HTC One A9 vorgestellt: flaches 5 Zoll-Smartphone mit Android 6.0 Marshmallow

20. Oktober 2015 Kategorie: Android, Hardware, geschrieben von:

artikel_htconea9HTC hat kurz vor Jahresende noch einmal in die Hardwarekiste gegriffen und das HTC One A9 vorgestellt. Dem aufmerksamen Leser ist das Smartphone nicht unbekannt, letzte Woche wurde es bereits durch einen Onlineshop geoutet. Nun ist das Gerät aber offiziell und somit auch alle Spezifikationen direkt vom Hersteller verfügbar. Eines der Highlights ist sicher die Verwendung von Android 6.0 Marshmallow, das HTC One A9 ist somit das erste Gerät außerhalb der Nexus-Reihe, das mit Googles aktueller Android-Version ausgestattet ist. HTC setzt weiterhin auf HTC Sense, eine Oberfläche, die durchaus ihre Reize hat, da sie einige Zusatzfunktionen bietet.

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Optisch durchaus gelungen, kommt das HTC One A9 mit einem Metall-Unibody und einem leicht abgerundeten Displayglas. Ein solches Design ist zwar nicht mehr neu (Apple nutzt es, Samsung nutzt es auf der Rückseite des Note 5), was aber nichts an der Tatsache ändert, dass es einfach gut aussieht. Es ist quasi eine Weiterentwicklung des typischen HTC-Designs, wie es seinerzeit mit dem HTC One (M7) eingeführt wurde und seitdem viele Freunde gewinnen konnte. Kann man definitiv schlechter machen. Die zusätzliche Höhe des Gerätes sollte sich in der täglichen Nutzung kaum bemerkbar machen, es sei denn ihr haltet Euer Smartphone anders als alle anderen, die Breite wird durch die Balken oben und unten aber nicht beeinflusst. 😉

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Technisch bietet das HTC One A9 nicht wirklich High-End, ist aber so ausgestattet, dass es auch den anspruchsvolleren Nutzer noch ansprechen wird. Zum Einsatz kommt ein 5 Zoll FullHD-Display (1920 x 1080), das durch Corning Gorilla Glass 4 geschützt ist. Auf der Vorderseite gibt es auch viel zu schützen, denn der untere Rand ist schon fast als monströs zu bezeichnen. Er beherbergt einen multidirektionalen Fingerabdruckscanner, über den auch noch das Logo des Herstellers passt. Sieht auf den Bildern schon nicht gerade vorteilhaft aus, da der Fingerabdruckscanner so auch sehr an den unteren Rand gequetscht ist.

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Unter der Haube schlummert ein Qualcomm Snapdragon 617 Octa-Core-SoC (4x 1,5 GHz, 4x 1,2GHz), dem je nach Modell 2 GB oder 3 GB RAM zur Seite stehen. 3 GB RAM gibt es im Modell mit 32 GB Speicher (wird es voraussichtlich nicht in Deutschland geben), die 16 GB-Version kommt mit 2 GB RAM. Den Speicher kann man mittels microSD-Karte um bis zu 2 TB erweitern, bei beiden Modellen.

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Rückseitig setzt HTC auf eine 13 Megapixel-Kamera. Diese kommt mit einer Saphirglasabdeckung und f/2.0 Blende. Die Kamera kommt zudem mit einem optischen Bildstabilisator (OIS) und nimmt Videos mit FullHD-Auflösung auf. Mit dem optionalen Pro Modus soll man professionelle Bilder ohne Fotografiekenntnisse erstellen können, außerdem können Bilder im RAW-Format gespeichert werden. Ebenso steht ein Hyperlapse-Modus zur Verfügung, der Zeitrafferaufnahmen mit 12-facher Geschwindigkeit erlaubt. Auch Slow Motion hat HTC im Angebot.

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Bei der Kamera auf der Vorderseite handelt es sich um eine Ultrapixel-Kamera. Diese besonders großen Pixel sollen 300 Prozent mehr Licht als eine normale Smartphonekamera ein, sollen so auch bei schlechten Lichtverhältnissen für scharfe Aufnahmen sorgen.

Während HTC bei diesem Modell auf Boomsound-Lautsprecher auf der Vorderseite des Smartphones verzichtet, gibt es dennoch Boomsound, allerdings integriert in das Headset. Der im Smartphone integrierte DAC liefert Sound mit 24-bit bei 192 KHz, die durch den im Vergleich zu anderen Smartphones doppelten Output des Ohrhörerverstärkers noch einmal richtig zur Geltung kommen. Ergebnis soll ein nie dagewesener Sound aus einem Smartphone sein. Setzt natürlich auch entsprechendes Ausgangsmaterial und passende Kopfhörer voraus, die den Hi-Res-Sound auch nutzen können.

Der 2150 mAh Akku kommt mit Unterstützung für QuickCharge 2.0, soll aber mit dem Update auch von QuickCharge 3.0 profitieren können. QuickCharge bedeutet, dass der Akku in einem bestimmten Bereich sehr schnell geladen werden kann, sodass ein paar Minuten laden wieder für mehrere Stunden Laufzeit sorgen. Generell soll der Akku für 12 Stunden HD-Video-Playback ausreichen, 60 Stunden Musik wiedergeben können oder 9 Stunden via WLAN im Netz surfen können. Vieltelefonierer können mit einer Akkuladung im UMTS-Netz 16 Stunden quasseln.

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Beim Preis für das HTC One A9 gibt es noch ein paar Ungereimtheiten. In Deutschland wird das 16 GB-Modell die einzige angebotene Variante sein. Diese kostet in den USA 399 Dollar (ohne Steuern), in Deutschland wird diese Variante wohl jenseits der 500 Euro-Marke angeboten. Genaueres dazu ergänze ich bei Verfügbarkeit der Information. Die verfügbaren Farben sind Carbon Grey, Deep Garnet, Topaz Gold und Opal Silver, außerdem wird es auch wieder DotView-Cases für das neue Gerät geben.

Update: ab Anfang November für 579 Euro.

Hier noch einmal die technischen Hauptmerkmale im Überblick:

Display: 5 Zoll FullHD (1920 x 1080), Corning Gorilla Glass 4
Prozessor: Qualcomm Snapdragon 617 (4x 1,5 GHz, 4x 1,2 GHz, 64-Bit)
Speicher: 2 GB RAM / 16 GB ROM oder 3 GB RAM / 32 GB ROM (in Deutschland 2 GB / 16 GB)
Mobilfunk: 2G, 3G, 4G (FDD: 1, 3, 5, 7, 8, 20, 28 / TDD: 38, 40, 41)
Konnektivität: WLAN ac (2,4 & 5 GHz), BT 4.1, microUSB 2.0, 3,5 mm Audio
Kameras: rückseitig 13 Megapixel mit (OIS), vorderseitig Ultrapixel-Kamera
Akku: 2150 mAh (QuickCharge 2.0, QuickCharge 3.0 per Update)
Abmessungen: 145,75 x 70,8 x 7,26 mm, 143 Gramm

Nun seid Ihr dran. Was sagt ihr zum HTC One A9? Gefällt oder eher nicht? Seht Ihr die Verwendung von Android 6.0 zu dem zugegebenermaßen recht frühen Zeitpunkt nach Googles Release positiv oder erwartet Ihr von einem jetzt vorgestellten Gerät gar nichts anderes? Für Eure Meinung zum HTC One A9 ist in den Kommentaren Platz.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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