MacBook Air 2018 Testbericht: Willkommen zurück


Das MacBook Air ist seit seiner Einführung für viele Menschen das ideale Allround-Notebook von Apple gewesen. Mit der Einführung der neuen MacBook Pro 2016 schaute man als Nutzer eines MacBook Air aber neidisch auf jene. Super kompakt und vor allem mit Retina-Display. Das Display des MacBook Air war es auch, das mich zum MacBook Pro getrieben hat. Ich verbringe viele Stunden am Tag vor dem Gerät, ich nutze nämlich nur das eine Gerät, habe eine Abneigung gegen Desktop-Setups – wir haben 2018, Arbeiten an einem stationären Rechner fühlt sich für mich seit Jahren nicht mehr richtig an. Und ich bin halt in der glücklichen Lage, das auch so ausleben zu können.

In Sachen Leistung bin ich relativ anspruchslos, ich glaube nicht, dass ich mein MacBook Pro jemals leistungstechnisch ausgereizt habe. Vorher ging es ja auch mit einem MacBook Air, Grund genug, mir die neue Version einmal anzuschauen. Preislich macht das ja doch einen relativ großen Unterschied.

In meinem Fall musste sich das MacBook Air 2018 also dem Vergleich mit einem MacBook Pro 2016 (mit Touchbar) stellen. Rein optisch ist der Unterschied auch gar nicht groß. Das MacBook Air 2018 sieht aufgeklappt aus wie ein MacBook Pro. Lediglich von der Seitenansicht erkennt man, dass es anders ist, behalten hat es nämlich seine Keilform.

Super kompakt und noch ein Stück leichter ist das MacBook Air 2018 im Vergleich. Kommt aber eben auch ohne Touchbar, irgendwie muss man sich ja vom MacBook Pro abgrenzen. Die Abgrenzung ist aber auch bei der Leistung zu erkennen, ebenso wie beim Display.

Oder beim verwendeten Aluminium für das Gehäuse. Apple versucht die Umwelt mit den nicht gerade umweltfreundlichen Produkten trotzdem so gut wie möglich zu schützen. Seit vielen Jahren wird das praktiziert, eine Art Durchbruch ist aber mit dem MacBook Air (und dem neuen Mac Mini) gelungen. Man verwendet nun nämlich für das Gehäuse 100 Prozent recyceltes Aluminium. Apple recycelt hier quasi die Abfälle anderer Unibody-Produktionen für das MacBook Air.

Vorher wurden diese Abfälle von sehr hochwertigem Aluminium dann außerhalb weiter verwendet, landeten beispielsweise in Fensterrahmen. Das hat mit der Reinheit zu tun, Apple hat hier so lange probiert, bis man nun eben die Abfälle in der eigenen Produktion verwenden kann, ohne dabei auf Stabilität oder Wertigkeit zu verzichten. Durchaus spannend und gewiss ein Thema, mit dem man sich viel zu wenig auseinandersetzt.

Aber zurück zum Display, das Retina Display des MacBook Air ist toll – schmaler Rahmen, hohe Auflösung und gute Farbdarstellung. Dennoch ist es eben nicht ganz so gut wie das des MacBook Pro, einen Unterschied gibt es auch in Sachen Helligkeit. Stört das? Mich nicht. Das Display ist nicht nur ausreichend gut, sondern es ist sehr gut. Ich muss das hier handhaben wie schon beim iPhone XR vs. iPhone XS. Im direkten Vergleich sieht man einen Unterschied, ohne jenen hat man eines der besten Notebook-Displays vor sich stehen. Da schaut man gerne drauf, egal ob zum Arbeiten oder bei der Betrachtung von Unterhaltungsinhalten.

Ohne direkten Vergleich sieht man allerdings den Unterschied zum „alten“ MacBook Air. Bei gleicher Displaygröße gibt es statt 1440 x 900 Pixel eben 2560 x 1600 Pixel und den vollen Standard-Farbraum (sRGB). Die Helligkeit ist hingegen bei beiden Modellen 300 Nits (MacBook Pro 500 Nits).

Nach einigen Wochen arbeiten mit dem Display kann ich hier nichts negativ feststellen. Sieht super aus, egal ob man Texte liest oder einen Film schaut. Apropos Film schauen, hier schwenke ich direkt zum Sound, denn der hat eine Erwähnung verdient.

Apple erzählte schon während der Keynote, dass der Sound beim neuen MacBook Air toll sei. Wunderte mich, dass man da so viel Wert drauf gelegt hat – bis ich den Sound dann gehört habe. Das MacBook Air eignet sich nicht dafür, einen Raum zu beschallen, da ist dann doch zu wenig Kraft vorhanden.

Aber in einer typischen Nutzungssituation, also dass der eigentliche Hörer eben direkt vorm MacBook Air sitzt, ist das in der Tat beeindruckend. Nicht nur in Sachen Klangumfang, sondern vor allem bei der Stereo-Wiedergabe. Da hat man dann am Laptop die gleichen Soundeffekte, für die man bisher Kopfhörer brauchte. Auch bei Telefonie oder FaceTime-Gesprächen machen die Speaker einen sehr guten Eindruck. Ich war überrascht, positiv natürlich.

Das funktioniert nicht nur bei Musik, sondern auch bei Filmen, das ist schon sehr cool, vor allem wenn man eben keine zusätzlichen Boxen angeschlossen hat. Sollte man sich mal angehört haben, falls man die Gelegenheit hat.

In Sachen Leistung kann Apple mit dem neuen MacBook Air eine ganze Schippe drauflegen. Das zeigen schon die verbauten Prozessoren. Erhält man im weiterhin erhältlichen MacBook Air ohne Retina Display einen Dual-Core Intel-Prozessor der 5. Generation, gibt es im neuen Modell einen der 8. Generation.

Bei der Grafikeinheit gibt es ebenfalls einen größeren Unterschied, Intel HD Graphics 6000 im alten, stehen Intel UHD Graphics 617 im neuen Modell gegenüber. Ich merke bei der Leistung schon, dass ein MacBook Pro da besser ausgestattet ist, habe aber zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass mich das MacBook Air bremsen würde. Einen Vergleich der beiden aktuell erhältlichen MacBook Air Varianten gibt es auch direkt bei Apple.

Hier kommt es natürlich sehr darauf an, was man mit dem Gerät anstellen möchte. Es ist zwar zum Beispiel durchaus auch für Videobearbeitung optimiert, allerdings fährt man bei solchen Aufgaben mit den Pro-Modellen generell besser. Videos bearbeite ich in den seltensten Fällen, sodass mir hier auch keine Leistung fehlt.

Meine tägliche Nutzung beschränkt sich auf relativ wenige Programme. Safari, ein weiterer Browser (meist Chrome), Affinity Photo, Reeder, Telegram, Writed, Mac App Store und iTunes sind so die Standards, die bei mir quasi immer geöffnet sind, sobald das Gerät eingeschaltet ist. Zwischen ihnen kann ich flott hin und her hampeln, ohne mehr Leistung zu benötigen.

Hier noch die Ergebnisse von Geekbench 4, solltet Ihr Freunde solcher Zahlen sein. Ich verlasse mich da bei meiner Einschätzung eher auf das, was ich erlebe, nicht auf das, was ich theoretisch erleben könnte.

Ein mobiler Begleiter ist in der Regel nur so gut, wie sein Akku. Das beste Gerät bringt wenig, wenn es abseits einer Steckdose nicht zuverlässig verwendet werden kann. Der Akku ist im Vergleich zum Nicht-Retina-Modell – wie das Gehäuse – geschrumpft. Statt 54 Wh gibt es jetzt nur noch 50,6 Wh.

Apple nennt Laufzeiten, auf die man sich in der Regel verlassen kann. 12 Stunden Surfen im WLAN sollen drin sein, alternativ 13 Stunden Film schauen via iTunes. Wer das MacBook Air genau dafür nutzt und nichts anderes macht: Ja, dann ist das durchaus möglich. Aber das ist halt auch keine allzu lebensnahe Anwendung.

Man kann den Akku sehr schnell entleeren, das geht auch mit dem Browser. Bestes Beispiel ist hier Google Analytics mit der Live-Ansicht. Man kann zuschauen, wie sich der Akku entleert. Lässt man solche Sonderfälle aber weg, komme ich bei meiner täglichen Arbeit auf rund 8 Stunden Nutzung. Ohne irgendwelches Energiespargedöns oder sonst etwas.

Das ist in etwa auch das, was ich mit meinem MacBook Pro erreiche, ich könnte gefühlt in der Nutzung nicht sagen, welches da länger durchhält. Für mich heißt das aber, dass ich das MacBook Air eben auch draußen nutzen kann, ich kann mich auf die Laufzeit verlassen und muss mir nicht einteilen, wann ich das Gerät nun nutze oder besser doch nicht.

Das Aufladen des Akkus mit dem sehr kleinen 30 Watt-Netzteil dauert logischerweise etwas länger, dafür ist es echt winzig und nimmt unterwegs kaum Platz weg. Der Wegfall des MagSafe-Anschlusses ist bedauerlich, sorgt aber auch dafür, dass man das MacBook Air nun einfach mit einem USB-C-Kabel laden kann. Die finden ja immer mehr Verbreitung.

Zwei von diesen Thunderbolt 3-Anschlüssen gibt es im neuen MacBook Air. Sonst nur noch eine 3,5mm Klinkenbuchse. Kein Kartenleser, kein USB 2.0. Kann man kritisieren, allerdings muss man auch sehen, dass solche Anschlüsse immer weniger genutzt werden. Der Pro hat eventuell eine Reihe an Adaptern oder entsprechende USB-C-Peripherie.

Nutzer, die immer mehr auf Cloud setzen, die müssen heute nicht mehr viel an einen Laptop anschließen. Ja, der Fotograf würde sich über einen Kartenleser freuen, der Journalist vielleicht über einen USB-A-Anschluss, um Speichersticks anschließen zu können. Aber das ist eben nicht die Masse, die dafür ein größeres Gerät hinnehmen würde. The future is now, old man.

Die Cloudgeschichte ist auch die, die die relativ kleinen Speicher gar nicht so schlimm erscheinen lässt. Habe ich bei meinem MacBook Pro noch auf 512 GB Speicher gesetzt, sind es beim MacBook Air jetzt 256 GB (128 GB in der Standard-Ausführung). Vermutlich hätten mir auch 128 GB ausgereicht, ganz so mutig bin ich dann aber doch noch nicht.

Man sollte vorm Kauf natürlich gut abwägen, was man an Speicher benötigt, ein Upgrade im Nachhinein ist nicht möglich. Auch beim RAM sollte man die Entscheidung vorm Kauf treffen. 8 GB oder 16 GB stehen zur Verfügung. Mein Modell hat 8 GB, wie Ihr weiter oben lesen konntet, reicht das für meine Aufgaben völlig aus.

Bleiben noch Tastatur und Trackpad übrig. Viel wurde über die Butterfly-Tastatur gespottet. Zu hart, zu laut, zu wenig Hub. Von einem MacBook Pro 2016 (erstes MacBook Pro mit dieser Tastatur) kommend, ist die des neuen MacBook Air ein wahrer Segen. Locker nur halb so laut und es tippt sich auch weicher, durchaus angenehmer.

Für Nutzer eines älteren MacBook Air wird es dennoch eine Umstellung sein. Die Tastatur ist präzise und bietet für mich ein sehr gutes Ansprechverhalten, hier hat Apple wirklich einiges nachgearbeitet. Ich mag die Butterfly-Tastaturen, verstehe aber auch jeden, der sagt, dass ihm da was fehlt. Sie ist extrem flach, aber daran gewöhnt man sich eigentlich sehr schnell.

Das Multitouch-Trackpad ist beim neuen MacBook Air das größte der bisherigen MacBook Air. Es handelt sich dabei um ein Force Touch Trackpad, das Drücken wird also über haptisches Feedback durch die Taptic Engine simuliert. Funktioniert super, nicht anders als beim MacBook Pro, auch wenn das Trackpad ein bisschen kleiner ist.

Generell ist das Trackpad wieder einfach nur super. So kann man einen Laptop auch tatsächlich einmal nutzen, ohne eine zusätzliche Maus anschließen zu müssen. Konfiguriert man es sich dann noch für sich passend, kann man flinke Finger über das Trackpad wandern lassen und es funktioniert einfach. Das ist nun nicht neu bei diesem Modell, aber immer noch gültig.

Kleine persönliche Anekdote: Ich hatte mich damals ja für das MacBook Pro mit TouchBar entschieden und finde die TouchBar auch gut. Was mir allerdings nicht bewusst war – ich benutze sie öfter als ich denke. Ich habe mich nach dem Wechsel zum Air mehrmals ertappt, wie mein Finger über der nicht vorhandenen TouchBar hoverte, um eine Aktion auszulösen. Fehlt sie mir? Ja, ein bisschen. Aber sie ist nun auch nicht ausschlaggebend dafür, ob ich das Gerät dauerhaft nutze.

Da ist der Fingerabdruckscanner schon ausschlaggebender. Diesen gibt es nun nicht mehr nur in den Pro-Modellen, sondern auch im MacBook Air. Finde ich super. Aktuell kann man ihn zwar nur für das Entsperren des MacBook und für die Freigabe diverser Systemeinstellungen verwenden. Bald wird ja aber Apple Pay kommen, dann wird man auch einfach eine Zahlung per Fingerabdruck freigeben.

Das ist sehr praktisch, wenn man das System denn einsetzen möchte. Für mich ist der Fingerabdruckscanner aber auch so ein Mehrwert, das Entsperren geht so super flott und auch sehr zuverlässig. Etwas, das ich nicht mehr missen möchte.

Was mir sonst noch aufgefallen ist. Der Lüfter. Allerdings nicht, weil er mich permanent genervt hätte. Ich hatte da tatsächlich Angst, denn direkt nach der Einrichtung hörte man ihn einmal blasen. So etwas dauerhaft und es würde mich sicher stören. Allerdings war dies auch das einzige Mal, dass ich ihn gehört habe. Danach war Ruhe. Das MacBook Air ist dennoch stets angenehm kühl, wobei dies natürlich auch wieder sehr von der Verwendung abhängt. Fordert man maximale Leistung ab, wird sich auch der Lüfter zucken, um die Hitze abzutransportieren.

Viel mehr habe ich zum MacBook Air 2018 auch gar nicht zu erzählen, um zu einem Fazit zu kommen. Apple hat für mich mit diesem Modell das gemacht, was ich mir schon vor ein paar Jahren gewünscht habe. Das Display ist super, die Abmessungen noch kompakter als beim eh schon kompakten älteren Air. Mit 1,25 kg ist das neue MacBook Air auch noch einmal 100 Gramm leichter, also wirklich sehr portabel. genau das, was viele Menschen heute von einem Laptop erwarten.

Zusammen mit der guten Akkulaufzeit ist das schon ein tolles Arbeitsgerät, das aber sicher kein MacBook Pro ersetzt, wenn man auf die Pro-Funktionen setzt. Für alles mit Video würde ich weiterhin ein MacBook Pro empfehlen. Aber es ist nicht so, dass man sich hier ein schwaches Gerät holt, es sollte für einen Großteil aller Aufgaben gewappnet sein.

Warum man das 13 Zoll MacBook Air auch noch in der alten Version anbietet, erschließt sich mir aktuell nicht so wirklich. Ja, es macht einen Unterschied, ob man 1099 Euro für den Einstieg zahlt oder wie für das neue Modell 1349 Euro. Aber der Aufpreis wird durch all die Neuerungen locker wett gemacht. Apple Hardware ist nicht billig, aber sehr oft ihren Preis wert. So sehe ich das auch im Fall des neuen MacBook Air.

Außerdem habe ich durch den Test nun herausgefunden, dass ich für mich künftig wieder auf die Air-Reihe gehen kann. Kein Aufpreis mehr zum MacBook Pro nötig, das ist natürlich toll. Die Neuerungen waren vielleicht überfällig, aber immerhin sind sie nun da. Manchmal lohnt sich warten dann eben doch.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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27 Kommentare

  1. Also ich muss sagen, es sieht schick aus, aber der Preis… Mein MacBook Pro Late 2017 war günstiger und leistungsfähiger und die 2 Stunden Akku Unterschied machen den Bock für mich nicht fett. Aber ähnlich wie Du reize ich die Leistung bei weiten nicht aus.

    • Dein Macbook Pro hatte sicherlich keinen günstigeren UVP, sondern der bezahlte Betrag war niedriger. Aber da es schon jetzt für dieses neue Air auch schon zahlreiche Angebote gab (netto unter 1000€), ist es so oder so nicht teurer.

  2. Hallo super geschrieben aber mich würde auch mal interessieren ein Vergleich von einem MacBook Air und einem iPad Pro. So wie ich es gelesen und verstanden haben würde dir ein iPad Pro 12“ mit Tastatur doch reichen oder?

  3. Das Macbook Air ist wirklich ein schönes Gerät, ich persönlich bin mittlerweile aber mit meinem Surface Pro zufriedener.

  4. Beim TechnikFaultier ist das MBA durchgefallen. Die dortige Begründung finde ich viel Begründeter.

    Ich werde mir das neue iPad Pro anschauen. Und versuchen es als Ersatz Unterwegs zu verwenden.

    • Ich hab mich durch sein Video gequält. Er bemängelt das Display und den Lüfter. Beides wird in diesem Review nicht bemängelt. Ist Ansichtssache, nichts weiter.

      Du würdest primär zwischen macOS und iOS wählen. Das wäre der eigentliche Unterschied der mehr wiegt als willkürliche Urteile über Gerätedetails.

    • Wolfenheimer says:

      Irgendwie verstehe ich es nicht, welche Lücke das Air zwischen den aktuellen Macbooks und Pros schließen soll. Früher war das Air ein idealer Einstieg in die Apple-Welt weil es für viele Anwendungen gut ausgereicht hat und es recht günstig zu haben war. Heute ist es nicht mehr günstig und eigentlich auch nicht mehr das Einstiegsmodell. Wenn ich mich für das Air oder das kleinste MBP entscheiden müsste, würde ich 100%ig das Pro nehmen.
      Ich verstehe auch nicht, warum Apple bei Geräten, die man meistens in der Hand hat, Touch-ID abschafft und bei Geräten, die man meistens anschaut Touch-ID einbaut. Ich habe auch letztes Jahr mein 2013er Air durch ein Surface Pro ersetzt und das Entsperren durch Gesichtserkennung ist einfach perfekt bei einem Notebook.

      • FaceID braucht Platz, was im Air evtl etwas schwierig ist, und kostet wohl auch noch mehr als TouchID.

        Am iPhone wäre nur noch TouchID im Display akzeptabel und Apple hat sich nun mal dagegen entschieden. Wenn man Huawei anguckt, dann ist das auch noch nicht so ganz zufriedenstellend gelöst.

    • Das Video vom Technikfaultier habe ich auch gesehen, seine Begründung finde ich sehr nachvollziehbar und schlüssig.

      Es ist nicht das auf dass alle gewartet haben und schon garnicht zu dem Preis und es kommt 3-5 Jahre zu spät. Es ist kein Einstiegsgerät, keine Rechenmaschine und auch nicht mehr „günstig“.

      Ich habe mir im letzten Jahr das MacBook Air 2017 in der Standartausführung gegönnt, für mich reicht das in allen Belangen, das Display nervt hier in da, dennoch würde ich eher zum alten greifen, man bekommt es mittlerweile für unter 900€.

      Was mich beim neuen auch stören würde ist der Lüfter, anscheinend ist der unter Volllast sehr nervig. Das Technikfaultier hat auch dazu geraten, wenn man das Neue kaufen will, das dann in der Standardausführung zu kaufen und keine Upgrades dazu zu nehmen, wenn man doch mehr braucht, dann lieber zu einem Pro zu greifen, weil man da dann Preislich fast hinkommt.

  5. „Die Masse nutzt keine USB-A Sticks ….“ außerhalb der Apple Technikblase wird das zu 99% nicht zutreffen, USB-A ist noch immer der absolute Goldstandard.

    „Aber das ist eben nicht die Masse, die dafür ein größeres Gerät hinnehmen würde.“ seit wann werden die Geräte größer durch USB-A, HDMI etc, jeder Hersteller neben Apple schafft das (LG Gram z.B. – noch schmaler aber hat „alles“).
    Wenn man die Adapter dazurechnet um eine normale IO zu haben (die man außerhalb vom Applestore antrifft) ist ein Air mit Abstand das globigste Laptop auf dem Markt in der Preisklasse.

    Es ist natürlich nicht so nötig bei einem Air wie bei einem Pro aber dennoch völlig unverständlich. Aus Apple Sicht natürlich völlig verständlich, macht man doch ein grandioses Geschäft mit Adapter Rucksäcken.

    • USB-Sticks? Das Jahr 2005 ist zurück und will sein Argument wieder haben.

      Definiere „normale I/O“. Aus den Anschlüssen kommt alles raus was man sich vorstellen kann, USB, Thunderbolt, Alt-Modes wie DisplayPort und HDMI, usw. Davon konnte man vor ein paar jahren noch träumen. Das waren die Zeit wo noch zig Adapter nötig waren. Für zig Displaystecker zB. Heute reicht das richtige Kabel. Willkommen in fast 2019.

      • mblaster4711 says:

        Ja USB-Sticks und obendrein noch USB-Festplatten (mit A-Stecker), wird auch in 2025 noch massig genutzt werden.

        Die Cloud ist ja ganz nett, wenn ich aber langsames oder kein Internet zur Verfügung habe, kann mir die Cloud geklaut bleiben.

        Ich habe mehrere Notebooks, darunter auch das „alte“ Air und ein 15″ Pro. Ausser dem Pro haben alle mindestens einen USB A. Und die Windows Ultrabooks haben auch alle HDMI.

        Es ist schon richtig, dass es für alles das passende Kabel gibt und dass man dann auch keine Adapter benötigt. Aber im richtigen Leben ist dort wo man mit seinem MacBook hinkommt eben nicht dass richtige Kabel vor Ort. Egal welcher Besprechungsraum auf der Welt, ist dort zu 90% heute immer noch ein VGA Kabel für den Beamer und bei 50% auch HDMI, bei 5% steckt ein M$ Wireless Display Adapter am Beamer. Aber ein USB-C Kabel für den Beamer oder ein Apple-TV findet man bisweilen wohl nur in den Besprechungsräumen in Cupertino.

        Und wenn alle das genannte nicht vorhanden ist, zückt man seinen USB-A Stick aus der Hosentasche, auf dem sich die Präsentation o.Ä. befindet, natürlich FAT32, extFAT oder NTFS mit Powerpoint, Excel, Word und Videos im WMV-Format darauf.

        • Apple will immer mehr Leute in die Cloud drücken um hier auch schön nochmal bei den Abos zu verdienen. Ich bin jemand der lieber lokal speichert. Wie oft ging in letzter Zeit die Cloud nicht? Ich möchte nicht ständig irgendwelche Abokosten bezahlen. Ein weiteres Indiz das Apple mehr Cloud möchte sind die geradezu unverschämten Speicherpreise.

        • So isses, Dankeschön!!
          Nach dem „Der Pro hat eventuell eine Reihe an Adaptern oder entsprechende USB-C-Peripherie. … Ja, der Fotograf würde sich über einen Kartenleser freuen, der Journalist vielleicht über einen USB-A-Anschluss, um Speichersticks anschließen zu können. Aber das ist eben nicht die Masse, die dafür ein größeres Gerät hinnehmen würde. The future is now, old man.“ – Bullshit, habe ich aufgehört zu lesen! Was für einen Schwachsinn! Gerade für den professionellen Einsatz braucht man ein Gerät mit möglichst viele verschiedene Anschlüsse, ein Haufen Adapter ist da keine Option! Habe mir noch schnell ein 2017er MBA geholt, günstig und sehr gut! Einzig ein TB auf HDMI und USB auf LAN Adapter muss ich dennoch mit schleppen. Dafür kann ich sogar ein Präsenter und USB-Sticks gleichzeitig anschließen, wie geil ist das den?!!
          Und ob Apple und der Autor es wollen oder nicht, 2018/2019 sind VGA/HDMI, USB-A, RJ45, immer noch Standard!

        • Nein, Festplatten haben keinen A-Stecker. Die meisten dürften Micro-B haben, der beschissenste USB-Stecker überhaupt. Darüber hinaus dürfte Typ-B und Micro-B stark verbreitet sein.
          Ich denke mal du meinst das Kabel. Viele haben Typ-A an einem Ende und Micro-B am anderen Ende. Das kann man auch durch ein Kabel mit Typ-C an einem Ende ersetzen.

          Ja, weil schlecht ausgestattete Besprechungsräume das „richtige Leben“ sind. Nicht war? Für die steinalte VGA-Hardware braucht man sowieso einen Adapter. Und wenn HDMI dran ist dann reicht ein Typ-C auf HDMI Kabel.

    • Ich bin voll und ganz deiner Meinung, auch bei mir wird USB-A noch lange Standart bleiben, ich habe bisher nur ein USB-C Gerät. In meiner Firma ist USB-C noch überhaupt kein Thema. Vielleicht wird irgendwann sogar was neues kommen? USB 3.0 hat gefühlt auch ewig gedauert bis es in den Geräten verfügbar war. Was vermutlich für eine eher nicht so schnelle Verbreitung sorgen wird ist der Preis der USB-C Geräten im Vergleich zu USB-A Geräten.

      Meine Kaufentscheidung für das MacBook Air 2017 ist unter anderm wegen USB-A auf dieses MacBook gefallen.

  6. Habe es auch da, heftig ist die cam die verbaut wurde, heute noch mal im Media Markt getestet das ältere air hat eine bessere Kamera, keine Ahnung was Apple sich dabei gedacht hat

  7. Die UHD 617 ist übrigens ca. 5% langsamer als eine HD 6000.

    Und nur so nebenbei. Das alte Air kostet im Handel um die 800 Euro und keine 1099. Das ist dann schon ein Unterschied.

    Bis auf das Display hat das Neue für mich keinen Mehrwert.

  8. Wolfenheimer says:

    Irgendwie verstehe ich es nicht, welche Lücke das Air zwischen den aktuellen Macbooks und Pros schließen soll. Früher war das Air ein idealer Einstieg in die Apple-Welt weil es für viele Anwendungen gut ausgereicht hat und es recht günstig zu haben war. Heute ist es nicht mehr günstig und eigentlich auch nicht mehr das Einstiegsmodell. Wenn ich mich für das Air oder das kleinste MBP entscheiden müsste, würde ich 100%ig das Pro nehmen.
    Ich verstehe auch nicht, warum Apple bei Geräten, die man meistens in der Hand hat, Touch-ID abschafft und bei Geräten, die man meistens anschaut Touch-ID einbaut. Ich habe auch letztes Jahr mein 2013er Air durch ein Surface Pro ersetzt und das Entsperren durch Gesichtserkennung ist einfach perfekt bei einem Notebook.

    • Du hast Recht, das Air schliesst keine Lücke zwischen dem 12″ MacBook und den Pros. Das Air sollte mal vom kleinsten Pro ersetzt werden, das wurde auch so kommuniziert. Aber scheinbar mögen die Leute den Form Faktor des Airs. Apple hat gesehen dass es bis zuletzt sehr gerne gekauft wurde und es deswegen nicht aus dem Programm genommen.
      Was passiert wenn man dem Air aktuelle Hardware verpasst? Es wird teurer. So „günstig“ wie zuletzt war es auch noch nicht sehr lange. Das erste Modell kostete mal 1800 EUR und kam mit einer traditionellen Festplatte, die gleiche 1,8″ HD wie in den iPods (!).
      Apple schafft bei Telefonen Touch ID ab weil man an der Vorderseite so viel Fläche wie möglich für den Bildschirm nutzen möchte. Windows Hello kann man mit einem Foto austricksen. Bei Face ID geht das auch, aber man benötigt man eine aufwändig hergestellte Maske.

      • Wolfenheimer says:

        Ich hab nochmal nachgeschaut, ich habe meines im August 2013 bei Amazon (neu und direkt, kein MP) für 999 EUR gekauft. Finde das eigentlich ganz günstig für das, was man damals sonst so bekommen hätte. Daher könnte es vielleicht sein, dass sich Apple da verschätzt und es nicht (nur) der Formfaktor ist, der die Leute zum Air greifen ließ sondern das Preis-/Leistungsverhältnis. Aber kann man natürlich nur spekulieren. 🙂

  9. Hab mir lieber nen Pro von 2018 geholt. Single Core Leistung ist ja fast identisch, aber Multi Core kann das Pro um einiges mehr. Bei 8 Jahren Nutzungsdauer wird sich das hoffentlich bezahlt machen.

  10. Im Vergleich zu diversen anderen Testern (die Apple auch ziemlich wohlwollend gesonnen sind) kommt das Air hier sehr gut weg. Ansonsten ist die Meinung ja: „Yoa, eher medium“. Ich würde es bei dem erheblich dunkleren Display und der deutlich geringeren Leistung niemals einem kleinen Pro vorziehen. Das ist komplett am falschen Ende gespart.

  11. Eigentlich hätte ich auch gerne ein Laptop von Apple. Wenn ich aber die Preisgestaltung sehe fühle ich mich als Kunde doch verarscht.
    Von 128ssd auf 256ssd. ein Aufpreis von 200€….. das ist lächerlich, ja schon extrem frech.
    Selbiges beim Speicher. Nein danke….

  12. Also ich fand den Bericht äußerst interessant. Ich überlege schon lange, auf ein MacBook zu wechseln. Aktuell schwanke ich zwischen MacBook Pro 13″ von 2017 oder 2018 und dem neuen MacBook Air. Mein Nutzungsverhalten deckt sich weitestgehend mit dem hier beschriebenen, vor allem wegen der Nutzung von Affinity Photo für gelegentliche Foto-Bearbeitung. Videoschnitt ist kein Thema, kommt zu selten vor. Der Rest ist harmlos.

    Auf meinem Windows-10-Laptop habe ich aktuell 16 GByte RAM und, wenn ich Affinity offen habe, liegt die RAM-Nutzung bei ca. 10 GByte. Würde ein Air mit 8 GByte nun wirklich reichen, oder sollte auch hier mit einer stärkeren CPU und auch mehr RAM gerechnet werden? An Fotos bearbeite ich keine Massen, sondern Hobby-Fotografie halt.

    Vom Konzept her finde ich das neue Air eigentlich sehr interessant. Auch wegen der guten Mobilität. Das ich mir mit einem Dock helfen muss, das habe ich akzeptiert. Brauche es aber auch nicht jeden Tag.

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