Elektroschrott: Deutschland entsorgt falsch und zu wenig


Elektroschrott ist so ein Thema, mit dem man sich als Konsument generell viel zu wenig beschäftigt. Die Deutsche Umwelthilfe sieht hier auch die Händler in der Verantwortung, die es sich viel zu einfach machen. Dabei ist Elektroschrott eigentlich gar nicht so schrottig, wie oftmals angenommen. In den Geräten befinden sich wertvolle Rohstoffe, allerdings auch solche, die bei illegaler Entsorgung großen Schaden anrichten können.

In Deutschland verschwinden jährlich 465.000 Tonnen an großen Haushaltsgeräten wie Kühlschränken oder Waschmaschinen über illegale Sammlungen und in nicht zertifizierten Behandlungsanlagen, wie die Chefin des Umweltbundesamts (UBA), Maria Krautzberger, zu berichten weiß. Auch nach der Ansicht des Umweltamtes muss die Rücknahme verbraucherfreundlicher gestaltet werden. Das gilt sowohl für den Handel als auch für Wertstoffhöfe, die leichter erreichbar und mit besseren Öffnungszeiten versehen sein sollten.

Oftmals ist es aber – wie in so vielen Bereichen – mangelnde Aufklärung. So wissen zahlreiche Nutzer einfach gar nicht, dass sie Altgeräte in Geschäften zurückgeben können. Bis zu einer Kantenlänge von 25 cm sogar ohne Kaufnachweis. Bei Großgeräten kann die Rücknahme an einen Neukauf gebunden sein.

Die in der EU vorgeschriebene Sammelquote hat Deutschland 2016 knapp verpasst. 44,65 Prozent wurden gesammelt, 45 Prozent sind gefordert. Ab 2019 müssen in der EU sogar 65 Prozent gesammelt werden, in Deutschland würde dies rund 350.000 Tonnen mehr bedeuten.

Wie entsorgt Ihr denn Eure Altgeräte?

via FAZ

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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31 Kommentare

  1. > Wie entsorgt Ihr denn Eure Altgeräte?
    Wenn man es nicht mehr verkaufen kann, dann schon immer an einem der vielen Recyclinghöfe (in Berlin).

  2. Kleinanzeigen… 😀

    Großgeräte die wirklich kaputt sind, gehen zum Händler zurück.

  3. Also ich sag mal so….
    Ich melde bei meiner Gemeinde offiziell über die Entsorgungsfirma Elektroschrott an.
    Am Abend vor dem Termin stelle ich den Kram raus.
    Und am nächsten Morgen steht oft nichts mehr davon vor meiner Tür, weil sich irgendwelche windigen Leute das Zeug vorher wegnehmen. Soll ich jetzt da „Wache“ halten, dass nur der richtige „bestellte Entsorger“ die Sachen mitnimmt?
    Alles schwierig.

  4. Hat die DUH ein neues Thema gefunden? Verstehe ich gar nicht. Gibt doch noch einen Haufen Städte wegen zu schlechter Luft zu verklagen.
    Demnächst muss also auch der Handel bluten. LOL

    • Das UBA ist nicht die DUH und auf einer Erde mit begrenzten Ressourcen ist das korrekte Entsorgen und vorallem recyclen von Rohstoffen (aus Elektrogeräten) wichtig und nötig. Ob das den Handel oder Einzelnen mehr kostet, darf dann keine Rolle spielen. Ich fürchte aber, dass dafür nötige Bewusstsein wird den meisten erst zu spät zu Teil.

      • Im Text steht aber DUH. Was stimmt denn nun? Das Bild oder der Text?

      • Glaub mir….in Deutschland wird durch Recycling, Mülltrennung und Baumbesetzungen
        garantiert nicht das Weltklima gerettet.
        Dazu ist Deutschland viel zu klein und wird in anderen Ländern in einem Jahr mehr
        Müll produziert, wie in Deutschland in 50 Jahren.

        Das Problem(globale Umweltzerstörung und globale Ressourcenverschwendung) …ist zu
        allerletzt ein deutsches Problem. und wird auch nicht in unserem Miniländchen gelöst.

    • der Verein sollte sofort geschlossen werden.
      Interessant ist auch der Herr Jürgen Resch, mit seinen abgebrochenem Studium, dass beste Beispiel für den „grünen“ Intellektuellen wie Göring-Eckardt, Roth und Co. Von seinen Vielfliegermeilen will er dabei aber nichts wissen, das interessiert ihn nicht besonders. Einfach einmal googlen.

      • „…, mit seinen abgebrochenem Studium, dass beste…“
        Manche beenden das Studium nicht, andere können nicht korrekt mit Sprache umgehen.

      • Bob (der andere) says:

        @ Mr. Magoo:
        Du siehst das völlig falsch. Ein abgebrochenes Studium (vorzugsweise in einem geistig anspruchslosem “Laberfach“) ist heutzutage fast schon Voraussetzung, um in der Politik hoch zu kommen.

        Die DUH macht mit ihren systematischen Klagen Millionengewinne. Das dürfen sie als gemeinnütziger Verein aber gar nicht. Werden sie deshalb strafrechtlich verfolgt? NEIN! Stattdessen bekommen sie von der Politik aus Steuermitteln zusätzliches Geld. Aber vergiss du mal ’nen EuroFuffzig zuwenig beim Finanzamt anzugeben…
        So geht das mittlerweile ab in Deutschland. Ein Verein von knapp 500 Mann terrorisiert ein ganzes Land.

        • @ Bob,

          Du siehst das ganz richtig, nur stört mich beim Herrn Resch, da er selbst einer der größten Personen die Co² produziert. Das ist bei den Grünen natürlich auch so ähnlich „Wasser trinken“ predigen, jedoch nur für die anderen – sie selbst schließen sich da aus! Für mich gehören die ganzen NGO’s einfach verboten – egal welches Thema sie sich annehmen, es kommt nur Müll heraus. Das sind moderne Hippies die ohne Sinn und Verstand ihre Traumwelt durchsetzen wollen und andere dafür noch bezahlen lassen wollen.

          • Bob (der andere) says:

            @ Mr. Magoo:
            Da bin ich voll und ganz deiner Meinung. Sowohl was diesen Resch angeht (der bereitet jetzt übrigens die Klagen gegen Euro6-Diesel vor, also das selbe Spiel von vorn und wieder jede Menge Diesel-Fahrer in den Ar+++ gefic*t), als auch NGO’s.

            Übrigens, in Hamburg steigen die Werte in den gesperrten Straßen an. Und zwar heftiger als zur Zeit, als Diesel dort noch fahren durften. Das finde ich irgendwie merkwürdig, schließe da alerdings bewusste Manipulation nicht aus (die Benziner müssen ja schliesslich auch irgendwie verboten werden).

            Ich halte NGO’s generell für kriminelle Vereinigungen. Wenn “nur“ Mist dabei rauskommt ist das evtl. ja wieder rückgängig zu machen. Aber wenn ich da mal an gewisse international agierende NGO’s denke, die ganze Staaten schädigen bzw. ins wanken bringen, dann ist das nicht mehr lustig (>G. Soros)

  5. Ich nutze für Kleingeräte die kostenlose Entsorgung über die Post oder Amazon. Großgeräte lasse ich mitnehmen, wenn ein neues gleiches Gerät geliefert wird und alles dazwischen bringe ich zum Recyclinghof – und gebe es nicht den Leuten, die davor stehen oder es kostenlos abholen… Dann kann man es ja gleich einfach in Wald werfen.

  6. > Wie entsorgt Ihr denn Eure Altgeräte?

    Ganz klar: beim örtlichen Wertstoff-Center (ist gut zu erreichen und hat bis 20 Uhr geöffnet, samstags immerhin noch bis 16 Uhr) – oder Tausch „Zug um Zug“, wenn das Neugerät angeliefert wird.

  7. Wertstoffhof.

  8. Gibt es nicht überall diese Container mit Klappe an den Straßen? Hier schon.

  9. Na ich werfe alles in den Küstenkanal der ist schön tief, da sieht man den Müll nicht mehr..

    Nein im Ernst. Meine alte funktionierende Kühlgefrierkombi habe ich über Ebaykleinanzeigen an eine ältere Dame (hilfebedürftigskeitsnachweis) verschenkt. Den E-Herd habe ich mein Nachbarn gegeben der ist Entsorgungsfachmann und hat eine kleine Firma.

    Ansonsten ist hier in Oldenburg (Old) so, dass man 25€ für ne Abholung für 3 qubickmeter. Naja finde es Schade, das die Stadt auch für E-Her Kühlschrank oder so Geld verlangt fürs abholen.

    Wobei ich sagen muss habe beides bei Ebay gekauft und die Spediteure haben gefragt ob Sie die Altgeräte entsorgen sollen.

  10. Peter Brülls says:

    Großgeräte beim Neukauf tauschen. Allein wegen de ms Gewichts.

    Alles andere kommt in die Ecke und dann einmal alle sechs Monate in die Firma, bei der meine Frau arbeitet, die entsorgen Elektroschrott eh fachgerecht, den von Mitarbeitern gleich mit.

  11. Das Abholen kostet hier Geld, der Recyclinghof ist hier ziemlich weit weg und ohne Auto gar nicht zu erreichen und kostet auch extra Geld also entweder sammeln und einen Bekannten mit Hänger fragen und extra bezahlen (alle 10Jahre). Das leidige Problem ist das sich das ganze kleine Schrott im Keller sammelt und man da kein Platz hat, daher schmeiße ich vieles auch in die normale Tonne. Weil ich keine andere Möglichkeit habe. Händler nehmen hier gar nichts ab.

    • Klar hast du aber Möglichkeiten. Die nennst du sogar. Du bist nur nicht bereit, für korrekte und nachhaltige Entsorgung zu zahlen. Umweltschutz kostet Geld,will aber nicht jeder zahlen.

  12. Das Thema ist für mich inzwischen ein Ärgernis. Bis vor etwa zwei Jahre konnte man den Krempel einfach beim Wertstoffhof hier in der Kreisstadt abgeben (mit brauchbaren Öffnungszeiten). Mittlerweile gibt es diese Möglichkeit nicht mehr, obwohl der Wertstoffhof nach wie vor existiert, stattdessen wird auf einen anderen Wertstoffhof verwiesen, der über 30km (einfache Strecke!) entfernt ist – extrem bürgernahe Entscheidung.

    Viermal im Jahr kann man größere Geräte abholen lassen und auch Kleingeräte beilegen – mindestens das größere Gerät ist bei mir oft über Nacht verschwunden, da kann ich dann ja auch nichts für…

  13. Was noch funktioniert, wird möglichst einem neuen Zweck zugeführt, auf ebay verhökert oder verschenkt. Ansonsten wird es fachgerecht entsorgt. Egal wo oder wie. Entweder also privater oder städtischer Entsorgungsbetrieb. Wobei bevorzugt städtisch. Da vermute ich, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Sachen tatsächlich fachgerecht entsorgt/recycelt werden, als bei privaten Unternehmen.

  14. Die schlechte Quote wundert mich nicht.
    Hatte ein defektes Gerät zum Wrertstoffhof gebracht.
    Aussage dort „Leider können wir das nicht annehmen dafür ist die Zentale zuständig“
    OK 30 Minuten mit dem Auto zum Zentralen Werkstoffhof gefaren. Annahme dieser Geräte nur „Dienstags und Donnerstags Vormittags“ – Soll ich mir extra Urlaub nehmen?
    Abholen kostet Extra – so ab 20€

    Die Sollen sich nicht Wundern sondern endlich mal brauchbare kostenlose annahmestellen schaffen

  15. Ich versenke meinen Müll fachgerecht in der Weser, zumindest den, der nicht vorher schon von osteuropäischen Sammlern abtransportiert wurde.
    Im Ernst…… Großgeräte werden gegen Neugerät getauscht, der Rest geht zum Recyclinghof.
    Herr Resch und seine Umwelthilfe……der muss ja viel Zeit haben, wenn er jetzt neben den Städten auch noch den Einzelhandel verklagen will ….. demnächst gibt es eine Extraabteilung bei Gericht nur für ihn

  16. Die Deutsche Umwelthilfe scheint aktuell Deutschland zu regieren. Merkel offensichtlich nicht mehr. Armes Deutschland, wie weit kannst du noch sinken?

  17. Bei Grossgeräten buchen wir gleich die Abholung der alten. Die Kleingeräte die defekt sind bringen wir zum Wertstoffhof. Geräte die wir nicht mehr benötigen aber noch gehen bringen wir zu Caritativen Einrichtungen.

    Also eigentlich haben wir 100 Prozent.

  18. Afrika ist doch der richtige Ort? Oder?

  19. Besserwisser says:

    Also hier bekomme ich Kleingeräte ohne Probleme im Recyclinghof los. Bei größeren wird man auf Händler bzw. die kostenlose Elektroschrott Entsorgung verwiesen, was dann nach Anmeldung abgeholt wird.
    Auf dem Recyclinghof wird alles angenommen, was durch die Öffnung passt
    Erst am Wochenende 3 Monitore und 1 Staubsauger hingebracht…

  20. Ich trete die Geräte klein und werfe sie in den Hausmüll. Diese Trennerei ist eh völliger Humbug. Aber die Umwelthilfe wird bestimmt wieder herunklagen um ihre Kassen zu füllen, wie sie es wchon beim Diesel getan hat.

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