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Teufel Supreme On: On-Ear-Kopfhörer angehört

Teufel haut aktuell neue Produkte raus. Neben den In-Ear-Kopfhörern Airy Sport und dem Bluetooth-Lautsprecher Motiv Go ist der neueste Spieler der On-Ear-Kopfhörer Supreme Go.

Teufel ist Direktversender und meist sind die Produktkartons auch gleichzeitig die Versandkartons. Eigentlich eine gute Sache, da man Verpackung spart. Auf der anderen Seite ist die Produktpräsentation dann nicht ganz so toll. Und so kommt es, dass der Supreme Go in einer seltsam anmutenden Tüte mit einer Bedienungsanleitung, einem 3,5-mm-Klinkenkabel, das hochwertig mit Gewebe-Mantel und Fernbedienung daherkommt, einem USB-C-Kabel und einer Tasche zum Kunden geht.

In der komischen und billigst wirkenden Tüte versteckt sich jedoch ein attraktives Stück Technik, das nicht unbedingt Teufel-typisch designt wurde. Wer das Label kennt, der weiß, dass Teufel normalerweise immer grau und schwarz nutzt und der einzige Akzent mit Rot gesetzt wird. Das ist hier anders, denn der Supreme Go kommt in sechs verschiedenen Farben und ist auch von der Materialauswahl ein Neuling.

Der Rahmen besteht aus mattiertem Aluminium, ist sehr gut verarbeitet. Die Hörmuscheln lassen sich über ein Scharnier nach innen klappen, wodurch das Headset relativ kompakt wird und gut in der Tasche aufgeräumt werden kann. Die ist „nur“ ein Stoffbeutel und kein Case, aber immerhin besser als nichts. Das Kopfband ist weich gepolstert und mit Kunstleder bespannt.

Nach oben hin hat sich Teufel für ein Gewebe entschieden. Auch die Kabel, die in die wirklich gut gepolsterten Hörmuscheln führen, sind mit Gewebe bezogen und dementsprechend gut geschützt. Die Polsterung ist hier ebenfalls mit Kunstleder ummantelt. Ist angenehm auf der Haut und lässt sich im Sommer, wenn man bei großer Hitze doch mal etwas schwitzt, gut sauber machen.

An der linken Seite hat Teufel die Buchse für das Klinkenkabel verstaut, die mit einem kleinen Gimmick daher kommt. So lässt sich der Stecker in der Buchse verschließen, indem ihr ihn etwas dreht. Man kann das Kabel dann nicht mehr aus Versehen aus der Halterung ziehen. Daneben befindet sich ein USB-C-Port – endlich kein Mikro-USB mehr – eine kleine LED und der Power-Button, der auch gleichzeitig als Pairing-Button genutzt wird, wenn man ihn länger betätigt. Außerdem ist in der Seite ein NFC-Tag versteckt, der das Koppeln einfach macht.

Rechts ist ein kleiner Knopf genauer gesagt Joystick, mit dem man die Wiedergabe und die Telefonie steuern kann. Drücken für Start, Stopp oder Anruf annehmen oder ablehnen und in eine entsprechende Richtung drücken um beispielsweise zurück- oder vorwärtszuspulen.

Nachdem man sich das Teil etwas näher angesehen hat, möchte man natürlich auch wissen, wie es sitzt und vor allem, was an Ton rauskommt. Dazu muss erst eine Verbindung zwischen Smartphone und Kopfhörer hergestellt werden. Der Kopfhörer funkt dabei mit Bluetooth 5.0 und bringt auch aptX und AAC mit. Weiterhin gibt es auch eine App dazu, die eine „ShareMe“-Funktion anbietet. Funktioniert genauso wie beim Audio-Sharing von Apple. Damit teilt ihr euch mit einem anderen Supreme-On-Besitzer den Audio-Stream eures Smartphones. Auch ein Equalizer ist in der App verbaut, der euch den Klang an eure eigenen Bedürfnisse anpassen lässt.

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Aufgesetzt merkt man schon, dass das Ding ziemlich komfortabel sitzt, zumindest anfangs. Der Druck des Kopfbandes auf die Ohren ist straff aber nicht zu straff und die Hörmuscheln sind angenehm weich, schmiegen sich gewissermaßen ans Ohr. Das sorgt für nicht zu viel Druck und zusätzlich auch noch für eine ordentliche passive Geräuschunterdrückung. Auch nach längerem Tragen wird der Supreme On nur wenig unangenehm auf den Ohren, liegt aber daran, dass ich Brillenträger bin.

Nach zwei Stunden merkt man dann schon den Druck am Bügel der Brille und nach drei Stunden wird es dann unangenehm. Als ich den Supreme On dann etwas größer stellen wollte – ein Ratschen-System im Kopfband gewährleistet das – wurde ich jäh enttäuscht. Ich war schon mit der größten Stufe unterwegs, obwohl ich nun nicht unbedingt einen riesigen Kopf habe. Seid ihr also selbst der Meinung, dass ihr einen etwas größeren Kopf habt, dann probiert den Supreme On lieber mal kurz aus. Ist eher was für kleinere Köpfe, Jugendliche oder Kinder.

Teufel hat mich auch mit einem kleinen aber guten Feature überrascht. Der Supreme On bringt eine Trage-Erkennung mit, geht also aus, wenn ihr ihn absetzt und startet die Musik wieder selbstständig beim Aufsetzen. Nett!

War ich anfangs skeptisch, finde ich mittlerweile auch die Bedienung mit dem kleinen Knubbel-Joystick recht gut. Er ist am Rand der rechten Hörmuschel schnell zu finden und nach kurzer Eingewöhnung ist man damit schneller und fehlerfreier unterwegs, als mit einer Touch-Bedienung an der Hörmuschel. Teufel gibt an, dass man mit dem Ding 26 Stunden mit einer Ladung über die Runden kommt. In meinem Test bin ich nicht ganz an diesen Wert herangekommen, lag meist bei circa 22 Stunden. Ist meiner Meinung nach dennoch ausreichend und variiert sowieso sehr stark, je nachdem wie hoch ihr die Lautstärke einstellt.

Doch wie klingt der Supreme On denn nun? Tja – gut, würde ich sagen. Der Teufel kommt für seine Größe überraschend druckvoll daher. Der Klang ist sehr warm mit einem deutlichen Hang zu den Tiefen. Nicht dumpf aber auch nicht sehr hell. Dadurch entsteht ein Klangbild, das nicht immer eine genaue Differenzierung in den Instrumenten zulässt. Es kreischt aber auch nicht in die Ohren.

Der Hang zu den Tiefen, die auf Wunsch ordentlich Druck auf das Trommelfell bringen, ist je nach Musikrichtung nachteilig für Mitten und Höhen. Diese sind nicht schwachbrüstig, aber kommen schon zurückgestellt im Ohr an. Wer auf glasklare Klänge und eine separierte Helligkeit steht, wird mit dem Teufel sicherlich nicht unbedingt zufrieden sein. Da hilft auch der Equalizer in der App nicht immer weiter. Alle diejenigen, die auf gechillten Sound mit Wumms stehen, kommen aber hier auf ihre Kosten.

Teufel Supreme On – Ein Fazit

Der Teufel Supreme On ist ein relativ kleiner On-Ear Kopfhörer, der mit einer sehr guten Verarbeitung, ordentlichen Materialien und einem anderen Look als bisherige Teufel-Produkte um Käufer wirbt. Ich kann wenig meckern, einzig die Tatsache, dass mir persönlich die Differenzierung im Klang nicht ganz so gut gefällt und die Basslastigkeit nicht meins ist, fällt mir kritisch auf. Ansonsten kann man Teufel hier ein gelungenes Produkt für die breite Masse attestieren, die Audiophilen erhascht man damit eher nicht.

149,99 Euro beziehungsweise 146,21 Euro wollen für das gute Stück über den Ladentisch wandern. Sicherlich nicht ganz preiswert und in einer Liga, in der sich eine Menge gute Kandidaten tummeln – auch schon mit aktiver Geräuschunterdrückung, die hier fehlt. Bevor ihr kauft, hört ein paar Kopfhörer Probe und nehmt den, der euch vom Klangprofil am meisten zusagt.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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6 Kommentare

  1. Kopfhörer sollte man immer Probehören und nicht nach Testberichten kaufen. Jeder hat einen anderen Hörgeschmack und kann sich ggf. auch nicht mit dem Tragekomfort von bestimmten Kopfhörermodellen anfreunden.
    Ich kann z.b. keine In-Ears leiden, egal von welchem Hersteller.

    Zur Verpackung: Der Karton ist zum Schutz des Gerätes auf dem Transport da. Je weniger Pappkarton da drum ist, desto besser, weil das Zeug landet bei mir direkt im Altpapier. Ich stell mit keine Kartons ins Regal um mir die jeden Tag anzuschauen.

    • „Kopfhörer sollte man immer Probehören und nicht nach Testberichten kaufen.“ Vollkommen richtig; es grenzt das Suchfeld allerdings schon mal etwas ein, wenn gewünscht.

  2. Hi Thomas, na ich hebe Verpackungen mindestens so lange auf, wie ich noch beim Versender ein rückgaberecht habe . und auch im Gewährleistungsfall macht es sich gut die original-Verpackung noch zu haben – und da Logistik-Unternehmen nicht immer sanft mit paketen umgehen ist eine gute Verpackung die auch einen Sturz abdämpfen kann schon wichtig. man kann das sogenannte umweltbewußtsein auch übertreiben – Verpackung ist mehr als Müll solange etwas unterwegs ist.

  3. Vor- bzw Rückspulen… ist damit echtes Spulen innerhalb eines Tracks gemeint oder doch eher Titelsprung, eins, bzw. X Sekunden vor oder zurück?

  4. Ich werde nie verstehen wie man On Ear Kopfhörer tragen kann. Entweder over ear oder in ear. Meine Meinung und Geschmack wohlgemerkt.

    • Hängt wohl am persönliche Empfinden – ich trage auch entweder In-Ears (am Kabel) oder Over-Ears. Wer auf Buds vertraut, vertraut vermutlich auch nur bis zum ersten Verlust im rummelvollen ÖPNV

      Ich wundere mich nur über die Leute, die mit riesigen Micky Mäusen durch die Stadt laufen – am besten auch noch mit ANC

      Bleibt gesund!

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