Auswertung Monatsumfrage: Mehr als die Hälfte nutzt bereits einen Smart Speaker

Es gibt aktuell wohl kein anderes technisches Produkt, bei dem man die Entwicklung so massenmarkttauglich mitverfolgen kann wie bei smarten Lautsprechern. Sie sind verhältnismäßig günstig in der Anschaffung, aber noch so unausgereift, dass man quasi ständig auf neue Funktionen zugreifen kann. Amazon ist dabei mit zahlreichen Echo-Geräten schon ein Stück weiter, aber auch Google wird weiterhin versuchen, die Varianten des Google Home Lautsprechers immer besser in den Alltag zu integrieren.

Von Euch wollten wir in der ersten Umfrage des Monats deshalb einfach einmal wissen, ob Ihr bereits einen Smart Speaker nutzt. Und ich bin der Meinung, dass sich anhand dieser Umfrage mal wieder sehr gut zeigt, welch ausprobierfreudiges Publikum bei uns liest (und abstimmt).

6324 Stimmen wurden insgesamt abgegeben. Von diesen Lesern haben 2762 keinen Smart Speaker bei sich in der Wohnung stehen. Klingt erst einmal viel, allerdings entspricht das nicht einmal der Hälfte der Abstimmenden. Während die Umfrage die Gründe dafür nicht abfragt, gibt es eigentlich nur zwei Erklärungen dafür. Entweder man sieht in einem Smart Speaker keinen Mehrwert oder man hat zu große Datenschutzbedenken.

Interessant sind aber vor allem diejenigen, die einen nutzen, denn hier kann man schön ablesen, wer in der Gunst der Nutzer vorne steht. Das ist ganz klar Amazon Echo. 2068 Stimmen sind auf die Lautsprecher mit Alexa an Bord entfallen. Google Home mit seinem Google Assistant kommt auf knapp die Hälfte davon, 1025 Stimmen erhalten Google Home und Google Home Mini.

Zu diesen Nutzern gesellen sich aber auch noch die, die sowohl Amazon Echo als auch Google Home nutzen. Hier wiederum hätte ich mit mehr gerechnet, aber es sind nur 391 Nutzer, die sich für beide Varianten entscheiden. Irgendwie schon logisch, die Speaker sind sich recht ähnlich, da muss man nicht zwei Systeme einsetzen.

Weniger interessant scheinen hingegen Smart Speaker von Drittanbietern zu sein. Diese gibt es mittlerweile auch mit direkter Sprachbedineung, anfangs musste man bei solchen Angeboten einen Button betätigen, um einen Sprachbefehl absetzen zu können. Was ja ein wenig gegen das Nutzungskonzept geht.

72 Stimmen erhielten Smart Speaker von Drittanbietern mit Amazon Alexa, immerhin noch 6 Stimmen gibt es für Drittanbieter-Lautsprecher mit integriertem Google Assistant. Allerdings liefern sowohl Google als auch Amazon wenig Gründe, auf einen Drittanbieter zu wechseln, beide haben Smart Speaker in verschiedenen Preisklassen und die Funktionen unterscheiden sich nicht wirklich.

Insgesamt zeigt die Umfrage sehr schön, wie viel Potential die Speaker haben, auch in ihrem längst nicht finalen Stadium. Wir bedanken uns fürs Mitmachen, natürlich könnt Ihr auch bei unserer aktuellen Montasumfrage wieder mitmachen. Seht Ihr bereits in der Sidebar, es geht wieder einmal darum, wie viel ihr dieses Jahr für ein Smartphone ausgeben werdet.

Hier noch die Umfrageergebnisse im Detail:

Bei mir steht:

  • kein Smart Speaker (44%, 2.762 Votes)
  • Amazon Echo (alle Varianten) (33%, 2.068 Votes)
  • Google Home / Home Mini (16%, 1.025 Votes)
  • sowohl Google Home als auch Amazon Echo (6%, 391 Votes)
  • anderer Smart Speaker mit Amazon Alexa (1%, 72 Votes)
  • anderer Smart Speaker mit Google Assistant (0%, 6 Votes)

Total Voters: 6.324

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Ich habe zwar ein Amazon echo Echo Dot außer zum Radio und Musik hören wird der eigentlich nicht verwendet.

  2. Thorsten S. says:

    Wie groß war damals, als die NSA Enthüllungen von Edward Snowden kamen, die Empörung, und heute stellen sich die Leute ständig mithörende Echo’s, Home’s und wie die Dinger sonst noch heißen, in die Bude, FREIWILLIG..

    Aber die Leute haben ja, wie damals auch, „nix zu verbergen“….Inzwischen braucht man sich über „den Menschen“ nicht mehr zu wundern…“Lol“.

    • Es ist kaum ein unterschied ob man ein Smartphone besitzt, oder einen Smart Speaker. Beide haben Mikrofone und sind ans Internet angebunden – können damit potenziell als „Wanze“ benutzt werden.

      Bin immer wieder überrascht wie Leute sich über Alexa und co aufregen aber selbst ohne jegliche vergleichbare „Ängste“ ein Smartphone benutzen.

      PS: Habe selbst das Haus voller Google Homes – wenn ich Angst hätte ausspioniert zu werden würde ich sowohl die GH’s abschaffen als auch mein Smartphone..

      • Vielleicht benutzt Thorsten wegen der Möglichkeit, dass er belauscht wird, gar kein Smartphone und ist konsequent?

        • Der gravierende Unterschied ist allerdings:
          Bei den Wanzen kann man sicher sein, belauscht zu werden.
          Bei den Smartphones fehlt, bei aller Liebe zur „Aluhütlerei“, der Beweis, unerwünscht abgehört zu werden, zumindest so lange der GA nicht eingeschaltet ist!
          Wie auch immer, mir fehlt trotz aller Neigung zu allem möglichen Spielkram, ein echter Einsatzzweck.

          • Doch den Beweis für die Abhörfunktionen von Smartphones gibt es.

            Smart Speaker übertragen erst nach Nennung des Codewortes, wenn sie „as intended“ arbeiten oder hast du etwa einen Beweis, dass sie schon vorher alles mitschneiden? 😉

        • @Mo Kann natürlich sein – dann ist er konsequent 🙂

          Falls das der Fall ist, kann er meinen Kommentar auch ignorieren.

  3. Die „Smart“ Funktionen meines Speakers benutz ich auch sehr begrenzt. „Licht ausschalten“ (per Hue), Radio anmachen, und die Uhrzeit fragen sind die meistgenutzten Funktionen.

  4. Ich nutze den Echo hauptsächlich zum Radio hören, aber dafür dann auch sehr oft bzw. recht viel.

    Die Kids „nutzen“ den Echo öfters zum „Blödsinn“ machen und meine Tochter für Hörbücher.

    Dafür braucht man natürlich nicht unbedingt einen Echo bzw. Smart Speaker, aber es ist halt schön einfach und bequem

  5. Ich gebe Thorsten S. Recht. Empörung über abgehört werden und entsprechendes Handeln passen meist nicht zusammen.
    Es gibt aber sehr wohl einen Unterschied zwischen Smart Speaker und Smartphone.
    Während man beim Smartphone diverse Funktionen (die einem zu neugierig sind) abschalten kann und trotzdem noch ein brauchbares Gerät hat würde das Abschalten dieser Funktionen beim Smart Speaker zur Unbrauchbarkeit führen. Das Teil wäre somit lediglich ein nutzloser Staubfänger.
    Selbst bei Windows kann man einiges einstellen um sich weniger ausfragen zu lassen.
    Ob das am Ende wirklich funktioniert und etwas bringt oder einem nur vorgetäuscht wird können die Profis mal austesten und veröffentlichen. Der Smart Speaker muss Aufgrund seines Wesens neugierig sein weil er sonst nicht hilfreich für den Anwender ist. Das ist ja verständlich. Was in der heutigen Zeit leider ein gewisses Problem darstellt weil man niemanden mehr trauen kann u. von allen Seiten ausgesaugt, abgezockt usw. wird. Da kann die Technik noch so begeistern, aber alles in einem noch halbwegs vernünftigen, sicherheitsbewussten Rahmen. Man muss nicht (kann aber) sein ganzes Leben irgend welchen Firmen auf dem goldenen Tablett vorlegen. Man muss sich fragen: Wie hoch ist der Preis/Informationen den ich für was zahle u. was bringt es mir am Ende. Ein Problem gibt s vielleicht nicht morgen oder übermorgen, aber vielleicht in einigen Jahren. Das muss dann jeder selbst für sich entscheiden. Alu Hut hin oder her.

    • Grober Unfug, wenn beide Geräte arbeiten wie Sie sollen, und bei einem Smartphone gehst du ja davon aus, werden bei Smart Speakern erst nach dem Nennen des Codewortes Daten gesendet.

      Außerdem halte ich nicht nur das gesprochene Wort für sensibel, sondern auch die Daten auf dem Smartphone.

      Zu den Möglichkeiten der Überwachung empfehle ich die Lektüre von Snowden-Leaksund Verlautbarungen vom ccc.

  6. So ein Scheiß kommt mir nicht ins Haus.

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