Angry Birds Go! – Free to Play mit Premium-Preisen

27. November 2013 Kategorie: Android, iOS, Mobile, geschrieben von:

Am 11. Dezember veröffentlicht Rovio ein neues Game mit den verärgerten Vögeln. Genauer gesagt einen Kart-Racer. Das Game wird es kostenlos geben, allerdings – wie heute überall üblich – mit Premium In-App-Käufen. Das Spiel ist in Neuseeland bereits erhältlich. Entwickler nutzen das kleine Land recht gerne, um zu sehen, ob alles funktioniert, kennen wir bereits von Plants vs Zombies 2 und anderen Hochkarätern.

So kommt es auch, dass bereits die Preise für In-App-Käufe bekannt sind. Und die haben es in sich. Rovio hält sich in Sachen In-App-Käufe nicht zurück. Es gibt eine Premium-Währung, ein Energie-System und Fahrzeuge, die man über eine einmalige Zahlung freischalten kann. Zusätzlich wird es auch die von Angry Birds Star Wars II bekannten Telepods geben. Auf die Kamera des iDevice oder Android-Geräts gelegt, schalten diese dann entsprechende Fahrzeuge frei.

Aber zurück zu den In-App-Käufen. Dort findet man das Big Bang Special Edition Car, für schlappe 99,99 Dollar (89,99 Euro). Freilich kann man auch seine bestehenden Fahrzeuge upgraden. Dazu braucht man Münzen. Diese kann man mit Gems kaufen, der Premium-Währung, die man ebenfalls über In-App-Käufe erhalten kann. Sich die Upgrades zu erspielen macht laut PocketGamer keinen Spaß, da man immer wieder die gleichen Strecken fahren muss, um wenigstens ein paar Münzen zusammenkratzen zu können. Die Münzen können für Upgrades eingesetzt werden, Diamanten werden in Münzen getauscht, oder zum Auffüllen der Spezialkräfte verwendet, oder aber man füllt die Energie wieder auf.

Angry_Birds_Go_Freemium_Shizzle

Fassen wir also zusammen, das Game wird kostenlos angeboten. Kaufen kann man Fahrzeuge, eine In-App-Währung und Telepods. Klingt nach einer reinen Gelddruckmaschine für Rovio. Und ja, die paar Leute, die sich wahrscheinlich auch hier in den Kommentaren über In-App-Käufe aufregen werden, haben nichts zu melden. Ist leider so.

Aber wenn man schon so viel Kohle in einem Spiel lassen kann, ist es doch sicher vollgepackt mit supercoolen Features? Nö. Überlegt mal, was Euch an Mario Kart und anderen Kart-Racern am meisten Spaß gemacht hat. Das dürfte vermutlich der Multiplayer-Modus gewesen sein. Fehlanzeige, gibt es hier nicht. Einziger Vorteil: Freundschaften bleiben erhalten, da keiner verlieren kann.

Wenigstens soll die Steuerung brauchbar sein. Auch wenn es kein Driften gibt. Lenken ist ausreichend. Grafisch hat man es wohl auch gut hinbekommen. Und an sich soll das Spiel auch Spaß machen, wenn man denn vorwärts kommt.

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ich habe nichts gegen Freemium-Games, ich werde demnächst dazu auch einen Artikel veröffentlichen, aber das geht wohl sogar mir zu weit. Ich verstehe, dass ein Unternehmen wirtschaftlich arbeiten muss, aber den Kunden dermaßen zu schröpfen, über mehrere Wege im Spiel selbst und auch noch offline mit den Telepods? Krasse Nummer.

Anmerken sollte man vielleicht noch, dass sich die Preise bis zum offiziellen Release am 11. Dezember auch noch ändern können, ich selbst glaube da allerdings nicht dran. Das Spiel wird allerdings auch ohne die paar Boykottierer erfolgreich werden, daran habe ich genauso wenig meine Zweifel. Vielleicht sollte Rovio einfach noch einmal darüber nachdenken, wer sie vom Kleinentwickler zum Milliardenunternehmen gemacht hat. Das waren nämlich die Fans der ersten Stunde, die damals 79 Cent für Angry Birds ausgegeben haben.


Du entscheidest mit! Wir suchen das Smartphone des Jahres 2017! Jetzt abstimmen!

 

Quelle: PocketGamer |

Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Sascha hat bereits 9396 Artikel geschrieben.