Workout für das Cardio-Programm daheim und die eingebaute App zum Joggen, Rad fahren und schwimmen.
    Carrot Weather morgens am Kleiderschrank (das Handy liegt da noch auf dem Nachttisch, da meine Nachthose keine Taschen hat und ich das nicht unbedingt ins Bad tragen muss, also bleibt es vorerst da liegen)
    Bring! beim einkaufen, Streaks für gute und schlechte Angewohnheiten, Workflow zum Trocken von Wasser- und Koffeeinkonsum

  2. Viel Text lesen ist mir zu mühsam auf der Apple Watch. Als Kurzinfo für eingegangene Nachrichten aber durchaus zu gebrauchen.
    Sehr gerne nutze ich den Torticker bei Bundesliga und der aktuell stattfindenden WM. Aber die laufen auch nicht als native App sondern spiegeln nur die Nachrichten vom iPhone.
    Als native App habe ich oft und gerne Google Maps eingesetzt.
    Den Abgang von Google Maps bedaure ich immer noch. Die Navigation als Fußgänger und Fahrradfahrer war prima.

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