Xiaomi POCO F1 offiziell vorgestellt, sehr viel Hardware für wenig Geld

Huawei hat mit Honor ein zweites Smartphone-Unternehmen, die chinesische Firma BBK hat unter sich noch OnePlus, Vivo und Oppo. Und was macht Xiaomi, die mittlerweile überall ihre Finger drin haben? Ein weiteres Smartphone unter dem Label POCO auf den Markt bringen. Dieses wurde heute vorgestellt und hört auf den Namen Pocophone F1.

Wie man sieht: Während man bei BBK und Huawei die anderen Firmen nicht direkt wahrnimmt, ist es bei Xiaomi anders, da bedient man sich des Buzz, den alleine die Marke über die Grenzen von China hinaus hat, des Weiteren nutzt man gemeinsam Zulieferer und Vertriebswege. Das Smartphone wurde in Indien vorgestellt, ein völlig anderer Markt natürlich. Dennoch hat man im Pocophone F1 sehr potente Hardware in einem Polycarbonat-Body verbaut.

Im Inneren arbeitet der Qualcomm Snapdragon 845 mit Adreno 630 GPU, die Top-Ausstattung bietet 256 GB UFS 2.1 Speicher sowie 8 GB RAM.

Zudem kommt ein Dual-SIM-Design zum Einsatz. Spart ihr euch eine zweite SIM-Karte, könnt ihr stattdessen den Speicher via microSD erweitern.

Außerdem sind auch eine Dual-Hauptkamera mit 12 + 5 Megapixeln und der Blende f/1.75 sowie eine Frontkamera mit 20 Megapixeln und der Blende f/2.0 während der Vorstellung genannt worden. Das Ganze wird unterstützt von einem 4.000 mAh starken Akku:

In der Vorstellung wurde man nicht müde, die Geschwindigkeit blumig zu beschreiben, die wohl im Vergleich zu anderen Geräten sehr hoch ist. Demzufolge gab es viele theoretisch erreichbare Punkte in diversen Benchmark-Geschichten wie AnTuTu und Co.

Hier teilte man dann auch direkt gegen OnePlus aus, die in Indien ebenfalls um Marktmacht buhlen. So soll das OnePlus 6 nach einiger Zeit deutlich langsamer sein, könnte man beispielsweise merken, wenn man aufwendige Spiele spielt.

Das Pocophone F1 kommt noch mit Android Oreo und MIUI-Überzug, soll aber noch im vierten Quartal Android Pie erhalten. Interessant sind sicher die Preise für euch:

Poco F1 mit 6 GB RAM und 64 GB Speicher: 21.000 Rupien, das wären umgerechnet 260 Euro.

Poco F1 mit 6 GB RAM und 128 GB Speicher: 24.000 Rupien, das wären umgerechnet 297 Euro.

Poco F1 mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher: 29.000 Rupien, das wären umgerechnet 359 Euro.

Das tönt natürlich extrem gut und da werden sicherlich so einige darüber nachdenken, sich so ein Smartphone als Import zu holen. Verständlich. Muss man aber immer bedenken: Der Aufpreis für einen Import wird auch ein paar Euro kosten, dann ist da unter Umständen immer die Sache mit der Garantie..

Zu Band 20 wurde auf der Präsentation nichts gesagt, ich glaube nicht, dass es mit an Bord ist.

Gut dass mein Denken falsch war:

Network Bands

GSM B2/3/5/8

WCDMA B1/2/5/8

FDD-LTE B1/3/5/7/8/20

TDD-LTE B38/40/41(120MHz)

Das Poco F1 soll nur online vertrieben werden, aber interessanterweise in allen Märkten, in denen Xiaomi zu finden ist – und dazu gehören auch schon europäische wie Frankreich. Da muss man dann mal einen Blick auf die Europa-Preise werfen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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45 Kommentare

  1. Dürfte auch endlich USB-C verbaut haben

  2. das mit den Kameras werde ich wohl nie verstehen, 16+5 & 20 MP, das OP im Vergleich hat 20+16 & 16 MP!
    Warum verbaut man eine 2. Cam mit 5 MP für die ähnliche Funktion eines Selfi. In der Front wird aber eine 20MP-Cam bereitstellt wofür hinten 5 MP reichen ist mir nicht klar.

    • Die 5MP Kamera wird nur für den Bokeh (Portrait) benötigt.

      • das ist mr schon klar nur finde ich 5MP schwach, die selficam macht eigentlicht genau das gleiche und da sind es 20 MP!

        kleiner Nachtrag, das Poco F1 hat nur 12+5 & 20 MP – komplett daneben…

        • Du verstehst das hier nicht. Man kann bei dem Gerät nicht zwischen den beiden Kameras wechseln. Der 5MP Sensor soll nur erkennen, ob sich etwas im Vorder- bzw. Hintergrund befindet. Damit der Bokeh-Effekt funktioniert, muss man keinen 20MP Sensor verbauen, damit manche einen Ständer beim Specsheet bekommen …

    • Vergiss‘ doch endlich mal die Megapixel! Schaue dir das Google Pixel 2 an, mit der (damals) besten aller Handykameras, die auch jetzt noch kaum übertroffen wird: 12 Megapixel, eine Linse.

  3. Klingt ja von den Specs und Preisen gut, aber dann liest man Miui… Und zack uninteressant. Bitte sowas auch mit Android One!

  4. Keine LED 🙁

  5. Pocophone F1 ist aber falsch, heißt nur Poco F1.
    Wozu der Absatz zum Import wenn es doch in Europa verfügbar sein wird? Gewährleistung hab ich ja dann. Garantie ist ja eh freiwillig

    Schade dass es kein AMOLED Display hat…

    • Gewährleistung hast du immer gegenüber dem Händler und ist nur im Land gültig in dem der Händler seinen Stammsitz hat. Als kleines Beispiel der Händler hat seinen Sitz in China, so gelten die dortigen Regelungen für Gewährleistung und Garantie.

    • Bei dem Preis Amoled? Das ist sehr unwahrscheinlich.

      • Hätte dafür auch etwas teurer sein dürfen…

        • Das Gerät wurde für den indischen Markt entwickelt, die Zielgruppe verdient im Bereich 400-800€/Monat. Da machen 50€ mehr oder weniger einen großen Unterschied, man zielt auf die Verdrängung der Mittelklasse von Samsung, Oppo, Apple und die dürften in der Tat schwer unter Druck kommen.

  6. Kein NFC also Schrott

    • Das find ich auch so geil bei den neuen Handys heute, viele haben kein NFC. Ich habe letztens das alte HTC One m7 rausgekramt um als Hörspielstation umzufunktionieren und war etwas überrascht zu sehen dass es schon damals NFC hatte…

      • HTC Deutschland says:

        Das stimmt. HTC war mit einer der ersten im Bereich Nahfeldkommunikation. Weitere Highlights waren auf jeden Fall: WLAN ac/b/g/n, LTE, Bluetooth 4.0, ein 2.300 mAh starker Akku und war mit 137.4 x 68.2 x 9.3 Millimeter nur 143 Gramm leicht. Bei den Gedanken an das HTC One M7 schwelgen heute noch viele in wehmütiger Erinnerung.

    • David Mroczek says:

      Gerade weil mobile payment stark im kommen ist…

  7. NFC + AmoLED + BenachrichtigungsLED + Notch für 200-250 Euro wäre geil 🙂

  8. Wäre wäre Fahrradkette…

  9. Wer AMOLED etc. haben will, muss eben etwas tiefer in die Tasche greifen, es gibt ja auch das Mi8!
    Ansonsten guter (Kampf-)Preis!

    • Preis ist gut, Amoled ist mir egal, allerdings würde ich nie wieder ein Gerät ohne Notification-LED kaufen.
      Was treibt die Hersteller bloß, auf so etwas essentielles zu verzichten?
      Völlig unverständlich…

  10. Es sind immer kleine Sachen die wichtig sind. Notification LED und NFC kosten nichts und werden denoch nicht verbaut um möglichst 1 Cent pro Gerät zu sparen

  11. Jonas Bayat says:

    Ich finde, dass die Kompromisse, die man beim Kauf dieses Geräts einzugehen bereit sein muss, wirklich sehr gut mit dem Preis harmonieren, den man im Vergleich zu leistungsähnlichen Geräten spart. Ein Flaggschiff für unter 300 Euro im Einstieg anzubieten – das ist schon sehr stark. Natürlich ist eine Status LED schön, ebenso wäre AMOLED natürlich auch der Bringer und NFC käme für das jetzt erst aufkommende Google Pay auch sehr gut. Aber diese Kompromisse fallen meiner Auffassung nach im Verhältnis zum Preis alle recht moderat aus, denn sämtliche – wie ich finde – wichtigen Säulen eines Smartphone-Specsheets werden voll bedient: Es hat nen großen Akku, Sd845, viel RAM, viel Speicher, viel Display und die Kameras werden auch ihren Job zu erledigen wissen.

    Wie oben auch schon geschrieben wurde, gibt’s ja für einige zig Euro mehr ohnehin bereits ein Mi8, für etwa nen Hunderter mehr das OP6 und so weiter. Ich denke deshalb auch, dass sie an genau den richtigen Stellschrauben gespart und mit dieser aggressiven Preispolitik eine ausreichend große Lücke ins Segment gerissen haben. Das Gerät wird sich in den entsprechenden Märkten bestimmt wie geschnitten Brot verkaufen und auch hierzulande den einen oder anderen preisbewussten Technikfreund zu begeistern wissen, denn das fertige Produkt ist einfach zu gelungen für den Preis, zu konsistent, zu verlockend als dass es ernsthaft floppen könnte. Denke ich zumindest… Gruß.

  12. Wolfgang D. says:

    In Indien soll doch die bargeldlose Zahlung so gefragt sein nach Abschaffung der meisten Scheine, funktioniert das ohne NFC?

  13. @Jonas Bayat das Problem es gibt ganz viele Hersteller die genauso denken wie Xiaomi und das zu dem selben Preis wie Xiaomi anbieten. Ohne NFC ohne LED etc. aber wo soll dann der Konkurenz Markt sein ich als Käufer schaue doch wo ich am meisten für mein Geld bekomme.

  14. Michel Ehlert says:

    Wie ich in dem andern Blog schon geschrieben habe. NFC koste doch nicht viel und ja es ist mehr als Mobile Payment. Datenaustausch, Einfache kollung mit BT-Lautsprechern oder halt auch den Druckern! Zumal Pie jetz nativ Wifi direct unterstützt. Und für mein Hobby Geocachen kommt NFC immer auch in Mode in Verbindung mit NFC Tags. Letztere von mir programmierte machen das Leben echt leichter.

    Die Frage die sich mir stellt ist braucht man wirklich 6 GB Ram? Oder den 845iger SD ? Ich hatte ein U11 jetzt ein Jahr super Smartphone aber die Updatepolitik von HTC genauso wie LG nee Danke. Habe jetzt das Nokia 7plus. Es macht genauso seine tägliche Arbeit wie das u11 nur halt mit dem Sd 660. Was den Arbeitsspeicher angeht ich habe noch nie die 4 GB Ram voll bekommen.

  15. Gerade bei Cyberport bestellt für 359 euro.

    • Wolfgang D. says:

      @Jan Jan „F1 für 359 Euro“
      Ohne deine Freude verderben zu wollen, das F1 ist bei uns für ein Xiaomi absolut überteuert.

      Bei mydealz findet man von deutschen Händlern das Mi Mix 2S 64GB in der EU Version um die 380 Euro, und das ist mit Qi, NFC, … vor vier Monaten für über 500 Euro als Chinaversion erschienen.

      • @Wolfgang D.:

        Vielen Dank,werde ich mir Mal ansehen.
        Edit:
        Gerade gesehen das das Mi x2s keine SD Karten unterstützt,damit fällt es für mich weg.

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