Deutsche Telekom mit Vorschau auf 5G und Netzausbau

Die Deutsche Telekom hat zum Ende des Jahres noch einmal einen kleinen Rückblick in Sachen Glasfaserausbau gegeben, gibt aber auch schon eine ungefähre Marschrichtung für 2018 vor. Wurden in den Jahren 2015 und 2016 pro Jahr rund 30.000 Kilometer Glasfaser verlegt, so waren es 2017 erstmals über 40.000 Kilometer.

Die Telekom hat 2017 in Deutschland über 2,5 Millionen Haushalte zusätzlich mit VDSL versorgt. Die Gesamtzahl der Haushalte beträgt damit rund 30Millionen. Über eine Million neue Breitbandanschlüsse konnte die Telekom nach eigenen Aussagen in diesem Jahr vermarkten.

Bei uns in der Ecke schaut die Deutsche Telekom noch recht langsam aus der Wäsche, hier haben die Kabelanbieter in Sachen Geschwindigkeit derzeit noch die Nase vorn. 2018 will die Deutsche Telekom  60.000 Glasfaser-Kilometer schaffen.

Die schaffe man allerdings nicht mehr durch den klassischen Tiefbau, alternative Ausbaumethoden wie Pflügen, oberirdischer Ausbau und Trenching müssen dafür zum Einsatz kommen. Beim Trenching werden schmale Gräben und Schlitze in Böden und Asphalt eingefräst und in diese dann die jeweilige Technik verlegt.

Neben dem Netzausbau wird 2018 der Netzumbau eine zentrale Rolle spielen. 2017 sind die Entscheidungen für den „Einsatz von Vectoring in Fördergebieten“ und für den „Nahbereichsausbau“ gefallen.

Bereits in den ersten zwei Quartalen 2018 werden mehrere hunderttausend Haushalte in ehemaligen Fördergebieten durch Vectoring mit bis zu 100 MBit/s beim Download und bis zu 40 MBit/s beim Upload versorgt. In der zweiten Jahreshälfte 2018 wolle man zudem damit beginnen, Super Vectoring auszurollen. Schritt für Schritt werden damit in Zukunft an allen VDSL-Anschlüssen Geschwindigkeiten von bis zu 250 MBit/s möglich sein.

Auch 5G ist ein Thema bei der Deutschen Telekom. Hierbei können höhere Frequenzbereiche genutzt und höhere Datenraten angeboten werden. Dabei werden bestehende Infrastrukturen wie LTE und Glasfaser integriert und reale Netzkapazitäten zu virtuellen Netzen zusammengeschaltet. Bis man das nutzt, kann es aber noch etwas dauern: Mit der Marktreife von 5G rechnet die Telekom ab 2020.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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22 Kommentare

  1. @testttt „5G flächendeckend“
    Die wollen nur den Verkauf ankurbeln, mit denselben Märchen wie schon bei UMTS und LTE. Jetzt haben wir 2017, die Fläche ist immer noch nicht versorgt.

    Dann braucht 5G noch viel mehr Masten, die schnellen höheren Frequenzen haben nur geringe Reichweiten. Jede Funkzelle braucht eine passend schnelle Glasfaseranbindung. Da hab ich lieber die Glasfaser am Haus und verteile selber inhouse. Kann man alles auch als Laie nachlesen.

  2. Lieber Wolfgang D.
    Danke.

    Ja, kann man nachlesen. Eine solche knappe, auf den Punkt gebrachte Zusammenfassung, welche auf meine Fragestellung bezogen ist, findet man – denke ich – nicht so leicht.

    Deswegen nochmals: Danke 🙂

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