Globale Verteilung der Betriebssysteme im Juni 2018


Sind Desktop-Systeme überhaupt noch relevant? Eine Frage, die immer wieder in den Kommentaren aufkommt, wenn wir uns den monatlichen Zahlen widmen. Während sich das Leben immer mehr mobil abspielt – auch wir haben hier im Blog einen Großteil der Zugriffe über mobile Endgeräte – ist es dennoch so, dass das Desktop-System an sich natürlich nach wie vor eine große Rolle spielt, vor allem außerhalb des privaten Konsumsektors.

Einen möglichst breiten Überblick möchte Netmarketshare liefern, analysiert werden hier die Besucher von über 40.000 Webseiten. Dass sich bei solchen Analysen Unterschiede ergeben können, zeigt sich sehr schön, wenn man die globalen Zahlen einfach mit denen von unseren Besuchern vergleicht. Leser eines Tech-Blogs sind auch mit moderneren Systemen unterwegs (bis auf die zwei Spezis, die immer mit Urzeit-Systemen vorbeikommen, schöne Grüße an dieser Stelle wieder einmal!).

Schauen wir also auf die globalen Zahlen, große Sprünge gibt es da im Monatsvergleich freilich nicht zu erwarten. Weiterhin wird der größte Teil der Internetnutzer via Windows 7 durchs Netz geschickt. Im Juni sogar noch einmal mehr als im Mai, aber das sind normale Schwankungen. Fast gleich bleibt Windows 10, das System, das definitiv einmal Windows 7 als Spitzenreiter ablösen wird.

Platform Version Share
Windows 7 43,03
Windows 10 34,92
Mac OS X 10.13 5,36
Windows 8.1 4,89
Windows XP 3,96
Mac OS X 10.12 1,77
Linux 1,31
Mac OS X 10.11 1,12
Windows 8 1,07
Mac OS X 10.10 0,68

Geringe prozentuale Verschiebungen reichen bereits aus, um Mac OS X 10.13 ein paar Plätze nach oben zu bringen, aber auch das kann nächsten Monat schon wieder anders aussehen, das sind quasi von der Tagesform abhängige Faktoren.

Mal als Vergleich, wie es bei uns aussieht. Windows hat insgesamt rund 15 Prozent Anteil, macOS kommt auf rund 3 Prozent. Schaut man aber detaillierter in die Windows-Zahlen, ergibt sich ein aktuelleres Bild als im globalen Vergleich. Zwei Drittel der Windows-Nutzer sind bereits mit Windows 10 unterwegs, rund ein Drittel mit Windows 7. Die anderen Versionen sind quasi nur vereinzelt vorhanden. Da möchte Microsoft bestimmt auch global gesehen einmal ankommen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. Ich bin von dem hohen WIndows 7 Anteil immer noch fasziniert.

  2. Bob (der andere) says:

    Wieso fasziniert dich das?
    Ich hatte viele Testphasen mit Win10. Es hat mir auf zwei verschiedenen Desktoprechnern, einem Laptop, einem PC-Stick nichts alsÄrger bereitet, ein tablet hat es mir nach einem missglückten UpDate komplett zestört (350€ in die Mülltonne). Einzig auf dem Smartphone war ich mit W10M zufrieden (aber auch da zuletzt mehr Tiefen als Höhen erlebt).

    Also das einzig richtige gemacht und wieder Win7 installiert, und siehe da keinerlei Probleme.
    Win7 wird noch eine Weile unterstützt, ist also (relativ) sicher.
    Nebenher benutze ich schon ein zeitlang Minus Mint. Wenn Win7 nicht mehr unterstützt wird bin ich weg von MS. Den W10 Schrott können die mal schön behalten.

    • Wenn man nicht damit umgehen kann^^ ich finde Win 10 super!
      Habe auch ältere Geräte im Einsatz, bzw. welche die vorher Win7 und Win8.1 drauf hatten.
      Auch am Tablet ist flüssiges Arbeiten definitiv möglich.

  3. Bob (der andere) says:

    Wieso fasziniert dich das?
    Ich hatte viele Testphasen mit Win10. Es hat mir auf zwei verschiedenen Desktoprechnern, einem Laptop und einem PC-Stick nichts als Ärger bereitet, ein tablet hat es mir nach einem missglückten UpDate komplett zestört (350€ in die Mülltonne). Einzig auf dem Smartphone war ich mit W10M zufrieden (aber auch da zuletzt mehr Tiefen als Höhen erlebt).

    Also das einzig richtige gemacht und wieder Win7 installiert, und siehe da keinerlei Probleme.
    Win7 wird noch eine Weile unterstützt, ist also (relativ) sicher.
    Nebenher benutze ich schon ein zeitlang Linux Mint. Wenn Win7 nicht mehr unterstützt wird bin ich weg von MS. Den W10 Schrott können die mal schön behalten.

    • Nicht lange am altem Windows festhalten und wechsel gleich zu Linux! Wenn Du Mint schon gewohnt bist, was hält Dich noch? Wenn Du doch mal eine Dosis Windows brauchst, dann halt in der VirtalBox.
      Ich habe sogar auf meinen iMac nachher Mint laufen lassen, weil mich macOS nur noch nervte. Von Windows bin ich schon lange lange weg. Mit Linux fühlt man sich wieder freier 🙂

    • Windows 10 hatte durchaus seine Macken, keine Frage. Ebenfalls braucht Cortana kein Mensch und auch der App-Store ist ein Witz, der seinesgleichen sucht. Der Zwiespalt zwischen App-Oberfläche bei den Einstellungen und gewohnter Windows-Oberfläche: Gelinde gesagt, gewöhnungsbedürftig.

      Aber – nun kommt es, man hat ja darauf gewartet: Windows 10 ist brauchbar. Ich habe mich vor einem halben Jahr zum Umstieg bewogen, da mein Windows 7 sowieso bereit war, neu installiert zu werden.
      Nach langen Versuchen, die letzten Updates via Slipstream zu integrieren und vielen Fehlversuchen, diese ISO in VMWare zu installieren, war mein Level an Frustration gesättigt.
      Denn ich wusste, dass es unzählige Neustarts brauchen wird, bis ich wieder alle Updates installiert bekommen würde, sofern ich das letzte verfügbare Installationsmedium als Medium heranziehen würde. Und das dauert mitunter mehrere Stunden – auch, wenn man einen leistungsfähigen PC und eine konstante Leitung mit >250Mbit/s im Downstream besitzt. Dann noch die restlichen Treiber. Gut, macht man einmal und dann hat man Ruhe. Aber warum nicht gleich Windows 10 versuchen? Schlimmstenfalls ziehe ich wieder Windows 7 auf.

      Nun, bis heute bin ich auf Windows 10 geblieben. Zum Glück keine Probleme, wie sie andere in der Vergangenheit hatten. Microsoft hat sich nicht in Dinge einzumischen, wie etwa ein BIOS bzw. UEFI zu aktualisieren. Da kann nur Mist dabei rauskommen. Das war zu meiner Erleichterung bereits mit dem Fall Creators Update Geschichte.

      Hätte man mich vor einem Jahr gefragt: Ich hätte Windows 10 niemals empfohlen. Heute würde ich sogar dazu tendieren, Windows 10 einem Windows 7 vorzuziehen. Einfach, weil es mittlerweile funktioniert. Typisch Microsoft würde ich sagen, denn es dauert immer ein paar Jahre, bis es endkundentauglich ist. War bei Windows 7 so, bei 2000 und XP ebenfalls. Gut, ME hat immer gezickt, aber da hatten wir zum Glück 98 SE zur Auswahl. Bis auf einen Teil von Worms, der nur mit ME wollte. Aber frage mich nicht, welcher das war.
      Ebenfalls wurde ich mit Windows NT nie wirklich warm. Und Windows 95 wurde öfter installiert, als es manche Hardware vertragen hat (LAN-Parties: Eine CD mit Windows 95 musste immer vorhanden sein – sicher ist sicher *lach*).

      Abschließend: Lade dir eine aktuelle Windows 10 ISO herunter (Media Creation Tool) und teste es in VMWare bzw. VirtualBox. Vielleicht kann dich das nach einiger Testzeit umstimmen. Und wenn nicht: Linux Mint ist für Anwender ohne großartige Spielbedürfnisse eine großartige Wahl. Habe es selbst als Produktivsystem in meinem Unternehmen im Einsatz (Mate-Desktop). Einziges Problem: Mein Chef hat keinen blassen Dunst, was er damit wie und wo macht. Aber dafür gibt es ja mich *lach*.

      Aber sonst kann man an Mint nichts aussetzen. Es funktioniert einfach, und mit Debian und Ubuntu als Repositories kann man nichts falsch machen. Wenn man will, kann man mehr über die Kommandozeile bewirken – muss aber nicht. Und selbst 3rd-Party Treiber/Dienste kann man installieren, sodass auch andere Dienste, die normalerweise so nicht funktionieren – tadellos ihr Werk tun.

  4. Als was würde ChromOS bei euch auftauchen? Mehr als 0,6% Marktanteil hat es doch bestimmt

  5. Bob (der andere) says:

    @ Claymore:

    Was Windows10 angeht: no way, keine Chance. Wie gesagt, mehrere Monate getestet und (für mich) als unbrauchbar befunden (und das auf mehreren Geräten).
    Hab’s derzeit noch auf dem PC-Stick laufen. Da dort aber jedes Update hängen bleibt, ist da alle halbe Jahre Neuinstallation angesagt. Und auf den Frickelkram hab ich keinen Bock, ich weiß meine Zeit besser zu nutzen.

    Was die UpDates für Win7 angeht: Lade dir bei “Dr. Windows“ den (aktuellsten, kompletten) UpDate-Pack runter (SP1 muß alllerdings schon installiert sein). Damit werden alle bisher erhältlichen UpDates im Hintergrund installiert und danach einmal neustarten.
    Die UpDate-Packs erscheinen monatlich, du kannst dann jeweils die neuesten UpDates des Monats nachinstallieren. Das ganze ist wesentlich stressfreier als die MS-UpDate Methode.

  6. Es steht und fällt doch alles mit den Anwendungen. Und da bleibt letztlich nur Windows über. Die Vorstellung auf Total Commander verzichten zu müssen, ist schon quälend 😉 Und wenn man den ganzen Spieleunsinn und einiges mehr abschaltet und deinstalliert ist Windows 10 wirklich ein sehr verlässliches BS. Meine Erfahrungen sind mehr als positiv. Und ich habe nahezu gar kein aktuelles Gerät, weder privat, noch in der Firma. Wir haben hier auch Rechner mit Mint im Einsatz. Aber ohne gute Anwendungen ist das echt witzlos.

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