OnePlus mit Details zum „120 Hz Fluid Display“

Smartphones mit höheren Bildwiederholraten. Nicht neu, denn sowohl OnePlus als auch Google mit dem Pixel 4 haben im Android-Bereich schon mit einem Mehr gezeigt, was geht. Nun werden Hersteller allerdings noch eine Schippe drauflegen, denn sowohl Samsung als auch OnePlus und Xiaomi werden wohl in kommenden Smartphones entsprechende Displays verbauen.

Freuen wird dies unter andere Samsung, ist der Hersteller doch auch bei vielen Firmen als Display-Zulieferer an Bord. OnePlus hatte vage Informationen zur neuen Technologie mitgeteilt, geht aber nun noch etwas tiefer ins Detail, denn man habe die Entwicklung am Display „der nächsten Generation“ nun abgeschlossen.

Bereits 2020 wird das Display in mindestens einem Smartphone von OnePlus zum Einsatz kommen. Damit dürfte man sicherlich das Flaggschiff meinen, nicht das Lite-Gerät, wie es beispielsweise das OnePlus 8 Lite eins ist. 120 Hz wird das Display haben und es hört auf den Namen „Fluid Display“.

Das Display verwendet laut OnePlus die neueste Generation organischer Leuchtstoffe mit einer Spitzenhelligkeit von mehr als 1000 nits und einer wesentlich längeren Lebensdauer. Außerdem habe man die Abtastrate auf eine branchenübliche Höchstfrequenz von 240 Hz erhöht, um ein reaktionsschnelleres Berührungserlebnis zu ermöglichen.

Zudem habe man eine exklusive Optimierungslösung entwickelt, die die Rendering-Geschwindigkeit eines einzelnen Bildes um 7 % erhöhen kann. In Tests hat OnePlus‘ 120-Hz-Display bei der Messung von Klick- und Scrollverhalten sowie der Genauigkeit deutlich bessere Ergebnisse als andere existierende Displays mit hoher Bildwiederholrate in der Industrie erzielt.

Nach zahlreichen Systemoptimierungen werden nun viele große Apps die neue 120-Hz-Bildwiederholrate voll ausnutzen können. Für Videos gibt es aber noch eine zusätzliche Hürde. Die meisten Videoinhalte werden immer noch entweder mit 24fps oder 30fps produziert, ein kleiner Teil der Inhalte mit 60fps.

Um dieses Problem zu lösen, setze man die MEMC-Technologie ein, um eine reibungslosere Videowiedergabe zu ermöglichen. MEMC ist eine Technologie, die in High-End-Fernsehern eingesetzt wird und algorithmische Echtzeit-Anpassungen verwendet, um zusätzliche Frames in eine Videodatei einzufügen, so dass etwas, das mit 24 oder 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen wurde, mit 60 oder sogar 120 Bildern pro Sekunde abgespielt werden kann.

Das „Fluid Display“ unterstützt auch 10-bit Farben und bietet 1.024 Schattierungen jeder Primärfarbe und 1,07 Milliarden mögliche Farben, so der Hersteller vollmundig. Letzten Endes muss man das wohl erst einmal selbst erleben. Bis es soweit ist, muss man sich noch etwas gedulden. Einen Termin für das Smartphone mit diesem Display gibt es nämlich noch nicht. Zumindest aber wird man wohl bei Samsung sehen, wie 120 Hz so wirken, das kommende Smartphone Galaxy S20 soll auf diese Bildwiederholrate setzen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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5 Kommentare

  1. Muss nur der Akku mitmachen. Wenn ich das Smartphone nach einem halben Tag wieder laden muss, verzichte ich gerne auf ein 120 Hz Display.

    • Kannst es ja, wenn überhaupt mal benötigt dann gegebenfalls einschalten. Vielleicht unterstützen die Hersteller auch Profile, so dass bei Start einer bestimmten App/Spiel das Display auf 120/144Hz gestellt wird.

  2. Es gibt kein OnePlus 8 Lite!!!

    • Pappschachtel says:

      Wer sagt dass es das gibt? Es gibt überhaupt kein 8er 😉 Aber kommen soll das lite sehr wohl (oder wie auch immer es dann heißen mag).

  3. 120 Hz nimmt man doch bei guten TV Geräten eben, weil man 24 Hz und 60 Hz damit Judderfrei abspielen kann (24×5 = 120 = 60×2 = 30*4). Verstehe nicht wieso man da noch Zwischenbildberechnung einführen muss.

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