Brave: Browser führt Private Tabs mit Tor ein

Über den Browser Brave und seinen speziellen Umgang mit Werbung hatten wir ja bereits berichtet. Das Modell hinter dem Browser ist ganz spannend und wir haben die Erklärungen der Macher auch hier im Detail aufgegriffen. Nun ist Brave in der Version 0.23 erschienen. Neu sind dabei die Private Tabs mit Tor. Für diejenigen, die sich also gern möglichst komplett der Überwachung entziehen möchten, könnte dieses Feature spannend sein. Noch befinden sich die Private Tabs mit Tor aber im Beta-Status.

Klar ist, dass ihr durch den Einsatz jener privaten Tabs mit Tor dann vorm Tracking und eindeutiger Identifizierung gut geschützt seid. Zudem ist es möglich, parallel ganz reguläre Tabs, private Tabs, Session Tabs aber auch die neuen speziellen Private Tabs mit Tor geöffnet zu haben.

Automatisch blockiert Brave ohnehin Werbung, Tracker und auch Mining-Skripte. Auch in anderen Private Tabs wird keine History angelegt. Und Cookies werden nicht dauerhaft gespeichert. Die Private Tabs mit Tor gehen aber eben einen Schritt weiter und erschweren das Nachvollziehen der Nutzerbewegungen zusätzlich. Das gilt speziell für die Internetanbieter selbst, Arbeitgeber oder Wi-Fi-Anbieter wie Hotels. Zudem können Websites den Nutzer nicht mehr so leicht anhand ihrer IP identifizieren. In den Private Tabs mit Tor ist die Suchmaschine DuckDuckGo als Standard eingestellt, der Wechsel durch den Nutzer bleibt aber natürlich möglich.

Da die Private Tabs mit Tor aktuell noch in der Beta stecken, können aber freilich noch Bugs auftreten. Diskutieren könnt ihr über jene hier bei GitHub. Dort lädt man auch Entwickler ein sich zu beteiligen. Innerhalb der nächsten Wochen soll es zudem weitere Updates geben. Im Übrigen sind die Private Tabs natürlich nicht die einzige Anpassung, die in Brave 0.23 vorgenommen wurden. Es gibt auch ein neues Set für die Icons, Verbesserungen an der Toolbar, Modifikationen der Tab Previews und weitere, kleinere Optimierungen. Außerdem soll Brave 0.23 nun besser mit Googles Suite an Produktivitätswerkzeugen zusammen arbeiten, ohne, dass sich die Einstellungen beißen.

Den Download zu Brave 0.23 findet ihr hier. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. Nein, der Brave Browser kommt nicht auf mein Gerät. Ich will keine Werbung auf dem Smartphone, da ich mit dem Teil nur mobil surfe. Und da knabbert JEDE Werbung am Volumen. Daher nutze ich schon seit langer Zeit die App DNS66. Die blockt so gut wie jeden Werbemüll.
    Hier mal eine gute Anleitung für die APP: https://www.dennis-sareika.de/informationstechnik/android/43-dns66-akkuschonender-android-adblock-ohne-root

    • Wolfgang D. says:

      @Jörg R. „Werbung auf dem Smartphone“
      ungeschickte Eigenwerbung, oder Unfähigkeit zum Lesen? Das ist ein Desktopbrowser, mit eingebautem Blocker.

      • Es ist wirklich Unfähigkeit zum Lesen. Sch…, Wolfgang, Du hast Recht. Habe ich doch echt übersehen. Es gibt ja auch noch den PC.
        Aber das Konzept des Browsers finde ich trotzdem zumindest fragwürdig.

        Eigenwerbung würde ja bedeuten, dass ich irgendwas mit der DNS66-App zu tun hätte. Leider nein. Das einzige ist, dass sie auf meinem Smartphone läuft.

        • Wolfgang D. says:

          @Jörg R. „zumindest fragwürdig“
          Erst mal eine Entschuldigung, es hätte „überlesen“ heissen müssen statt „unfähig zum“.

          Es ist nun mal der Zwiespalt, man muss mit seiner Arbeit Geld verdienen. Ich hab bei Opera lange Lizenzen gekauft, und dann sind sie doch zur Fremd-Finanzierung übergegangen, weil ein Zehner pro Jahr und Nutzer für ein Unternehmen einfach zu wenig ist.

          Brave ist fein einstellbar, und verschweigt nichts. Die Programmierer haben sich also nichts vorzuwerfen, und der Nutzer kann nach eigenem Ermessen entscheiden.

          Schönes Wochenende!

  2. Wolfgang D. says:

    Die paketierte Linuxversion ist mit 0.22.721 mal wieder ziemlich hinterher. „Sicher“ geht anders. Nicht komplett lokalisiert, und fragt nach irgendwelchen Token? Außerdem crasht die mehr als die Windowsversion, jedenfalls gerade bei der Ersteinrichtung. Ich mag Brave trotzdem.

  3. Schon lange mein Standardbrowser am PC und auf dem Smartphone.

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