Nikon Coolpix: Neue Superzoom-Kameras A1000 und B600

Der Kamerahersteller Nikon hat zwei neue Coolpix-Modelle vorgestellt. Zum einen wäre da die Coolpix A1000, die ab Ende Januar 2019 in den Farben Schwarz und Silber für 449 Euro auf den Markt kommt. Mitte Februar 2019 folgt bereits die Coolpix B600 in Schwarz bzw. Rot zum Preis von 359 Euro. Beide Kameras bewirbt Nikon als Superzoom-Modelle, da sie mit einem integrierten Zoomobjektiv daherkommen.

Auf diese Weise erreicht das höherwertige Modell der beiden Kameras, die Nikon Coolpix A1000, einen bis zu 35-fachen optischen Zoom. Sie knipst Bilder im RAW-Format und integriert einen elektronischen Sucher mit 1.166.000 Pixeln. Auch für 4K-Videos mit bis zu 30 fps ist die Kamera gerüstet.

Die Bedienung kann über den neigbaren Touchscreen mit 3 Zoll Diagonale erfolgen. Die Brennweite des Objektivs entspricht 23 bis 80 mm bzw. 1.680 mm beim Dynamic Fine Zoom. Letzterer meint allerdings den digitalen Zoom, was Nikon immer nicht so klar ausweist.

Da der Hersteller bei der Kamera die Zoom-Funktion betont, erwähnt man auch den seitlichen Zoom-Schalter und eine Taste für die schnelle Zoom-Rückstellung, welche das Aktivieren und Deaktivieren des Zooms beschleunigen sollen. Die Nikon Coolpix A1000 setzt auf einen Sensor mit 16 Megapixeln.

Dann ist da eben noch die Nikon Coolpix B600, ebenfalls mit 16 Megapixeln, die sich auf einen optischen 60-fachen Zoom konzentriert und bei der Videofunktion auf maximal 1080p / 30 fps abspeckt. Hier sind Brennweiten von 24 bis 1.440 mm drin bzw. 2.880 mit dem digitalen Dynamic Fine Zoom. Auch bei dieser Kamera ist ein Touchscreen mit 3 Zoll Diagonale an Bord.

Sowohl die Nikon Coolpix A1000 als auch die B600 lassen sich via SnapBridge-App mit mobilen Endgeräten vernetzen. Das erlaubt es direkt komprimierte Aufnahmen zu transferieren, zu teilen oder auch die Kamera fernzusteuern. Beide Kameras kommen mit einem Wermutstropfen daher: Sie nutzen nur die sehr kleinen 1/2.3″ CMOS-Sensoren. Deswegen lohnt sich der Kauf wirklich nur dann, wenn man es stark auf die Zoom-Funktionen abgesehen hat. Alle anderen werden vermutlich mit Modellen mit MFT- oder APS-C-Sensoren besser beraten sein, die es ebenfalls in dieser Preisklasse bereits gibt.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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20 Kommentare

  1. Wer hat sich denn diese Kameras ausgedacht? Die Featureliste liest sich, als sei ich in die Vergangenheit gereist.

  2. @Andre „Alle anderen werden vermutlich mit Modellen mit MFT- oder APS-C-Sensoren besser beraten sein, die es ebenfalls in dieser Preisklasse bereits gibt.“

    Du meintest vielleicht das diese Multizoom Bomber im Vergleich zu Smartphone Kameras besser sind, falls man zoomen will.

    Aber MFT oder APS-C Kameras sind IMMER besser als diese Multizoom Kameras mit dem Microsensor.

    Diese Art Kamera ist eigentlich nur für Leute interessant die keine Ahnung vom Fotografieren haben. 16 Megapixel auf 1/2.3″ CMOS-Sensor ist Schwachsinn wenn man wirklich fotografieren will.

    APS-C ist fast 6mal größer als 1/2.3″:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Bildsensor#/media/File:Sensorformate.svg

    Dann lieber ein Smartphone mit richtig guter Kamera, das hat man auch immer dabei als diese Klötze da.

    • FriedeFreudeEierkuchen says:

      Du gehst in deinem Statement zu sehr von dir aus. Zum einen finde ich die A1000 nicht so klobig. Dann zeugt dein letzter Satz eigentlich vom Gegenteil: ein Smartphone hat immer eine schlechtere Kamera, als eine Mittel- oder Oberklasse Kompaktkamera. Alleine schon die optischen Möglichkeiten der Smartphone Objektive sind sehr eingeschränkt, vom restlichen Handling ganz zu schweigen.
      Nicht in jeder Situation will man eine fette Kamera rum schleppen. Neben meiner DSLR habe ich daher auch eine sehr kompakte Zoomobjektiv Kamera. Die Bildqualität ist nicht so gut wie bei der DSLR, aber immer noch auf sehr hohem Niveau und Klassen besser, als deine Smartphones. Außerdem habe ich das volle Set an Eingriffsmöglichkeiten wie bei der DSLR inklusive dedizierte Tasten und Sucher.

      • die beste kamera ist die, die man immer dabei hat. das verkaufsagument ist hier zoom. bei dem zoom kann handy und dslr einpacken.

      • du hast den entscheidenen Teil meiner letzten Aussage ignoriert: “ … das hat man auch immer dabei … “

        Deshalb würde ich eher in eine gute Kamera im Smartphone investieren, als einen dieser Zoombomber mit Minisensor zu kaufen, weil die hat man halt nicht immer dabei.

  3. 16MP, 60fach Zoom und 1/2.3″ Sensor… das ist Spielzeug. Zahlen mit denen sich Ahnungslose verwirren lassen. Lieber ein paar Euro mehr investieren und etwas mit APS-C Sensor kaufen, als diesen Schrott.

  4. Es ist leicht, diese Kameras runter zu machen, wenn man die kompakte Größe, den Zoomfaktor und den Preis nicht bedenkt. Will man sowas mit APS-C Sensor kaufen, wird man das auch zum vielfachen Preis nicht finden, weil die Optik mit dem Sensor wächst und zwar sehr sehr ordentlich.

    • Genau, die Optik wächst mit der Sensorgröße und dementsprechend auch die Lichtstärke und Qualität. Was nutzt eine Brennweite von fast 1,5 Meter, wenn die Bilder völliger Mist sind. Nimmt man dagegen zB eine Canon EOS 200D mit einem Sigma 18-300mm Objektiv, hat man zwar keine High End Kamera, aber diese Konfiguration ist diesem „Coolpix“ Krempel weit über legen. Dabei sind Größe, Gewicht und Preis moderat. Aber in der heutigen Zeit, wo „Experten“ erklären das die Kamera eines iPhones einer Spiegelreflex Kamera mit KB Sensor überlegen wäre, muss man sich ja über nichts mehr wundern. Die Kundschaft lässt sich nur allzu sehr von Zahlen beeindrucken. Zu blöd nur das die Hersteller dieser Spielzeugkameras nicht in der Lage sind die Physik auf den Kopf zu stellen.

    • Genau, die Optik wächst mit der Sensorgröße und dementsprechend auch die Lichtstärke und Qualität. Was nutzt eine Brennweite von fast 1,5 Meter, wenn die Bilder völliger Mist sind. Nimmt man dagegen zB eine Canon EOS 200D mit einem Sigma 18-300mm Objektiv, hat man zwar keine High End Kamera, aber diese Konfiguration ist diesem „Coolpix“ Krempel weit über legen. Dabei sind Größe, Gewicht und Preis moderat. Aber in der heutigen Zeit, wo „Experten“ erklären das die Kamera eines iPhones einer Spiegelreflex Kamera mit KB Sensor überlegen wäre, muss man sich ja über nichts mehr wundern. Die Kundschaft lässt sich nur allzu sehr von Zahlen beeindrucken. Zu blöd nur das die Hersteller dieser Spielzeugkameras nicht in der Lage sind die Physik auf den Kopf zu stellen.

  5. Ich habe eibe Nikon P 900 und bin an allem was darunter liegt nicht interessiert. Ein Beitrag zu Nikon P 1000 wäre bei mir von Interesse. Schließlich will man sich ja nicht verschlechtern und 60 x mal Zoom ist nicht mehr das Maß der Dinge.

    • FriedeFreudeEierkuchen says:

      Kommt auf die persönlichen Ansprüche an. Ein so hoher Zoomfaktor wird sich zwingend auf die Bildqualität auswirken.
      „60 x mal Zoom ist nicht mehr das Maß der Dinge“
      Beim Bau von Optiken gilt nicht schneller, höher, weiter. Es ist mit heutigen Mitteln nicht möglich, einen hohen Brennweitenbereich ohne starke Einbußen in bestimmten Brennweiten zu bauen. Bei DSLR Objektiven kann das konstruktiv etwas (!) abgemildert werden, in so einer Kompaktbauweise geht das nicht. Es wird also Verzerrungen und Randabschattungen (Vignettierung) geben.
      Wenn es dich nicht stört, gut. Ich persönlich würde nicht noch höhere Zoomfaktoren wollen. (Mega-)Zooms sind für mich ein Kompromiss – manchmal ok, aber Festbrennweite ist mir lieber.

    • Ferdinand Kastl says:

      Die Bildqualität der p 1000 ist noch etwas besser als die der 900 . Kann die p 1000 empfehlen.

  6. FriedeFreudeEierkuchen says:

    @Andre: Du hast einen Fehler im Artikel. Laut den Daten von Nikon ist der optische Zoom bei der A1000 von 24-840 KB-Equivalent, nicht 24-80. Mit Digital-„Zoom“ geht es dann noch bis 70x

  7. zoom das verkaufsagument? wie lichtstark? ist doch das wichtigste bei einer kamera.

    • FriedeFreudeEierkuchen says:

      Auch das ist Geschmackssache. Mir ist Lichtstärke wichtig, auch bei meiner Kompaktkamera. Ich kenne aber viele, die auf Tiefenschärfespielereien keinen Wert legen und viel Zoom praktischer finden. Dank Bildstabilisator ist für solche Leute keine so großer Bedarf an Lichtstärke da.

      • tiefenschärfespielereien sind bei solchen kleinen sensoren doch kaum drin. wieviel licht am sensor ankommt ist nicht geschmackssache. desto mehr immer desto besser. gerade bei so einem zoom. ausser man mag dunkle verwackelte bilder. zur not auch wackeldackel. genug licht wäre aber immer besser.

  8. wollte eigentlich nur sagen das die angabe zur lichtstärke im artikel fehlt. weils nicht ganz unwichtig ist. dort steht nur zoom zoom zoom. :-))

    • Laut Nikon sieht das bei der B600 so aus:
      Brennweite 4,3 bis 258 mm (Bildwinkel entspricht einer Brennweite von 24 bis 1440 mm bei Kleinbildformat)
      Lichtstärke 1:3,3 bis 1:6,5
      dazu dann der 1/2,3″ Sensor mit 16MP. Das dürfte nett rauschen, wenn es etwas dunkler wird. Eine „Gutwetter“ Kamera, die die besten Fotos in der Mittagszeit macht 🙂

  9. Eine Alternative ist auch eine Kompakte mit 1″-Sensor, z. B. Die TZ202 von Panasonic: bessere Bildqualität durch größeren Sensor, aber geringerer Zoombereich.

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