Google I/O 2017: AR- und VR-Neuigkeiten im Überblick

17. Mai 2017 Kategorie: Android, Google, Hardware, geschrieben von: Sascha Ostermaier

Augmented Reality und Virtual Reality gehören für Google zusammen. Man könnte es auch einfach Mixed Reality nennen. Auf jeden Fall hat Google nicht nur Neuigkeiten in Sachen Anwendungen zu verkünden, sondern auch neue Hardware wird es geben. So wird beispielsweise das Samsung Galaxy S8 mit einem Update Daydream-Unterstützung erhalten. Aber auch Standalone-VR-Headsets wird es gebe. Der Plural ist an dieser Stelle richtig, denn Qualcomm hat ein Referenz-Design entworfen, das Hersteller dann nutzen können.

Zwei Standalone-VR-Headsets wird es gegen Ende des Jahres geben, einmal von HTC und einmal von Lenovo. Diese Headsets benötigen weder PC, noch Smartphone, noch eigene Marker im Raum. Die Headsets verfügen über Inside-Out-Tracking, können also selbst die Position im Raum bestimmen und entsprechende Anzeigen vornehmen. Ohne Kabel, ohne alles, das ist schon sehr nett.

Details zu den Headsets gibt es noch nicht, HTC schreibt in seiner Pressemitteilung zum Beispiel, dass das Unternehmen mit der Entwicklung begonnen hat. Die Standalone-Headsets gehören immer noch zu Daydream, bilden aber einen eigenen Unterzweig. Letztendlich werden Preis und Anwendungen darüber entscheiden, ob so etwas Erfolg hat.

Ebenfalls wurde Tango erwähnt, die Weiterentwicklung wird in der Lage sein, über die Kamera des Assistant (Google Lens) kann man sich in einem Laden beispielsweise direkt zu einem bestimmten Produkt führen lassen. Visual Positioning Service nennt sich das Ganze. Wie GPS, nur ohne Satelliten-Kontakt, das System orientiert sich an Objekten in der Umgebung.

Auch für Menschen mit Sehbehinderung kann diese Form der Navigation sehr praktisch sein. Spinnt man das mal ein bisschen weiter, könnte ein Smartphone in vermutlich gar nicht so ferner Zukunft zum Beispiel einen Blindenhund ersetzen, da ja auch eine Sprachausgabe möglich ist.

Schüler können sich auf erweiterte Expeditions freuen. War es bisher schon möglich, entfernte Orte direkt im Klassenzimmer aufzusuchen, wird man künftig auch via AR auf Entdeckungstour gehen können. Zum Beispiel, um einen Menschen zu durchleuchten (Bio-Unterricht). Ziemlich cool, hätte ich mir als Schüler vor ein paar Jahrzehnten auch gewünscht.

Eine ordentliche Weiterentwicklung, die Google da zeigt. Auch wenn es dem Konsumenten alles zu langsam geht, sieht man doch eine stete Entwicklung, die auch durch die technische Weiterentwicklung ermöglicht wird.


Über den Autor: Sascha Ostermaier

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