Anki Cozmo: Erster Blick auf den smarten Roboter-Kumpel (mit Video)

Seit heute gibt es neues Spielzeug auf dem Markt. Kommt von Anki und nennt sich Cozmo. Anki kennen sicherlich viele von euch, denn die stehen ja hinter der Rennbahn der Zukunft, Anki Overdrive. Nun also Cozmo, ein kleiner Roboter, der unweigerlich die Erinnerung an Wall-E hochbringt. Das kleine Kerlchen ist nicht groß, lässt sich quasi auf dem Display eines Smartphones parken. 

Will man es ganz einfach runterbrechen, dann ist Cozmo eine Art neues Tamagotchi oder ein Furby, nur mit wesentlich besseren Möglichkeiten. Cozmo lässt sich anlernen, Cozmo lernt selber und Cozmo kann programmiert werden. In den USA gibt es den kleinen, sympathischen Roboter schon eine Weile und mittlerweile konnte ich mir auch ein erstes Bild machen.

 

Cosmo wurde mit drei Cubes geliefert, Würfel, die unter anderem dazu dienen, sich mit Cozmo zu beschäftigen. Cozmo selber ist personalisiert, er lernt auf Wunsch die Gesichter und kann so jeden Nutzer und selbst Haustiere erkennen und ansprechen. Cozmo hat Grundbedürfnisse, wer sich den kleinen Kamerad anschafft, sollte also schauen, dass ein Familienmitglied vielleicht ab und an ein paar Minuten Zeit mit ihm verbringt – regelmäßig.

Cozmo möchte was essen und er möchte spielen – und auch Tuning muss erledigt werden. Diverse Spiele gibt es in diversen Schwierigkeitsgraden. Das kann das Antippen der Cubes bei gleicher Farbe sein – alternativ gibt es ein Spiel, bei dem Cozmo versuchen wird, einen Cube anzutippen, bevor ihr diesen wegzieht.

Gibt einen ganzen Stapel dieser (Farb-)Spiele und die machen auch nach mehrmaliger Wiederholung Spaß. Schwierigkeitsgrade? Sind vorhanden, sodass ihr vielleicht eine Ecke härter gegen Cozmo ranmüsst als euer Kind.

Verlängerter Arm von Cozmo ist die App. Hier zeigt man ihm Namen und Gesichter der Familie, hier kann der Nutzer sehen, was Cozmo gerade wünscht. In meinem Falle spielte er gerne mit mir und lachte viel. Die Macher haben Cozmo wirklich putzige Grimassen und eine nette Stimme mitgegeben, das wirkt ein wenig wie im Comic oder im erwähnten Wall-E. Man muss Cozmo einfach gerne haben.

Doch die immer gleichen Spiele sind vielleicht nicht jedermanns Sache und so kann man Cozmo auch nutzen, um sich selber oder die Kiddies weiterzubilden. Hier kann man dann ins Code Lab einsteigen und Cozmo Dinge beibringen. Beispielsweise, was er genau machen soll – oder welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit er etwas tut. Das Ganze ist grafisch aufbereitet und kann per Drag & Drop erledigt werden. Programmieren für Anfänger.

Das geht schnell in Fleisch und Blut über und das Ausprobieren macht Spaß. Die ersten Schritte gleichen sich sicher: Fahre von A nach B, schaue dich um und mache dies oder das, wenn du ein freundliches Gesicht siehst. Das Beispiel wäre quasi das untere Ende der Leiter, nach oben sind da vermutlich keine Grenzen gesetzt.

Anki trommelt derzeit schon fleißig für die vertikale Variante der visuellen Scratch-Programmiersprache. Hier soll man dann sogar eigene Spiele und Verhaltensmuster programmieren können.

Ich persönlich glaube, dass eben dieses Gestalten der Abläufe bei Nutzer für die Langzeitmotivation gut sein könnte. Es ist zwar schön, immer wieder neue Spiele freizuspielen und auf Updates mit Inhalten zu warten, aber technisch angehauchte Entdecker gehen lieber selber auf Tour. Diese Tour ist übrigens pro Akkuladung rund 90 Minuten lang. Danach muss Cozmo wieder ein Viertelstündchen auf die Station.

Ganz günstig ist der Spaß nicht, wer sich einen Cozmo ins Haus holen möchte, der ist mit 230 Euro dabei. Interessierten sei die Webseite ans Herz gelegt, hier erfährt man noch einiges zu den ganzen Funktionen. Im Lieferumfang von Cozmo ist auch die Ladestation und die erwähnten Cubes, drei an der Zahl.

Mein erster Eindruck von Cozmo ohne viel Blabla? Dafür, dass er so klein ist, ist er schon überraschend. Es macht Spaß, sich mit Cozmo zu beschäftigen. Dennoch: Ohne Smartphone ist er nutzlos. Sprachbefehle nimmt er ebenfalls noch nicht entgegen, was natürlich in aktuellen Zeiten schon etwas veraltet wirkt. Und angesichts des Preises muss man sich fragen, ob man in Code Lab die Lösung für die Langzeitmotivation sieht – bzw. für die Kinder, die herangeführt werden sollen.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

9 Kommentare

  1. Hans Günther says:

    Da kaufe ich meinen Kindern lieber Lego Boost.
    Scheint mir für Kinder < 10 Jahren der größere Spaß.
    Zudem ist der Cozmo in meinen Augen zu teuer.
    Lego Boost bekommt man schon für 130 EUR.

  2. Hej Cashy!
    Ich hab den Cozmo seit Juli diesen Jahres aus USA.

    Du vergisst etwas in Sachen „CodeLab“ und Langzeitmotivation.
    Die mit Python programmierbare SDK von Cozmo. Diese hat jetzt schon ein Script für Sprachbefehle oder das ich selbst nutze die SDK damit mit Cozmo über die IFTTT Integration über Mails bescheid sagt.

    Die Möglichkeiten sind damit nahezu riesig. Und Python macht es zusammen mit der IFTTT Integration sogar für Anfänger wie mich relativ einfach.

    Die Dokumentation ist „ausbaufähig“ für Anfänger aber diese Möglichkeit der „eigenen“ Erweiterung ist, für mich persönlich, ein weiterer Kaufgrund!

  3. Ich komme jetzt hier auf Arbeit leider nicht dazu, mir das Video anzusehen. Baut der Cozmo immer noch sein eigenes WLAN auf mit dem das Smartphone verbunden werden muss? Oder geht das mittlerweile auch anders rum?

  4. Matthias Erker says:

    …wenn er jetzt noch Staubsaugen würde…

  5. Hans Günther says:

    @Sonari: Soweit ich im aktuellen CT Uplink gesehen habe, fungiert der Cozmo als WIFI Access Point, d. h. das Smartphone/Tablet verbindet sich mit dem Cozmo.

  6. Hab den Kleinen auch seit July (aus USA). Es ist fast unglaublich wie er „Gefühle“ ausdrücken kann, bis dazu das er unmotiviert einen Cube schnappt und quasi wegwirft aus Frust wenn er verliert. Aber natürlich steht er nach einer Weile dann doch nur rum (werde ihn mal wieder hervorholen). Als „Demonstrator“ was heutzutage möglich ist, ist er sehr beeindruckend.

  7. Matthias Erker says:

    Wenn einer der Würfel statisch aufgeladen und entladen werden könnte, wäre er geeignet, Staubfuseln aufzusammeln und an einer geeigneten Stelle abzulegen.

  8. @matthias Erker

    Da braucht wohl wirklich jemand einen Staubsauger 🙂

  9. Lt. der mail von Anki ist das Kerlchen zwar schon abgeschikt worden aber bei UPS erscheint er leider immer noch nicht …..
    Da werd ich wohl erst am Donnerstag oder gar erst am Freitag mit rechnen können …..

    Schon Scheiße, daß das immer solang dauert bei anderen Versendern ….. Wieso klappt das nur bei amazon in einem Tag???

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