Apple: Maps soll komplett erneuert werden, inklusive komplett eigener Kartendaten

Wie man bei Techcrunch berichtet, soll Apple bereits für die nächste iOS 12 Beta geplant haben, seine Karten-App Maps von Grund auf neu zu gestalten. Und das heißt demnach nicht nur, etwas am Design und der Kartenoptik zu ändern, sondern vor allem auch schon bald auf komplett eigene Karteninformationen zu setzen, statt sich wie bisher vorrangig auf Daten von Drittanbietern wie TomTom zu verlassen.

Als Basis dafür sollen wohl vor allem jene Daten dienen, die die zahlreichen Minivans von Apple in den letzten Jahren gesammelt haben. Eddy Cue von Apple sagt hierzu:

“When we launched, a lot of it was all about directions and getting to a certain place. Finding the place and getting directions to that place. We’ve done a huge investment of making millions of changes, adding millions of locations, updating the map and changing the map more frequently. All of those things over the past six years.”

Unter anderem sollen Apple-Nutzer in San Francisco von den Änderungen in der neuen iOS 12-Beta und deren Maps-App profitieren, bis man jene Neuerungen dann auch bis nach North Carolina weiter ausbreite. Wann genau man dann hierzulande damit zu rechnen habe, ist leider derzeit noch nicht bekannt.

Einer der Vorteile, auf eigene Karteninformationen zu setzen, ist es, dass man deutlich schneller Aktualisierungen in sein System bringen kann, so beispielsweise bei Straßenarbeiten oder anderen vorzunehmenden Korrekturen, die für den Nutzer gerne in Echtzeit auf dem Gerät landen können.

Laut Techcrunch ist außerdem vorstellbar, dass es nicht nur mehr Informationen für Fußgänger, sondern auch detailliertere Darstellungen von Sportarenen oder auch Arealen wie Wäldern und akkurate Modelle von Gebäuden geben könnte. Bekanntermaßen navigieren wir deutlich sicherer mit solchen Apps, wenn wir exakt erkennen können, wo wir uns auf der Karte gerade befinden, statt mutmaßen zu müssen, weil alles wie Einheitsbrei aussieht.

Im Grunde soll Apple Maps anscheinend mal das werden, was dem Android-Nutzer sein Google Maps ist, so zumindest klingen die Ambitionen des Unternehmens. Auch wenn es hier aktuell noch recht großspurig heißt „We don’t think there’s anybody doing this level of work that we’re doing”. Ich denke aber auch ohne die großartigen Versprechen, dass Freunde des Apple-Ökosystems sich sicherlich über die geplanten Änderungen freuen werden, auch wenn man noch nicht wirklich viel hierzu verraten möchte.
via 9to5mac

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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33 Kommentare

  1. Da haben sie aber viel viel viel Arbeit vor sich. Wenn sie wie Google Maps werden wollen. Aktuell reicht es nicht mal ansatzweise ran.

    Auch wenn es für mich einfacher wäre mit meinem Apple Fuhrpark Maps zu benutzen so bevorzuge ich doch Google Maps

    • Definiere mal „ansatzweise“. Ich denke du bist etwas drüber.

      Aber ich bevorzuge auch Google Maps. Wobei Apple Maps einfach schöner läuft.

  2. Das ist das unsympathische an Apple: Sie spielen sich als angeblicher Technologieführer auf, auch wenn sie der Konkurrenz hoffnungslos hinterher hinken.

    • Hey, erkläre uns doch mal allen, worin Apple der Konkurrenz hoffnunglos hinterher hinkt?
      Bei der selbst designten CPU, die jedem Qualcomm überlegen ist?
      Bei der selbst designten GPU, die um das x-fache leistungsfähiger ist als jede Android GPU?
      Bei der Software? Die im gegensatz zu RuckelDroid auch nach 6 Monaten ohne Neustart sauber läuft? Oder warum gibt es im Galaxy S9 die Option, das System zu optimieren. Oder die Einstellung, dass das Galaxy einmal die Woche neu gestartet werden muss?
      Beim Design, bei dem ALLE kopieren?
      September 2017: BAH!!! Ist die Notch hässlich, iPhone X death on Arrival
      Hersteller 2018: hey schaut her, wir haben auch so eine hässliche Notch.
      Google 2018: Wir bringen Android 9 mit nativem Notch support.

      • Uh, wusste nicht, dass das „die anderen sind alle doof“ noch aktuell ist; ich dachte die Zeit wäre endlich vorbei…

      • Lustig, wie man sich von einem kleinen Satz persönlich angegriffen fühlen kann und direkt einen Konterroman verfassen muss.

      • KassallaOnline says:

        Sicher sind die iPhones den Android-Gurken überlegen. Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Aber jeder Käufer gewichtet seine Bedürfnisse anders. iTunes beispielsweise oder die dämlichen Beschränkungen beim Zugriff auf den Speicher kann ich gar nicht leiden. Was ich auf meinem Smartphone speichere, geht Apple nichts an. Auch die Kamera ist ja nun unglücklicherweise beim iPhone einigen Android-Devices unterlegen. Und das sind eben so Kriterien, die mir wichtig sind.

      • Ähem, das mit dem 6 Monate laufen ohne Neustart ist aber eher ein feuchter Traum. Mein iphone X muss ich MINDESTENS alle drei Tage Neustarten manchmal auch mehrmals am Tag. Die Bedienconsole von oben rechts reingewischt kommt nicht mehr, Mobilverbindung geht nicht mehr (gaaanz toll wenn der TomTom mal wieder Daten braucht) Einstellung App ist lange weiß und resettet sich etc. pp. Nene, bei meinem 6s stimmte das noch, das X nervt schon ziemlich wenn es auch ein schönes Stück Technik ist.

      • @Ashokas
        Hat Mama dir deinen Schnuller abgenommen oder biste wirklich so ahnungslos?

      • @Ashokas
        Hat Mama dir deinen Schnuller abgenommen oder biste wirklich so beschränkt?

      • Onkel Helmut says:

        „Bei der Software? Die im gegensatz zu RuckelDroid auch nach 6 Monaten ohne Neustart sauber läuft? “
        Sie belieben zu scherzen? Mein iPad Pro 10.5 hat schon einige Zwangsneustarts hinter sich. Mein altes Huawei Mate 9 noch keinen einzigen.

  3. Ob Apple oder Google Maps, wenn es um „Areale wie Wälder“ geht, hinken sie hoffnungslos OSM hinterher. Aber vermutlich auch sonst.

    • Puseratze says:

      Wer zum Geier schert sich darum wie es in einem Wald aussieht und wo genau welcher Baum steht?
      Aber super, dass du anmerkst, dass weder Apple noch Google deine Nische bedienen.

      • Der andere Peter says:

        Es geht um Wege und Pfade im Wald! Bei Google Maps sind da in meiner Region nicht einmal alle befahrbaren Forstwege drin. Bei OSM findest man in der Regel jeden kaum sichtbaren Trampelpfad.

        Und auf Zusatzinfos wie die Oberflächenbeschaffenheit (asphaltiert, befestigt, überwachsen?), die mir beim Laufen und Wandern durchaus wichtig sind, braucht man bei GMaps gar nicht erst zu hoffen, da wird alles von der zweispurigen Landesstraße bis zum unbefestigten Fußweg weiß dargestellt …

        • KassallaOnline says:

          Mit dem Auto darf man sowieso in der Regel nicht in den Wald fahren, weil Wälder sich in Deutschland meist in Privatbesitz befinden. Und ein Fahrrad besitze ich nicht.

          • Na und? Ich habe 4 Fahrräder. Stimmt schon was er schreibt. OSM ist genauer, umfangreicher und aktueller als alles andere.

            • RegularReader says:

              Aber dann sollte man doch auch einfach OSM verwenden. Für Google Maps / Apple Maps ist es halt nicht die oberste Priorität, Personen durch irgendeinen Wald zu führen, sie konzentrieren sich auf die Bedürfnisse der Masse.
              Ist doch schön dass es für diese Sonderfälle dann auch Anwendungen wie OSM gibt, die den Bereich abdecken.

  4. Warum lassen die es nicht einfach, an Google Maps kommen die eh nie ran.

    • Black Mac says:

      Kartendaten gehören zu den wichtigsten Diensten auf dem Smartphone überhaupt. Apple kann es sich nicht leisten, diesen Teil in die Hände einer anderen Firma zu legen, erst recht nicht in jene von Google.

    • RegularReader says:

      Naja, finde Google aktuell am besten wenn es um die Einschätzung der aktuellen Verkehrslage geht, die Zeitangaben sind unfassbar genau. Dafür werde ich häufig durch wirklich fragwürdige Nebenstraßen geleitet, das macht Apple Maps besser.

  5. na ja wird wohl in der EU nicht so schnell kommen.
    Google stellt aufgrund der DSGVO jegliche Aufnahmen für StreetView in der gesammten EU aufgrund der neuen Datenschutzverordnung ein.
    Wohin die EU wohl uns noch führen wird…

    • Zu mehr Datenschutz? Das wäre natürlich schön sehr ärgerlich… Für Google…

      Sicher schießt die DSGVO in Teilen über das Ziel hinaus und die Rechtssprechung wird dort zeigen, was letztlich tatsächlich gemacht werden muss.
      Aber gerade für Google und Facebook ist es endlich eine Waffe gegen den ausufernden Datenmissbrauch.

  6. Ich weiß nicht warum, aber Apple Maps läuft bei mir besser als Google Maps.
    Bei den POI ist Google deutlich besser als Apple.

    • Sehe ich auch so. Einzig die POIs sind bei Google besser. Wobei auch dort längst nicht immer alles korrekt ist. Öffnungszeiten stimmen nicht, Geschäfte haben längst dicht gemacht usw. Und auch die Karten sind längst nicht immer aktuell.

  7. Die Möglichkeit, das Ganze offline nutzen zu können, wäre toll!

  8. „so beispielsweise bei Straßenarbeiten oder anderen vorzunehmenden Korrekturen, die für den Nutzer gerne in Echtzeit auf dem Gerät landen können.“

    Verstehe den Absatz nicht wirklich. Ist es Apple laut AGB vom Kartenlieferanten untersagt eigene Änderungen wie Baustellen oder so über die Karte zu legen? Oder warum sollen die Informationen besser werden, wenn man eigene Karten anbietet?

  9. Sind auch Offline-Karten geplant? Wäre ein Killer-Feature für Car Play. Bei Android Auto erfreue sich die Offlinkarten von Google Maps einer großen Beliebtheit.

  10. Sebastian says:

    Verstehe den ganzen Hate nicht. Finde Apple Maps für alle Navigationssachen wesentlich übersichtlicher als Google Maps. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich den ganzen anderen Schnick Schnack nicht nutze.

  11. Offline-Karten wäre tatsächlich das Nr. 1-Argument für mich, Apple Maps zu nutzen. Das ist ein großer Vorteil für Leute mit wenig Datenvolumen im Tarif, einfach das gewünschte Land herunterladen und fertig, oder wenn man ohne Roaming ins EU-„Ausland“ fährt (z.B. Schweiz). Das läuft bei Google Maps (zwar nur ausschnittsweise) problemlos.
    So wie ich das sehe, scheitert das ganze nur am Geld, weil Apple wohl nicht zusätzlich für die Offline-Nutzung zahlen möchte.

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