ProSiebenSat.1 startet bald mit Ultra HD und HDR durch

Wie die ProSiebenSat.1-Gruppe per Pressemitteilung bekannt gegeben hat, wird bald Ultra HD bei einigen Sendungen Einzug halten. Ab Spätsommer 2018 will man nämlich mehrere Sendungen nicht nur in Ultra HD, also nativ mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten, produzieren, sondern gleichzeitig auch mit HDR. Ob die Inhalte nun so bombastisch sind, darüber kann an sich zwar streiten, aber immerhin kommt endlich mehr Bewegung in das Thema UHD im deutschen Fernsehen.

Konkret dreht es sich nämlich um die Sendungen „Galileo Spezial“ und „Rosins Restaurants“. Würde ich persönlich beide nicht unbedingt zur Speerspitze der deutschsprachigen TV-Unterhaltung zählen und eher am anderen Ende der Skala ansiedeln, aber das ist freilich höchst subjektiv. Laut der ProSiebenSat.1-Gruppe wolle man aber nach und nach auch weitere Sendungen in UHD mit HDR produzieren und ausstrahlen.

Zu empfangen sind die UHD-Varianten der Sendungen über den Astra-Satelliten auf dem Sender UHD1 via HD+. Alternativ bleibt euch der Abruf über die digitalen Angebote von ProSiebenSat.1, wie den Web-Streaming-Diensten der Sender und über das Red Button Angebot von ProSiebenSat.1. Laut Sprechern der Gruppe habe die Verbreitung von UHD-TVs mittlerweile ausreichend Fahrt aufgenommen: 40 % der 2017 verkauften Fernsehgeräte waren bereits für Ultra HD gerüstet. Entsprechend scheint man also bei der ProSiebenSat.1-Gruppe motiviert zu sein nun auch den entsprechenden Content zu liefern.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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25 Kommentare

  1. Wer für HD+ Geld zahlt, hat sie nicht alle. Eventuell sollte derjenige auch für HD bei YouTube zahlen. Wäre genauso dämlich.

    • Sebastian says:

      Sehe ich genauso. Der Scheiß, der dort meist läuft, wird nicht durch UHD besser. Hochauflösende Dauerwerbesendungen sollte man nicht mit einem Abo unterstützen.

      • Ich sehe es wie du aber ich würde auch verstehen, wenn jemand diesen Müll dort gerne sehen möchte. Aber warum soll man dafür zahlen, werbefinanziertes Fernsehen in höherer Auflösung zu sehen?
        Kapier ich nicht. Aber es gibt offensichtlich genügend Leute, die es so machen.

        • Ja, denn wenn man das Programm mag, was durchaus nicht wenige tun, ist es der günstige Weg, HD zu schauen. Und schlechter oder weniger sinnvoll als das Programm der ÖR ist es sicher nicht.

  2. @hans hast du facebook?

  3. Ist doch gut, dass endlich in 4K ausgestrahlt wird, die Fernseher sind schließlich schon ewig verfügbar und der Content fehlt. Wer dafür bereit ist, Geld zu bezahlen, darf das gerne tun. Es gibt auch Sendungen/Filme auf HD+-Sendern, die man sich anschauen kann, wer dann die bessere Qualität möchte kann gerne den Aufpreis für HD+ zahlen, dämlich ist deswegen keiner…

    Und währenddessen senden die öffentlich-rechtlichen (ARD, ZDF) immer noch in 720p…

    • … wenn ein Hundehaufen sogar auf einem goldenem Teller serviert wird, dann ist es immer noch ein Hundehaufen 😉

    • Also zahlst du auch bei YouTube für eine höhere Auflösung?
      Nochmal, es geht dabei nicht um den Inhalt. Es geht nur darum, dass man für mehr Pixel extra zahlen soll. Wobei es bei privaten Sendern dazu führt, dass man quasi PayTV hat, nur um HD haben zu können. Bekloppt und unnötig.
      Die Sender sollten ein Interesse daran haben, ihre Inhalte ansprechend auszustrahlen, damit die Leute die Werbung „genießen“.
      Aber dafür zahlt doch der Kunde nicht. Es sei denn, er hat es nicht kapiert.

      Die Konsequenz ist nämlich irgendwann, wenn keiner dafür zahlt, dass es natürlich gratis wird weil sonst in absehbarer Zeit keiner mehr SD Inhalte angucken wird.

    • RegularReader says:

      Der Content für 4k Fernseher fehlt … und wenn Pro7/Sat1 oder RTL 4k anbieten, fehlt der Content leider immer noch. 😀

    • Für die Durchsetzung von solchen Standards ist es m.E. nicht nur gut, sondern unabdingbar, dass das TV-Programm entsprechend ausgestrahlt wird. Denn das ist nun mal das, wofür ein Fernseher heute immer noch überwiegend genutzt wird, auch, wenn der Kreis der Nutzer anderer Quellen stetig größer wird.

  4. Volker Buschmann says:

    Auf proseiebensateins läuft doch nichts, was Mehrkosten rechtfertigen würde. Es sind doch wohl die Inhalte wichtiger als die Auflösung. Da erwarte ich auf anderen Sendern mehr.

  5. Ja, da sind die bei RTL um einiges weiter. Ich habe den Sender bereits neben RTL HD eingespeichert und ich muss sagen, dass UHD schon sehr geil ist. Die Formel 1 schaue ich nicht immer, aber ich habe das DSDS-Finale in UHD gesehen, der Unterschied ist schon sehr sichtbar. Ich finde es gut, dass die Sender jetzt endlich mal in UHD durchstarten wollen.

  6. Unabhängig von der Sendequalität sollte man das Thema Grundverschlüsselung auf gar keinen Fall mitfinanzieren.
    Ich freueich über Free to Air und belasse es bei SD. Wenn das alle so machen wurden, dann wäre auch HD oder UHD Free to Air und somit kostenlos, weil ohne Verschlüsselung.

  7. Ich freue mich über so viele kritische Kommentare.

    Super, ich kann nur hoffen, dass noch viel mehr Leute da draußen sind und die Augen aufmachen.

    Fazit 1: Dreck in UHD bleibt am Ende Dreck.
    Fazit 2: Die Grundverschlüsselung muss weg.

    • RegularReader says:

      Finales Fazit: Werbefinanziertes Privatfernsehen kann einfach komplett weg.

      Das Geld investiere ich lieber in Netflix oder Amazon, die produzieren wenigstens gute Inhalte.
      Wieso kommt kein deutscher Sender mal auf die Idee, einfach hochwertige Serien zu produzieren und sie dann auch neben der linearen Ausstrahlung zum Streaming anzubieten? Es gibt ja genug die dafür zahlen, sonst wäre Netflix nicht so erfolgreich.

      • Ein ganz anderes Fazit: Durch den Gebührenzahler zwangsfinanziertes öffentlich-rechtliches Fernsehen ist komplett entbehrlich – ganz unabhängig davon, ob es in SD, HD oder auch UHD ausgestrahlt wird.

        Und Netflix ist sicherlich erfolgreich, aber eben auch, weil die Serien vielen gefallen. Bei deutschen Serien habe ich da ganz erhebliche Bedenken.

        • Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat im Grunde seine Daseinsberechtigung. Der Umfang (Kanäle) ist aber (viel zu) viel, sowie die Selbstbedienungsmentalität überschreitet (für mich) die Grenze zum Diebstahl um ein Vielfaches. Von der Zwangsabzocke nach Wohnung will ich gar nicht erst anfangen. Solchen Leuten gehören die Finger beschnitten, damit sie nicht mehr schamlos in fremde Taschen fassen.

          Die Daseinsberechtigung sehe ich aber dennoch, z.B. bei einem schlanken und neutral(!) informierendem System (Handvoll Kanäle), sowie der Vorhaltung von Technik, die im Ernstfall (Naturkatastrophe, Krieg, etc.) es möglich macht das Volk zu informieren. Im Ernstfall (z.B. bei Krieg) wird als allererstes jegliche digitale Technik ausfallen bzw. zum ausfallen gebracht. Unsere Smartphones, Tablets, TVs, PCs und andere digitale Endgeräte sind dann im besten Falle noch als Schneidbrett verwendbar. Spätestens dann ist jeder über das alte Radio vom Opa glücklich.

  8. mblaster4711 says:

    Die sollen ihr HD+ Angebot gerne um UHD erweitern, ich werde trotzdem keinen Cent für eine Nicht-Standardisiertes-Crypto-System ausgeben.

    Und die ÖR wollen ja SD-TV einstellen und zumindest auf Full-HD aufrüsten.

    • Beim ÖR muss man ja aufgrund deren mickrigen Budgets Verständnis haben, dass eine Full-HD Umstellung lange braucht.

      Man kann ja über die Inhalte etc. des Privatfernsehens sagen was man will aber das Konzept ist einfach in Ordnung: Ich nutze es nicht und brauche dafür auch nicht zu bezahlen.

      Beim ÖR zahlt der Bürger horrende Beiträge in ein Fass ohne Boden und bekommt dafür noch vorwiegend politische Einheitmeinung vorgesetzt.

    • davon habe ich bisher nichts gehört, dass die ÖR auf Full HD wechseln wollen. Sie produzieren zwar schon lange in 1080p, aber skalieren je nach Verbreitungsweg SD/HD runter oder DVB-T2 hoch.

  9. Manchmal würde ich schon gerne für HD+ bezahlen. Aber nur für die UHD-Sender. HD sollte mittlerweile zum Standard gehören.

  10. Dafür zahle ich nicht.
    4K schön und gut, aber wir haben ja noch nicht mal richtiges Full HD, entweder ist es 720p oder 1080i und dann auch noch in einer niedrigen Bitrate, was soll das erst bei 4k werden.

    Filme beispielsweise bei den privaten schauen ist ja die reinste folter, 15min Film und dann 8min durch Werbung unterbrochen, so etwas tue ich mir nicht mehr an.

  11. Ich hab kein HD+ und will auch kein HD+. Meines Erachtens sollte FHD heute Standard sein, für den man nichts extra zahlen muss. Die Gebühren für das ÖR TV gehen doch zum größten Teil für die Personalkosten drauf. Warum muss dann jedes Land einen eigenen Sender haben (WDR, NDR, MDR usw.)? Was die privaten senden tu ich mir so gut wie nicht mehr an. Kaum ist man so richtig drin im Film, wird man durch die Werbung wieder herausgerissen. Das wird auch durch 4K nicht besser.

  12. Paul Brusewitz says:

    Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wozu man Ultra HD und HDR braucht. Jetzt wird mir das klar – für „Rosins Restaurant“. Da hätte man aber auch selbst drauf kommen können.

    MfG P.B.

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