Halloween-Streaming: 5 Gruselfilme bei Amazon Prime Video

Amazon hat bei Prime Video einiges an Material versammelt, um den ein oder anderen Abend auf dem Sofa zu versüßen. Das gilt auch für Halloween! Wer allerdings mal bei der Suche einfach nach „Horror“ fahndet, landet vorwiegend bei B-Movies. Sich bei dem ganzen Trash die Perlen herauszupicken, ist jedenfalls kein leichtes Unterfangen. Für euch habe ich es natürlich auf mich genommen und 5 Horrorfilme herausgefiltert, die man sich meines Erachtens bedenkenlos geben kann.

Die Liste ist höchst subjektiv und ich bin was Horror betrifft absolut kein eingefleischter Fan, sondern absoluter Gelegenheitszuschauer. Aus dieser Perspektive habe ich also die fünf Titel ausgesucht, die mir persönlich besonders gut gefallen haben. Entsprechend gespannt bin ich aber natürlich auch auf eure Alternativvorschläge, die ihr eventuell so beim Streaming-Anbieter Amazon Prime Video ausgraben mögt. Fröhliches Gruseln wünsche ich euch allerseits!

5. Faculty – Trau keinem Lehrer

Robert Rodriguez „The Faculty“ aus dem Jahr 1998 ist ein Teenie-Horror-Film, der auch Science-Fiction-Elemente integriert. Zur Darstellerriege zählen unter anderem Elijah Wood und Josh Hartnett in jungen Jahren. Im Wesentlichen geht es um eine High School, welche von Aliens übernommen wird. Jene infizieren die Körper der Lehrkräfte und Schüler, so dass niemand mehr genau weiß, wem man noch vertrauen kann.

„The Faculty“ ist definitiv eher leichte Unterhaltung, die man auch mit einem gewissen Augenzwinkern betrachten sollte. Ich mag den Film aber sehr gerne, was nicht nur am guten Cast, sondern auch an Rodriguez Regie liegt. Zumal der Soundtrack mit Bands wie Stabbing Westward, Oasis und Garbage ebenfalls für Stimmung sorgt.

4. Der kleine Horrorladen

Wer bezweifelt, dass diese Mischung aus Horror, Komödie und Musical einen Platz in dieser Liste verdient hätte, sollte sich den etwa auf der Blu-ray enthaltenen Director’s Cut ansehen: Das apokalyptische Ende ist für einen derartigen Film sehr gewagt. Schade, dass es in jener Form damals nicht in den Kinos zu sehen gewesen ist, sondern einem Happy End weichen musste. „Der kleine Horrorladen“ ist dabei für Fans der 1980er-Jahre auch dank seiner Star-Besetzung ein gefundenes Fressen: Rick Moranis, Bill Murray, Steve Martin und John Candy sind nur einige der Größen der damaligen Zeit, die sich hier ein Stelldichein geben.

Die Handlung dreht sich um einen Blumenladen, der kurz vor der Pleite steht, aber dann durch die Zurschaustellung einer ungewöhnlichen Pflanze neue Kunden anzieht. Dumm nur, dass jene Pflanze menschliches Blut benötigt um zu überleben. Man kann sich denken, dass das alles nicht reibungslos über die Bühne gehen kann.

Mit seinem schwarzen Humor ist „Der kleine Horrorladen“ ein amüsantes kleines Musical, das wenig von seinem Reiz verloren hat. Als Zeitreise in die 1980er-Jahre macht der Film auch heute noch jede Menge Laune und ist mit seiner Spielzeit von 94 Minuten schnell konsumiert – ideal für eine Atempause an Halloween also.

3. Split

Schaue ich mir meine hier gelisteten Horror-Filme an, so blicke ich vor allem in die Vergangenheit. Die Ausnahme ist M. Night Shyamalans („The Sixth Sense“) „Split“ aus dem Jahr 2016. Hier kann man sich natürlich darüber streiten, ob es sich um einen Horror-Film oder Thriller handelt. Ich finde, dass „Split“ sich recht gut in der Mitte platziert. Der stets sehenswerte James McAvoy gibt hier einen Antagonisten mit 23 Persönlichkeiten, welcher mehrere junge Frauen entführt, um seine vermeintliche Transformation zu einer einzigen, übermenschlichen Gestalt abzuschließen.

Bei einem Budget von nur 9 Mio. US-Dollar spielte „Split“ fast 280 Mio. US-Dollar ein und erwies sich damit als Kassenschlager. Eine Fortsetzung namens „Glass“ steht in den Startlöchern und soll Anfang 2019 in den Kinos ihr Debüt geben. Somit ist auch weiterer Stoff garantiert.

2. Halloween – Die Nacht Des Grauens

„Halloween – Die Nacht des Grauens“ zog eine wahnsinnig unübersichtliche Reihe von Fortsetzungen, Remakes und Reboots nach sich, die allesamt aber alle nie an das Original von John Carpenter herankamen. Schon das Theme sowie die so schlichte wie effektive Maske des Serienkillers Michael Meyers brennen sich nach dem Ansehen im Gedächtnis ein. Nach heutigen Maßstäben ist dieser Film dabei sehr langsam in seinem Tempo, man sollte aber auch das Entstehungsjahr (1978) bedenken. Damals löste „Halloween“ einen regelrechten Boom aus, dem viele Slasher-Filme nachfolgten – etwa „Freitag der 13.“.

Der Film bildete auch den Grundstein für die Karriere von Jamie Lee Curtis, die sich hier als Scream-Queen etablieren durfte. Witzigerweise mauserte sich mit diesem Streifen auch William Shatner unfreiwilligerweise zu einer Horror-Ikone, denn die Maske von Michael Myers basiert passenderweise auf einem echten Halloween-Accessoire: einer Maske mit dem Gesicht von Captain James T. Kirk.

1. Tanz der Teufel (The Evil Dead)

Lange ist dieses Frühwerk von Sam Raimi („Spider-Man“) aus dem Jahr 1981 in Deutschland selbst unter der Ladentheke schwer zu haben gewesen, denn der Film wurde beschlagnahmt. Mittlerweile ist die ungekürzte Fassung „Ab 16 Jahren“ freigegeben. So können sich die Zeiten ändern. Im Gegensatz zu den immer komödiantischeren Fortsetzungen ist „Tanz der Teufel“ alias „The Evil Dead“ dabei vorwiegend ernst gehalten. Der Film lebt viel von seiner beklemmenden Atmosphäre. Eine Gruppe Jugendlicher findet sich unversehens in einer einsamen Waldhütte im Konflikt mit Dämonen wieder.

Bruce Campbell gibt sich hier als Ash(ley) übrigens noch nicht so gewohnt prollig wie in den Fortsetzungen. Der Charakter ist hier sogar eher blass. Trotzdem ist dieser Horror-Klassiker auch heute noch sehr sehenswert. Es bietet sich an, dann direkt die Fortsetzungen „Tanz der Teufel 2“ (ebenfalls bei Prime Video enthalten) sowie „Armee der Finsternis“ nachzuschieben. Dann noch die Serie „Ash vs Evil Dead“ (auch bei Prime Video zu sehen) und der Horror- / Comedy-Genuss ist vollkommen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. Benjamin Wagener says:

    Faculty und Der kleine Horrorladen sind bei Prime Video nicht in der Flatrate enthalten und könnte man genauso gut auch woanders leihen. Also wieso nun ausgerechnet in einer Liste die explizit mit Amazon Prime Video überschrieben ist?

    • Werbung 😉
      Und außerdem solle man bei Amazon als Prime Kunde grundsätzlich keine Videos leihen und zusätzlich bezahlen. Aus Prinzip nicht! Diese Mischung aus Prime und Bezahlinhalte ist ganz großer Mist. Das sollte man auch durch die nicht-nutzung deutlich machen.
      Wenn ich tatsächlich mal etwas kaufe oder (kostenpflichtig) leihe, dann bei Google Video.

      • Benjamin Wagener says:

        Und wieso sollte man das nicht? Ich nehme ganz gerne beim Filmfreitag mal was mit, was zu dem Zeitpunkt nirgendswo preiswerter zu erhalten ist.

  2. Der Herr Name* hätte halt gerne alle Filme die es so gibt für nur 69€ im Jahr.

    • Benjamin Wagener says:

      Dann soll er mal erklären wie sich das für die Produzenten der Filme und Serien oder Amazon rechnen soll, wenn man bedenkt, was da sonst noch alles mit diesen 69€ finanziert wird.

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