Samsung stellt auf der Computex neue Windows 8 Geräte mit Touchscreen vor

Gerade läuft in Taiwan ein riesiges Tech-Event mit der Computex 2012. Nachdem Samsung diese Location zuletzt eher stiefmütterlich behandelt hat, ist man dieses Jahr wieder mit einem fetten Stand vertreten und zeigt nicht nur Altbewährtes, sondern fährt auch neue Geräte auf. Dabei setzt man einmal auf einen neuen All-in-one PC, der allerdings – ebenso wie die anderen vorgestellten neuen Devices – noch kein serienreifes Modell darstellt.

Mit Spezifikationen hält sich Samsung hier zunächst noch vornehm zurück. Was wir wissen: 27 Zoll Display mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln und 10-Finger-Multitouch-Unterstützung. Zudem könnt ihr außer auf Tastatur- und Touch-Bedienung auch noch auf Gesten- und Sprachsteuerung zurückgreifen. Auch hier wird natürlich Windows 8 rennen, alles Weitere erfahrt ihr zu dem Gerät, wenn es mehr Fakten gibt.

Für mich persönlich spannender sind die Ultrabooks, die Samsung auf den Markt werfen wird. Die Series 5 bekommt hier nämlich gleich doppelt Zuwachs – einmal in Form des Series 5 Ultra Touch und des Series 5 Ultra Convertible. Es handelt sich bei beiden um 13.3 Zoll große Displays, Ivy Bridge-CPU von Intel mit 4 GB RAM und einer Kombination aus 500 GB Festplatte und 24 GB SSD-Laufwerk.

Im Gegensatz zum aktuellen Series 5 Ultrabook fallen zwei Dinge auf: Es ist Windows 8 installiert – und ihr könnt die Dinger auch per Touch bedienen. Somit haben wir uns hier leider vom matten Display zu verabschieden, auch als Spiegel funktionieren die Displays nahezu perfekt. Das Convertible hat zudem noch eine weitere Besonderheit zu bieten: Das Display lässt sich um 360 Grad umklappen, was euch den Vorteil bringen soll, quasi nur noch das Display in Händen zu halten, wenn ihr per Touch durch Windows 8 navigiert.

Problem dabei sind für mich die Tasten auf der Rückseite, die man zwangsläufig beim  Festhalten berühren wird. Ich gehe zwar davon aus, dass es für diesen Case eine Tastensperre gibt, dennoch möchte ich in Sachen Haptik weder ständig auf Tasten an der Display-Rückseite herumfingern, noch das Device mit den Tasten nach unten auf meine Beine oder den Tisch legen. Auch hier gilt: es sind noch keine serienreifen Modelle, aber ich bin gerade nicht sicher, wie man dieses Design noch etwas praktischer gestalten könnte. Vielleicht seht ihr das Ganze aber gar nicht so problematisch wie ich, hier könnt ihr euch anhand des Videos von netbooknews.de einen Eindruck vom Series 5 Ultra Convertible machen:

 

Zu guter letzt hat Samsung noch ein Modell in Mache, welches aber „schon“ soweit in der Entwicklung fortgeschritten ist, dass man es auf der Computex lediglich hinter Glas ausgestellt hat. Es handelt sich hier ebenfalls um einen Hybriden, der sowohl Notebook als auch Tablet ist. Spezifikationen kennen wir hier nahezu gar nicht, es könnte sich hier um ein 11.6 Zoll-Display handeln. Die Besonderheit an diesem Windows 8-Hybriden: es bekommt ein Magnet-Dock! The Verge hat schon ein paar Bilder machen können von dem Gerät, welches außer Front- und Rückseiten-Kameras zudem wohl einen Einschub für einen Stylus parat hat.

Das Konzept mit dem Magnet-Dock finde ich spannend, wenngleich sich aufgrund fehlender Spezifikationen noch nicht viel zu der Kiste sagen lässt. Es lässt sich aber ganz klar der Trend erkennen bei den Unternehmen wie ASUS, Acer und Samsung. Man spendiert uns hier nicht lediglich neue mobile Geräte, sondern strebt auch zunehmend danach, dass die Grenzen zwischen dem heimischen Desktop-Rechner und unserem mobilen Device verschwimmt. Ehrlich gesagt sehe ich da nach den ersten beiden Messetagen in Taipeh die Konkurrenz von Samsung ein klein wenig besser aufgestellt, aber bis zum Start von Windows 8 ist ja auch noch ein wenig Zeit.

Quellen: AllaboutSamsung, The Verge, Engadget

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Der Gastautor ist ein toller Autor. Denn er ist das Alter Ego derjenigen, die hier ab und zu für frischen Wind sorgen. Unregelmäßig, oftmals nur 1x. Der Gastautor eben.

12 Kommentare

  1. Erstes Bild: Was für ein Kachelfriedhof. Übersichtlich ist was anderes.

  2. „auch als Spiegel funktionieren die Displays nahezu perfekt“ –

    DAS sieht man prima auf dem Foto, fast so perfekt wie mein Spiegel im Bad… :mrgreen:

  3. Windows 8 sieht auf dem ersten Bild wirklich nicht gut aus. Aber das kann man ja ausstellen. 😀

    Die Richtung gefällt mir, Windows Tablet und bei Bedarf Windows Laptop. Dann wird es wohl erst mal doch kein Ultrabook und ich warte mal die nächsten Monate ab.

    Bei den Preisen wird man sich wohl mit 1000 Euro für die Einstiegsgeräte anfreunden müssen, oder?

  4. Guten Tag.
    Kennt jemand die Tastatur auf dem ersten Bild ?
    Danke.
    (So viele Kacheln kommen mir nicht auf den Schirm …)

  5. Den 27iger All-in-one find ich sehr interessant, wobei auch hier leider wieder die Suche nach alterativen Eingabesysthemen zu erkennen ist:
    Tastatur/Maus
    Touch
    Gesten
    Sprachsteuerung

    Ok, nette Gimmicks, aber irgendwie hat man diesbezüglich das Gefühl, daß krampfhaft versucht wird das „Rad“ neu zu erfinden wobei sich dann letztendlich der praktische Nutzen in Grenzen hält. Metro auf nem 27iger ist auch so ein Ding. Der Begriff „Kachelfriedhof“ aus dem ersten Kommentar ist eine passende Beschreibung.

  6. Bei Windows8 bemängeln alle den „Kachelfriedhof“ aber die Icon-Ansammlung bei iOS stört niemand? Interessante Doppelmoral – Sind die Konzepte doch ziemlich ähnlich.

    Seit ich gestern quasi zum ersten mal von den Hybriden (Tablet & ultrabook) gehört habe, weiß ich auch nicht mehr wofür man ein Convertible gebrauchen können sollte. Ist so ein Hybride doch der viel flexiblere Convertible.

  7. Mr.Gerard says:

    @Phil: iOS läuft ja auch nicht auf 27″ Screens.

  8. „27 Zoll Display mit … 10-Finger-Multitouch-Unterstützung“ 😀 Möglicherweise für Schimpansen geeignet, die haben ziemlich lange Arme.

  9. @Phil:

    „Bei Windows8 bemängeln alle den “Kachelfriedhof” aber die Icon-Ansammlung bei iOS stört niemand? Interessante Doppelmoral – Sind die Konzepte doch ziemlich ähnlich.“

    Ob man das nun Kachelfriedhof oder Icon-Ansammlung nennt – das ist für Smartphones + Tablets, da mag das sinnvoll sein.

    Für 1 oder 2 größere Monitore ist das aber nix, bzw. nicht, wenns standardmäßig kommt. Wer ein Smartphone und ein Teil mit 24″++ gleich bedienen will, der wird Schiffbruch erleiden.

  10. Dann habt ihr aber den falschen Kritikpunkt. Euch stören nicht die Kacheln an sich sondern deren Einsatzgebiet.
    Da würde ich dann allerdings unter Umständen zustimmen – habe mir aber Live noch kein Bild von Win8 gemacht. In der VM war es wegen mangelndem RAM (im Host-System an sich…) kein wirklicher Spaß.

    Wobei ich mich gerade Frage ob Displays größer 24 Zoll wirklich einen großen Prozentsatz ausmachen. Aber ok selbst wenn nicht – auf großen Displays könnte es nicht so der Hit sein. Stimmt schon.

  11. @Phil:

    Ich hatte die vorherige Version von Win8-32 mal parallel installiert (richtig, nicht in einer VM), an dem PC hängen 2x 24″ 1920×1200 dran.

    Die Monitore sind schon groß genug um das zu beurteilen, bei größeren ist das nur „noch mehr nix“.

    Ich brauche doch so´ne App nicht im Vollbild, was meinste, wie das auf einem 27″ 2560×1440 aussieht…

  12. ääähhmmm..da such ich mir doch nen wolf !!!!! na wo ist die kleine app zwischen all den bunten bildchen.

    NO GO.

    Und reg sich noch mal jemand über einen zugemüllten desktop auf! Microsoftdödel.