Setapp: „App-Flat“ für den Mac spricht nun auch Deutsch

Abo-Dienste, sie erleichtern viel, aber sie sorgen auch für Abhängigkeiten. Musik besitzt man heute nicht mehr auf einem Datenträger, sondern man mietet sie, zahlt dafür Monat für Monat. Zahlt man nicht mehr, hat man auch nichts mehr. Gleiches gilt für Filme und Serien. Und selbst Software wird heutzutage immer häufiger via Abo vertrieben. Berühmte Beispiele: Microsoft mit seinem Office-Angebot oder Adobe mit Creative Cloud.

Durch die Abo-Modelle kann man nicht nur schnell den Überblick verlieren, sondern die Kosten summieren sich da schnell. Wäre doch super, wenn man für die Nutzung aller Programme auf dem Mac eine Pauschale bezahlen könnte. Kann man mit Setapp auch, allerdings ist der Dienst doch noch recht beschränkt, was den Umfang angeht. 9,99 Dollar pro Monat werden fällig, um aktuell 78 Apps nutzen zu können.

Die Apps sind dabei nicht die üblichen Bundle-Kandidaten, sondern es sind durchaus auch Vorzeige-Apps aus den jeweiligen Kategorien dabei. Auf der anderen Seite beinhaltet Setapp aber auch wenige Apps, die so teuer wären, dass ein Einzelkauf unmöglich erscheint.

Man muss für sich selbst entscheiden, ob ein solches Modell etwas für einen ist. Bei 78 verfügbaren Apps fällt es schwer von einem „Spotify für Apps“ zu sprechen. Für den ein oder anderen vorteilhaft könnte natürlich die zentrale Verwaltung über die Setapp-App sein, das ist schon alles sehr übersichtlich und unkompliziert.

Einen Monat kann man Setapp übrigens kostenlos ausprobieren (auch ohne Angabe von Zahlungsdaten), ab heute ist das Programm selbst auch in deutscher Sprache verfügbar. Zu haben auf dieser Seite. Falls Ihr Euch Setapp anschaut oder gar genutzt habt, hinterlasst gerne einen Kommentar. Ich bin ja nicht so recht überzeugt davon, obwohl ich kein Problem mit Abos und Co. habe.

Klar, so ein System erspart einem unter Umständen eine lästige Lizenzverwaltung oder auch das Suchen nach den Apps, wenn man ein neues Gerät einrichtet, aber die Auswahl dürfte gerne größer sein. Auch wenn man dann natürlich wieder Gefahr läuft, dass es mehr Wert auf Quantität statt Qualität gelegt wird.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Ein Kommentar

  1. Bezüglich Software-Abos stehe ich gerade ein wenig vor einem Dilemma. Ich schreibe jetzt einfach Mal als naiver Normalo-Benutzer.

    Ich hatte Lightroom seit Jahren immer gekauft und habe letztes Jahr beim Amazon Prime Day das Adobe Photography Abo (Lightroom + PS) zu einem guten Preis erstanden, um es einmal auszuprobieren. Dieses Abo will in ein paar Tagen erneuert werden.

    Adobe verspricht, das Photography Abo bietet im Vergleich zur Einzelkauflizenz „Zugriff auf die neuesten Adobe-Innovationen für die Fotobearbeitung“.

    In dem einem Jahr kam aber kein einziges neues Feature, geschweige denn eine „Innovation“. Es gab ein paar kleinere Updates, aber gefühlt ist Lightroom mit jedem Update einfach nur langsamer geworden.

    Als Vorteil von den Software-Abos wird ja immer genannt, dass durch den stetigen Cashflow das Programm stetig weiterentwickelt werden kann. Für mich wirkt es jetzt eher so, als wenn sich die Entwickler jetzt einfach nur auf dem Haufen Kohle ausruhen würden.

    Wenn man sich jetzt dieses Setapp Abo anschaut, scheint es ja nicht so als wenn die Entwickler der Apps allzu viel Geld einstreichen. Die 9,99 USD im Monat werden auf sagen wir 3-5 Apps verteilt die man wirklich nutzt.

    Wenn Adobe, bei den Summen aus ihren Abos sich gefühlt einfach nur ausruht, wie verhält sich es dann wohl mit Entwicklern die nur 2-3 USD aus so einem Abo für ihre App herausbekommen?

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