OneMap Alliance: HERE Technologies und Partner wollen einheitliche Straßenweltkarte ab 2020

Vier Unternehmen sind es, die heute die OneMap Alliance ins Leben gerufen haben. Das ambitionierte Ziel: Ab 2020 soll ein einheitliches Abbild des weltweiten Straßennetzes zur Verfügung stehen. HERE Technologies wird das Ganze zusammen mit NavInfo aus China, Increment P (IPC)/Pioneer aus Japan und SK Telecom aus Korea bewerkstelligen.

Die Weltstraßenkarte wird dabei auf die für HERE HD Live Map entwickelten Spezifikationen aufbauen und Fahrzeugherstellern eine standardisierte, hochauflösende und dynamische Karte an die Hand zu geben. Jene sollen diese dann in autonomen Fahrzeugen nutzen, gerade in diesem Bereich ist einheitliches Kartenmaterial nicht zu unterschätzen.

Die vier Akteure dazu:

„Hersteller automatisierter Fahrzeuge denken global und wollen eine hochauflösende Karte, die entsprechend skalierbar ist“, sagte Ralf Herrtwich, SVP Services bei HERE Technologies. „Indem sie Karten von den Partnern der OneMap Alliance beziehen, können Automobilhersteller auf Kartenmaterial zugreifen, das regionenübergreifend harmonisiert ist und Fahrzeugen in den USA dieselbe hohe Qualität bietet wie in Europa oder Asien. Der Zugriff auf einheitliches Kartenmaterial wird zudem die Entwicklungszeiten der Hersteller verkürzen und helfen, Kosten zu senken.“

„NavInfo hat sich zum Ziel gesetzt, die intelligente, verlässliche und standardisierte HD Live Map zu entwickeln, um gemeinsam mit Partnern aus der ganzen Welt eine sichere und bessere Lösung für das autonome Fahren zu realisieren“, sagte Patrick Chenge, CEO von NavInfo. „Mit der OneMap Alliance können sich Marktführer zusammenschließen, um Autohersteller mit der qualitativ hochwertigen, skalierbaren und nun einheitlichen HD Live Map auszustatten, um die nächsten Schritte in der Entwicklung des autonomen Fahrens zu beschleunigen.“

„In Japan hat die Dynamic Map Platform Co. Ltd. (DMP), in die IPC investiert hat, gemeinsam mit anderen japanischen Karten- und Automobilherstellern hochauflösendes 3D-Kartenmaterial entwickelt,“ sagte Takumi Jinguji, Präsident und CEO von IPC. „Mit der Kartentechnologie von IPC werden hochauflösende Kartendaten, die DMP entwickelt hat, über die HERE HD Live Map europäischen und amerikanischen Automobilherstellern zur Verfügung gestellt.“

„In der Ära des autonomen Fahrens werden Fahrzeuge Echtzeitdaten über die Vorgänge auf der Straße teilen und empfangen. In diesem Zusammenhang werden hochauflösende Karten und fortschrittliche Konnektivität eine entscheidende Rolle spielen“, sagte Ian Huh, SVP IoT/Data Division Head bei SK Telecom. „Mit der HD Live Map, die unsere 5G-Technologie nutzt, wird SK Telecom Kernbestandteil eines leistungsstarken, einheitlichen Dienstes für Automobilhersteller sein.“

Festzuhalten ist außerdem, dass sich die OneMap Alliance auch für weitere Partner offen zeigt, es könnten also auch noch weitere hinzustoßen. Gerade im Hinblick auf Google, könnte das für den ein oder anderen Anbieter eventuell ganz praktisch sein.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. Die Here Karten habe ich früher oft genutzt, sind aber inzwischen mehr als deutlich hinter Apple Karten und insbesondere hinter Google Maps zurück gefallen (wenngleich mir Staus und Verkehrsführung bei Apple etwas besser gefallen). Schade, aber vielleicht ist der Endkunde am Handy nicht mehr deren Fokus.

  2. Simon Gabriel says:

    Es geht hier um Kartendaten für autonome Fahrzeuge und von den Fahrzeugen live aktualisierte Kartendaten. Also nicht um Navigations-Apps oder die normalen in Apps vorhandenen Verkehrsdaten. Bei Centimeter-genauen Karten ist Here ein Pionier und hat durch die Eigentümer das beste Marktpotenzial in der Vehicle to Vehicle Kommunikation. Die Navigations-App ist bei Here nur ein Nebenprodukt.

    • blubber0815 says:

      Richtig, danke für deinen Kommentar.

      Dennoch verstehe ich nicht, warum diesem Nebenprodukt nicht etwas mehr Aufmerksamkeit zuteil wird. Mit jeden Nutzer der dieses Nebenprodukt aktiv nutzt steigt schließlich die Qualität. Daten über neue, gesperrte Straßen und Staus können gesammelt werden. Und das quasi alles ohne großen Mehraufwand.

      Leider sind die Kartendaten dermaßen veraltet und ungenau, außerdem ist die Benutzerführung in der App einfach ein gruselig. Schade, nutze ich halt wieder Google-Maps.

  3. Simon Gabriel says:

    Bei der App habe ich auch schon vor einiger Zeit aufgegeben. Bei den Daten kann man ebenfalls Probleme mit Google haben. Die Datenprobleme der einzelnen Anbieter scheinen regional unterschiedlich verteilt zu sein.

    • Sehe das auch so, dass es regional unterschiedlich verteilt ist. Von den dreien (HERE, Google, Tomtom), die ich regelmäßig nutze, hat jeder hier und da so seine Schwierigkeiten. Wichtig finde ich, dass Meldungen durch Nutzer schnell und effizient bearbeitet werden. Bei Google dauert das inzwischen eine Ewigkeit, bis es bearbeitet ist, kommt dann aber prinzipbedingt auch sofort auf dem Gerät an. Bei Tomtom wird schnell bearbeitet, aber langsam umgesetzt, weil man oft ewig auf das nächste Kartenupdate wartet. Bei HERE hab ich keine persönlichen Erfahrungen, aber da mein festeingebautes Navi im Skoda HERE-Karten nutzt, dauert es dann immer nochmal extralange, bis dann auch noch Skoda ein Kartenupdate bringt. Da kann es dann auch mal 1-2 Jahre dauern, bis eine Änderung sichtbar ist. Hoffentlich werden solche Sachen dann in Zukunft schneller umgesetzt. Sonst wird das dann autonom fahrende Auto immer versuchen, in die seit 2 Jahren gesperrte Straße zu fahren.

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