Angry Birds Go! – Free to Play mit Premium-Preisen

Am 11. Dezember veröffentlicht Rovio ein neues Game mit den verärgerten Vögeln. Genauer gesagt einen Kart-Racer. Das Game wird es kostenlos geben, allerdings – wie heute überall üblich – mit Premium In-App-Käufen. Das Spiel ist in Neuseeland bereits erhältlich. Entwickler nutzen das kleine Land recht gerne, um zu sehen, ob alles funktioniert, kennen wir bereits von Plants vs Zombies 2 und anderen Hochkarätern.

[werbung] So kommt es auch, dass bereits die Preise für In-App-Käufe bekannt sind. Und die haben es in sich. Rovio hält sich in Sachen In-App-Käufe nicht zurück. Es gibt eine Premium-Währung, ein Energie-System und Fahrzeuge, die man über eine einmalige Zahlung freischalten kann. Zusätzlich wird es auch die von Angry Birds Star Wars II bekannten Telepods geben. Auf die Kamera des iDevice oder Android-Geräts gelegt, schalten diese dann entsprechende Fahrzeuge frei.

Aber zurück zu den In-App-Käufen. Dort findet man das Big Bang Special Edition Car, für schlappe 99,99 Dollar (89,99 Euro). Freilich kann man auch seine bestehenden Fahrzeuge upgraden. Dazu braucht man Münzen. Diese kann man mit Gems kaufen, der Premium-Währung, die man ebenfalls über In-App-Käufe erhalten kann. Sich die Upgrades zu erspielen macht laut PocketGamer keinen Spaß, da man immer wieder die gleichen Strecken fahren muss, um wenigstens ein paar Münzen zusammenkratzen zu können. Die Münzen können für Upgrades eingesetzt werden, Diamanten werden in Münzen getauscht, oder zum Auffüllen der Spezialkräfte verwendet, oder aber man füllt die Energie wieder auf.

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Fassen wir also zusammen, das Game wird kostenlos angeboten. Kaufen kann man Fahrzeuge, eine In-App-Währung und Telepods. Klingt nach einer reinen Gelddruckmaschine für Rovio. Und ja, die paar Leute, die sich wahrscheinlich auch hier in den Kommentaren über In-App-Käufe aufregen werden, haben nichts zu melden. Ist leider so.

Aber wenn man schon so viel Kohle in einem Spiel lassen kann, ist es doch sicher vollgepackt mit supercoolen Features? Nö. Überlegt mal, was Euch an Mario Kart und anderen Kart-Racern am meisten Spaß gemacht hat. Das dürfte vermutlich der Multiplayer-Modus gewesen sein. Fehlanzeige, gibt es hier nicht. Einziger Vorteil: Freundschaften bleiben erhalten, da keiner verlieren kann.

Wenigstens soll die Steuerung brauchbar sein. Auch wenn es kein Driften gibt. Lenken ist ausreichend. Grafisch hat man es wohl auch gut hinbekommen. Und an sich soll das Spiel auch Spaß machen, wenn man denn vorwärts kommt.

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ich habe nichts gegen Freemium-Games, ich werde demnächst dazu auch einen Artikel veröffentlichen, aber das geht wohl sogar mir zu weit. Ich verstehe, dass ein Unternehmen wirtschaftlich arbeiten muss, aber den Kunden dermaßen zu schröpfen, über mehrere Wege im Spiel selbst und auch noch offline mit den Telepods? Krasse Nummer.

Anmerken sollte man vielleicht noch, dass sich die Preise bis zum offiziellen Release am 11. Dezember auch noch ändern können, ich selbst glaube da allerdings nicht dran. Das Spiel wird allerdings auch ohne die paar Boykottierer erfolgreich werden, daran habe ich genauso wenig meine Zweifel. Vielleicht sollte Rovio einfach noch einmal darüber nachdenken, wer sie vom Kleinentwickler zum Milliardenunternehmen gemacht hat. Das waren nämlich die Fans der ersten Stunde, die damals 79 Cent für Angry Birds ausgegeben haben.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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15 Kommentare

  1. Leidiges Thema. Ein In-App-Kauf für die komplette Freischaltung ist ok (alleine um das Piraterie-Problem bei Android in den Griff zu bekommen), aber sobald nicht absehbar ist, wohin die IAPs gehen und die Preise lächerlich hoch werden bin ich bei Freemium- und Paymium-Scheiß raus.

  2. In-App-Kauf ist totaler mist, vor allem wenn
    man Preise erst nach der Installation erhält!

  3. Also, Sascha…
    „Und ja, die paar Leute, die sich wahrscheinlich auch hier in den Kommentaren über In-App-Käufe aufregen werden, haben nichts zu melden. Ist leider so.“

    Was soll das denn? Du kannst ja gerne der Meinung sein, die Kritik daran wäre unsinnig, oder auch, dass viele ohne NAchzudenken einfach motzen…aber die Kritik einfach verbieten? Du findest die In-App-Käufe (behaupte ich einfach mal, es macht den Eindruck) nicht schlimm, darum darf es aber auch keine Kritik geben? Die Sache polarisiert halt, und es gibt auch berechtigte Kritikpunkte (Kinder können unkontrolliert einkaufen, Suchtrisiko oft gezielt ins Produkt eingebaut etc.)…nun, es ist das Recht der Blog-Betreiber, Kommentare nach Belieben zu erlauben oder eben nicht, aber wenn so eine Zensur herrscht weiß ich, wo ich in Zukunft nicht mehr kommentieren werde. 🙁

  4. IOS-Gaming ist für mich fast gänzlich uninteressant geworden, ich suche mir nur die wenigen Perlen ohne IAP raus.

    Auch wenn ich bei einem Spiel mit einen IAP-Investment von 4-8 Euro auskommen würde, die ich auch vorweg bezahlen würde: Ich habe einfach keine Lust, mich mit Timern, verschiedenen „Währungen“ und den andauerndem „Kauf-Mich“-Hinweisen rumzuschlagen. Also ignorier ich es einfach.

  5. Sascha Ostermaier says:

    @Georg: Falsch verstanden? Ich verbiete doch niemandem, sich über In-App-Käufe aufzuregen. Es bringt halt nur nichts. Oftmals ist es ja so, dass man über ein IAP-Game berichtet und die Leser größtenteils dagegen sind. Diese Games sind dann aber dennoch führend in den Umsatz-Charts, etc. Ich schrieb ja auch „Ist leider so.“ Nichts liegt mir ferner, als jemandem Kritik zu verbieten. Ehrlich. 😀

  6. RIP Angry Birds
    RIP Rovio
    Aufregen über Freemium mit In-App Kauf?
    Nö, es gibt jede Menge die nicht über dieses kranke Bezahlmodell verfügen und viel Spaß machen.

  7. Wenn die InApp Käufe nicht fair gestaltet sind wird das Spiel halt ignoriert. So einfach ist das :).

    Gibt schließlich mehr als genug sehr gute und hochwertige Spiele für iOS.

  8. Kapitalismus. Das was am meisten Kohle macht, wird gemacht. Schade aber nicht zu ändern. Höchstens durch Boykott einzudämmen oder eben indem man vermehrt kostenpflichtige Apps ohne In-App Käufe kauft (und weniger Apps klaut).

  9. Ich sehe das auch so wie Lsawesome, und ich habe auch keine Probleme damit, für eine App oder ein Spiel etwas zu bezahlen, aber langsam reicht es! Wer das bezahlt, ist selbst schuld.

  10. das ist schon länger ein neuer trend. das ist jetzt auch bei den neuen konsolen. wo man für das spiel 60€ zahlt und zusätzlich nochmal ingame inhalte erwerben kann/muss wie bei forza motor sport.

    Mal überlegen ob Rovio in zukunft boykottiert wird.

  11. Kommt dieses Spiel auch für Windows 8/RT und Win-Phone 8?
    Auch noch dieses Jahr? (traurig, dass man das überhaupt fragen muss)

    • Man kann es den Entwicklern aber wirklich nicht verübeln, dass sie zuerst für die Systeme entwickeln welche einen relevanten Marktanteil haben, und erst später irgendwann wenn die Entwickler gerade Leerlaufphasen haben, diese Nutzen um eine Anwendung auf ein Nischensystem zu portieren.

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