Wearables im dritten Quartal mit starkem Wachstum – aber nicht überall

Der Markt für Wearables ist ein gemischter. Zum einen gibt es unterschiedliche Gerätschaften, die auch preislich weit auseinander liegen, zum anderen gibt es aber auch ganz unterschiedliche Geräteklassen. Die Analysten von IDC beziehen sich bei ihren Verkaufsstatistiken auf Smartwatches und Fitnesstracker. Während Gartner vor Kurzem erst eine Prognose für 2019 abgab und dem Wearable-Markt ein starkes Wachstum prophezeit, beschäftigt sich IDC mit dem abgelaufenen dritten Quartal und den Verkäufen von Wearables.

Auch im dritten Quartal gab es schon ein starkes Wachstum, allerdings muss man dies etwas differenziert betrachten. Denn während insgesamt zwar 21,7 Prozent mehr Geräte verkauft wurden, war dies eben nicht überall so. In den USA, dem zweitgrößten Markt für Wearables, ging es sogar um 0,4 Prozent zurück. Der Asien-Pazifik-Raum ist der größte Markt und dieser wuchs auch, nämlich um 21,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Schaut man nun auf die Top 5 der Hersteller, die immerhin 57 Prozent des Gesamtmarktes ausmachen, zeigt sich nur Fitbit mit einem Rückgang. Das ist für den Hersteller sicher nicht das beste Zeichen, wenn man bedenkt, dass andere mit Steigerungen von bis zu 90 Prozent daherkommen.

Auf Platz 1 landet Xiaomi, 6,9 Millionen Wearables konnte der Hersteller im dritten Quartal 2018 verkaufen. Das bedeutet einen Marktanteil von 21,5 Prozent und eine Steigerung der Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um 90,9 Prozent.

Auf 13,1 Prozent Marktanteil kommt Apple mit seinen 4,2 Millionen verkauften Apple Watches. Das sind mal eben 54 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, die da über den Tresen gewandert sind. Und da ist die Series 4 noch nicht einmal wirklich mit drin, da sie erst Ende September auf den Markt kam, also nur wenige im Erhebungszeitraum verkauft werden konnten.

Fitbit konnte im dritten Quartal weniger verkaufen. Dennoch sind 3,5 Millionen verkaufte Einheiten sowie ein Marktanteil von 10,7 Prozent für den Hersteller nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen. Immerhin wird so der aus den letzten Quartalen bekannte rasante Abstieg gebremst. Laut IDC sind daran vor allem die Modelle Versa, Charge 3 und Ace verantwortlich.

Mit ebenfalls beachtlichem Wachstum – 20,3 Prozent mehr im Jahresvergleich – schiebt sich Huawei vor Samsung. 1,9. Millionen verkaufte Einheiten oder ein Marktanteil von 5,9 Prozent reichen dafür aus. Hier soll vor allem das TalkBand B5 mitverantwortlich sein, ebenso wie Ohrhörer mit Pulsmessung von Honor.

Samsung ist mit 1,8 Millionen verkauften Wearables auf Platz 5, mit einer Steigerung von 91 Prozent im Jahresvergleich. Liegt wohl eher an den schlechten Verkäufen im vergangenen Jahr, dennoch eine starke Steigerung. Hier kann man auch mit einer weiteren Steigerung in den kommenden Quartalen rechnen.

Durchaus spannend, wie sich das Feld verschiebt, wo Steigerungen zu finden sind. Ich bin ja der Meinung, dass Wearables über die kommenden Jahre noch viel mehr Fahrt aufnehmen werden. Erste Ansätze sieht man da ja jetzt schon, mit Smartwatch-Modellen, die ein Smartphone zumindest schon über Strecken völlig ersetzen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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