Skylanders Trap Team Tablet Starter Pack ausprobiert

14. Oktober 2014 Kategorie: Android, Hardware, iOS, Mobile, geschrieben von:

Letzte Woche trudelte ein Paket hier ein, das einmal etwas anderes als die üblichen Testgeräte enthielt. Es war mit Zubehör für Skylanders – Trap Team gefüllt. Für dieses Tablet-Game, das für verschiedene Android- und iOS-Tablets verfügbar ist, gibt es seit kurzem auch in Deutschland das Tablet Starter Pack. Dieses verbindet echte Spielfiguren mit dem Spiel und liefert außerdem die Möglichkeit, das Spiel mit einem Controller zu steuern. Als etwas groß geratenes Spielkind musste ich das natürlich sofort ausprobieren.

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Neben dem Tablet Starter Pack gibt es auch weitere Figuren und Fallen, die man einzeln kaufen kann. Erinnert ein bisschen an die für Angry Birds Games erhältlichen Telepods, ist aber sehr viel umfangreicher und wird viel mehr in das Spiel integriert. Das Tablet Starter Pack sollte man auf jeden Fall haben, der Rest ist quasi Bonus, den man zwar haben kann, aber nicht haben muss.

Das Tablet Starter Pack beinhaltet das Traptanium-Portal, einen Wireless-Controller, zwei Spielfiguren und zwei Fallen. Idealerweise sind auch die 5 benötigten AAA-Batterien enthalten. Außerdem gibt es noch ein Charakter-Poster, ein Fallen-Sammel-Steckfach, zwei Sammelkarten und zwei Geheimcodes.

Das Traptanium-Portal wird via Bluetooth mit dem Tablet verbunden. Hier muss man überhaupt nichts machen, außer Bluetooth aktivieren und das Portal einschalten, die Verbindung erfolgt automatisch, wenn die App geöffnet ist. Das Portal dient gleichzeitig als Tablet-Stand, sodass man bequem mit dem Controller spielen kann und das Tablet sicher auf dem Tisch steht.

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Im Spiel selbst geht es darum, die aus dem Wolkenknacker-Knast entflohenen Schurken einzusammeln. Man erkundet also mit seiner Spielfigur die Skylands und stellt sich allen Gegnern, während man Münzen einsammelt, um seine Ausrüstung zu verbessern. Das will ich auch gar nicht bewerten, das überlasse ich der Altersgruppe, für die das Game gemacht ist. Ich kann mir jedoch sehr gut vorstellen, dass dies bei Kindern sehr gut ankommt.

Die Nutzung der extra Hardware ist perfekt realisiert. Man muss nichts beachten, einfach nur einschalten. Ohne jegliche Konfiguration lässt sich dann der Controller nutzen, man kann die Spielfiguren wechseln oder mit den Fallen Schurken fangen. Das heißt auch, das Kinder dies ohne Hilfe nutzen können, man kann nichts verkehrt machen. Das ist großartig gemacht und kommt auch heute noch viel zu selten vor.

Das Portal dient nicht nur als Schnittstelle zwischen Controller und Tablet, sondern bestimmt auch die aktive Spielfigur und lässt die Figuren, die sich in einer Falle befinden, aufleuchten, wenn diese sprechen. Das ist insgesamt schon sehr nett gemacht, da es das Spielerlebnis ein Stück vom Display selbst wegholt.

Der Controller bietet zwei Analog-Sticks, ein Steuerkreuz, vier Action-Buttons und vier Schulter-Tasten. Diesen kann man benutzen, muss man aber nicht. Die Steuerung kann auch direkt auf dem Tablet erfolgen. Die Steuerung mittels Controller ist aber wesentlich angenehmer und auch ein bisschen präziser. Die Verarbeitung des Controllers kann man eher als so lala bezeichnen, sollte aber für dieses Spiel völlig ausreichen. Für Kinderhände ist die Größe gut, Erwachsenen wird der Controller ein Stück zu klein vorkommen.

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Für Konsolen gibt es solche Portale ebenfalls. Während die Portale unterschiedlich sind, können Fallen und Figuren beliebig genutzt werden. Der Ansatz, das Tablet nur noch als Teil des Spiels zu nutzen ist großartig, die reibungslose Funktionalität trägt einen großen Teil dazu bei, dass man wirklich Bock darauf hat, das Zubehör auch zu nutzen.

Bedenken sollte man allerdings den Preis. Für das Tablet Starter Pack werden rund 75 Euro fällig, einzelne Figuren und Fallen, die es in verschiedenen Packs gibt, kosten zwischen 7 und 20 Euro. Da kann sich schnell ein hübsches Sümmchen ansammeln. Das ist auch der Grund, warum ich nicht sage: „hey, kauft Euch das, das macht super viel Spaß!“. Ja, es macht Spaß, aber es ist sicher nicht für jeden geeignet.

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Solltet Ihr aber Kids haben, die auf Skylanders stehen, werdet Ihr mit so einem Pack einen Weihnachtsgeschenk-Volltreffer landen. Ich vergleiche da so ein bisschen mit der Filly Pferde Sammelzeit meiner Tochter, als sie in dem Alter war. Die Skylanders-Figuren sind dann quasi das maskuline Äquivalent (nein, bitte keine Gender-Debatten, es gibt sicher auch Jungs, die auf Filly Pferde stehen und auch Mädels, die Skylanders cool finden).

Insofern bleibt nicht viel zu festzuhalten, als dass die Kombination aus Hard- und Software hier wirklich sehr gut gelungen ist. Es macht Spaß, das Portal mit dem Controller zu nutzen, das Spiel selbst ist ebenfalls gut gemacht. Das Einfangen von Charakteren mit Fallen, die Nutzung von Spielfiguren, indem man sie einfach auf dem Portal austauscht, der Gesamteindruck ist durchweg positiv. Hatte ich beim Auspacken nicht erwartet, wurde während des Ausprobierens aber eines Besseren belehrt.

Zur App muss man noch sagen, dass diese sehr viel Speicher benötigt. Für die Installation sind 3 GB nötig, beim ersten Spielstart wird man dann gefragt, ob man das gesamte Paket herunterladen möchte. Dieses beansprucht 6 GB, bietet aber den Vorteil, dass das Spiel schneller lädt. Überspringt man den Download, werden immer nur ein paar Level geladen, das heißt, dass ab und zu eine Internetverbindung nötig ist, um weiter spielen zu können.

Auch sollte man vor dem Kauf prüfen, ob man ein kompatibles Tablet besitzt. Hier die Grafik direkt von Skylanders, mit welchen Tablets das Spiel nutzbar ist.

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Das Spiel selbst findet man in Apples App Store, dem Google Play Store und auch in Amazons App-Shop.


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Über den Autor:

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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