Amazon und Rossmann sollen für Prime Now kooperieren

Amazon und Rossmann sollen sich laut aktuellen Berichten für eine umfassende Kooperation zusammentun: Amazon soll die Logistik und Online-Infrastruktur über seinen Dienst Prime Now bereitstellen und Rossmann sein Sortiment anbieten. Weil man die Produkte über Prime Now ausliefern will, soll die Zusammenarbeit zunächst nur in Berlin an den Start gehen. Sollten die Kunden das Angebot gut annehmen, könnte aber rasch die Expansion nach München folgen.

In Umlauf gebracht wurden diese Informationen über die Wochenzeitung für Führungskräfte in der Lebensmittelbranche und im Handel (Paywall). Amazon und Rossmann haben sich bisher nicht zu dem Bericht geäußert. Sie sollen die Kooperation bereits seit Monaten vorbereiten, heißt es. So spielt für Rossmann der Onlinehandel bisher nur eine sehr kleine Rolle: Bei einem Jahresumsatz von 8,4 Mrd. Euro stammten 2016 gerade einmal 28 Mio. Euro aus dem Online-Geschäft. Das könnte die Zusammenarbeit mit Amazon eventuell auf Dauer ändern.

Rossmann soll bei der Kooperation weiterhin die Preise für seine Produkte bestimmen. Zunächst soll aber nicht das gesamte Sortiment bei Amazon Prime Now angeboten werden. Stattdessen will man angeblich ca. ein Viertel der 17.000 Artikel aus dem Rossmann-Sortiment über Prime Now ausliefern.

Für Amazon und Rossmann wäre die Kooperation ein großer Deal. Zwar hatte Amazon vor einigen Jahren schon ähnliche Experimente mit dm gestartet, die Partnerschaft mit dem Rossmann-Konkurrenten erwies sich damals aber als Misserfolg. Vielleicht hat man nun über Prime Now mit Rossmann mehr Glück. Warten wir es ab, denn eine offizielle Bestätigung steht ja noch aus.

(via Heise)

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6 Kommentare

  1. Deliberation says:

    Die Kooperation wurde damals nach öffentlichen Aussagen seitens DM beendet. Offenbar erwirtschaftete man damals über Amazon nicht einmal den Umsatz einer einzigen gut laufenden Filiale. Die Schlussfolgerung war klar: der Kunde kauft diese Produktart lieber im stationären Handel ein. Dass sich das geändert hat, sieht man an den vielen verschiedenen Versendern, die in den letzten Jahren Onlineshops eröffnet haben. Die höhere Bereitschaft, Drogerie-Artikel im Netz zu kaufen, könnte auch damit zusammenhängen, dass in den letzten Jahren die Youtube- und Instagram-„Stars“ entstanden sind, die Werbung für Pflegeprodukte und Co. fies als persönliche Empfehlungen tarnen. So ist eine ganze Branche entstanden, die (man mag es fast nicht glauben) ihre eigenen Produkte als „Taschengeld-Produkte“ bezeichnet. Hier gewöhnt sich also eine Generation an das Online-Kaufen von kleinsten Dingen. Dann ist meines Erachtens auch der Weg nicht mehr weit, auch die Handcreme für 1,20 Euro gleich mit zu bestellen.

    Ob die Kooperation mit Rossmann auf Amazon funktioniert, hängt aber sicher noch von anderen Faktoren ab. Meines Erachtens wäre der beste Schritt, einen eigenen Bereich auf Amazon zu öffnen, der mit dem CD von Rossmann gekennzeichnet ist. Denn das schafft Vertrauen gleich in zweifacher Hinsicht: erstens kauft man bei einem der Top-Versender Amazon und zweitens bei einem der Top-Drogerieartikel-Anbieter Rossmann. Klassisches Co-Branding.

  2. Das kann durchaus funktionieren. Also ganz ehrlich, wenn ich die Wahl habe zwischen:

    a) den Artikel in einer Filiale zu kaufen inklusive dem Zeitaufwand für die Anfahrt und den Kaufvorgang an sich inkl langen Schlangen an der Kasse, oder:

    b) den Artikel zum gleichen Preis grad auf die schnelle online zu bestellen und bequem geliefert zu bekommen

    Da stellt sich wohl nicht wirklich die Frage was von beidem bevorzugt wird.

  3. Deliberation says:

    Wobei der Umweltaspekt nicht zu vernachlässigen ist. Jede Zahnpastatube einzeln zu verpacken und dann separat zum Endkunden zu schicken, scheint mir nicht gerade effizient zu sein. Weder aus wirtschaftlicher noch umwelttechnischer Sicht. Deshalb versuche ich auch seit einger Zeit, mein tägliches Pendeln zur Arbeit mit Fußwegen z.B. zum DM zu verbinden. Da kann ich dann auch gleich die Umverpackung da lassen.

    Aber ich weiß, nicht Jeder hat die Möglichkeit dazu oder schert sich um diesen Aspekt. Was ich durchaus nachvollziehen kann.

  4. @Deliberation

    Die Ware in die Märkte zu bekommen, passiert natürlich per Teleportation.

  5. Ich fürchte nur die Preise werden wieder Apothekenpreise sein. Dazu kommt der Eintritt den man zahlen muss. Damit man da Geld aufgeben darf. Also Prime zwang.

    Was bringt das Sortiment wenn es zum Luxus Angebot wird.

  6. @John
    Warten wir mal die Preisgestaltung ab. Damit dass es sicher „Prime exklusiv“ sein wird habe ich keine Probleme. Der Jahresbeitrag lohnt sich bei mir mehr als locker alleine schon durch das Streaming Angebot und den schnellen Versand.

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