Zweite Dev-Beta für Big Sur 11.2: Sind iOS-App-Sideloads für Besitzer eines M1-Macs bald nicht mehr möglich?

Neben einer zweiten Entwicklerbeta für iOS 14.4 hat Apple eine solche parallel auch für macOS Big Sur 11.2 veröffentlicht. Zu den tiefergehenden Änderungen ist aktuell noch nicht so viel bekannt, allerdings berichtet man bei 9to5Mac nun, dass es in jener neuen Entwicklerbeta einen Hinweis im Quelltext geben soll, wonach Sideloads von Apps, die nicht für den Apple-M1-Prozessor entwickelt worden sind, zukünftig nicht mehr erlaubt sein könnten.

This application cannot be installed because the developer did not intend for it to run on this platform.

Derzeit ist es noch problemlos möglich, iOS-Apps von Netflix oder auch Facebook und dergleichen per IPA-Datei auf einem M1-Mac zu installieren und auch zu verwenden. Nun kann es allerhand Gründe dafür geben, dass ein Entwickler sich dafür entscheidet, seine App aber gar nicht auf einem solchen Mac laufen lassen zu wollen und sie daher auch nicht im entsprechenden App Store anzubieten. Der genannte Codefetzen entstammt einer API, die mit den DRM-Schutzmaßnahmen des Systems in Verbindung stehen, weshalb man annehmen darf, dass Apple jene Änderung zum Schutz der Entwickler-Rechte vornehmen könnte. Aktuell fehlt ein offizielles Statement des Unternehmens hierzu noch. Zudem sei auch nicht klar, ob schon die aktuelle Entwicklerbeta mit jener Sperre ausgestattet ist.

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12 Kommentare

  1. Nice, es werden immer mehr Türen verschlossen. Bald ist es ein iOS im Desktop-Markt. Viel Spaß damit!

    • Du hast nicht verstanden worum es hier geht und warum überhaupt ein Entwickler verhindern möchte, dass seine iOS-App auch auf einem Mac läuft.

      • Ich weiß Kalle. Apple ist der heilige Gral und Offenheit eh überbewertet. Ist gut.

        • Apple vertritt hier halt die Interessen der Entwickler. Soll vorkommen. Das qualitativ hochwertige Softwareangebot ist ja immerhin einer der Vorteile von MacOS. Insofern sollte man es sich hier mit den Entwicklern nicht verscherzen.
          Es heißt ja nicht, dass Apple das Ausführen von iOS-Apps verbietet. Der Entwickler muss es halt freigeben!

          • Nicht nur das Interesse der Entwickler sondern auch der Kunden. iOS-Apps erscheinen standardmässig auch im Mac App Store. Wenn’s schon eine Mac-App gibt erscheinen auf einmal zwei Apps mit dem selben Namen, sorgt nur für unnötige Verwirrung und wenn man aus Versehen die iOS-App lädt ist die Nutzererfahrung ist scheisse. Oder wenn APIs benutzt werden, die es nicht aufm Mac gibt (ARKit). Dann hagelts 1-Stern-Bewertungen (viele Nutzer sind so doof) und/oder die Support-Inbox füllt sich. Oder wenn ein Spiel nur eine Lizenz für Mobile aber nicht für Desktop hat. Erscheint das Spiel im Mac App Store dann flattert am nächsten Tag ein Schreiben vom Anwalt rein. Oder Spiele/Apps, die den Account bannen wenn man sie auf Geräten mit Jailbreak laufen (wird oft zum cheaten benutzt). Einmal aus Jux auf dem Mac ausprobiert und boom ist der Account gebannt.

        • Wie gesagt, du hast nix kapiert.

    • Wo denn das bitte? Es ist doch nur möglich iOS Apps auf m1 Geräten zu installieren. Das war vorher nicht möglich und ist auf Intel Macs auch jetzt nicht möglich. Das heißt es wird dir weder etwas weggenommen noch verschlossen. Es wird nur den Entwickler zur Option gestellt ob er will das seine für iOS konzipierte App auf m1 Macs laufen soll.

  2. CoonAnFreindsOnNetflix says:

    Wie siehts aus mit Installation von einer anderen Quelle?

    sprich Emaulatoren wie DolphinIOS oder yuzu etc? oder einfach so x beliebiges Programm, nur halt ohne Appstore-Anbindung

  3. Apple hat das Stockholmsyndrom schon perfektioniert in der Anwendung.

    • Diesen Unsinn hat man bei Windows 98 und XP schon erzählt und gestimmt hat es da auch genauso wenig wie bei Word. Es wurde niemand entführt, was für Stockholm ja erstmal Voraussetzung ist. Kann ja Apple nichts dafür, wenn sie mittlerweile die Konkurrenz gerade nicht mitkommt. Und das Thema iPad Apps – nun das war sicher nie beabsichtigt, dass die jetzt frei installierbar sind. Den anderen Kram, den man auch bei Linux installieren kann, Gimp, Libre Office usw. und die ganze sonstige außerhalb vom Store gekaufte Software, die ist doch garnicht betroffen, was soll also die Aufregung?

      • > nun das war sicher nie beabsichtigt, dass die jetzt frei installierbar sind

        Und ob das so ist. iOS-Apps landen automatisch im Mac App Store. Wenn man das als Entwickler nicht will dann muss man das in iTunes Connect ausschalten. Um nichts anderes geht es.

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