ARM Cortex-A76 soll Notebook-Leistung und Smartphone-Effizienz vereinen

ARM hat seinen neuen SoC Cortex-A76 vorgestellt. Laut dem Unternehmen soll der Prozessor quasi die Leistung von Notebook-Lösungen mit der Effizienz mobiler SoCs vereinen. Laut ARM handele es sich dabei um einen Chip, welcher die hauseigenen Techniken DynamIQ und big.LITTLE vereine. Man spricht von einer Leistungssteigerung um 35 % gegenüber bisherigen Generationen und einer Steigerung der Energieeffizienz um 40 %.

Dabei sieht ARM den Cortex-A76 eben auch vorwiegend in Notebooks der Reihe Always Connected und High-End-Smartphones. Die Vergleiche beziehen sich dabei auf den Vorgänger, den ARM Cortex-A75. Die Herausforderung sei dabei aber insgesamt weniger die Leistungssteigerung und mehr die Beibehaltung bzw. Verbesserung der Energieeffizienz gewesen. Hier habe auch das 7-Nanometer-Herstellungsverfahren erst neue Möglichkeiten aufgezeigt.

ARM selbst entwickelt allerdings keine Prozessoren für den Markt, sondern lizenziert lediglich die Architektur an Partner. Es bleibt also abzuwarten, was letztere nun aus der Architektur zaubern. So klingt vieles auf dem Papier gut, wie es in der Praxis umgesetzt wird, hängt aber von vielen Faktoren ab. Ob wir etwa im Alltag wirklich SoCs erleben werden, welche die maximale Taktrate von 3 GHz ausreizen, bleibt abzuwarten.

Selbst bei geringeren Taktraten sollten sich die Verbesserungen in der Architektur aber sowohl in der Leistung als eben auch der Effizienz bemerkbar machen. Dabei geht man davon aus, dass die Cortex-A76 nun für zwei SoC-Generationen als Basis herhalten werden. Parallel hat ARM außerdem auch die neue GPU Mali-G76 vorgestellt, die im Vergleich mit der Mali-G72 die Leistung um 25 % erhöhen soll.

Bis es erste Prozessoren auf Basis der ARM Cortex-A76 in mobile Endgeräte schaffen, dürfte noch etwas Zeit vergehen. Vermutlich dürfte nicht vor dem vierten Quartal 2018 bzw. 2019 damit zu rechnen sein.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. Wäre cool wenn sich ARM am Desktopmarkt stärker durchsetzt.
    Wird aber schwierig, da Windows immer noch auf x86 Uraltarchitektur aufsetzt.

    • Schon mal was von Windows 10 on ARM gehört?

    • Stimmt nur noch bedingt, natürlich sind die x86 Programme deutlich mehr. Moderne Apps laufen allerdings auf x86 und ARM gleich und seit Windows on Arm auf dem Snapdragon 835 können sogar x86 Programme zum Großteil emuliert werden (natürlich mit schlechterer Leistung).

      Aber ja, wieso man unbedingt eine Architektur viel besser finden soll ist mir auch schleierhaft… zumal der Ursprung der Architekturen gerade mal 5 Jahre auseinander liegt.

    • ARM war ja ursprünglich mal ein Desktop Prozessor. Nach einigen Schwierigkeiten habe ich meinen alten Acorn A3000 von 1991 mit ARM 2 Prozessor 8 MHz wieder zum laufen gebracht. Die C-Mos Pufferbatterie ist wohl Fratze. Einfach nur geil das Teil.

    • Auch die Behauptung mit mobile und embedded ist so nicht richtig. Im Serverbereich ist Arm im Moment ganz stark im kommen. Ganze Rechenzentren setzen auf ARM. Ist wie so oft einfach eine Rechensache

  2. ARM ist die bessere Architektur und ihr gehört die Zukunft, in 10 Jahren ist Intel im Konsumenten-Prozessormarkt hoffentlich nur noch eine Nischenfirma.

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