Melitta Barista TS Smart im Test: Rundum guter Kaffeevollautomat mit Potential im smarten Bereich

Smart Home ist ein Thema, mit dem sich mittlerweile sicherlich viele von euch beschäftigen. Einige haben bereits Komponenten im Einsatz, andere suchen immer noch nach dem passenden System. Heutzutage gibt es nahezu in jedem Bereich des Hauses Geräte, die irgendetwas mit „smart“ im Namen stehen haben. Auch mein heutiger Testkandidat kommt mit so einem Titel daher, denn heute möchte ich euch meine Erfahrungen mit dem Kaffeevollautomaten Melitta Barista TS Smart näher bringen.

Kommt das Gerät zu euch nach Hause, müsst ihr mit einer ziemlich großen Kiste rechnen. Darin findet sich die große Maschine selbst, ein Milchbehälter inklusive Schlauch und Deckel, ein Welcome-Pack, das einen Reinigungstab, einen Milchsystem-Reiniger, einen Flüssigentkalker und einen Wasserfilter enthält und zu guter Letzt auch noch ein ziemliches dickes Buch mit allem Wissenswerten über den Automaten.

Technische Daten

Bevor ich euch mit meinen Erfahrungen zutexte, hier zuerst einmal alles Wichtige zur Technik in tabellarischer Form. Die kompletten technischen Details findet ihr auf der Produktseite von Melitta.

Programmierbare Brühtemperatur 3-stufig
Stufenlos programmierbare Wassermenge für Kaffee 25 – 220 ml
Verstellbarer Kaffeeauslauf 140 mm
Mahlgrad 5-stufig
Programmierbare Kaffeestärke 5-stufig
My Coffee Funktion 8 Profile
Anzahl Kaffeevariationen 21
Kapazität Wassertank 1,8 Liter
Volumen Bohnenbehälter 2x 135g
Farbe Silber
Displaytyp TFT-Farbdisplay
Artikelabmessungen 25,9 x 46,7 x 37,2 Zentimeter
Artikelgewicht 10,4 kg
Modelljahr 2018
Pumpendruck 15 bar
Besondere Eigenschaften Bluetooth, App-Verbindung, Automatic Bean Select, Schacht für Pulverkaffee
Stromverbrauch max 1.450 Watt

Die Sache mit der Einrichtung

Ausgepackt und hingestellt macht der Barista TS Smart schon einmal einen guten Eindruck. Der schwarze Klavierlack wird gut von dazu passenden silbernen Elementen, wie dem umlaufenden Rahmen, gekontert und sorgt für einen hochwertigen Look und Stimmigkeit.

Die Einrichtung im klassischen Sinne ist relativ einfach. Zuerst einmal müsst ihr die gefühlt 1000 Aufkleber beseitigen, die die Maschine transportsicher gemacht haben. Danach einschalten und den Instruktionen folgen, zu denen auch die Installation des Wasserfilters im Wassertank gehört. Dazu nehmt ihr den beigelegten schwarzen Kaffeelöffel und steckt den Adapter auf. Das dabei entstehende Werkzeug wird benutzt, um den Wasserfilter in den Tank zu schrauben, fertig. An der Maschine dann noch die Wasserhärte einstellen, die ihr mit einem, im Paket enthaltenen, Teststreifen messen könnt.

Jetzt wäre die Maschine eigentlich einsatzbereit, nachdem ihr den Wassertank aufgefüllt habt, nur fehlt eben noch der Kaffee. Dazu hat die Maschine zwei verschiedene Bohnenbehälter im Deckel. Ihr habt die Möglichkeit, entweder links eine Espresso-Bohne zu nehmen und rechts eine Crema-Bohne, oder ihr füllt einfach überall denselben Kaffee ein. Euer Ding. Wozu die zwei Bohnenkammern?

Bei der Auswahl des Getränks wählt die Maschine automatisch die dazu passende Bohne aus. Geht aber auch manuell über eine entsprechende Taste oder ganz auszuschalten im Menü. Die T Smart hat keine automatische Auswahl, sondern nur die manuelle Funktion dafür. Für Latte Macchiato, Capuccino und Espresso nimmt man normalerweise eine Espresso-Bohne, für Milchkaffee und normale Crema eine andere Sorte. Kann aber jeder machen, wie er will.

Sobald eine der beiden Kammern leer ist, meckert der Automat über das Display, damit das Mahlwerk nicht leer läuft. Hier komme ich direkt zum ersten Kritikpunkt, denn die Kammern sind meiner Meinung nach viel zu klein. Ständig ist man dabei Bohnen nachzufüllen. Der Hersteller hätte meinetwegen ruhig einen Aufbau für die Kammern wählen können, um mehr Platz zu schaffen.

Wann gibt’s denn Kaffee?

Kommen wir zu den Getränken, denn irgendwann möchtet ihr ja mal einen Kaffee in der Hand haben. An der Maschine befinden sich am oberen Rand die Bezugstasten für Espresso, Café Crema, Capuccino, Latte Macchiato, Milchschaum, heißes Wasser und eine Taste für die doppelte Menge. Über das Display könnt ihr zwischen Standard und der Intense Aroma Funktion auswählen, die für einen noch vollmundigeren Geschmack sorgen soll. Zwei Regler bieten euch außerdem die Möglichkeit, Menge und Stärke des Kaffees zu variieren, Melitta nennt das Touch & Slide Funktion. Passende Sorte ausgewählt und schon fängt die Maschine an zu brühen.

Hierbei fällt das relativ leise Mahlwerk der Barista TS Smart auf, andere Vollautomaten sind in der Tat wesentlich lauter. Außerdem fällt auf, dass das Mahlwerk auch noch mahlt, wenn hörbar keine Bohne mehr im System ist, um möglichst gründlich zu sein. Ist der Automat damit fertig, läuft der Kaffee aus dem beleuchteten und bis zu 14cm verstellbaren Auslauf direkt in eure Tasse. Möchtet ihr übrigens eine Kreation mit Milch im Glas, müsst ihr den Milchbehälter füllen und den Schlauch über eine einfache Steckverbindung am Automat und am Behälter fixieren. Kann man nichts falsch machen.

Beim ersten Probieren fiel mir auf, dass der Kaffee leicht säuerlich schmeckt. Nachdem ich etwas im Netz recherchierte, bin ich auf einen Regler an der rechten Seite der Maschine aufmerksam geworden. Über diesen kann man den Mahlgrad des Kaffees einstellen, der bei mir ziemlich grob voreingestellt war. Auf die feinste Stufe justiert, löste sich auch das Problem mit dem Geschmack des Kaffees. Egal bei welchem Getränk, abhängig von der Bohne könnt ihr mit dem Barista TS Smart einen wunderbaren Kaffee zaubern.

Übrigens: Auch Pulverkaffee kann man über den Automaten beziehen. Habe ich persönlich nie gebraucht, wozu hat man denn einen Vollautomaten?

Wenn’s schmecken soll, muss auch gereinigt werden!

Kurzum: Die Maschine meldet sich durchweg, wenn sie sich schmutzig fühlt und zeigt euch über das Display einen entsprechend idiotensicheren Guide an, was ihr tun sollt. Neben der Reinigung des Inneren, solltet ihr den Automaten ab und an mit einem Lappen abwischen, denn die glänzende Oberfläche sieht ziemlich zügig staubig aus.

Am häufigsten wird euch beim Kaffeebezug das Reinigen der Tropfschale unter die Augen kommen, neben dem Nachfüllen von Wasser (der Tank könnte wirklich größer sein) und Bohnen. Das ist einfach und geht schnell. Tasse weg, Tropfschale raus, Kaffeebehälter ausleeren, Tropfschale ausspülen, abwischen, fertig. Mehr ist das nicht und in zwei Minuten erledigt. Solltet ihr das vernachlässigen, bildet sich mit der Zeit ein ziemlich unschöner Film aus Kaffeeöl und Mahlresten, den man alleine aus hygienischen Gründen nicht im Haus haben möchte. Bei jedem Ein- und Ausschalten spült die Maschine außerdem mit Heißwasser durch, um Keimen keine Chance zu lassen. Stellt am besten eine Tasse unter den Auslauf, damit ihr die Tropfschale nicht andauernd leeren müsst.

Solltet ihr euch ein Getränk mit Milch einverleibt haben, möchte das Gerät die Easy-Cleaning-Funktion durchführen. Dazu steckt ihr den Schlauch des Milchsystems in einen der dafür vorgesehenen Anschlüsse in der Tropfschale und drückt auf Bestätigen im Display. Das System spült den Schlauch dann direkt durch. Nach einer gewissen Zeit möchte die Maschine jedoch auch das Milchsystem mit einem speziellen Reiniger durchspülen, der mit im Lieferumfang enthalten ist und für vier Reinigungen reicht. Lasst die Milch außerdem nicht zu lange im Behälter im Kühlschrank stehen, sondern spült den Behälter regelmäßig gründlich aus. Wer wenig Milchgetränke zu sich nimmt, schüttet am besten nur eine kleine Menge Milch in den Behälter und spült danach direkt wieder aus.

Einmal pro Woche solltet ihr außerdem die Brühgruppe sauber machen. Dazu nehmt ihr die Klappe an der rechten Seite der Maschine ab, entriegelt die Brühgruppe und spült diese unter fließend Wasser aus. Das Innenleben der Maschine wischt ihr aus und die Gruppe könnt ihr mit einem Küchentuch trockenwischen. Dauert knapp 5 Minuten und sorgt für eine saubere Maschine und leckeren Kaffee.

Zu guter Letzt sei noch die Entkalkung erwähnt, die euch in längeren Abständen begegnen wird. Auch hier kaut euch die Maschine alles über das Display vor. Zum Durchführen schmeisst ihr eine kleine Reinigungstablette in den Pulverbehälter, stellt einen ausreichend großen Behälter unter den Auslauf und los geht es. Nach gut einer halben Stunde ist der Prozess erledigt.

Da stand doch was mit „smart“ im Namen?

Die Barista TS Smart ist im eigentlichen Sinne keine neue Maschine, sondern nur eine aufgepeppte Version der normalen Barista TS, die mit einer App um die Ecke kommt. Im Gegensatz zu einigen Konkurrenten setzt Melitta hier auf eine Bluetooth- statt WLAN-Verbindung, was bei mir für einige Fragezeichen und bei der App für viele Verbindungsabbrüche während des Tests sorgte. Ständig verliert die Maschine den Connect zum Smartphone, was mich in der Tat wenig begeisterte.

Die Maschine bringt von Haus aus bereits eine Menge Kaffeekreationen mit, über die App könnt ihr euch aber euren ganz persönlichen Wunschkaffee bauen, den ihr aus Kaffee, Wasser und Milch mischen könnt. Weiterhin könnt ihr die Anzahl der Shots, die Temperatur, die Kaffeestärke und das Aroma auswählen und so euer Lieblingsrezept nachstellen.

Weiterhin findet ihr in der App alle Instruktionen zur Pflege der Barista TS Smart, die Einstellungen der Maschine und Verknüpfungen zum Shop oder Service.

Melitta verpasst hier meiner Meinung nach eine große Chance, denn selbst Tchibo hat mittlerweile mit der Qbo zwar eine Kapselmaschine am Markt, die jedoch per Alexa bedient werden kann. Andere Hersteller bieten für ihre Maschinen außerdem Online-Rezeptportale an, von denen ich mir Kreationen direkt an der Maschine zubereiten lassen kann. Schade, aber für das Gros der Anwender reicht die App wahrscheinlich auch aus. Zumindest der Start des Brühvorgangs kann per App gesteuert werden, die Tasse sollte dazu jedoch bereits unter dem Auslauf stehen ;-).

Mein vorläufiges Fazit zur Melitta Barista TS Smart

Mit dem Kaffeevollautomaten Barista TS Smart macht Melitta einiges richtig. Die Maschine kommt in einem angenehm edlen Gewand daher und passt damit in nahezu jede Küche, auch wenn sie nicht besonders klein ist. Einmal eingerichtet, zaubert euch das Gerät einen leckeren Kaffee in die Tasse, auch am Milchschaum gibt es nichts zu meckern. Der Bohnenbehälter und der Wassertank könnte aber etwas größer sein.

Die Reinigung geht schnell und einfach vonstatten und auch sonst gibt es wenig zu meckern. Die App bietet die Basis-Funktionen an und lässt euch euer Lieblingsrezept auf die Maschine bannen. Im smarten Bereich ist aber noch Potenzial nach oben.

Aktuell könnt ihr die Barista TS Smart für knapp 1000 Euro kaufen, die leicht abgespeckte, für viele jedoch sicher ausreichende Barista T Smart kostet 100 Euro weniger.

Was sagt ihr dazu? Nutzt ihr bereits andere smarte Kaffeemaschinen, wie beispielsweise eine Qbo oder andere Modelle von Siemens und Co.?

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

Das könnte dir auch gefallen…

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten ein.

25 Kommentare

  1. Ich suche gerade einen Kaffeevollautomaten.
    Natürlich ist das wichtigste, dass die Maschine einen guten Kaffee macht.

    Für mich persönlich sind aber auch die Reinigungsmöglichkeiten (sprich: die Hygiene) von Bedeutung.

    Am liebsten wäre mir eine Maschine, die daraufhin konzipiert ist sich möglichst einfach zur Reinigung zerlegen zu lassen und deren Komponenten Geschirrspülmaschinen tauglich sind. Ist nämlich imho die einfachste und hygienischste Methode der Säuberung:
    • einfach und schnell zerlegen
    • ab in die Geschirrspülmaschine
    • einfach und schnell wieder zusammen bauen

    Die Maschinen, die ich mir bisher so angesehen haben, lassen sich imho nicht weit genug zerlegen (jedenfalls nicht einfach, schnell und problemlos). Irgendwelche Komponenten, die mit dem Kaffee in Kontakt kommen, bleiben fast immer im System und lassen sich nur schwierig bis gar nicht vernünftig reinigen (selbst wenn es „nur“ Verfärbungen sein sollten).

    Ich gehe davon aus, dass man eine Maschine gehobener Qualität mehrere Jahre lang nutzt, da kann sich auch in scheinbar problemlosen Nischen etlicher Schmodder ansammeln.

    • phrasemongerism says:

      Das ist auch das Problem, das mich bisher vom Vollautomaten abgehalten hat. Nischen, Ecken, WInkel, die Brüheinheit, am besten noch fettige Milch, und mir kann keiner erzählen, dass man als Laie in sämtliche Ecken kommt und diese „Reinigungsprogramme“ mit bisschen heißem Wasserdampf und ab und an mal bisschen Tab das Ding sauber kriegen, geschweige denn dass es zerlegbar und gut erreichbar wäre.
      Ich nutze meine Nespresso-Maschine für 100 EUR und auf der Arbeit haben wir einen Vollautomaten ohne jegliche Spielerei von Bosch für 500 EU, und an dem sehe ich, wie sich der Schmodder ausbreitet und die Vorgängermaschine ist deswegen auch irgendwann dem Schimmel erlegen…
      Zu den Smartfunktionen, die sind meiner Meinung nach nur ein Trend der Zeit, aber nicht notwendig, man will halt, dass der Kunde etwas erreichen kann, möglichst einfach, ohne sich mit der Zubereitung befassen zu müssen, a la Kochmaschinen wie Thermomix.
      Mein bisheriges Fazit: Schön, dass es sowas gibt für die Leute die es wollen, ich brauche keine smarten Haushaltsgeräte und hoffe, dass der Trend nicht zu nur noch smarten Geräten geht, zu denen es keine vernünftigen Alternativen mehr gibt.

    • Wenn Du wert auf Reinigung legst, kommst Du um eine DeLonghi nicht herum! Hatte bereits mehrere Marken und die sind definitiv am besten zu reinigen, zu warten und auch selber zu reparieren.

      Mein Tipp wäre eine ESAM6700.

      Zur smarten Kaffeemaschine: Bin echt technikverliebt, aber wozu ich das brauche ist mir schleierhaft. Bei der Waschmaschine mal gucken wie lange die noch läuft, okay. Aber wo ist der Nutzen bei einem Vollautomaten!? Einschalten zur Uhrzeit X oder eigene Kaffeekreationen erstellen kann auch ein vernünftiger Vollautomat.

    • Mein Tipp heißt auch DeLonghi. Ich habe eine Primadonna S im Einsatz, sie hat bisher knapp 6500 Tassen gebrüht ohne dass etwas kaputt gegangen ist. Alles ist relativ gut zu reinigen und es gibt eine gute Ersatzteile Versorgung. Ich würde die jederzeit wieder kaufen.

  2. phrasemongerism says:

    Ich nutze meine Nespresso-Maschine für 100 EUR und auf der Arbeit haben wir einen Vollautomaten ohne jegliche Spielerei von Bosch für 500 EUR. Mein bisheriges Fazit: Schön, dass es sowas gibt für die Leute die es wollen, ich brauche keine smarten Haushaltsgeräte und hoffe, dass der Trend nicht zu nur noch smarten Geräten geht, zu denen es keine vernünftigen Alternativen mehr gibt.

  3. Biff Tannen says:

    @Oliver: Interessanter Test, gut geschrieben! Vor allem, dass du über die Reinigung so ausführlich berichtet hast, finde ich gut. Mich bestätigt das ein wenig, komplett auf Kaffeemaschinen zu verzichten. Ich finde, der Komfort hält sich doch in Grenzen:.

    -die Reinigung und Pflege solcher Maschinen ist auch aufwändig
    -man muss viele Stunden arbeiten, um sich so ein Gerät leisten zu können (okay, hängt vom Gehalt ab)
    -ein Vollautomat nimmt sehr viel Platz in Anspruch

    Wir machen unseren Kaffee stets per Hand und ich habe eigentlich nicht das Gefühl, dass es so unendlich viel länger dauert. Zumal mir gebrühter Kaffee einfach besser schmeckt. Cappuccino machen wir mit Milchaufschäumer und Espressokocher auf dem Induktionsherd, was eigentlich auch ziemlich schnell geht. Der Milchaufschäumer wandert in die Spülmaschine und der Kocher ist auch schnell mit Wasser gespült.
    So hat unser Kaffeeequipment keine 50€ gekostet.
    Smart ist das allerdings nicht 🙂

    • Viele denken gar nicht mehr daran, das man etwas auch ohne großen Aufwand (meist sogar besser) selber machen kann. Am besten finde ich die Teemaschinen, bei denen jeder Japaner sofort seine mühevoll erlernten Teezeremonien vergisst, sobald er denn „tollen Maschinentee“ nach einer Minute in der Tasse hat…

  4. Ich bin mit diesem ganzen Spielkram auch durch und gebe lieber ne Mark mehr für Bohnen aus. Eine kleine Mühle und dazu ein Handfilter für 2,80€ halten ein Leben lang, eine Packung mit Filtertüten für 80 Cent, Schluck Milch ausm Kühlschrank und in 5 MInuten fertig. Das Rezept der Kreation krieg ich auch so noch hin und schmeckt irgendwie angenehmer.
    Als Technikfan verstehe ich aber jeden der meint, dass so eine Software-ferngesteuerte Kaffeemaschine sein Leben oder die Firmenküche bereichern und effizienzsteigern könnte.
    In der Firma warte ich Montag morgen immer so lange, bis die Kollegen die ersten paar Tassen aus dem Automaten gezogen haben. Da is der gröbste Schmock wenigstens raus gespült :>

  5. Naja egal welcher Hersteller – was alle «smarten» Kaffemaschinen nicht können für den Privat Haushalt ist selbst eine Tasse unter den Kaffee Auslauf zu stellen. Daher vermutlich auch die Überlegung von Melita, die Bedienung auf das grössere Display des Handys zu verlegen und mit Bluetooth zu arbeiten. Aus dem Arbeitszimmer die Kaffeemaschine in der Küche zu bedienen per WLAN scheitert ja meist an der Tasse die im Küchenschrank steht.

    Was eine Smarte Kaffeemaschine können sollte aus meiner Sicht ist:
    – den Mahlgrad der Bohnen einstellen
    – die Pulvermenge nach Bedarf anpassen
    – die Wassertemperatur zum brühen anpassen
    – natürlich die Füllmenge dem gewählten Produkt anpassen

    Aus dem täglichen Leben ein Beispiel. Ich trinke Espresso, mein Besuch lieber Milchkaffee und einen Latte macchiato. Für alle 3 muss ich jeweils neben der Maschine sein um die passende Tasse oder beim Latte das Glas am Kaffee Auslauf platzieren. Also nix mit smarter Bedienung. Bei meiner Delonghi Primadonna XS De Luxe Vollautomat habe ich jedoch für die genannten Produkte Direktwahl Tasten. Somit stellt sich hier die Frage schon, weshalb soll ich nun eine App starten?

    Was ich mir wünschen würde zur Erstkonfiguration, wäre eine Maschine mit WLAN Anbindung und einem Webinterface wo ich Pulvermenge und Brühtemperatur übersichtlich einstellen könnte. Beim Mahlgrad der Bohnen wird es meist schon wieder scheitern, da dies bei den aktuellen Mahlwerken mechanisch verstellt wird per Hand (liesse sich zwar über einen Stellmotor lösen). Wenn diese Parameter mal hinterlegt sind wäre es doch cool via Google Home oder Alexa nur noch sagen zu können. «Hey «Google»(Alexa) mach mir einen Espresso. Wenn zusätzlich den verschiedenen Nutzern dann noch Pulvermenge und Brühtemperatur zugeordnet werden könnte wäre es ein deutlicher Mehrwert zu den aktuellen Kaffee Vollautomaten.

    Kurz zum Test. Wenn die Brühgruppe schon wöchentlich gereinigt werden soll, darf auch der Wassertank nicht zu gross sein. Oder wer möchte schon Kaffee mit abgestandenem Wasser trinken? Auch die Grösse des Bohnenbehälters sollte daher nicht zu gross sein – denn hier geht rasch Aroma verloren. Klar sieht dass in einem Büro anders aus als in einem Single Haushalt. Aber nach meiner Sicht ein wichtiger Faktor zur passenden Gerätewahl.

    Zur Hygiene. Mir begegnen täglich mehr schlecht gepflegte Kapsel oder Pad Maschinen die nie entkalkt werden, den Kaffee damit bitter schmecken lassen. Mir ist eine herausnehmbare Brühgruppe sehr wichtig die regelmässig lauwarm ausgewaschen wird und bei einer Intensivreinigung mit einem natürlichen Milchsäure Mittel gereinigt und entkalkt wird. Ausser trockenem Kaffeepulver dass sich gut heraussaugen lässt und einem Lappen (mit etwas Spülmittel) der Kaffeefett im Bohnenbehälter entfernt ist bei meinem Vollautomaten die Pflege einfach und klar geregelt.

  6. Die Komponenten sind bei den Automaten in der Regel billigster Schrott! Auch bei teuren! Wenn das Gerät dann kaputt ist und man es öffnet, ist einem gleich klar, dass das nicht lange halten kann. Aber von außen alles schick… Man sollte fest einplanen, das das Teil nur für 2 Jahre gut ist! Und dann lohnt es sich meiner Meinung nach nicht, sondern dann ist ne billige Kapselmaschine mit teuren Kapseln unterm Strich trotzdem günstiger. Lächerlich kleine Behälter haben die irgendwie alle. Außerdem vor dem Kauf unbedingt Probe trinken! Bei vielen Automaten bekommt man nur lauwarme Getränke und wenn man wirklich heiße Getränke will, entpuppt sich das schnell als völliger Fehlkauf. Wenn soweit alles klar ist, dann viel Spaß bei den Reinigungs- und Entkalkungsorgien.

    • @AVMFan – ja auch ich bin AVM Fan, aber bei Kaffeemaschinen ist es wie bei AVM. Gerade Melita hier im Test bedient sich marktüblichen Bauteilen die von Zulieferanten hergestellt werden. Was Bosch für die Auto Industrie ist ist bei Kaffeemaschinen dieser Hersteller: https://de.wikipedia.org/wiki/Eugster/Frismag – auch AVM kauft z.B. DSL Chips zu, meiner Meinung nach nicht die billigsten und deshalb würde ich auch nicht alle Kaffeemaschinen Hersteller in die Rubrik billig einordnen eine 7590 ist ja auch schöner verpackt als eine 4040 ;-).

      • Klar benutzen die marktübliche, zugekaufte Teile. Was auch sonst? Gerade das lässt ja daran zweifeln, das gerade Melitta* besser als der Rest ist. Hier finde ich meine Erfahrung bestätigt: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kaffeevollautomat#Haltbarkeit_und_Service
        Wenn man einen Vollautomat kauft, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man das Geld sinnlos versenkt hat. Bevor ich mich darauf wieder einlasse, müsste sich die Branche erst mal gehörig wandeln und die Qualität massiv verbessern.

        * Oder jeder andere Hersteller

    • Verdammt pauschalisierte Aussage. Unsere ESAM6600 hat ca. 10 Jahre und fast 25.000 Tassen Kaffee gehalten. Zwar mit kleineren Zickereien zwischendurch, aber alles nix wildes.

      Ähnliche Geschichten kenne ich aus dem Bekanntenkreis.

      • Wie ich oben schon schrieb, meine Delonghi Primadonna S läuft jetzt seit 3 Jahren und hat 6500 Tassen auf dem Buckel. Ich bin nicht der Meinung das innen alles billig ist, ich öffne sie regelmäßig wegen der Reinigung und bisher ist weder was abgebrochen noch irgendwie billig aufgefallen.

        Ich hatte auch schon einige Kapselmaschinen, abgesehen vom ökologischen wahnsinnigen Müll den man versursacht, kann ich solche Maschinen nicht empfehlen. Meine Kapselmaschinen die ich hatte, liefen alle maximal 25 Monate, also defekt nach der Garantie —kein Witz—. Vor allem ist man auf die Willkür des Herstellers angewiesen, erhöht er die Preise für seine Kapseln, muss man den Preis bezahlen, ob man will oder nicht. Der Hersteller der Kapselmaschine Tass**o, hat in seinen Kapseln noch nicht mal mehr echte Milch drin, sondern irgendwas chemisches, Aroma Wasser usw. Als ich diese Maschine noch hatte war wenigstens noch Milch drin. Die Kaffee kosten pro Gramm ist der reine Wahnsinn, den man mit Kapselmaschinen bezahlt, 80€ pro Kilo ist nicht unrealistisch, 8x mehr als für normalen Bohnenkaffee, ein sehr gutes Geschäft für die Hersteller. Diese Maschine und das bekanntwerden der fehlenden Milch, das wurde einfach so umgestellt ohne das öffentlich zu kommunizieren, hat mich dazu bewegt einen Vollautomaten zu kaufen was ich bis heute nicht bereut habe. Man merkte das sofort, wenn man die „neue“ umgestellte Sorte probiert hatte, dass da was nicht gestimmt hat. Auf der Packung stand noch ganz frech „jetzt noch feiner“. Ich und viele andere hatten sich damals sogar bei denen beschwert, was das soll, geändert hat das nichts. Chemie ist billiger als echte Milch, na dann Prost!

  7. Tino Zagelow says:

    Viel zu teuer und das ständige reinigen aller Komponenten ist zu aufwendig. Muss aber immer sein sonst trinkt man schön die Schimmelsporen mit. Ich bin schon lange von den Vollautomaten weg, da die Gesundheitlich bedenklich sind es sei denn man macht sehr oft alles sauber. Die hin und her Rechnerei mit der Zeit hatte mich dann zu Pad Maschinen getrieben. Leider schmeckt der Kaffee dadurch echt mies. Also bin ich zum Schluss auf die manuelle Weise wieder angelangt. Sind zwar drei kleine Geräte (Batista, elektronischer Milchschäumer, elektronische Mühle), dauert auch 4min länger das zubereiten. Ist aber hygienischer und schmeckt perfekt. Aber jeder hat einen anderen Geschmack, viele sind auch schon den Schmand des Vollautomaten gewöhnt. Generell sind 1000€ für das Teil zu teuer und Innovationen gibt es seit Jahren bei den Vollautomaten keine mehr.

  8. Habe schon länger eine Siemens-Maschine (ähnlich zu Melitta). Kein Problem mit Schimmel. 1x pro Woche die Brüheinheit gründlich abbrausen. Und den Wasserfilter weglassen. Kaffee schmeckt mit Filter nicht. Lieber öfter entkalken.

  9. Unsere JURA hat auch Smartfunktionen, zu deutsch, man kann alles per Tablet-App einstellen, Kaffeebezug startem Zähler auslesen usw.
    Ganz ehrlich, das ist für mich der größte Schwachsinn den es gibt.

    Die Maschine ist vom Fachhändler, der hat die uns geliefert, angeschlossen und auf unsere Wünsche und Tassengrößen eingestellt. Die paar Änderungen beim Wechsel der Kaffeesorte hab ich direkt an der Maschine gemacht und fest gespeichert und fertig. Das geht schneller und einfacher als mit der App.

    Was bringt mir also die app – ich laufe zur Maschine, stell ne Tasse drunter, setze mich aufs Sofa und starte die Kaffeezubereitung am Tablet, gehe wieder zur Maschine und hole die Tasse – Wahnsinning smart.
    Das ganze läuft übrigens auch per Bluetooth und die Verbindung ist sehr stabil – Bluetooth nutzt die Maschine nämlich auch für die Kommunikation mit dem elektr. Milchkühler – den ich weit aus mehr empfehlen kann aus irgentwelche Smart-Funktionen.

    Vergesst diesen Smart-Mist, kauft euch lieber eine Maschine die ordentlichen Kaffee macht und sich leicht reinigen lässt, das ist viel entscheidenere für guten Kaffee ( Guten Kaffeebohnen vorausgesetzt ). Und haltet euch an die Reinigungempfehlungen des Herstellers und der Maschine und lasst um Gottes-Willen die unsäglichen Wasserfilter aus der Maschine, das sind Bakterienschleudern ohne Gleichen und ein Verkalken verhindern die auch nicht.

  10. Naja aus meiner Sicht sind Kaffeemaschinen fast schon so wie Router. Es sind marktübliche Standard Bauteile in ein Gehäuse nach Preisklasse verbaut. Das Konzept macht das Produkt. Mein erster Vollautomat war eine Jura Impressa, danach eine Saeco Incanto und heute eine De Longhi. Dies über einen Zeitraum von nun fast 30 Jahren und die Geräte wurden unterschiedlich genutzt Büro/Privat. Mit der De Longhi bin ich bis jetzt am meisten zufrieden. Keine schlecht zugänglichen Baugruppen, die Reinigung ist einfach und die Maschine ist sehr zuverlässig. Voraussetzung regelmässige Entkalkung und ich bin der selben Meinung wie mein Fachgeschäft, Wasserfilter wegschmeissen und dafür öfter entkalken. Ganau dass würde auch jeder Kapselmaschine im Geschmack helfen. Alle meine Vollautomaten sind so 10 Jahre + geworden bis neue Konzepte mehr gereizt hat und ich die alte Maschine noch weiter verkaufen konnte. Und einen De Longhi Vollautomat im Kunststoff Gewand mit fast identischem Innenleben wie die Luxus Geräte gibt es für weniger als €300.-

  11. Wurde dir die Kaffeemaschine von Melitta kostenlos für den Test zur Verfügung gestellt oder hast du sie dir selbst gekauft und dann darüber berichtet?

  12. @Oliver danke für den ausführlichen Artikel.

    Anhand der Bilder erkennt man Recht gut, das es sich bei der Maschine um eine nivona handelt.
    Die Qualität dieser sind sehr gut.
    Habe seit einigen Monaten eine und könnte nicht Zufriedener sein.

    Beste Grüße,
    André

  13. Bin durch Zufall auf diesen Bericht gestoßen und möchte auch gerne meinen Senf dazu geben. Ich benutze eine Gastroback Siebträger-Maschine um mir meinen Kaffee zu bereiten, also eher old school. Du bemängelst den/die zu kleinen Bohnenbehälter. Da Kaffee inerhalb kürzester Zeit an der frischen Luft und Licht sein Aroma verliert finde ich das eigentlich das einzig positive an diesem Vollautomat. Wobei es aussieht das der Behälter in der Maschine verbaut ist und eventuell warm wird, was den Bohnen dann den Rest gibt.

  14. Joe Hafner says:

    Hallo, habe seit 4 Jahren eine Melitta701Barista baugleich wie die getestete nur ohne Smart.Positiv ist, der Cappuccino ist heiß und nicht pumpslau wie bei anderen KVA.Die Pflege und Reinigung geht gut ist nur etwas zeitintensiv, aber es muss sein.Die Brüheinheit klemmt nach einiger Zeit und ich muss sie mit sehr viel Kraft rausziehen.Ist in 4 Jahren die 2.Im großen und ganzen eine gute PreisLeistung für die Funktionen .

  15. Meine „Kaffeemaschine“: Filter auf den Kaffeepott, Pulver rein, heißes Wasser drauf…und gut isses.
    Smarter geht’s gar nicht.

    Ich bin ja auch technikverliebt, aber man kann das mit dem SMART auch übertreiben.
    Und wenn ich dann noch sehe was für ein Gewese alleine für die Reinigung nötig ist. Die Zeit investiere ich lieber in Kaffetrinken.
    Ich behaupte einfach mal, ich möchte den Großteil der privat genutzten Vollautomaten nicht von innen sehen.

Du willst nichts verpassen?
Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren. Alternativ könnt ihr euch via E-Mail über alle neuen Beiträge hier im Blog informieren lassen. Einfach eure E-Mail-Adresse hier eingeben, dann bekommt ihr 1x täglich morgens eine Zusammenstellung. Mit dem Absenden willigst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.