500px: Die Foto-Plattform schließt den Marktplatz

500px war jahrelang eine erstzunehmende Foto-Community mit der Möglichkeit, Fotos auf einem Marktplatz zu kaufen oder zu verkaufen. Im Februar dieses Jahres folgte dann die Nachricht, dass man durch die Visual China Group übernommen wurde. Es sollte sich nichts für die Mitglieder ändern.

Seitdem sind etwas mehr als vier Monate vergangen und wie es immer so ist, ändert sich nun doch etwas, denn man hat zum Ersten dieses Monats den Marktplatz ohne Vorwarnung für die Anwender geschlossen. Die Bilder werden ab sofort über Getty Images und die Visual China Group vertrieben. Weiterhin haben die Nutzer auch keine Möglichkeit mehr, die eigenen Fotos hochzuladen und mit einer Creative Commons Lizenz zu versehen. Eine Migration, der Download oder eine Suche nach den Bildern ist ebenfalls nicht möglich. Im besten Falle kann der Fotograf eine freie 500px-Lizenz nutzen, was für viele sicherlich keine Option ist.

Wie 500px gegenüber The Verge mitteilt, gäbe es wohl nicht so viele Anwender, die gültige CC Lizenzen verwendet haben, die Suche nach den Bildern wäre außerdem buggy. Der Aktivist Jason Scott arbeitet mit archive.org zusammen und sieht das auf Twitter anders. Insgesamt 3 Terabyte an CC-Fotos werden demnach in der Versenkung verschwinden.

Über kurz oder lang könnte das wohl das Ende für 500px als soziale Foto-Sharing-Plattform gewesen sein. So wie es aussieht, war der Druck durch Dienste wie Instagram und Co. wahrscheinlich zu groß.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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16 Kommentare

  1. Und schon wieder eine „wir hören auf“ Meldung. Das beschädigt weiter Vertrauen in Dienste die nicht aus den USA und von Facebook, Amazon oder Alphabet/Google kommen. Sehr bitter. Ich mache mir echt Sorgen um Evernote. Dies in dem Zusammenhang als kleine Randnotiz.

  2. ohne die Plattform ernsthaft benutzt zu haben: Soziale Netzwerke sind doch in keiner Weise ernsthafte Anlaufstellen für hochwertige Fotos.

    • Eben! Bin vor ca 10 Jahre von Flickr zu 500px gewechselt, gerade weil Flickr zu mainstream wurde. Die einzige große community für anspruchsvolle Fotografie, ist noch 500px. Instagram, Facebook, google+, sind keine Alternative!

    • Du hast die Plattform wirklich nicht genutzt sonst hättest du das jetzt nicht gesagt. Zwar gab es das natürlich auch viele „schlechte“ Fotos, aber dank deren Bewertungssystem kann man sehr leicht sich nur die hochwertigen Fotos anzeigen lassen.
      Aber ich würde die Plattform auch nicht als „soziale“ Plattform bezeichnen… Aber was ist deine Meinung nach die richtige Anlaufstelle für hochwertige Fotos?

  3. @Paubolix: Was gibt es wegen Evernote zu befürchten. Ist doch ein US-Unternehmen.
    Oder weist Du mehr?

  4. Evernote ist aber nicht Bestandteil der genannten Mega-Konzerne. Und Evernote geht es nicht gut. Nur in den USA beheimatet zu sein, reicht manchmal auch nicht.

    • Black Mac says:

      Evernote hat es aber auch verpasst, sich als unverzichtbarer Standard zu etablieren, obwohl sie einen enormen Vorsprung hatten. Die Apps sahen jahrelang so aus, als wären sie gleich nach dem «Hello World»-Tutorial programmiert worden.

      Heute ist die Konkurrenz gross – und gut. Die meisten Apple-Anwender sind mit dem mitgelieferten Notes bestens bedient. Microsoft hat OneNote und dann gibt es noch unzählige andere Lösungen, die auch mitmachen wollen und besser aussehen.

      Das schmälert die zahlende Zielgruppe für Evernote enorm.

      • OneNote wird auch eingestampft. Deine Ansicht zu den Apps kann ich so gar nicht teilen. Und ich habe mich ernsthaft nach Alternativen umgesehen. Nenne mir eine die das kann, was Evernote bietet. Alles, nicht nur Notizen rein tippen können. Ja, es gibt Dinge die auch EN fehlen (Outline, Markdown, Überschriften)

        Aussehen ist Geschmacksache, aber auch in diesem Punkt halte ich EN für bestens.

        Eine letzte Frage noch: Wie soll sich sowas als „Standard“ etablieren? Da EN aber von vielen Diensten unterstützt wird, ist es ein Quasi-Standard.

        • Black Mac says:

          Als “Standard” bezeichne ich eine App oder einen Dienst, der so populär ist, dass man kaum daran vorbeikommt. Beispiele wären InDesign oder MS Office, die man allein deshalb haben muss, um mit anderen kompatibel zu sein. Zugegeben, das ist bei einem Notizdienst schwierig.

          Aber Evernote ist ja auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Markdown, Tags, Headlines usw. findest zu zum Beispiel in Bear Notes. Andere Apps wie die “Notizen” von Apple sind schon sehr ausgebufft, auch im Zusammenspiel mit dem iPad und dem Apple Pencil. Da stinkt Evernote zum Teil ganz schön ab.

          Zu OneNote: Wird das wirklich eingestampft? IMHO ist es so, dass es nur noch über den App Store von Microsoft erhältlich ist. Aber Windows ist nicht so mein Ding …

        • Gouryella says:

          OneNote wird nicht eingestampft, sondern wurde mit den anderen Versionen nur auf eine einheitliche Codebase gestellt. Was richtig ist, ist, dass unter Windows die Zukunft der Universal App gehört und nur noch die neue Features bekommt, mit der sie vor allem über den Sommer in den wichtigsten Bereichen zu OneNote 2016 aufschließen soll. Trotzdem bleibt OneNote 2016 für die, die es brauchen, weiterhin über den Microsoft Store verfügbar.

          https://www.drwindows.de/news/grosse-plaene-microsoft-enthuellt-die-zukunft-von-onenote-unter-windows-10

          Bei allem Respekt: Erst informieren, dann schreiben. Microsoft ist zwar in seiner Kommunikation hundsmiserabel und trifft auch manch großspurige und teilweise seltsame Entscheidung, aber sie haben nie davon gesprochen, dass OneNote generell in Rente geschickt wird. Soviel Wahrheit muss schon sein.

          • Sorry. Das es nicht wieder vorkommt, kann ich aber nicht versprechen. Ich greife da manchmal doch zu schnell in die Tastatur. 😉

  5. Ich biete seit etwas mehr als einem Monat meine Bilder auf Unsplash (Public Domain) an und kann nur Positives berichten. Ich habe in dieser Zeit schon fast 1.8 Mio Views und etwas mehr als 4000 Bild-Downloads erreichen können, etwas was auf Instagram kaum noch möglich wäre.

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