Scout: Mozilla arbeitet an Browser mit Sprachbedienung und -ausgabe


Mozilla hat mit Firefox einen Hauptbrowser, der seit Jahren seiner früheren Popularität hinterher rennt. Daran hat auch Firefox Quantum nicht viel geändert, gegen Google Chrome tun sich allerdings auch andere Browser schwer. Mozilla versucht aber auch mit speziellen Browser-Versionen auf Nutzerfang zu gehen, beispielsweise mit dem auf Privacy fokussierten Firefox Klar für Mobilgeräte.

Eine spannende Anwendung könnte auch ein neues Projekt von Mozilla – Scout – haben. Bei Scout handelt es sich um einen sprachbasierten Browser. Er wird nicht nur per Sprache bedient, sondern gibt die Inhalte auch gesprochen aus. Das eröffnet Menschen, die auf eine Sprachbedienung angewiesen sind, ganz neue Möglichkeiten.

„Hey Scout, lies mir denn Artikel über Eisbären vor,“ wäre so ein Sprachbefehl. Das erinnert schon sehr an Alexa, Google Assistant und Co., ist aber eben nur auf den Browser bezogen.

Statt zu einem Screenreader greifen zu müssen, kann alles direkt per Sprache abgewickelt werden, Scout nimmt quasi die Hürden aus dem Weg, um mehr Menschen den Zugang zu Internetinhalten zu ermöglichen. Sprachinterfaces sind stark im kommen, vor allem durch die Smart Speaker. Allerdings handelt es sich bei Scout um ein sehr frühes Projekt und Mozilla nennt keine weiteren Details. Vorgestellt wurde es auf der All Hands Konferenz (Mozilla intern), Details würde man erst nennen, wenn es auch weiter entwickelt ist.

Sprachinterfaces, egal an welcher Stelle, werden in den kommenden Jahren immer mehr zu finden sein. Das kann super bequem für jeden sein, ist aber vor allem auch für Menschen hilfreich, die durch persönliche Einschränkungen bislang eben keinen so guten Zugang hatten. Die Frage ist aber dennoch, ob da die anderen, die heute bereits solche Interfaces anbieten, nicht einfach schon eine ganze Ecke weiter sind als Mozilla.

via CNET

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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4 Kommentare

  1. Interessant. Vielleicht gibt es dann endlich eine Spracheingabe ohne Google.
    Zu dem Browser: ob das so gut klappt, alle Webseiten richtig zu lesen? Bei Apps wie Pocket oder den eingebauten „Reading modes“ klappt das ja auch nicht wirklich zuverlässig.

  2. Eine quelloffene gleichwertige Alternative zu Alexa & Co wäre toll.

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