CES 2012: Mit Moneto NFC bei fast jedem Smartphone nachrüsten

NFC, Near Field Communication, ist ja im Moment ziemlich häufig anzutreffen, die Sparkasse setzt da bald drauf in EC-Karten und auch bei den Smartphones kommt die Technik langsam zum Einsatz. Ermöglicht euch das kabellose Bezahlen über eine extrem kurze Distanz, praktische Sache also, in Deutschland noch nicht so verbreitet – in den USA schon normal. Problem: viele neue Smartphones haben die Technik noch nicht an Bord, wenn ihr euch also grade ein neues Smartphone zugelegt habt und nicht sofort in neue Technik investieren wollt, dann bleibt ihr erstmal ohne NFC, blöde Sache. Ist hier in Deutschland noch nicht so tragisch, dürfte aber in den nächsten Monaten ärgerlich werden…

Die Unternehmen DeviceFidelity und SpringCard haben auf der CES 2012 „Moneto“ vorgestellt:

Zum einen eine Prepaid-Kreditkarte wie man es schon kennt, zum anderen aber eine ziemlich coole Nachrüst-Möglichkeit für NFC: entweder mit einer MicroSD für rund 30 Dollar, wenn euer Smartphone denn einen entsprechenden Slot hat, oder beispielsweise beim iPhone mit einem speziellen Case wird dann das Smartphone um die NFC-Technik erweitert. Dann noch eine spezielle App runtergeladen, installiert und damit angemeldet und ihr könnt wie bei einem Smartphone mit nativ vorhandener NFC-Technik per Funk bezahlen.

Was ich mich bei der ganzen NFC-Kiste aber frage ist, ob es wirklich sicher ist. Zwar gibt es Ansätze das alles mit einem dicken Schlüssel abzusichern, außerdem ist die Zugriffsmöglichkeit aufgrund der geringen Distanz sehr gering, aber wenn ich jetzt an überfülle S-Bahnen oder Weihnachtsmärkte denke, dann würde ich wohl kaum merken, wenn mir jemand ein entsprechendes Lesegerät an den Hintern bzw mein Portemonnaie hält… warten wir es mal ab.

via SmartDroid und MobiFlip

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10 Kommentare

  1. Es sollte nicht so schwer sein eine Zahlung erst zu autorisieren, wenn man einen OK Button drückt. Damit wäre die Problematik mit Weihnachtsmarkt und S-Bahn gebannt.

  2. @Passsy denke ich mir beim Smartphone auch – aber wie läuft das das bei EC-Karten? Damit kann ich ja kaum etwas autorisieren durch ok-Button

  3. Ich denke aber zum einen werden diese Lesegeräte weder portabel noch fuer jedermann erhältlich sein, und zum anderen laesst es sich problemlos nachverfolgen welche Zahlung wohin gegangen ist, und im Zweifel auch wieder stornieren.

    Und das wichtigste: Es gibt ja (hoffentlich) keine NFC Zahlungen Kunde Kunde, sondern nur Kunde -> Händler. Und ohne Händlerauthorisierung gibts auch kein Geld von der Bank.

  4. @Martin:
    Damit liegst Du falsch.
    Erstens selbst wenn Lesegeräte nur für Händler zur Verfügung stehen, bedeutet dies gar nichts. Nicht umsonst gibt es z.B. oft Kopien von Filmen bevor sie erscheinen.
    Geld abgebucht heißt weg. Es kann keine Stornierungsmöglichkeit geben, weil auch gesagt wird, wenn man die Karte verliert ist das Geld weg wie Bargeld auch. Also ist es transferlos nachverfolgen muß also unmöglich sein, sonst gäbe es diese Einschränkung nicht.

  5. Dann ist dies aber eine selbstgemachte Schwäche des Systems. Technisch ist jede Buchung dieser Karten nachverfolgbar und authentifizierbar. Wird auch weltweit so eingesetzt. Und sobald etwas nachvollziehbar ist ist es auch stornierbar.

    Und der letzte Punkt bleibt. So lange man nicht von Karte zu Karte buchen kann und ein Händler nur mit Nachweis Geld auszahlen lassen kann, geht das Risiko gegen null.

  6. Aber wie ich grade lese schaufelt sich die Sparkasse gerade wieder ihr eigenes Grab. – NFC ohne Umsatzübersicht. Dann wirds wohl doch lustig.

  7. Moneto – was für ein Name!

  8. Leo Laporte hatte gerade den Hersteller im Interview und hat mal freundlicherweise meine Frage weitergeleitet.

    Derartige Lösungen funktionieren nur mit darauf speziell zugeschnittene Apps – werden also nicht von den gegebenen APIs unterstützt. Somit ist derartiges wirklich nur eine Notlösung und alles andere als eine gute Lösung im Vergleich zu fest verbauten NFC Chips in den Telefonen welche von jeder gängigen App unterstützt werden.

  9. Und wie bezahle ich jetzt mit einem NFC-Smartphone an einer entsprechenden Kasse? Stehe quasi jeden Tag an einer, ich bräuchte nur eine paassende App… gibt’s da schon was?

  10. @Jan: Die Sparkasse gibt ab April Bankkarten („EC-Karten“) in einer Testregion Hannover/Braunschweig nur noch mit NFC-Chip aus.
    Ab August bekommt dann jeder Sparkassen-Kunde in Westfalen-Lippe, dessen Karte abläuft, die neue automatisch mit NFC-Chip.

    Das soll die Geldkarten-Funktion ablösen und funktioniert zunächst auch so: Maximal 200€ aufladen (erstmal nur am Bankautomaten, später auch beim Händler), maximaler Betrag pro Zahlvorgang 20€. Ohne irgendeine Authentifizierung, es ist dann wie Bargeld.
    Auf dem Kontoauszug erscheint tatsächlich nur der aufgeladene Betrag und nicht, wo das Geld geblieben ist.

    Aber allein durch die Masse an Kunden ist das wohl die „Revolution an der Kasse“ (SZ). Die Sparkasse legt vor, fast alle anderen Banken haben schon angekündigt mitzuziehen. Und vor 2 Tagen hat die Edeka zugesagt, mitzumachen. Erstmal nur in der Testregion, aber mit 250 Filialen.

    Jetzt müssen sich nur noch Banken und TelKo-Unternehmen zusammentun, damit da nicht acht Lesegeräte an der Kasse stehen. o2 hat ja bereits NFC-Chips, die man sich für deren Verfahren (mpass) nachträglich ans Telefon kleben kann.

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