Spotify hat 83 Millionen zahlende Kunden

Überall Quartalszahlen, wohin man auch schaut. Auch die von Spotify, die mittlerweile an die Börse sind. Bei solchen Diensten schaue ich weniger knallhart auf die Finanzen, stattdessen interessiert mich persönlich immer die Anzahl der Nutzer. Beim letzten Update im Januar waren dies 70 Millionen zahlende Kunden. Hier konnte man zugewinnen, satte 83 Millionen Menschen nutzen Spotify zahlend. Insgesamt kommt man auf über 180 Millionen monatlich aktive Benutzer, also solche, die mindestens einmal im Monat Spotify hören. Auf den ersten Blick positive Zahlen für Anleger, denn denen wird es in erster Linie um Wachstum und Geld gehen. Spotifys Umsatz im letzten Quartal betrug 1,273 Milliarden Euro, ein Plus gegenüber dem Vorjahr, der operative Verlust betrug aber 90 Millionen Euro. Zahlen-Interessierte finden die Meldung hier.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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14 Kommentare

  1. Es bringt Spotify nichts, wenn sie wohl ständig neue Abonnenten hinzugewinnen können, mit diesen aber nichts verdienen. Das Problem ist ein einfaches: Google, Amazon und Apple haben es mit ihren Streaming-Diensten nicht zwangsläufig nötig, Gewinne zu erzielen. Sie nutzen die Angebote zur Zeit vor allem dafür, um die Menschen an ihre Plattformen zu binden, worüber sie dann im zweiten Schritt ihr Geld verdienen.

    Spotify hat bisher diese Möglichkeit eben nicht und muss das Geld direkt aus dem Streaming-Geschäft erwirtschaften. Das ist mittelfristig ein massiver Nachteil. Denn irgendwann endet auch das Wachstum und die Geduld der Investoren.

    • Auf der anderen Seite schließen zumindest Google und Amazon ja nicht aus, Spotify auf ihren Geräten zu nutzen. Aber selbst, wenn es diese Anbieter und deren Streaming-Dienste nicht geben würde, würde ich nicht annehmen, dass diese Nutzer dann automatisch auch zahlende Spotify-Kunden wären.

    • Zumal ich schätzen würde, dass 90% der Accounts sowieso Familien Accounts sind die geteilt werden. Wenn die Möglichkeit mal irgendwann wegfallen sollte, werden die meisten davon wohl gleich kündigen.

    • Man darf die Statistiken nicht vergessen. Wer hat was wie lange und wann gehört. Wenn man dann noch mit dem Google oder FB Konto angemeldet ist, sind solche Daten für FB und Google, etc. Gold wert.

  2. Spotify hat ein klares Geschäftsmodell. Wachsen und damit pro Nutzer immer weniger Kosten (Skaleneffekt). Aktuell müsste Spotify pro zahlendem Nutzer nur noch ca. 40 Cent im Monat Aufschlag verlangen um ins Plus zu kommen. Zur Erinnerung: ein Quartal sind drei Monate, die Gebühr wird aber monatlich fällig, somit haben über 80 Millionen zahlende Kunden nur noch gemittelt 30 Millionen Euro Verlust pro Monat verursacht.

    Und das Delta wird immer kleiner und kleiner, bis entweder mit dem bisherigen Preismodell der Break Even kommt oder Mehreinnahmen zB durch einen neuen lossless Tarif oder schlicht eine winzige Preiserhöhung die Lücke schließen.

    Spotify ist Gold wert und der Grund, warum das in Europa so selten ist sehen wir in der kleinkarierten Kritik der Öffentlichkeit. In Europa kriegt man für neue Geschäftsmodelle einfach keine Rückendeckung. Amazon durfte erstmal in Ruhe 20 Jahre lang Milliarden der Investorengelder verbrennen, macht aber inzwischen ständig steigende Gewinne und beherrscht ganze Märkte.

    Spotify ist das einzige auf globaler Ebene ernstzunehmende IT Unternehmen das Europa seit der Jahrtausendwende hervorgebracht hat.

    • Da haben Sie nicht die Wette mit den Plattenlabels gemacht. Denn die riechen ebenfalls das Geld, wenn Spotify mehr Einnahmen generiert. Zudem stehen immer mehr teure Investitionen an, da die Anbieter wie Google, Amazon oder Apple vermehrt ihre Dienste mit anderen Inhalten bündeln. Da hat Spotify ein Problem. Preiserhöhungen sind ebenso schwierig, da es zur Zeit einen Einheitspreis gibt, den niemand überschreitet. Mit Musikstreaming alleine wird man mittelfristig nur kaum Geld verdienen können. Spotify hat kaum eine Exklusivität wie sie etwa Netflix hat. Die Musik ist überall praktisch identisch. Da muss ein zweites Standbein her. Wobei ich mir auch vorstellen könnte, dass entweder Google oder Amazon den Laden übernehmen könnte, um damit ihre Sprachassistenten weiter zu pushen. Aktuell beginnen ja beide schon damit, Hardware-Anbieter wie Nest oder Ring zu integrieren.

      • Also ich sags mal so, ich hab freiwillig die 3 Gratis Monate Apple Music nach 2 Tagen beendet und wieder SPotify genutzt. Das gleiche hatte ich auch mit dem Gratis Monat Amazon Music durch. Einzig Google hab ich voll ausgenutzt, bin danach aber auch wieder zu Spotify. Es ist vorallem die Bedienung und die FUnktionen die Spotify für mich interessanter machen. So bietet keiner der anderen Dienste z.b. eine Crossfade Funktionen und auch die Playlists find ich bei Spotify um welten besser als etwas bei Apple. Dazu kommt das man Spotify auf deutlich mehr Gerät nutzen kann.

  3. Ich war bis vor kurzem auch noch Spotify-Abonnent. Aber zur Zeit probiere ich das kostenlose 3-monatige Probeabo von YouTube Music. Gefällt mir so gut, dass ich vielleicht bei YouTube Music bleibe.

  4. Ja, genau 99 Cent für 3 Monate 😀
    Mehr gibts auch nicht.

  5. Ich bin nach wie vor überrascht wie langsam das Wachstum der Streaming Anbieter für Musik ist. Spotify ist für mich da klare Nummer 1. Die Algorithmen sind schon sehr stark. Wenn man die Kiste ordentlich füttert, bekommt man soviel geile Mucke auf die Ohren. Aber das bestätigt wohl die Statistik, das die meisten Menschen im Alter von 27 Jahren aufhören neue Musik zu entdecken. Da kommt man wohl mit Radio und den drei CD’S die man besitzt, über die Runden…und ist nicht gewillt mal 10 Taler, für so eine überragende Geschichte zu investieren.

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