DJI präsentiert seine neuen Handheld-Kamerastabilisatoren auf der CES 2018

Auf der diesjährigen CES stellt auch das vor allem für seine Drohnen bekannte Unternehmen DJI seine aktuellsten Gerätschaften vor. Hierbei handelt es sich um zwei neue Kamerastabilisatoren, die für den Einsatz im Handheld-Bereich, also für Smartphones oder DLSRs und spiegellose Kameras gedacht sind. Der Osmo Mobile 2 und der Ronin-S – so die Namen – stellen laut Hersteller dabei die ideale Ausrüstung für jeden professionellen oder Hobbyregisseur dar. Preise zu letzterem folgen noch, der Osmo Mobile 2 soll ab dem 23. Januar 2018 für 149€ exklusiv bei Apple.com vorbestellt werden können.

 

Osmo Mobile 2

Hierbei handelt es sich um den Kamerastabilisator für Smartphones, der nicht nur leicht gebaut sein soll, sondern neben dem Landscape- auch den Porträtmodus der Geräte unterstützt. Das Gerät verfügt im Gegensatz zum alten Osmo (mit bis zu 15 Stunden mehr als dreimal so lange Laufzeit als noch beim Vorgängermodell). Ein USB-Port lässt während der Benutzung das gekoppelte Smartphone aufladen und kann ansonsten auch als Powerbank für andere kompatible Geräte herhalten.

 

DJI verbaut hier seine 3-Achsen-Gimbaltechnologie, die die Bewegung in drei Richtungen kompensieren kann und so für verwackelungsfreie Videos sorgt. Kamerabewegungen werden von der eingebauten SmoothTrack-Technologie erkannt und kompensiert. Das leichte Gewicht (485 g) des Osmo Mobile 2 stammt vom verbauten Material. Hier setzt DJI auf stabiles, modifiziertes Nylon. Außerdem kann man das Gerät auch ganz einfach falten. Dank ¼ Zoll-Adapter ist das Gerät mit allen Foto-Accessoires kompatibel.

Die einfache Bedienung erlaubt es, direkt über den Osmo Mobile 2 Kamera-Einstellungen wie ISO, Verschlusszeiten und weitere vorzunehmen. Ein neuer Zoom-Regler am Gerät sorgt dafür, dass das Smartphone selbst gar nicht mehr für die Aufnahmen bedient werden muss. Außerdem kann der Benutzer hier auf den sogenannten Dolly-Zoom zurückgreifen. Mit der zugehörigen DJI GO-App lassen sich angeblich professionell aussehende Inhalte vollkommen automatisch erstellen. Modi wie ActiveTrack, Motion Timelapse oder Hyperlapse sorgen für Abwechslung in den Videos. Auch Live-Streaming auf Facebook oder YouTube soll mit der App kein Problem darstellen.

Ronin-S

Hier handelt es sich um den ersten einhändigen Stabilisator von DJI für DSLRs und spiegellose Kameras. Das Gerät wird in zwei Größen für den jeweiligen Kameratyp angeboten und kommt ebenso mit der bewährten 3-Achsen-Technologie des Unternehmens daher. Gängige Kameras und Objektive (zum Beispiel die Canon 5D, Panasonic GH oder Sony Alpha Systeme) werden von drehmomentstarken Motoren unterstützt. Das Stabilisationssystem kompensiert für Zoomobjektive mit höheren Abbildungsmaßstäben, während die fortgeschrittenen Stabilisationsalgorithmen mit der kamera- und objektivinternen Stabilisierungstechnologie arbeiten.

Schwenk- und Kippwinkel lassen sich durch den neuen Push-Modus per Hand anpassen, insofern der Ronin-S eingeschaltet ist. Der Aufbau der Kamera soll durch die Achsensperren deutlich schneller vonstatten gehen. Durch ein ergonomisches Design sollen beste Aufnahmen selbst in Überkopfpositionen ohne Probleme zu bewerkstelligen sein, ohne dass die Sicht auf das Kameradisplay dabei beeinträchtigt wäre. Die Batterietechnologie des Ronin-S erlaubt Hot-Swapping, also das problemlose Austauschen der Batterie während des Betriebs.

Kamera und Gimbal besitzen am Ronin-S eigene spezielle Steuertasten, mit denen sich schnell zwischen SmoothTrack-Einstellungen wechseln lässt oder sich auch per Präzisions-Joystick die Kameraposition ändern lässt. Im neuen Sportmodus lassen sich schnelle Objekte besser verfolgen. Auch beim Ronin-S sorgt die App laut Hersteller dafür, dass sich komplexe Bewegungen automatisch generieren lassen und man auf Wunsch auch zwischen diversen Kamerapositionen wechseln kann.

In Sachen Zubehör-Kompatibilität baut der Ronin-S auf einer Vielzahl von DJI Pro Accessoires auf (Fahrzeugadapter, DJI Master Force, DJI Master Wheels und mehr). Mit einem Cheese-Plate-Adapter kann man das Gerät auch mit Zubehör von Drittanbietern kompatibel machen. Ebenso kündigt DJI an, dass es eine zweihändige Lösung des Ronin-S geben wird. Der offizielle Preis des Geräts wird vor seiner weltweiten Auslieferung bekannt gegeben, verkauft wird dann ab dem zweiten Quartal dieses Jahres über dji.com, in DJI Flagship Stores, bei autorisierten Fachhändlern und DJI Resellern.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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Ein Kommentar

  1. Ich persönlich kann den bereits existierenden Gimbal von Zhiyun (auch China) namens Crane V2 empfehlen, den ich seit einigen Monaten mit meiner Sony Alpha 6500 verwende. Top Gerät. Leider etwas mager in Bezug auf eine englischsprachige Beschreibung, was aber nicht viel ausmacht, da es genug Infos im Netz gibt. Ich persönlich kann das Gerät (trotz des vermeintlich hohen Preises) jedem empfehlen. Kein billiges Plastik, sehr hochwertig verbaut und wirklich funkltional & transportabel.

    Es gibt offenbar eine Version 2018, die ich aber noch nicht getestet habe. Offenbar verkraftet diese mehr Gewicht (der Kamera) – und besitzt einige neue Kontrollen. Ist aber auch teurer…

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