Anleitung: Synology NAS als iTunes Server

30. März 2015 Kategorie: Hardware, Software & Co, geschrieben von:

Wer sich ein Synology NAS anschafft, der hat unzählige Möglichkeiten, dieses zu nutzen. Ob im privaten oder im Business-Umfeld – Anwendungsfälle gibt es genug. Ich setze die Kisten seit Jahren ein, hatte zum Glück nie Probleme mit Hardwaredefekten, lediglich die Platten mussten im Verlauf der Jahre gegen andere Modelle ausgetauscht werden.

itunes server

Aus Sicherheitsgründen lege ich die Platten als Mirror an, ein Stripe wurde zwar mehr Platz bedeuten, erhöht aber auch die Chance eines Datenverlustes bei einer defekten Platte. Doch hier soll es nicht um die Größe meiner Platten gehen, sondern um einige Dienste, die ich auf dem NAS nutze. In diesem Beitrag beschrieb ich das Modul Cloud Sync, nun soll es um den iTunes Server gehen, da es für mich eines der wichtigsten Module ist.

Der iTunes Server ist ein in Windeseile eingerichtetes Modul, welches es erlaubt, Musik schnell externen Geräten zugänglich zu machen. Zugreifen können alle Geräte, die sich im gleichen Netzwerk befinden und einen iTunes-Server unterstützen. Ich habe mich seinerzeit dazu entschlossen, Musik und Videos auszulagern, sodass ich Zugriff von jedem Rechner zuhause habe. Da kam mir der iTunes Server gerade recht.

Dieser kann von euch – sofern noch nicht geschehen – in der Systemsteuerung eures Synology NAS aktiviert werden:

iTunes Server Anleitung_2

Danach kann der iTunes Server ganz normal über euer Synology Startmenü in der linken oberen Ecke eingerichtet werden. Da ist wirklich nicht viel was man machen kann, lediglich der Name des iTunes Servers ist einstellbar und ein Passwort. Dieses Passwort will man vielleicht vergeben, wenn man in einer WG wohnt und nicht möchte, dass andere Menschen direkt auf den iTunes Server zugreifen.

iTunes Server Anleitung_1

Aber hier findet man auch die Möglichkeit, eine Smart Wiedergabeliste zu erstellen. Smart Wiedergabelisten sind auf dem NAS vorhandene Playlisten, die von euch festgelegte Titel enthalten. Diese festgelegten Titel werden in etwa wie eine iTunes Playliste erstellt, hier lassen sich Regeln definieren, die auf den Interpreten reagieren, die Bitrate und und und. Selbst verständlich werden vom iTunes Server auch bereits vorhandene Playlisten erkannt.

iTunes Server Anleitung_3

Oft hat man ja eine .m3u im Ordner mit irgendwelchen Musikalben. Diese erscheinen nach dem Verbinden mit dem iTunes Server ganz normal in der Seitenleiste von iTunes.

iTunes Server Anleitung_5

Zu beachten ist, dass der iTunes Server standardmäßig in die gemeinsamen Ordner „music“ und „video“ schaut, allerdings kann jeder Nutzer seine Musik auch woanders lagen – je nach Belieben. Damit aber die Inhalte auch angezeigt werden, muss man wieder in die Systemsteuerung des Synology NAS: Hier gibt es den Punkt Medienindizierung. Hier lassen sich im Reiter „Indizierter Ordner“ weitere Ordner festlegen, die indiziert werden sollen.

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Wer also seine Musik in irgendwelchen Unterordnern sammelt, der müsste hier den Ordner angeben, damit der iTunes Server auch dort sucht. Ist dies alles geschehen, so sollte iTunes auf jeden Fall euren aktivierten iTunes Server erkennen.

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Auf jeden Fall ist zu beachten, dass es – je nach Umfang eurer Sammlung – dauern kann, bis die Medien angezeigt werden, diese müssen ja indiziert werden. In der aktuellen Version von iTunes findet man einen iTunes Server nicht mehr klassisch in der Seitenleiste, stattdessen muss man über eine Schaltfläche in der linken oberen Ecke von der lokalen Musik auf den iTunes Server schalten.

Für die auf Rechnern abgespielte Musik finde ich den iTunes Server ganz praktisch, doch wer auf Mobilgeräte setzt, der sollte sich überlegen, die Audio Station zu nutzen, beziehungsweise mit ganz normalen DLNA / UPnP-Geschichten zu arbeiten, da diese mobil einfacher zu nutzen sind. Hier ist ein Parallelbetrieb zum iTunes-Server aber ohne Probleme möglich.


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