[CES 2020] LG OLED TV zum Aufrollen soll 60.000 US-Dollar kosten

LG hatte auf der diesjährigen CES in Las Vegas bekanntlich auch seinen neuen, aufrollbaren OLED-TV vorgestellt, der sich auf Knopfdruck aus seinem „Zuhause“  von der Decke (unser Bild zeigt das Standmodell von 2019) herausrollt und sich ebenso platzsparend wieder darin einrollen kann. Auf Wunsch fährt das Gerät auch nur bis zu einem Drittel herunter und blendet dann dort Inhalte wie die Uhrzeit und das Wetter ein. Laut CNET soll das Gerät außerdem mit einem A9-Prozessor der dritten Generation ausgestattet sein und sowohl Alexa und den Google Assistant unterstützen. Die Kompatibilität zu AMD FreeSync, beziehungsweise Nvidia G-Sync, fehle indes, genauso wie ein ATSC-3.0-Tuner.

Doch viel interessanter: Was soll das Gerät denn am Ende kosten? Nun ja, wenn sich am Preis bis zum vorläufig geplanten Release im zweiten oder dritten Quartal dieses Jahres nichts mehr ändert, dann soll der Fernseher stolze 60.000 US-Dollar kosten. Das darf nun erst einmal verdaut werden. Mal sehen, welche Technologie außer der Aufrollerei für den immens hohen Preis sorgen soll.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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18 Kommentare

  1. Herr Thalheim says:

    Ich habe mal eine Heimwerker Sendung gesehen. Da hat einer für „nur“ 10.000€ ein vollständig ausgestattet Heimkino mit allem drum und dran auf die Beine gestellt. Und jetzt soll man das sechsfache für einen Burrito-Fernseher auf den Tisch legen und hat selbst dann weder ein anständiges Sound-System, noch einen Popcornspender, geschweige denn einen Kinosessel?

  2. Der erste Plasma, den ich vor (gefühlt) Jahrzehnten auf einer Messe gesehen habe, sollte 30.000 DM kosten.
    Der erste CD-Brenner (noch Singlespeed) knapp 15.000 DM.
    Und in den 80er Jahren hat 1 MB RAM rund 1.000 DM gekostet (zu dem damaligen Preisen gerechnet habe ich heute für mehrere Millionen € Arbeitsspeicher im Rechner).

    Spätestens in 10 Jahren (wahrscheinlich deutlich früher) kostet dann so ein aufrollbarer OLED mit 120 Zoll unter 1.000 €.

    • Naja übertreib mal nicht, 1000€ werden es auch in 20 Jahren eher nicht sein. Aber 5000-7000€ in 10 Jahren ist durchaus realistisch.

      Auch Premium Plasmas haben zum Schluss keine 1000€ gekostet, einen Kuro kriegst du selbst heute nicht für das Geld.

  3. Genau diese „Aufrollerei“ kostet eben 60.000€, dass ist eben die technische Errungenschaft daran. Komisch, dass dies hier nicht erkannt wird vom Autor…

    Das ist doch ein Technik Blog, oder?

    • Hast du denn Belege für deine Aussage, dass eben ausschließlich die Aufroll-Technik diesen Preis rechtfertigt? Nehme ich gern in den Artikel mit auf, ich wollte nur nicht mutmaßen 😉

      • Du beliebst zu scherzen, oder? Vermutest du jetzt plötzlich eine ganz geheime OLED Errungenschaft, die so aufwendig ist, dass sie 60k kostet?

        Ich meine, seriously?

  4. Nur 60.000 Flocken? Dann ist der schon in 8 Jahren bezahlbar. Super!

  5. 60000 €, direkt mal ein Kredit aufnehmen, sobald der lieferbar ist.

    Ist eine Stange Geld, aber Entwicklung etc. will auch bezahlt werden und sobald der Break-even-Point erreicht ist, würde der Preis auch rapide fallen.

    • Naja ich erinnere mich noch an Ende der 90er Jahre. Ich war damals meine Tante in Köln besuchen. Da im Elektromarkt (MediaMarkt?) stand ein Flachbildfernsehermfürn 99.000 DM Sah für mich als Kind aus wie aus einem Science Fiction-Film. Oder die ersten OLED-TVs

      8K, MicroLED etc., alles für mich ok. aber mit dem Aufrolldesign kann ich mich nicht anfreunden. Ich kann mir nicht Vorstellen dass LG da eine plane Fläche, ausgerollt, zustande bekommt. Selbst die aktuellen Signature-Geräte bei Media Markt die auf Glaswänden montiert sind, wirken total verzogen und gerade Kanten und Linien in Reflexionen auf dem Gerät sind wellig. Hatte vorletzte Woche kurz mit dem Ausstellungsstück geliebäugelt, welches man mir zu 1/3 des UVP gegeben hätte. Allerdings mochte ich das Design, die besagten Reflexionen und die Montage an der Wand nicht.

      Leichtes OT: Weiß jemand wann Samsung die 2020-Generation der normalen (Q)LED-Modelle präsentiert oder wie das in den letzten Jahren war?

  6. der aufrollbare TV wurde doch bereits im letzten Jahr auf der CES gezeigt.

  7. Wenn der TV dann wenigstens einen richtigen Vorteil hätte. Den einzigen Vorteil den ich sehe, ich muss ihn nicht mehr oder weniger putzen. Der Fernseher ist ein Gerät für Leute die zu viel Geld haben, die ihren Freunden was vorführen wollen. Da muss ich den meisten hier recht geben, der Preis wird sehr stark fallen, die ersten neuen Geräte kosten immer utopische Preise.

    • Der Vorteil ist, dass ich bei Nichtnutzung des TV nicht so ein Ungetüm im Wohnzimmer herum stehen habe.

      Da ist dann nur noch ein (mehr oder weniger) kompakter Kasten an der Decke, den an der Wand frei werdenden Platz kann man sicherlich anderweitig sinnvoller nutzen.

      Wenn die Dinger in ein paar Jahren mal bezahlbar sind (und die unvermeidlichen Kinderkrankheiten überwunden haben) kann ich mir einen Kauf durchaus vorstellen.

  8. Der Preis ist völlig normal für Geräte der ersten Generation.
    Es müssen nicht nur die Produktionslinien dafür geschaffen werden, Personal dafür besorgt und letztendlich auch die Entwicklungkosten wieder eingespielt werden.
    Mit der Verbreitung sinkt dann auch der Preis.
    Und noch ist es eine Spielerei. Dafür wird kaum einer sein derzeitiges Gerät entsorgen.
    Also richtet das Gerät sich an zahlungskräftige Kundschaft.
    An dem Preis ist daher nichts ungewöhnlich.

  9. in MyDealz Manier – gleich 2 für dei Gästeklos bestellt…

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