Android N: Google bestätigt Verzicht auf Oracle Java APIs, setzt auf OpenJDK

30. Dezember 2015 Kategorie: Android, Google, geschrieben von: Sascha Ostermaier

artikel_androidDie nächste Android-Version – Android N – wird eine größere Änderung für Entwickler beinhalten. Google wird dann nicht mehr die Java APIs von Oracle nutzen, sondern auf OpenJDK setzen, einer OpenSource-Alternative, welche die gleichen Funktionen bereitstellt. Für Entwickler sollte dies eine Vereinfachung darstellen, da sie nicht mehr zwischen der Oracle- und der OpenSource-Version wechseln müssen, denn beide Versionen werden bereits in Android genutzt, aber eben nur für bestimmte Stellen im System. Da Google bereits viel zum OpenJDK beigetragen hat, ist dies ein logischer Schritt, kann man so künftig auch direkt Einfluss auf die Entwicklung nehmen.

Das dürfte aber nicht der einzige Grund sein, warum Google auf OpenJDK setzt. Seit der Übernahme von Sun durch Oracle 2010 geht Oracle gegen Google vor. Die Gerichte entschieden unterschiedlich, in erster Instanz wurde Google in der Annahme bestätigt, dass sich Java APIs nicht mit einem Copyright versehen lassen. Die nächste Instanz gab wiederum Oracle recht, der U.S. Supreme Court war in der nächsten Stufe dann allerdings nicht bereit, sich der Sache anzunehmen und gab die Klage wieder an niedrigere Gerichte ab.

Ob die Implementierung von OpenJDK nun bedeutet, dass Google und Oracle sich geeinigt haben? Vermutlich nicht, aber für künftige Android-Versionen ist Google auf jeden Fall abgesichert. Da Google aber auch andere Android-Versionen verteilt und diese nicht einfach so ändern kann, dürfte es auch im Rechtsstreit Google vs. Oracle noch weitergehen. Für den Nutzer dürfte sich indes nichts durch den Einsatz von OpenJDK ändern, wenn dann allenfalls mehr Funktionen bieten, die besser auf Android abgestimmt sind.

(Quelle: VentureBeat)

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Über den Autor: Sascha Ostermaier

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