Alle Infos: Android M Developer Preview vorgestellt

Die diesjährige Google I/O ist gestartet und Google geht direkt in die Vollen. Direkt zu Anfang der Entwicklerkonferenz zeigt man erste Einblicke in die kommende Android-Version, die zunächst lediglich den Projektnamen „Android M“ trägt.

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App-Berechtigungen

Mit dem Update auf Android M will man vor allem unter der Haube herumschrauben und Google legt dabei viel Wert auf Sicherheit und Performance. So wurden tausende Bugs aus Android L zerquetscht und Android M erhält die bereits im Vorfeld vermuteten App-Berechtigungen zurück. Heißt, Ihr bestimmt, welche App welche Berechtigungen einfordern darf und nicht mehr wie vorher, der Entwickler.

Anhand des Beispiels WhatsApp zeigte man, wie das Ganze funktioniert. Tippt man im Chat beispielsweise auf das Mikrofon, um einen Text einzusprechen, erscheint ein Pop-up mit der Berechtigungsanfrage, ob WhatsApp auch wirklich das Mikrofon benutzen darf. Und wenn Ihr aus Versehen Berechtigungen eingeräumt habt, die Ihr nicht freigeben wolltet, könnt Ihr sie jederzeit in den jeweiligen App-Einstellungen wieder ausschalten.

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Web-Experience

Das Thema Web Experience steht ebenfalls mit im Vordergrund bei Android M. So werden neue Chrome Browser Layer Tabs für Apps bereitgestellt. Vormals war es so, dass Ihr, wenn Ihr beispielsweise in Pinterest auf ein verlinktes Bild geklickt habt, automatisch in den Chrome-Browser weitergeleitet wurdet. Um das nervige umwechseln und die damit verbundenen Wartezeiten zu minimieren, können Entwickler einen Browser-Layer in die jeweilige App einfügen. Somit lädt die Seite hinter dem Link direkt in der App.

Zudem können Apps nun verifizieren, ob ein geklickter Link logisch mit einer bereits installierten App verknüpft werden kann. Heißt, Ihr erhaltet beispielsweise per WhatsApp einen Link zu einem Tweet, wurdet Ihr beim Öffnen normalerweise gefragt, welche App Ihr mit dem Link standardmäßig öffnen wollt. Der Haken? Ihr musstet diesen Vorgang für jede andere App, in der Ihr einen Tweet-Link bekommt, wie zum Beispiel Gmail, erneut mit Twitter verknüpfen. Nun erkennt Android M das ganze nativ und Ihr müsst nur ein Mal Eure favorisierte App festlegen.

Android Pay

Bereits zum Mobile World Congress bestätigte Sundar Pichai, dass man aktuell an einer grundlegenden Überarbeitung von Google Wallet arbeitet, die den Namen Android Pay trägt. Nun wurde das Ganze auf der Google I/O offiziell vorgestellt. Der Vorgang soll dabei sehr simpel vonstattengehen und sehr sicher sein. Man entsperrt einfach das NFC-fähige Smartphone, legt es auf die NFC-Pay Station zum Bezahlen und schon hat man bezahlt.

Dabei generiert Android Pay eine virtuelle Nummer für jeden einzelnen Vorgang, sodass die gespeicherten Kartennummern nicht preisgegeben wird. Falls ein Hacker in irgendeiner Form an die Zahlungsdaten kommen möchte, erhält er nichts weiter als die Vorgangsnummer der bereits getätigten Zahlung.

Google arbeitet für die Umsetzung bereits mit großen Unternehmen, Banken und Mobilfunkanbietern zusammen. Zu Anfang sollen insgesamt 700.000 Stores in den USA Android Pay akzeptieren. Zudem soll Android M eine native Unterstützung für Fingerabdruck-Scanner bekommen, der ebenfalls mit Android Pay als zusätzliche Sicherheit genutzt werden kann. Android Pay soll demnach auch in-App-Käufe unterstützen.

Wann das Bezahlsystem an den Start gehen soll, steht offiziell noch nicht fest, doch so wie es aussieht, müssen wir uns anfangs wie so üblich eh gedulden, da der Dienst offenbar für den Beginn US-only sein wird.

Akkulaufzeit

Android M wird ein weiteres Feature für Entwickler und vor allem Hersteller erhalten: Doze. Doze erkennt Bewegungen im Smartphone und friert Prozesse im Hintergrund ein, wenn keine Bewegung vorhanden ist. Liegt Euer Smartphone also still auf dem Tisch, werden unnütze Prozesse pausiert und dies spart Euch eine Menge Akku – Google spricht sogar von bis zu doppelter Laufzeit! Dabei gehen aber die Benachrichtigungen von WhatsApp, Facebook und Co. nicht verloren, sondern sollen nach wie vor in Real-Time ankommen.

So wie es aussieht tritt Google anscheinend Herstellern auf die Füße, dass diese in kommenden Smartphone-Generationen auf USB Typ-C setzen. Der wohl größte Vorteil der Technologie würde sich durch Fast Charging bemerkbar machen, denn dank USB Typ-C kann das Smartphone zwischen drei bis fünf Mal schneller geladen werden.

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Verbesserte Funktionen

Des Weiteren wurden einige Funktionen aus Android L in Android M verbessert wie zum Beispiel das Kopieren und Einfügen von Texten und das Teilen von Inhalten vom Smartphone an andere Personen wird vereinfacht. Der wohl wichtigste Punkt für viele dürfte sein, dass Android M eine verbesserte Lautstärkeregulierung mitbringt. Endlich sind einzelne Quellen für Medien-, Klingelton- und Weckerlautstärke wieder einzeln steuerbar.

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Now on tap

Googles Knowledge Graph ist eines der wohl besten Features der Google Suche auf Smartphones. Man gibt oder spricht einen Suchbegriff ein und bekommt hervorgehobene Informationen zu dem was man sucht. Mit Now on tap macht Google seinen Knowledge Graph systemweit nutzbar.

Egal in welcher App Ihr Euch gerade befindet, versteht Google den Kontext und gibt passende Informationen aus. Schreibt Ihr also gerade mit einem Freund oder einer Freundin über einen bestimmten Film, den Ihr Euch heute im Kino ansehen wollt, reicht ein Tap auf den Home Button und Google zeigt Informationen zum Film sowie weitere Dinge wie Filmtrailer usw. an.

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Ihr unterhaltet Euch über ein Restaurant? Google kennt die passende Rezension dazu und kann Euch gleich einen Tisch für den Laden reservieren. Das ganze funktioniert beispielsweise auch in Chrome oder anderen Apps, ohne dass Entwickler diese großartig anpassen müssen.

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Die Developer Preview von Android M wird heute im Laufe des Abends an Entwickler für Nexus 5, Nexus 6 und Nexus 9 verteilt.

Update: Die Developer Preview ist live. Google hat hierfür eine eigene Seite aufgezogen mit weiteren Informationen und Preview SDK-Download für Entwickler.

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13 Kommentare

  1. Gibt es das neue Google now tap feature nur mit Android M?

  2. installiere ich wohl direkt mal und Greenify wird damit ja überflüssig oder?

  3. – Ja
    – mal abwarten wie es sich im Alltag schlägt.

  4. Leider wurde wieder die Hoffnung auf eine Vollbackup-Funktion in Android enttäuscht.

  5. @Ulf gibt es ja über die adb, wobei diese noch einiges an Verbesserungspotential hat

  6. ist klar dass sie wieder nur das chrome „schlankmachfeature“ auf automatik rausbringen. chrome einfach anweisen können durch komprimierung und verzicht auf bilder einfach mal datenverkehr zu sparen, wäre auch zu schön gewesen. gerade wenn man die nächste milliarde user erreichen will und dafür teilweise ballonsaufsteigen lässt, wäre alles was datenreduziert echtmal ein schritt in die richtige richtung.

  7. @Ulf, in Richtung Backup scheint aber auch was zu kommen … http://developer.android.com/preview/backup/index.html

  8. In dem großen ‚M‘ stand doch während der Präsentation was von App Backup (irgendwo mitte unten)

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