VW, Volvo & Renault stellen Carsharing-Dienste vor, jeder separat

Wie hoch ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass drei unterschiedliche Autobauer an einem Tag einen Carsharing-Dienst vorstellen, so jeder für sich? Richtig, da denkt man erst einmal, dass die Chance wohl nicht so hoch ist. Volkswagen, Renault und Volvo belehren uns aber erst einmal eines Besseren. Die haben nämlich am 4. Juli, so jeder für sich, einen Carsharing-Dienst vorgestellt. Spekulationen und einige Infos gab es im Vorfeld natürlich schon, durch die Presseaussendung ist das Ganze aber nun offiziell.

Der Rollout verschiedener Vehicle-on-Demand-Dienste (Mikromobilitätslösungen wie Cityskater) und darunter insbesondere Carsharing über die Kundenplattform WE soll bei Volkswagen im Laufe des Jahres 2019 in Deutschland beginnen. Bereits 2020 soll das Angebot auf große Metropolen in Europa, Nordamerika und Asien ausgedehnt werden. Volkswagen schreibt sich dabei Zero Emission auf die Fahnen, will nur E-Fahrzeuge anbieten.

Renault startet erst einmal in Paris, bereits im September 2018 will man an den Start gehen. 24 Stunden und 7 Tage in der Woche soll der Interessierte in der Stadt der Liebe zu einem E-Fahrzeug von Renault greifen können – der Hersteller plant 2.000 Fahrzeuge bis Ende 2019 und nennt hier beispielshaft die Modelle ZOE, Twizy, Kangoo Z.E und Master Z.E. In einer zweiten Phase wollen die Stadt Paris und Renault eine offene Arbeitsgruppe initiieren, in der die großen Städte und Unternehmen zusammenarbeiten, um gemeinsam über die Integration der Veränderungen der Mobilität in der Stadt nachzudenken.

Und bei Volvo? Die haben den Dienst M vorgestellt, der im Frühjahr 2019 in Schweden und den USA starten soll. Hierbei handelt es sich nicht nur um einen reinen Fahrzeugdienst, stattdessen soll M eine proprietäre Lerntechnologie entwickeln, die die Nutzer nach ihren spezifischen Bedürfnissen fragt, anstatt sie nur darüber zu informieren, wo sie ein Auto abholen können. Quasi ein bedarfsgerechter Zugang zu Fahrzeugen und den dazugehörigen Dienstleistungen über eine App.

Darüber hinaus lernt M die Bedürfnisse, Vorlieben und Gewohnheiten seiner Nutzer kennen und soll so die Kundenbeziehung verbessern. Das Ganze liest sich noch sehr theoretisch. Die derzeit verfügbaren Dienste bieten hauptsächlich Alternativen zu einem Taxi oder öffentlichen Verkehrsmitteln, so Volvo. Hier wolle man ansetzen. Volvo greift hier auf das bereits verfügbare Carsharing-Angebot von Sunfleet zurück, welches eh zur Firma gehört. Hier will man 2019 M in die 1.700 Fahrzeuge vollständig integrieren.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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7 Kommentare

  1. Sehr gut! Wir fahren überwiegend Fahrrad und/ oder e-Moped/ Roller, das Auto wird nur für den Wocheneinkauf oder Wochenendausflug bewegt. In ca. 5-6 Jahre soll ein neues Auto geben, natürlich nur voll-elektrisch! Sollten bis dahin solche Carsharing-Dienste gut funktionieren, würde ich von einem Neukauf absehen und darauf setzten!

  2. Da brauch man ja bald eine App die die ganzen Standorte der verschiedenen Anbieter auf einen Blick anzeigt.

    • Orange_Elephant says:

      Wie wäre es gleich mit einem einheitlichen Reservierungs-/Buchungssystem? Ich sehe schon, dass Nutzer solcher Angebot bald bei 10 verschiedene Apps & Registrierungen bei den Herstellern brauchen… das wird ein Spaß!

    • Gibt es schon Apps die das verfolgen. URBI zB – aber natürlich ist das noch ausbaufähig!

    • Die App Free2Move hat ziemlich viele Anbieter drin und zeigt diese zusammen auf einer Karte an.

  3. Sollten man mal einen Standardbuchungsservice einführen. Hallo EU bitte nachpatchen 😉
    Hat ja bei USB auch geklappt…

  4. Kulturbeauftragter says:

    Und wo werden die Autos später alle parken? Na…?
    Unsere Großstädte quellen jetzt schon über vor Verkehr. Und nun pumpt jeder einzelne Car-Sharing-Anbieter seine Autos zusätzlich ins System. Toll!

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