Lenovo präsentiert neue Yoga Tablets mit 18 Stunden Akkulaufzeit

Der chinesische Hersteller Lenovo hat auf seinem Europa-Event in Mailand seine neuen Geräte vorgestellt. Unter der „Betterway“ – Kampagne hatte man im Vorfeld einige Andeutungen in wenigen Sekunden kurzen Clips gegeben, die erste Hinweise gaben,  welche neuen Funktionen uns in der neuen Tablet-Reihe erwarten.

Lenovo Yoga Tablet 8_Hero_01

Heute gab es dann die Auflösung und wir konnten die neuen Tablets bereits ausprobieren und einen ersten Eindruck von Lenovos neuer Tablet-Serie gewinnen. Das Yoga-Tablet kommt in unterschiedlichen Ausführungen auf den Markt. Einmal die 8 Zoll-Variante und einmal im 10 Zoll-Formfaktor.

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Technisch sind die Geräte ansonsten baugleich. Beide Modelle bekommen eine Displayauflösung von 1280 x 800 Pixel, eine 5 Megapixel-Rückkamera, 1,6 Megapixel-Frontkamera, 16 /32 GB interner Speicher (über microSD erweiterbar mit bis zu 64 GB). Angetrieben werden beide Tablets über einen 1, 2 GHz Quadcore-Prozessor von Mediatek mit 1 GB RAM und als Betriebssystem läuft Android 4.2.2 Jelly Bean. Das Gewicht beträgt 401 Gramm bei der 8 Zoll-Variante, während das 10 Zoll große Gerät 605 Gramm wiegt.

Lenovo Yoga Tablet 10_Standard_01

Beide Versionen können auch mit einem optionalen 3G-Modul erworben werden, welches für alle Interessierten wichtig sein wird, die das Tablet auch unterwegs nutzen wollen. Besonders sticht der verbaute Akku hervor, den Lenovo in dem besonderen Griff (dazu später mehr) verbaut hat. Dieser soll eine Akkulaufzeit von bis zu 18 Stunden (8 Zoll: 16 Stunden)bieten, was ich natürlich in der Kürze der Zeit nicht messen konnte. Gerade Akulaufzeit ist bei den neuen Geräten für mich ein wichtiges Kaufkriterium und die Aussage klingt in jedem Fall vielversprechend. Durch die hohe Akkulaufzeit spendiert Lenovo dem microUSB-Ausgang sogar Power Out, wodurch ihr eure anderen Geräte nebenbei aufladen könnt und das Yoga Tablet zu einer mobilen Ladestation wird.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal für das Tablet will Lenovo durch die verschiedenen Positionen ermöglichen, mit der das Tablet gehalten, bzw. aufgestellt werden kann. Dahinter verbirgt sich auch hauptsächlich das Geheimnis der Betterway-Kampagne.

Das Yoga Tablet ermöglicht es in drei unterschiedlichen Anwendungsmodi zu halten, bzw. aufzustellen (man orientiert sich hier natürlich stark an der Yoga Notebook-Reihe, mit einem ähnlichen Konzept).

– Stand-Mode
– Hold-Mode
– Tilt-Mode

Der Hold-Mode dient, wie der Name schon erahnen lässt, vor allem dazu das Tablet in einer Hand zu halten, um damit Bücher zu lesen oder sich Fotos in der Galerie anzuschauen. Für größere Tablets benötigt man dafür im Normalfall häufig zwei Hände, das Yoga Tablet kommt hingegen mit einem zylinderförmigem Griff, in dem sich auch der Schwerpunkt des Geräts befindet.

Lenovo Yoga Tablet 10_Standard_02

Der Stand-Mode ist für alle Szenarien, die sich für Filme ansehen, Musik hören (mit Dolby Digital Plus DS1 Stereo-Lautsprechern) oder Video Chats eignen und wo ihr das Tablet einfach nur aufstellen wollt. Dafür dreht man den eben erwähnten Griff einfach um 90°, sodass der Standfuß ausgeklappt wird. Glücklicherweise hat Lenovo nicht, wie Microsoft mit der ersten Generation des Surface-Tablets, nur einen Neigungswinkel verbaut, sondern man kann stufenlos die Position von 110° – 135° stufenlos verstellen, was mir tatsächlich in den vielen Tablets heutzutage ohne zusätzliches Zubehör fehlt.

Schlussendlich lässt sich das Yoga Tablet auch noch im sogenannten Tilt-Mode bedienen. Dieser ist besonders zum Schreiben, im Internet surfen oder Spielen vorgesehen, da man hierfür das Tablet flach auf den Tisch legt und durch den Griff verschiedene Stufen nutzen kann um den optimalen Betrachtungswinkel auf das Display einzustellen. Softwareseitig hat uns Lenovo ebenfalls kleinere Anpassungen für die verschiedenen Anwendungsmodi mitgegeben, wo automatisch erkannt wird, welche Apps ihr gerne in welchem Modus benutzt.

Interessant sind natürlich noch der ausgegebene Preis und die Verfügbarkeit. Beide Modelle sind ab sofort erhältlich. Preislich muss man sich natürlich an der Konkurrenz orientieren, wo Google mit dem Nexus 7 in der Regel den Ton angibt. Daher sind die Preise auch relativ ähnlich.

Für das Yoga Tablet 8 in der WiFi-Variante setzt Lenovo den Preis auf 229€ fest, in der 3G-Ausstattung liegt man bei 279€.

Das größere Yoga Tablet 10 beginnt bei 299€ und steigt auf 349€, wenn ihr es mit 3G-Modul haben wollt. Zusätzlich gibt es für das 10 Zoll Gerät noch eine zusätzlich erwerbbare Bluetooth-Tastatur, die auch gleichzeitig als Schutzhülle für das Gerät dient.

Lenovo Yoga Tablet_Stilllife_01

Mein erster Eindruck
Die Verarbeitungsqualität nach dem ersten Anfassen war sehr gut, da Lenovo nicht auf Plastik setzt, sondern dem Tablet eine Aluminiumverkleidung spendiert hat. Die verschiedenen Anwendungsmodi klingen durchdacht und könnten im Alltag durchaus Erleichterungen bringen, dies kann aber nur ein längerer Test wirklich zeigen, mir gefallen aber beim ersten Ausprobieren alle drei Positionen.

Fast noch wichtiger finde ich die sehr gute Akkulaufzeit, denn ein Tablet welches ich mit mir umhertrage, will ich mit ruhigem Gewissen locker über den Tag bringen. Kritikpunkt bzw. wohl die größte Schwäche dürfte die HD-Auflösung sein, die zumindest bei 10 Zoll nicht mehr unbedingt zeitgemäß sind, aber irgendwo musste Lenovo auch auf einen marktfähigen Preis kommen.

Erstes kurzes Zwischenfazit von meiner Seite aus kann man folgendermaßen zusammenfassen: Wenn es nicht unbedingt das Nexus 7 sein muss, bekommt man mit den Yoga Tablets gut ausgestattete Geräte zu einem guten Preis, die sich vor allem bei der Handhabung und der Akkulaufzeit hervorheben können.

Sofern man mit einer Displayauflösung von 1280 x 800 Pixeln und einer etwas technisch schlechteren Ausstattung im Vergleich zum Nexus 7 leben kann, darf man die beiden Geräte durchaus in die Kaufentscheidung mit einbeziehen.

Die allgemeine Performance dürfte für den normalen Konsumenten ausreichend sein, sofern man es mehr als tägliches Gerät (Medien konsumieren, surfen, Musik hören, schreiben mit der Bluetooth-Tastatur) nutzt und weniger  die leistungs- und grafikstärksten Anwendungen nutzen möchte.

Ich habe das 10 Zoll-Gerät jetzt die nächsten Wochen im Test. Sofern ihr Fragen oder besondere Wünsche an den Test habt, dann immer her damit. (Ein erstes Video der 8 Zoll-Variante geht später noch online)

Disclaimer: Lenovo hat die Reise-/Übernachtungskosten bezahlt, sowie das Testgerät zur Verfügung gestellt.

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12 Kommentare

  1. Jep, die Displays sind eine Schwäche. Und ob ich einen Mediatek Prozessor in über 200€ Produkten einsetzten würde…

    Ich hätte mich noch über Pro Varianten mit Windows 8.1, FullHD IPS Panel und Bay Trail Prozessor gefreut (die entsprechend mehr kosten dürften, klar).

  2. Gut finde ich, dass die Hersteller jetzt vermehrt 8 Zoll Tablets auf den Markt bringen, in meinen Augen ein echter Mehrwert zwischem Handlichkeit und Bildschirmfläche. Schade, dass als Auflösung aber nicht standardmäßig FullHD gewählt wird.
    Dafür stimmt aber der Preis!

  3. Auf der Leistungs-Seite stimmt so vieles nicht.
    Display, Prozessor, RAM. Technisch ist das Gerät auf einem Stand von vor 1-1,5 Jahren.

    Und um „über den Tag“ zu kommen, braucht man auch kein Gerät mit 18h Laufzeit. Es sei denn, man vernachlässigt Körperpflege, Nahrungsaufnahme und Erwerbstätigkeit. Ich komme mit nem Nexus 7 (10h Herstellerangabe) über ne ganze Woche.

    @m
    Wozu Baytrail? Auch wenn Intel es noch nicht gemerkt hat, x86 hat sich überlebt und wird im Mobile-Sektor keinen Fuß mehr auf den Boden bekommen.
    Eigentlich war ARM schon Ende der 80er jedem x86er überlegen. Leider seiner Zeit (wie so oft bei neuen Technologien) um Jahrzehnte voraus. Effizienz war damals halt noch kein interessantes Thema. Intel hat sein eigenes ARM-Projekt (StrongARM) leider auch komplett versaut, sonst hätten wir heute keine x86er mehr.

  4. @micha: weil die leute baytrail x86 2in1 geräte wollen. ich würde mir sofort eins holen z.b. asus t100. dann schlage ich 2fliegen mit einer klappe. tablet fürs sofa, fotos zeigen etc. und netbook (2.0) für meine frau zum briefschrieben surfen, rosmanfotobuch und diesen ganzen scheiss 😉

    also bitte mehr baytrail tablets ala asus z100 oder hp pavilion 11 x2

  5. Shut up and take my money.

    @Patrick: Sag doch mal was zu den Modifikationen am Android, die Lenovo vorgenommen hat. Außerdem wäre interessant, ob du die Performance noch als tauglich einstufst wenn ein paar leistungshungrige Apps installiert sind. Danke.

  6. Wie schaut es denn bei Lenovo mit Updates auf neuere Android-Versionen aus? Und: Funktioniert hier der Multiuser-Betrieb?

  7. Naja nett, leider ist das display ein Schwachpunkt finde ich.
    allerdings ist der Preis heiß.
    wie siehts denn bei lenovo mit updates aus?

  8. Hat das Ding einen Wacom Digitizer? Ich will will will ein vernünftiges Werkzeug für digitale Notizen im Meeting…

  9. Danke für die Eindrücke…

    Kleines „Meckern“: Verwende doch steht „Disclaimer“ lieber ein Wort wie „Offenlegung“ (verwendet bspw. Stefan Niggemeier) – „Diclaimer“ liest sich nämlich für mich eher wie „Einschränkung“, auch wenn es im juristischen Sinne als „Abschlusklausel“ übersetzt werden kann. (wie ich eben bei dict.cc gespickt habe).

    LG Markus

  10. Mich würde vor allem interessieren, wie sich das Tablet im Alltag für Normalnutzer (also Mail, Surfen, Youtube, Fotos ansehen, normale Spiele, etc.) schlägt.
    Das Konzept mit dem Standfuß und den 8 Zoll sieht auf jeden Fall gut aus. Wenn dann noch die Haptik passt, wunderbar.

  11. Hello!

    Danke für das Review.

    Mal‘ ne blöde Frage: Kann man das Teil irgendwie an einen Beamer anschließen?

    Danke & Gruß,

    Honk

  12. Hallo,
    interessanter Beitrag. Ich würde gern ein aktuelles Resümee nach nun fast einem Monat Nutzung/ Test lesen.

    Meine Fragen insbesondere (möglichst für das 10“ – 3G Modell):
    > Wird vom USB-Mini-Port der Host-Modus unterstützt?
    > Wie ist die reale Akku-Laufzeit bei „normaler“ Nutzung?
    > Wie lange dauert der Ladevorgang, wenn der Akku (fast) leer ist?
    > Etwas unklar in verschiedenen Beiträgen: werden 64 GB Micro-SD unterstützt?

    Danke!
    Dirk

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