Smart Speaker: Amazon verkauft am meisten, verliert aber Anteile

Amazon hat seinerzeit mit der Veröffentlichung des ersten Echo-Lautsprechers viele überrascht. Vielleicht noch überraschender ist allerdings die Entwicklung, die in diesem Bereich in den letzten Jahren an den Tag gelegt wurde. Es vergeht kaum eine Woche, in der es keine neuen Möglichkeiten gibt. Eventuell nicht immer direkt für den Nutzer, aber auch die Entwickler-Gemeinde wird auf Trab gehalten.

Nach Amazon kam Google mit seinem in Google Home integrierten Assistant. Und dann lange nichts. Seit kurzer Zeit ist auch Apple mit dem HomePod auf dem Markt vertreten, allerdings noch sehr eingeschränkt, sowohl die Märkte als auch die Funktionen betreffend. Strategy Analytics hat nun Zahlen veröffentlicht, die zeigen, wie die Marktverteilung bei Smart Speakern aktuell aussieht.

Amazon und Google haben demnach klar die Nase vorn, wobei Amazon auch einen großen Abstand zu Google hat. Und das, obwohl sich der Marktanteil von Amazon im Jahresvergleich fast halbiert hat. Großer Gewinner ist hier Google, eine Steigerung von 709 Prozent in Sachen ausgelieferter Einheiten ist im Jahresvergleich zu verzeichnen.

Amazon konnte im ersten Quartal 2018 vier Millionen Smart Speaker verkaufen, bei Google waren es 2,4 Millionen. Daraus ergibt sich ein Anteil von 43,6 Prozent für Amazon und 26,5 Prozent für Google.

Kein Jahresvergleich lässt sich allerdings bei den anderen Kandidaten anstellen, diese sind noch zu neu auf dem Markt. So konnte Alibaba zum Beispiel 0,7 Millionen Smart Speaker im ersten Quartal dieses Jahres an den Mann bringen. 100.000 mehr als Apple, der HomePod ist in 600.000 Einheiten über den Tresen gegangen.

Dahinter folgt dann auch schon Xiaomi, ebenfalls ohne Vergleichswert, aber mit 400.000 verkauften Smart Speakern. Insgesamt wurden im ersten Quartal 2018 9,2 Millionen Smart Speaker verkauft, 6,8 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum. Dass Amazon hier nun Anteile verliert, ist logisch, spannend wird sein, wie die Verteilung aussieht, wenn alle Player ihre Angebote großflächig verfügbar haben.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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2 Kommentare

  1. Amazon hat meiner Meinung nach ein Problem im Mobilen Bereich, da ist Alexa praktisch nicht vorhanden und Google ist da eindeutig besser. Amazon sollte endlich Alexa auch auf zum Beispiel iOS verfügbar machen oder gleich selbst ein anständiges Smartphone raus bringen mit voller Alexa Integration.

  2. Deliberation says:

    Naja, Alexa bekommt man mit der App auf so ziemlich jedes Smaprtphone. Und noch viel länger gibt es zahlreiche mobile Lösungen, die direkt auf den Amazon-Assistenten setzen, z.B. von Logitech. Von einer fehlenden Unterstützung von mobilen Szenarien kann man da sicher nicht sprechen. Ich denke, dass die fehlende Intelligenz Amazon das Genick brechen wird. Was bei Alexa intelligent sein soll, ist mir ein Rätsel. Im Grunde triggert man mit definierten Eingaben nur definierte Ausgaben. Weder lernt Alexa spürbar dadurch, noch kann sie sich durch eigene Fähigkeiten Dinge erschließen. Wie z.B. bei Google die Dialogfunktion, bei der der Assistent automatisch Informationen aus früheren Anfragen mit einbezieht. Bei Alexa hört man da nur, dass sie noch lerne oder sich nicht sicher ist, wie sie hier weiterhelfen kann.

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