HTC: 2018 war alles andere als ein gutes Jahr für das Unternehmen

Wie der Smartphone-Hersteller HTC selbst mitteilt, war 2018 für das Unternehmen eines der wirtschaftlich schwächsten Jahre seit langem. Die Einnahmen für das gesamte Jahr lagen demnach bei gerade einmal 770 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang von rund 62 Prozent im Vergleich zu 2017 entspricht, auch wenn der Gesamtverlust des vergangenen Jahres noch nicht vollständig bekannt ist.

Ja, das HTC U12 ist ein gutes Gerät, konnte dem Unternehmen aber auch nicht mehr den Allerwertesten retten. Die Hoffnung liegt nun wohl noch im Bereich AR/VR, wo HTC mit seiner Vive eventuell auch 2019 noch eine größere Rolle spielen kann. Wie man bei TechCrunch bezugnehmend auf die 770 Millionen Dollar für das Jahr 2018 anmerkt, erzielte das Unternehmen allein im Mai 2013 (zur Zeit des One M7, One Mini und One Max) Einnahmen von rund 940 Millionen US-Dollar – in einem Monat.

Wie es mit HTC nun am Ende weitergeht, wird sich zeigen müssen. Was auch immer das Unternehmen noch an Hardware in petto haben könnte – es muss schon ordentlich Einschlag erzeugen, damit man sich vom vergangenen Jahr noch einigermaßen erholen kann.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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18 Kommentare

  1. HTC wird leider zurecht vom Smartphone-Markt verschwinden. Auch die 1 Mrd. $ des Google Deals hat daran nichts geändert sondern zögert das Ganze nur hinaus

    • Das sehe ich exakt genauso. HTC hat verdammt viele Fehler gemacht, und in wichtigen Bereichen (z.B. dem Support sowohl bei der Hardware als auch der Software) selbst knapp 10 Jahre nach der Markteinführung des ersten HTC Desire immer noch nicht aus ihren Fehlern gelernt, und wiederholt sie immer und immer wieder.

      HTC wird in absehbarer Zeit (mindestens) vom Smartphone Markt verschwinden, und das absolut verdient.

    • Das sehe ich exakt genauso. HTC hat verdammt viele Fehler gemacht, und in wichtigen Bereichen (z.B. dem Support sowohl bei der Hardware als auch der Software) selbst knapp 10 Jahre nach der Markteinführung des ersten HTC Desire immer noch nicht aus ihren Fehlern gelernt, und wiederholt sie immer und immer wieder.

      HTC wird in absehbarer Zeit (mindestens) vom Smartphone Markt verschwinden, und das absolut verdient.

  2. Schade, das u12+ ist ein gutes Gerät und liegt im Preis auch nicht so hoch, wie der Rest.

    • Michael Luplow says:

      Gutes Gerät ja aber der Marktpreis von derzeit 550€ hat mit der Realität wenig zu tun.

      Warum sollte ich nicht zu zig anderen Herstellern günstigerer Handys greifen?

  3. Das wird nix mehr.. wie bei LG. Gute Hardware reicht allein heute nicht, es muss auch mit den Updates klappen. Wenn ich sehe das mein U11 was ich meinem Bekannten verkauft habe immer noch Android 8 hat mit SP Juni 2018 ein Armutszeugnis.. Für ein flagschiff von 2017.

    • Das U11+ von November 2017 hat noch Sicherheitspatch-Level Dezember 2017 (!). Glücklicherweise hab ich das damals relativ schnell wieder zurückgegeben (durch andere Bugs), auch wenn das Gerät echt nice war (besonders der große Akku). Das U12+ hängt aktuell im September 2018 rum, ich hoffe HTC veröffentlicht relativ zeitnah Android Pie. Ich glaube mein nächstes Gerät wird auch kein HTC mehr. Obwohl ich bislang seit 2010 eig immer ein HTC Gerät hatte.

  4. Ich glaube generell ist der Smartphone Markt im Wandel. Die Leute nutzen die Geräte einfach länger, große Neuerungen die ein Wechsel begünstigen würden kommen nicht und die Preise sind einfach absolut versaut. Siehe auch die iPhone Verkäufe bei Apple, nicht umsonst wurden seit Wochen keine Umsatzzahlen mehr vom iPhone veröffentlicht. Der Markt ist gesättigt und wir werden sehen wer weiterhin bestehen wird. HTC wird denke ich einer der Verlierer sein.

  5. Der Hersteller hat viele Jahre die Klagen seiner Käufer überhört. Der Einbruch des Umsatzes ist die logische Folge dessen. Allein in meinem Familien- und Freundeskreis sind in 2018 mehrere langjährige HTC-Fans auf Huawei gewechselt. Auch ich gehöre dazu und für mich ist Huawei das neue HTC. Tolle Geräte, ordentliche Akkus und eine sehr gute Update-Politik.
    Schade darum, aber das ist hausgemacht, HTC!

  6. HTC Deutschland says:

    Hallo alle zusammen, das Jahr 2018 ist vielleicht nicht so verlaufen, wie wir es geplant haben. Eure Kommentare und Meinungen kann ich absolut nachvollziehen. Nicht desto trotz, finde ich die Aussage, dass HTC es „verdient hat“ an dieser Stelle unpassend. Viele Unternehmen verzeichnen am Ende eines Kalenderjahres ein Minus – das sollte aber keine Rückschlüsse für eine Zukunft geben. HTC und das gesamte Team arbeiten täglich daran eure Wünsche und euer Feedback umzusetzen. Manches geht nicht von jetzt auf gleich, deswegen ist auch manchmal Geduld gefragt. Das Jahr 2019 wird noch einige Überraschungen für euch bereithalten. Also bleibt einfach optimistisch und legt HTC nicht so schnell ad acta. 🙂

    • Schön, dass sich HTC hier zu Wort meldet. Können Sie sich vorstellen, dass man als Kunde irgendwann auch keine Lust mehr hat? Direkte Beispiele meiner Familie gefällig?

      1. HTC U Ultra, gekauft 04/2017, Akku nach einem Jahr fertig, Tausch auf Garantie, Gerät verkauft, nach 2 Monaten wieder Akkuprobleme.
      1a. Seit Update auf Oreo nicht mehr sinnvoll zu gebrauchen, hängt trotz Werksreset immer wieder
      1b. Nach Oreo gab es nie wieder Sicherheitspatches, solang ich es noch besaß.
      2. HTC U Play, gekauft 04/2018, Akku nach 6 Monaten Nutzung fertig, Austausch auf Garantie
      2a. Veraltetes Android, kein einziges Update seit Kauf
      3. HTC 10 Ende 2017 erworben, ein Jahr später Akku defekt
      3a. Updatezyklen!

      Sie bringen kaum Updates, selbst für Topmodelle. Die Akku-Kapazität wird von knapp 4000 mAh wieder deutlich reduziert (11 plus vs. 12 plus). Grundsätzlich sind die Kapazitäten knapp gehalten. Das Exodus ist sicher für die Zukunft . Aber solche Experimente muss man sich auch leisten können.

      Das sind nur 3 Beispiele. Ich selbst habe mit dem Hero gestartet und seit dem nur HTCs Topgeräte im Einsatz gehabt. Und eigentlich wollte ich das HTC 12 plus letztes Jahr erwerben, aber der wieder zu kleine Akku hat mich davon abgehalten.

      • @ MarcoF
        Ich schließe mich dir an mein U11 hab ich nach einem Jahr verkauft an ein Kumpel der ist damit zufrieden. Aber wenn ich sehe das auf Juni 2018 ist mit dem Sicherheitspatch das als Topgerät, dann weiß ich ja nicht. Das kriegt ja Huawei und Update Muffel Samsung mittlerweile besser hin.

        @HTC Deutschland Ihr meldet euch hier gern zu Wort aber Taten folgen nie!! Da wundert Ihr euch, dass die Verkaufszahlen zusammenbrechen wie ein Kartenhaus??

    • Es ist ja durchaus gut, dass ihr auch den sozialen Medien und Blogs unterwegs seid, aber den Worten und großen Ankündigungen folgen halt leider oftmals keine Taten.

      Gerne mal ein ganz konkretes Beispiel, womit ihr es geschafft habt mich dauerhaft als Kunden zu verlieren.

      Ich zählte zu den Kunden die von dem Mainboard Serienfehler beim HTC Desire betroffen waren, der sich in spontanen Reboots alle paar Stunden (oder noch öfter je nach Benutzung) zeigte.
      Statt nun das Gerät einfach direkt zu tauschen, was ich schlicht bei einem DOA Fall eines 500 Euro High-End Smartphones erwarte, und was bei ihren Mitbewerbern Standard ist, musste ich mich zum einen noch breit mit dem Support herumschlagen, und dann das Gerät auf meine Kosten zweimal (!) einschicken, da es beim ersten Mal unrepariert zurück kam was damals alles andere als ein Einzelfall war.

      Ich hatte sogar, da ich aufgrund der vielen Beschwerden über euren Support in diversen Foren, bereits im Vorfeld davon wusste, dass die Geräte mit System beim ersten einschicken auch bei einem klar beschriebenen Hardware Defekt nur mit einem nutzlosen Softwareupdate versehen werden und im Anschluss unrepariert zurückgehen, extra nochmal mehr als deutlich in der beiliegenden Fehlerbeschreibung auf den Hardware Defekt hingewiesen, und explizit darum gebeten, das Gerät bitte nicht nur mit einem nutzlosen Software Update zu versehen und unrepariert zurück zu schicken.

      Was ist passiert? Richtig, genau das. Es hatte alles nichts geholfen und ich erhielt mein krachneues defektes 500 Euro Smartphone nach einer Bearbeitungszeit von etwa zwei Wochen (was auch ein schlechter Scherz ist) wieder unrepariert zurück, und musste es nochmal einschicken. Natürlich wieder auf meine Kosten, und wieder Stand ich weitere 1-2 Wochen ohne Smartphone da.

      Bei so einem Support Verständnis und einem solchen Verständnis von Qualitätssicherung darf sich eigentlich niemand wundern, wenn es dann nachhaltig bergab geht.

      Nebenbei bemerkt hatte ich auch im weiteren Verlauf mit dem Gerät „meinen Spaß“ da sich z.B. die Kameralinse im Backcover mit der Zeit milchig-trüb färbte und damit dann keine Fotos mehr gemacht werden konnten. Übrigens auch ein bekanntes Serienproblem, die Foren waren voll mit Berichten von ebenfalls von diesem Qualitätsproblem betroffenen Nutzern.

      Das Problem ist nicht, dass mal Probleme auftreten – das kommt überall mal vor auch wenn es Dinge gibt die eigentlich nicht passieren dürften – aber wenn man dann auch noch derart dilettantisch damit umgeht vergrault man sich halt nachhaltig seine Kunden.

    • Es ist ja durchaus gut, dass ihr auch den sozialen Medien und Blogs unterwegs seid, aber den Worten und großen Ankündigungen folgen halt leider oftmals keine Taten.

      Gerne mal ein ganz konkretes Beispiel, womit ihr es geschafft habt mich dauerhaft als Kunden zu verlieren.

      Ich zählte zu den Kunden die von dem Mainboard Serienfehler beim HTC Desire betroffen waren, der sich in spontanen Reboots alle paar Stunden (oder noch öfter je nach Benutzung) zeigte.
      Statt nun das Gerät einfach direkt zu tauschen, was ich schlicht bei einem DOA Fall eines 500 Euro High-End Smartphones erwarte, und was bei ihren Mitbewerbern Standard ist, musste ich mich zum einen noch breit mit dem Support herumschlagen, und dann das Gerät auf meine Kosten zweimal (!) einschicken, da es beim ersten Mal unrepariert zurück kam was damals alles andere als ein Einzelfall war.

      Ich hatte sogar, da ich aufgrund der vielen Beschwerden über euren Support in diversen Foren, bereits im Vorfeld davon wusste, dass die Geräte mit System beim ersten einschicken auch bei einem klar beschriebenen Hardware Defekt nur mit einem nutzlosen Softwareupdate versehen werden und im Anschluss unrepariert zurückgehen, extra nochmal mehr als deutlich in der beiliegenden Fehlerbeschreibung auf den Hardware Defekt hingewiesen, und explizit darum gebeten, das Gerät bitte nicht nur mit einem nutzlosen Software Update zu versehen und unrepariert zurück zu schicken.

      Was ist passiert? Richtig, genau das. Es hatte alles nichts geholfen und ich erhielt mein krachneues defektes 500 Euro Smartphone nach einer Bearbeitungszeit von etwa zwei Wochen (was auch ein schlechter Scherz ist) wieder unrepariert zurück, und musste es nochmal einschicken. Natürlich wieder auf meine Kosten, und wieder Stand ich weitere 1-2 Wochen ohne Smartphone da.

      Bei so einem Support Verständnis und einem solchen Verständnis von Qualitätssicherung darf sich eigentlich niemand wundern, wenn es dann nachhaltig bergab geht.

      Nebenbei bemerkt hatte ich auch im weiteren Verlauf mit dem Gerät „meinen Spaß“ da sich z.B. die Kameralinse im Backcover mit der Zeit milchig-trüb färbte und damit dann keine Fotos mehr gemacht werden konnten. Übrigens auch ein bekanntes Serienproblem, die Foren waren voll mit Berichten von ebenfalls von diesem Qualitätsproblem betroffenen Nutzern.

      Das Problem ist nicht, dass mal Probleme auftreten – das kommt überall mal vor auch wenn es Dinge gibt die eigentlich nicht passieren dürften – aber wenn man dann auch noch derart dilettantisch damit umgeht vergrault man sich halt nachhaltig seine Kunden.

  7. HTC Deutschland says:

    Hallo MarcoF, Celli und elknipso,
    eure Erfahrungen sind natürlich Beispiele, welche man nicht machen sollte. Dennoch möchte ich kurz erwähnen, dass es natürlich Ausnahmefälle, wie defekte Akkus gibt. Gerade in technischen Geräten steckt niemand drin. Wir haben auch zahlreiche zufriedene Kunden, die immer wieder schreiben wie zufrieden sie sind und dass sie den Hype zu schnellen Updates nicht nachvollziehen können. Oft entstehen erst Fehler, wenn man zu schnell Updates raus schickt und das wollen wir tunlichst vermeiden. Ich gebe auf jeden Fall eure Feedbacks nochmal intern weiter und danke euch für eure offenen Worte!

    • @ HTC Deutschland also wenn euch die mtl. Sicherheitspatches vor solche Probleme stellen, würd ich mir mal ernsthaft gedanken machen. Ich mach kein Mobilebanking mit einem Sicherheitspatch der nen halbes Jahr alt ist.. Das auch der Grund warum ich das U11 verkauft habe..

    • @ HTC Deutschland: defekte Akkus und Ausnahmefälle? Aus unterschiedlichen Serien und Geräten? Ich mag einfach nicht glauben, dass wir immer nur die Montagsgeräte bekommen haben.
      Security Updates für eure Windows-PCs spielt eure IT doch sicher auch monatlich ein, oder? Dass ein Upgrade auf eine neue Android-Version nicht so schnell released wird, ist ja nachvollziehbar. Das verlangt ja auch niemand. Nur am Beispiel Oreo für das U Ultra. Die User haben ewig gewartet und was dann abgeliefert wurde, nun ja.
      Man soll ja bekanntlich niemals nie sagen. Also vielleicht sehen wir uns dann doch noch einmal im Leben…

  8. Die Zahlen in der Grafik spiegeln exakt meine eigenen Erfahrungen wieder. Anfang 2011, als HTC das meiste Geld umsetzte, habe ich mir ein HTC Desire geholt, damals mein erstes Smartphone überhaupt. Auch in meinem Umfeld waren zu dieser Zeit extrem viele Leute mit HTC-Geräten unterwegs, was noch bis etwa 2013 herum der Fall war. Danach hat aber bei einem Neukauf niemand mehr zu HTC gegriffen, ich auch nicht. Bereits Ende 2011 bin ich dann auf die Nexus-Serie von Google, später dann auf die Pixel-Geräte umgestiegen.

    Ich lehne HTC nicht per se ab, sondern ganz einfach alle Android-Geräte, die mir kein pures Android und keine Updates direkt von Google bieten. Dennoch erinnere ich mich an meine HTC-Desire-Zeit eher mit Grauen als mit Freude. Zuerst der viel zu kleine interne Speicher, der das Gerät bei kontinuierlich wachsenden App-Größen bereits im Sommer 2011 nahezu unbrauchbar machte. Hinzu kamen die ständigen Reboots und Abstürze und zu guter Letzt die niemals erschienenen Updates, die aber lange Zeit wiederholt versprochen wurden.

    Wenn ich die Kommentare hier lese, hat sich seitdem ja scheinbar nicht viel geändert. Schade. Ich sehe HTCs Zukunft aufgrund dessen ziemlich düster, ob das nochmal was wird? Dazu müsste sich in kurzer Zeit verdammt viel tun. Vielleicht doch einfach von Google aufkaufen lassen und die krempeln den Laden dann mit Expertise und viel Geld komplett um? Sicher nicht die schlechteste Idee.

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