WinBot X: Fensterputz-Roboter kommt nach Europa

Auf der IFA 2018 hat der Hersteller Ecovacs Robotics letzte Woche für Europa den WinBot X vorgestellt. Das gute Stück arbeitet dank eines Akkus kabellos. Deswegen soll der Roboter unabhängig von Steckdosen z. B. auch im Außenbereich Glasflächen reinigen. Falls ihr den WinBot X also für eurer Gewächshaus im Garten oder ein Dachbodenfenster einspannen wollt, so ist jenes laut Hersteller ebenfalls möglich.

Die Sicherung des Fensterputz-Roboters erfolgt über ein flexibles Seil, das per Saugnapf an der Scheibe befestigt wird. Hier erfolgt laut Ecovacs Robotics auch Kommunikation via Bluetooth, damit bei Problemen mit dem Unterdruck direkt ein Sturz verhindert wird. Außerdem misst der WinBot X seine zu säubernde Fläche aus, um von Anfang an die passende Route für eine streifenfreie Reinigung auszuwählen. Scheiben mit bis zu viermal vier Metern soll der Robo so putzen können ohne schlapp zu machen.

Erstmals hatte man den WinBot X auf der CES 2018 in Las Vegas gezeigt. Dort erhielt er immerhin den CES Innovation Award 2018 in der Kategorie Home Appliances. Geeignet ist der Roboter für gerahmtes und rahmenloses Buntglas, Glas mit Aufklebern, Milchglas und beschichtetes Glas. Nach dem Putzen der Fenster kehrt der WinBot X automatisch zum Startpunkt zurück. Er kann seine Reinigungswege auch speichern.

In Deutschland listen einige Händler den Fensterputz-Roboter nun bereits für 449 Euro. Im Lieferumfang erhaltet ihr neben dem Robo selbst eine Infrarotfernbedienung, eine Reinigungslösung, ein Poliertuch, einen Netzadapter, ein Verlängerungskabel, ein Reinigungspad, ein Sicherungsseil, einen Saugnapf und ein Benutzerhandbuch. Der WinBot X misst 24,5 x 24,5 x 10,9 cm bei einem Gewicht von 1,8 kg. Lohnt sich aber wohl nur, wenn man relativ große Fenster zu putzen hat. Sonst ist man sicherlich selbst schneller zur Stelle, da der Robo ja auch gesichert werden muss.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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17 Kommentare

  1. Bisher konnte mich kein Fensterputzroboter überzeugen, ob dieses Modell etwas taugt?

  2. Meiner Meinung nach wird das im privaten Haushalt fast nie funktionieren. Ich muss den für jedes Fenster manuell neu ansetzen. Das lohnt eigentlich nur bei wirklich großen Fenstern.

    Bei großen Fensterfronten mag das anders aussehen.

    • Horst-Peter Koopmann says:

      Sehe ich genauso.
      Hab mich auch grade gefragt, was das Teil wohl bei meinen Sprossenfenstern am Haus bringen soll 😉

      Auch bei großen Fensterflächen funktioniert das nur, wenn die keine hohe Stege dazwischen haben.
      Bei den Fenster auf de Foto mag es gehen….
      Vielleicht was für Bürotürme aus Glas? 😉

    • Die Nachfolgemodelle haben richtig Potential. Denkbar wäre eine größere Variante, die selbstständig (wie ein Saugroboter) ganze Bürotürme säubert und immer wieder zur Ladestation zurückkehrt. Bzw. einfach fest an der Gondel installiert ist, auf der normalerweise Menschen das machen. Und für den Haushalt was in halber Größe, was nicht extra gesichert werden muss, aber leicht von Fenster zu Fenster getragen werden kann.

  3. In der Zeit wo man das Gerät vorbereitet und an die Scheibe gesetzt hat, hat eine gute Hausfrau schon 3 Fenster gereinigt und zwar inkl. Rahmen.
    Die Teile sind doch totaler Schrott

    • Selbst eine Putzfrau die einmal im Monat die Fenster reinigt wäre unterm Strich billiger und schneller.
      Kurz: für Privathaushalte sind diese Reinigungsroboter derzeit völlig uninteressant. Vielleicht
      kann man in 10 Jahren noch einmal darüber reden.

      • Selbst bei 2 Stunden Arbeit und 20 Euro /h (40 Euro) und man 2x im Jahr die Fenster putzt – ist man in 5 Jahren erst mit dem Roboter effektiver. Vor allem er wird ja am Zielpunkt kleben bis man ihn abmacht. Heißt dort wird es auch Saugnapf-Abdrücke geben. So gern ich so etwas holen würde – dann lieber ne Putzfrau bzw für 20 Euro ordentliches Werkzeug holen und selber machen.

  4. Das Teil ist am Markt vorbei gebaut.

    Weil wer eine so große Terrasse mit Verglasung bzw so große Glasflächen hat, der kann sich idR auch Putzfrau, Gärtner und Fensterreiniger leisten, die das erledigen.

    Und für Otto Normalverbraucher muss das Ding kleine Beine haben, mit dem es an der Innen und Außenwand von Fenster zu Fenster krabbelt. 😉
    Wenn man das Ding an jedes Fenster einzeln setzen muss, dann kann man ja auch gleich kurz selber drüber wischen.

    Vielleicht kann man mittels moderner Gentechnik diese Saug-Fische vom Aquarium mit Insekten kreuzen und per implantieren Microchip steuern. Die krabbeln oder fliegen (!?) dann von Fenster zu Fenster und reinigen diese. Dann ist auch ne Google Assistent Steuerung und App denkbar. 🙂

    • Jawoll, das macht die PutzFRAU. Hier sind ja noch die richtigen HERREN im Gespräch. Wohnen sicher noch im Hotel „Mama“. Oder bei der bemitleidenswerten Nachfolgerin…

      • Autist_in*? Leg mal ne andere Platte auf.

      • Das nächste Mal schreibe ich Reinigungskraft (m/w) oder Putzneger/in … 😀

        • Auch falsch 😉 Neuerdings musst du doch (m/w/d) für Divers hinzunehmen.
          „Am 10. Oktober 2017 verpflichtete das deutsche Bundesverfassungsgericht den Gesetzgeber, bis Ende 2018 einen dritten Geschlechtsbegriff neben männlich und weiblich im Geburtenregister zu ermöglichen oder allgemein auf einen Geschlechtseintrag zu verzichten.“

  5. Wenn es an sich problemlos funktioniert und gute Ergebnisse liefert, was ich doch etwas bezweifele, bin ich durchaus gewillt, das Ding jeden Tag an einem anderen Fenster anzubringen. Vermutlich ist das mit dem Sicherungs-Saugnapf ab dem dritten Mal Routine.
    Zudem stellen sich mir zwei Fragen: Was macht der Roboter, wenn er mit einem Fenster fertig und der Akku leer ist, weil ich erst am Folgetag nach Hause komme – baumelt er dann leblos an dem Saugnapf? Und was mache ich mit meinen Erdgeschossfenstern auf der Seite zur belebten Straße – wie kann ich unterbinden, dass einer das Ding mitnimmt?

    • Die Diebstahl- und Vandalismus-Gefahr macht das Teil auch für Einzelhandels-Geschäfte mit großen Schaufensterflächen im Erdgeschoss wenig geeignet.

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