Nest bring Smart Home Produkte endlich nach Europa – nur nicht nach Deutschland

Das Thema Smart Home ist auch dieses Jahr eines der spannenden und immer größer werdenden Themen auf der IFA. Während viele Hersteller wie Samsung den Medienvertretern gänzlich neue Produkte präsentierte, kam gestern Nest mit wenig Neuerungen um die Ecke. Allerdings überraschte man mit der Tatsache, nun endlich auch in Europa durchstarten zu wollen. Der Haken: Deutschland ist nicht unter den Startländern vertreten.

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Spätestens seit der Übernahme durch Google zu Anfang des Jahres, hat Nest auch hier in Deutschland einen größeren Bekanntheitsgrad erlangt. Für alle, die Nest immer noch nicht kennen: Hinter der US-Firma steckt der ehemalige Apple-Senior Vice President der Abteilung iPod-Entwicklung Tony Fadell. Nest produziert Smart-Thermostate, die sich dem Nutzerverhalten beim heizen oder kühlen der Wohnräume anpasst sowie der smarte Rauchmelder “Protect”. Das besondere an diesen Produkten ist das durchdachte Design, bei dem eine Apple’sche Handschrift nicht zu verleugnen ist.

Nun will man diese Geräte also bereits Ende September auf den europäischen Markt bringen, wie Nest gestern auf der IFA bekannt gab. Zu den Startländern wurden Frankreich, die Niederlande, Belgien sowie Irland genannt. Deutschland: Fehlanzeige.

Die Gründe hierfür hat CNET in einem Interview mit Lionel Paillet, dem General Europe Manager von Nest herausgekitzelt. Viele munkelten vorab, dass die Datenschutzbedingungen in Deutschland Nest Probleme bereiten könnten, da insbesondere das Thermostat von Nest viele Benutzerdaten einsammelt und speichert. Doch dies sei laut Paillet nicht der Grund, sondern schlicht und einfach, dass man bei Nest noch auf der Suche nach Herstellern und Händlern in Deutschland sei, die die Nest-Produkte anschließend zentral vertreiben.

Interessant ist jedoch, dass man bereits jetzt schon bei Amazon Deutschland den Protect Rauchmelder von Nest für 125,27 Euro inklusive Prime-Versandoption bestellen kann. Der gute Caschy hat sich hier nicht lumpen lassen und sich direkt so ein Teil bestellt. Mal sehen, was er so von dem Teil hält.

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Was sagt Ihr? Ist dies auch für euer Haus/eure Wohnung interessant und legt ihr euch so einen Rauchmelder oder Thermostat zu, sobald es erhältlich ist?

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Nerdlicht in einer dieser hippen Startup-Städte vor Anker. Macht was mit Medien... Auch bei den üblichen Kandidaten des sozialen Interwebs auffindbar: Google+, Twitter, Xing, LinkedIn und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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31 Kommentare

  1. Der Preis ist einfach nur krass!

    Wobei… haben diese 5€-Rauchmelder aus dem Baumarkt auch einen CO-Messer? Und wenn dieses Nachtlicht wirklich mit Präsenzmelder gut funktioniert, dann ist das auch eine schöne Sache, die man meiner Meinung nach wirklich hervorheben sollte. Eine schöne App, wo man für das Nachtlicht eine Zeitspanne festlegt und es für das Schlafzimmer ausstellt. Und gleichzeitig könnte man aus dem Ding doch auch einen einfachen Einbrecheralarm basteln (in der App auf „Abwesend“ scharf schalten). Kann man sich schon vorstellen, dass die Dinger dann Spaß machen und irgendwann auch der Preis gerechtfertigt ist.

  2. Dass wir alle unsere Spuren im Netz hinterlassen, ist klar. Aber sensible Daten kritiklos auf irgendwelche Konzernserver zu stellen, grenzt für mich an Schwachsinn. Und wenn ich das Geheule höre, dass wir Deutschen die Evolutionsbremsen seien, dann bekomme ich einen zuviel! In nicht allzu naher Zukunft bekommen wir doch sowieso alle die Quittung für unser kritikloses Handeln, wenn die ersten „smarten“ Autos sich weigern, einen zu befördern oder die Insassen an den nächsten Baum befördern. Oder wenn das „smarte“ Hausautomationssystem beschließt, während des Sommerurlaubs die Heizung volle Pulle aufzudrehen oder sich im Winter weigert, zu heizen. Oder oder. Ist auch spannend in Bezug auf Gesundheitsdaten. Aber bitte, jeder so, wie er will.

    Da bin ich froh, mich wie ein technikfeindlicher Rentner zu benehmen – zumindest habe ich noch einen Rest an Verstand, der bei so manch anderem ja schon „smart“ entsorgt wurde.

    Es gibt übrigens einen großen Unterschied zwischen „Datenspuren im Netz hinterlassen“ und „gerne freiwillig anderen alle meine Daten geben“.

  3. Überwachung und zu Hauf eigene Daten zu streuen ist doof, das wissen alle.

    Aber nutze ich deswegen ein Non-Smartphone ohne WLAN, damit man mich etwas schlechter orten kann? Nutze ich lieber irgendeinen unausgegorenen Nischendienst, nur weil Google/Amazon/Apple mit ihren Krakenarmen böse sind? Kaufe ich ausschließlich direkt in der Stadt ein, damit Amazon nicht weiß, was meine Vorlieben sind? Warum trinkt man Alkohol und raucht, obwohl jeder weiß, dass das nicht gut für die Gesundheit ist? Warum macht man mal aus Jux einen Bungee Jump, obwohl das Risiko einer Verletzung geringer wäre, wenn man es nicht macht?

    Irgendwo gehört im Leben auch eine Portion Risikofreude oder auch Scheiß-Egal-Haltung. Und wenn derjenige mit den Konsequenzen und Gefahren leben kann, im Vergleich zu der Freude an Technik/Hobby/Bequemlichkeit/etc. … was soll´s?!

    Und wenn eine Sache nicht funktioniert (Heizung springt nicht an), dann setzt es sich auch nicht durch. Ein technikaffiner Mensch würde nun vielleicht antworten, dass die ersten Autos früher auch deutlich unbequemer und vielleicht auch gefährlicher waren. Aber nach einer Zeit zwischen erstem Modell und Folgemodellen wurde das Auto zu einer Selbstverständlichkeit.

  4. Endlich NEST Sicherheitslücken auch in Europa

  5. Braucht man dafür eigentlich eine spezielle Heizungsanlage, Passivhaus o. ä.? Ansonsten kann ich mir nicht wirklich vorstellen, wie das mit herkömmlichen Radiatoren mit Drehreglern zusammenarbeiten soll.

  6. Na ein Rauchmelder soll mir keinen Spaß bereiten,sondern im Ernstfall meiner Familie und mir den Ar… retten! Dazu muss er aber nicht mit Google sondern nur mit den anderen „Kollegen“im Haus vernetzt sein.Das absolut wichtigste ist aber,daß er im Fall der Fälle aber auch absolut zuverlässig funktioniert.
    Denn wenn das Haus abgebrannt ist,nutzt ein guter Herstellersupport und die schnelle Bereitstellung eines Patches dann auch nicht wirklich.Aber zumindest würde man wohl von Google dann die passende Werbung (Immobilien,Kleidung,funktionierende Rauchmelder) präsentiert bekommen.

  7. „Der Nest Protect hat das Ablaufdatum integriert und wird das dann auch Kund tun, wenn es soweit ist.“

    Whow. Ein vorgefertigtes Wegwerf-Produkt der oberen Preiskategorie. Kein Überprüfen und „reparieren“?

  8. @Lukas: Idiot. Aba wenn du das Geld hast, dir teure Sachen zu kaufen, um sie dann kaputt zu machen.

  9. @Elv: Jo, das halte ich auch für das einzige wirkliche No-Way-Argument. Selbst mit Zusatzfunktionen ist es Quatsch 5-10 Rauchmelder für 125 € alle 5-7 Jahre auszutauschen…

  10. @Der Fetti

    Jedes Jahr sterben in Deutschland gut 4000 Menschen bei Bränden. Also so wirklich alle haben ohne diesen Firlefanz nicht überlebt.

    @Thomas

    Also dein billig Rauchmelder aus dem Baumarkt ist meist Photoelektrisch Die Teile kannst dann im Bad und der Küche meist vergessen da Wasserdampf den Sensor auch auslöst. Vernetzbar ist er auch nicht. Wenn es im Erdgeschoss brennt hörst du das ggf im Keller oder unterm Dach nicht. Das jetzt nicht so prall.

    Der Nest Protect hat schon mal neben dem Photosensor noch einen nen Temperatursensor und einen CO-Sensor. Dazu bringt er den Vorteil das er Vernetzbar ist und nicht nur einen Alarm aus gibt sondern auch wo. Wäre ja blöd wenn man ins Feuer oder in ne CO Wolke rennt. Der Nest sagt dir also das der CO Wert im Keller zuhoch ist, und du brauchst nicht gucken was da jetzt piept sondern kannst gleich handeln. Ob der Nest jetzt auch ne Ruhewertnachführung hat weiss ich nicht, aber möglich ist es. Dadurch würde er mit kriegen wenn der Photosensor verdreckt ist, bei dem Aus dem Baumarkt passiert dann einfach nix.

    Also da gibt es schon so einiges was das ding mehr kann als so nen 5€ Ding aus dem Baumarkt.

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