Zum Absturz von Firefox: „Ein besserer Browser führt nicht zu höheren Marktanteilen“

Andreas Gal ehemaliger Chief Technology Officer bei Mozilla und mittlerweile CEO bei Silk Labs, hat sich zu den einbrechenden Marktanteilen beim Browser Firefox sehr differenziert geäußert. Aufs Gröbste heruntergebrochen geht Gal davon aus, dass vor allem Googles immer aggressivere Werbung für Chrome Nutzer abziehe. Deswegen schwinden die Nutzer des Browsers aktuell von Jahr zu Jahr – auch wenn Mozilla vieles an Firefox modernisiert hat.

Dabei sind die täglich aktiven Installationen / active daily installations (ADI) recht variabel, was aber auch normal ist: Etwa kann innerhalb einer Woche die Zahl zwischen 80 und 53 Mio. Nutzern schwanken. Hier ergibt sich eine große Variabilität, da die Zahlen durch Update-Anfragen auf den Mozilla-Servern gemessen werden. Man kann sich aber ausrechnen, dass am Wochenende viele Computer ausgeschaltet bleiben, wenn sie an Arbeitsplätzen stehen. Dadurch entstehen die großen Schwankungen. Zudem wird nur die neueste Firefox-Version berücksichtigt.

Klar ist aber, egal wie man konkret die Abnahmen bei den aktiven Installationen und Nutzern einschätzt, dass Mozilla Firefox mit einem fortlaufenden Schwund an Nutzern zu kämpfen hat. Zwar geht die Verbreitung im mobilen Bereich voran, doch dort besetzt Firefox nur eine Nische – das dürfte auch der Tatsache geschuldet sein, dass Google Chrome auf im Grunde jedem Android-Smartphone vorinstalliert ist und die Hersteller dann auch noch oft zusätzlich einen zweiten, eigenen Webbrowser als Alternative anbieten.

Mozilla veröffentlicht allerdings keine Daten zu den täglich aktiven Installationen für Firefox, so dass die Grafik oben nur auf Android bezogen ist. Es ist aber davon auszugehen, dass die Marktanteile unter Apple iOS verschwindend gering sind, denn Firefox taucht in Browser-Statistiken für iOS gar nicht auf. Im Bezug auf Android wuchs Firefox jahrelang langsam aber stetig, erreicht nun aber eine Stagnation, die bedenklich erscheint.

Warum die Marktanteile von Firefox im Desktop-Bereich aber nun so drastisch immer weiter absinken? Dazu hat Andreas Gal einige Screenshots veröffentlicht, die ursprünglich vom Mozilla-Techniker Chris Lord stammen.

Wie man sieht, legt Google den Nutzern quasi alle naselang Chrome als Browser nahe. Man muss also nur Dienste wie Gmail, den Google Kalender oder YouTube starten und schon ploppt ein Hinweis darauf auf, dass man doch einmal Chrome nutzen sollte. Da ist Google natürlich geschickt mit der Eigenwerbung, welche so zudem quasi kostenlos für das Unternehmen ist.

Andreas Gal gibt zu Protokoll, dass das natürlich für Frustration sorge: Man komme gegen Google kaum an, obwohl Firefox seiner Meinung nach in den meisten Bezügen gleich gut oder sogar besser sei als Chrome – zum Beispiel bei der RAM-Nutzung. Entsprechend habe Firefox kein Qualitätsproblem, sondern sehe sich mit einer Konkurrenz konfrontiert, welche ihre Monopolstellung in anderen Bereichen ausnutze.

Laut Gal sei quasi unvermeidlich, dass Firefox in den kommenden Jahren wohl irgendwann aussterben werde, weil gegen die Dominanz von Chrome kein Kraut mehr gewachsen sei. Mozilla könne aber seiner Ansicht nach weiter fortbestehen und habe mit der wachsenden Programmiersprache Rust ein neues As im Ärmel. Auch die Rendering Engine Servo könnte an anderen Stellen eine Zukunft haben.

Seht ihr die Zukunft von Firefox ähnlich pessimistisch? Und kann man wirklich Google gänzlich den schwarzen Peter zuschieben oder hat auch Mozilla einige Fehlentscheidungen getroffen?

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

67 Kommentare

  1. Irgendwann werden die Chrome-Nutzer erkennen dass Firefox der bessere Browser ist. ;P

  2. Gouryella says:

    Was Andreas Gal da von sich gibt, ist in meinen Augen viel zu stumpf dargestellt. Grundsätzlich wächst Chrome extrem stark, das ist schon richtig, aber gerade an den Browsern merkt man auch, dass selbst in einer kleinen Nische durchaus noch komfortabel Platz ist und sich um den Browser herum eine treue Community bilden kann. Das hat Opera in der Vergangenheit gezeigt und das zeigen Browser wie zum Beispiel Pale Moon, Vivaldi oder sogar Microsoft Edge heute auch, egal was man persönlich von den einzelnen Vertretern jetzt halten mag.

    Gleichzeitig könnte man auch wieder ein Argument ins Feld führen, was früher Microsoft mal zum Verhängnis wurde. Wir hatten das Thema mal mit Windows und dem Internet Explorer. Wir könnten das gleiche Thema mit Chrome und Android wieder bekommen, wenn das die Kartellwächter nicht noch weiter fassen und auch Chrome OS sowie Googles Werbung auf den anderen Plattformen einbeziehen. Die EU schießt sich bei Google ja anscheinend sowieso gerade erst warm.

    Kurzum:
    Ich glaube nicht, dass Firefox in dem Sinne sterben, aber wohl noch weniger relevant werden wird. Da man aber Edge/EdgeHTML und Safari/Webkit 2 kaum als wirkliche Gegengewichte zu Chrome/Blink werten kann, weil die beiden eben stark plattformgebunden sind, bleibt Firefox und seine Engine Gecko bzw. später Servo de facto die einzige Alternative, die, wenn überhaupt, Google da noch was entgegensetzen kann. Zumindest deswegen sollten alle auch ein Interesse daran haben, dass Firefox weiter existiert.

  3. Horst Peterson says:

    Ich warte schon seit einigen Jahren darauf, dass Firefox diverse HTML5 Input-Felder (datetime, week, month z.B.) nativ unterstützt. Mit Firefox 56 zieht wohl so einiges nach.

    Mehr gründe gibt es für mich nicht … ich fand den eigentlich schon immer gut und würde ihn dann auch wieder nutzen.

    Konkurrenz belebt den Markt und Firefox hat grundsätzlich eine Daseinsberechtigung.

  4. venice-89 says:

    Vergisst man die Firmen, verliert man die Privatkunden. So einfach ist das.
    Der Abstieg begann mit der Aussage das Firmen Mozilla egal sind…
    Das war zu der Zeit wo Mozilla den unsägliche Rapid Release Zyklus begonnen hat.
    Da haben die LTS Versionen auch nix dran geändert.

    Hinzu kommt noch das sich Firefox im Gegenansatz zu Chrome/Chromium, Internetexplorer oder EDGE nicht in Firmenumgebungen integriert.
    z.B. gibt es kein ADM Template zur Steuerung der Einstellungen via Gruppenrichtlinie im ActiveDirectory Umfeld.
    Dadurch ist es schwierig Unternehmens Richtlinien durchzusetzen. z.B. erlauben wir keine Installation von Plugins die nicht explizit von uns freigegeben wurden.
    Außerdem nutzt Firefox einen eigener Zertifikatsspeicher und greift nicht auf den in Windows integrierten zurück.

    Es ist nun mal so das Anwender das nutzen was sie gewohnt sind und das ist bei uns im Unternehmen der Internet Explorer oder der Chrome/Chromium.

    Als ich damals gewechselt bin, kam noch dazu das Firefox auf meinem damaligen Netbook einfach unbenutzbar war und ich gezwungen war Chrome zu nehmen da es der einzige Browser war der da noch ordentlich funktionierte. Das zum Thema Ressourcen… ob das noch aktuell ist weis ich nicht, ich weis aber sehr wohl das es vom Firefox immer noch keine 64Bit variante gibt….

    Für mir klingt das also sehr nach Mimimimimi…. Dabei sollten Firefox lieber aus den gemachten Fehlern lernen, ich würde mich freuen… noch ist es nicht zu spät

  5. Nein, Nein, Nein!
    Der Absturz von Firefox ist hausgemacht.
    Ständige Änderungen an Funktion und Handling vermiesen einem die Lust auf Firefox.
    Mal wird Java nicht mehr unterstützt, dann fliegen liebgewonne Add-Ons aus dem Programm. Dazu kommt, dass die Entwickler verständlicher Weise keine Lust mehr auf dieses Affentheater haben und ihre Add-Ons nicht mehr pflegen und oder an neue Versionen anpassen.
    Wenn dann am Ende nur die Funktionalität von Chrome übrigbleibt, kann ich auch direkt wechseln.
    Ich benutze Firefox seit es ihn gibt aber ich habe mir noch nie so intensiv andere Browser angeschaut wie aktuell. Abseits von Chrome kristallisiert sich Vivaldi als Konkurrenz heraus, braucht aber noch etwas Feinschliff.

  6. Im Moment teste ich Vivaldi etwas intensiver. Beim FF gefällt mir seit einiger Zeit nicht mehr, dass meine Wünsche als Anwender mehr oder weniger ignoriert werden.

    Da werden einfach nur nach Gusto der Entwickler Features entwickelt, angepasst, hinzugefügt oder weggelassen. Kann man natürlich so machen, aber dann darf man sich eben auch nicht wundern, wenn die User sich nach Alternativen umsehen.

    Auch das nach jedem Update die eine oder andere Extension nicht mehr funktioniert nervt enorm.

    Deswegen hat Palemoon bei mir FF als Hauptbrowser inzwischen ersetzt.

  7. Christopher says:

    Mal ehrlich…
    Ich hab FF am längsten in meiner Firma benutzt und bin trotzdem irgendwann zu Chrome gewechselt weil a) die Dev tools viel viel besser und schneller sind und b) der ganze Browser einfach viel schneller ist.

    Man kann ja behaupten dass FF in Benchmarks oder sonstwo mithalten kann aber für mich und das was ich im Internet mache ist er einfach viel langsamer als Chrome.

    Gegen Goliath rumheulen hilft nix weil FF _vorher_ die Nutzer (inkl. mich) hatte und sie durch schlechte Performance vergrault hat.
    Von wegen besserer Browser….

  8. In der Arbeit kann ich nur Firefox verwenden, weil dort Chrome gesperrt ist, sogar die portable Version lässt sich nicht starten. Da ich ungern mit 2 unterschiedlichen Browsern arbeite, habe ich mehrmals versucht meine Rechner zuhause auf Firefox umzustellen. Bin aber immer nach kurzer Zeit wieder zu Chrome zurückgekehrt, weil Chrome einfach flotter läuft und nicht so resourcenhungrig ist. Auch was die Sicherheit betrifft hat Chrome die Nase vorn, da die Tabs in getrennten Prozessen laufen und sich nicht gegenseitig beeinflussen können. Nach meiner Erfahrung sind die Mozilla-Produkte (Firefox, Thunderbird… typisches „Opensource-Gefrickel“. Frei nach dem Motto „viele Köche verderben den Brei“).

  9. Mal ganz dumm gefragt; wer finanziert Firefox? alles klar?

  10. Ich bin auf Chrome umgestiegen, weil Firefox einfach langsam ist. Bestätigt auch nahezu jeder Test. siehe z.B. https://www.reddit.com/r/pcmasterrace/comments/5lzmls/browser_benchmark_2017/

    Was Extensions angeht, ist er allerdings unschlagbar. Ich würde auch wieder zurückwechseln, wenn sie den Fuchs mal überarbeiten und er zumindest mit Chrome und Edge wieder gleichziehen kann.

  11. Schon klar, dass Gal als ehemaliger Mozilla-CTO so argumentiert, aber das ist halt eine einseitige Darstellung.

    In meinem Umfeld sind die meisten Firefox-Fans von Firefox auf Chrome umgestiegen, weil Chrome in vieler Hinsicht einfach besser, schneller und komfortabler war.

    Gerade auf mobilen Geräten ist Firefox einfach zu lahm. Besonders auf hochauflösenden Tablets ist das Surfen mit Firefox auf manchen Webseiten einfach nur eine Qual. In Chrome laufen die gleichen Seiten dagegen schnell und geschmeidig.

  12. Nein, Chrome ist einfach – besonders in Kombination mit Android – der bessere Browser. Aber auch allein die Sync der Lesezeichen zwischen meinem PC und dem Arbeits Laptop funktioniert mit Chrome viel besser als mit Firefox, der einfach die Reihenfolge auf beiden Geräten zerstört…

  13. @venice-89 Und ich weiß sehr wohl, dass es eine 64bit Variante gibt. 🙂
    https://www.mozilla.org/de/firefox/all/?q=German,%20Deutsch Übersicht mit allen Varianten

  14. Da kann ich nicht zustimmen. Ich nutze Chrome seit der Betaphase, weil er verglichen mit dem damaligen Firefox einfach unglaublich fix unterwegs war.

    Firefox hat in vielem aufgeholt, aber um einen Wechsel zurück auch nur zu erwägen, müsste Firefox Chrome etwas deutlich voraus haben. Und das ist im Moment für mich nicht der Fall.

  15. @venice-89: Natürlich gibts einen 64-Bit-Firefox:
    https://support.mozilla.org/de/kb/umstieg-firefox-32-bit-zu-64-bit

  16. Da.schroh says:

    Nach vielen Hängern und Problemen unter Linux, ist FF bei mir nur noch „Standby“. Vivaldi hat hier beide (FF und Chrome) Browser ersetzt. Seitdem keinerlei Probleme mehr. FF wird mir auch unter Windows immer träger und nervt mit Add-Ons, die nicht mehr funktionieren.

  17. Ich bin vor einigen Jahren mit etwas Zähneknirschen von Firefox zu Chrome gewechselt weil mich die Updateflut von Firefox erschlagen hat und er nach jedem 5.-6. Update immer angefangen hat zu zicken was mir ziemlich auf die Nerven ging. Ein Wechsel von etwas das einfach gut und Problemlos funktioniert (Chrome) ist dann immer schwierig bzw unwahrscheinlich. Firefox nehme ich eigentlich nur noch für Nischenarbeiten wenn ich von früher ein sehr gutes Plugin hatte das ich nutzen möchte, was aber kaum vorkommt.
    Mal sehen was die Zeit bringt und ob ich irgendwann mal wieder zurück gehen werde….

  18. „Entsprechend habe Firefox kein Qualitätsproblem, sondern sehe sich mit einer Konkurrenz konfrontiert, welche ihre Monopolstellung in anderen Bereichen ausnutze.“ Oder anders ausgedrückt: Man hat Chrome nichts entgegenzusetzen, was die Nutzer überzeugt, (wieder) zu Firefox zu wechseln. Das ist natürlich auch schwierig, auf der anderen Seite aber macht man es sich meiner Meinung nach zu einfach damit, auf die Ausnutzung einer Monopolstellung zu verweisen, anstatt sich dem Markt zu stellen und sich zu bemühen, ein Produkt anzubieten, dass eben doch wieder die Kunden dazu bewegt, zurückzukehren. Aber damit ist Firefox ja nicht alleine, viele andere Unternehmen machen das ja auch – und kommen damit vor Gericht leider auch durch.

  19. Solange es für die anderen Browser keine Möglichkeit gibt, Lesezeichen über den eigenen Server zu synchronisieren, bleibe ich bei Firefox. Performance Unterschiede kann ich nicht wirklich erkennen.

  20. mac.extra says:

    Die Werbung hat mich garantiert nicht zu Chrome wechseln lassen, Werbung ist eigentlich ein KO Kriterium für mich. Chrome nutze ich weil Mozilla es jahrelang nicht gebacken bekommen hat den Browser, die Addons und Tabs voneinander zu trennen so dass ein beschissenes Tab nicht gleich den gesamten Browser mitabstürzen lässt.

    Der Absturz ist hausgemacht, statt unter der Haube die Manpower einzusetzen haben die Mozilla Leute unnötig Geld und Zeit für diese kack moderne Oberfläche investiert. Fröhliches Sterben, ich werde euch garantiert nicht vermissen.

  21. Der Mann hat als CTO von Mozilla gravierende Fehlentscheidungen getroffen, aber Selbstkritik ist offenbar nicht seine Stärke. Schuld sind immer die anderen.

  22. Firefox oder Edge fehlt eine so kompetente Multiuser-Funktion wie bei Chrome

  23. Nein, nein und nochmals nein.

    Die Nutzer kehren Firefox nicht den Rücken weil Chrome mehr Werbung schaltet sondern weil Firefox schlicht und ergreifend mittlerweile der technisch deutlich schlechtere Browser ist.

    Ich habe lange Firefox genutzt, obwohl da schon mehr als deutlich war, dass der Browser immer langsamer, fehleranfälliger und die grafische Oberfläche immer schlimmer wurde von Version zu Version. Aber irgendwann ist halt wirklich mal genug.

    Mozilla macht schon länger keinen guten Job mehr, deshalb laufen die Nutzer weg. So einfach ist das.

  24. venice-89 says:

    OK gibt wohl mittlerweile wirklich eine 64Bit Version, da sieht man mal wie lange ich mich mit Firefox schon nicht mehr beschäftigt hab. Hätte ich vielleicht vorm kritisieren sollen.

    Der Rest meiner Kritik bleibt aber stehen 😉

  25. Firefox ist eine lahme Ente und kann Chrome technisch nicht gefährlich werden. Anstatt daran zu arbeiten, verschwenden sie aber Zeit und Ressourcen mit unsinnigen Zusatzfeatures und Designentscheidungen.
    Auf Android ist die Software nur auf Flagschiffen gut nutzbar, weil nur ein Handy mit neuestem Prozessor und 4 GB RAM in der Lage ist, dieses Ungetüm halbwegs flüssig laufen zu lassen.
    Wenn ich also flott und sicher surfen will, nehme ich Chrome. Ich roote nur deswegen mein Smartphone, damit ich nicht auf Firefox und uBlock angewiesen bin.
    Firefox ist dran, wenn man alle zwei Wochen mal was mit Tor macht, weil es da eh schon Wurscht ist.
    Sehr schade übrigens, aber sie kommen an die Qualität von Chrome nicht ran. Die Frage ist, ob sie es überhaupt noch wollen oder lieber rumheulen, dass Google Werbung macht.

  26. Bernhart von Rauschebart says:

    ehrlich gesagt, würde es mir sehr schwer fallen den Chrome zu nutzen weil ich damit meine Daten noch leichter an Google abtrete als ohnehin schon. Ich persönlich möchte nicht ständig getrackt werden und ein extrem intimes Profil bei einem amerikanischen Anbieter haben.
    Ich nutze seit mehreren Jahren den 64 Bit Firefox im Betakanal mit mehreren Plugins und teilweise 100 Tabs ohne, dass er mir langsam vor kommt oder instabil wird. Jemand hat es oben schon geschrieben, die Möglichkeit noch einen privaten Syncserver für Desktop, Laptop und Mobiltelefon betreiben zu können ist da das Sahnehäubchen für mich.
    P.s.: An Google kommt man natürlich schwerlich vorbei, aber zumindest mit Startpage und Mailanbietern wie Posteo wird der Abdruck zumindest nicht ganz so groß

  27. Ich denke, es liegt daran, dass durch die technische Umstellung der Add-Ons viele Erweiterungen nicht mehr funktionieren werden, die Firefox erst zu dem gemacht haben, was es ist (durch die komplette Anpassbarkeit der Oberfläche usw).
    Ist schon verständlich, machen doch viele Erweiterungen Probleme. Aber der so abgezeichnete Weg ist der hin zu einem Chrome-Klon, dann braucht niemand mehr Firefox. Ok, ich schon, weil ich Google nicht so viel Dominanz zugestehen möchte, aber es erklärt die schlechten Zahlen.

  28. Wenn man die Kommentar so durchliest, könnte man denken, dass Firefox der schlimmste Browser von allen war/ist.

    Da meckern einige darüber, dass Mozilla Release Zyklen vom Google Chrome übernommen hat, weil das ja ihre geliebten Plugins kaputt macht oder die Oberfläche sich verändert. Geht ja gar nicht! Dann lieber gleich zum Chrome gehen! Da passiert so etwas nicht! Natürlich passiert das auch im Chrome. Die passen die Oberfläche immer wieder an und auch an den Plugin Schnittstellen gibt es immer wieder Änderungen. Mozilla versucht halt mit der Zeit zu gehen und alte, auch falsche Entscheidungen zu revidieren und Neuerungen, wie getrennte Prozesse für Tabs einzuführen. Klar führt das zu Problemen, wie nicht mehr funktionierende Plugins. Das wird in jedem Programm passieren, das weiterentwickelt wird. Die Software deswegen schlecht zu reden, ist nicht in Ordnung. Gerade die getrennten Prozesse für Tabs werden hier ja gerne als Feature des Chrome Browsers genannt. Nun möchte man sie auch in Firefox einbauen, aber die damit einhergehenden Veränderungen möchte man dann aber doch nicht. Das ist doch widersinnig! Freut euch doch lieber, dass Firefox weiterentwickelt wird! Lesen tue ich aber immer nur: Wir wollen keine Veränderungen, aber die ganzen coolen, neuen Features aus anderen Browsern! Echt schade!

    Aber der Chrome ist doch viel schneller! Das zeigen alle Benchmarks! Nein, zeigen sie nicht: http://www.macworld.com/article/3207526/browsers/its-official-safari-11-is-the-fastest-web-browser-for-the-mac.html. Benchmarks sind halt so eine Sache. Sie decken nur einen kleinen Teil ab und können daher auch nur einen kleinen Ausschnitt der wahrgenommenen Perfomance widerspiegeln. Zugegeben, Chrome war auf dem Desktop eine Zeit lang schneller und ist es wohl auf Android Geräten immer noch. Firefox hat aber deutlich aufge- oder sogar überholt.

    Insofern sehe ich es auch so, dass mittlerweile Marketing eine viel größere Rolle spielt als es technische Aspekte tun, gerade wenn es darum geht, neue Nutzer zu gewinnen. Die Alten kehren eh eher nicht zurück, weil der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Da müsste sich Google schon etwas sehr krasses leisten oder aber Firefox ein neues Killer-Feature bieten, damit sich da in nächster Zeit wieder etwas ändert.

    Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nur sagen, dass ich keine Probleme beim Update auf neuere Versionen hatte. Sind Plugins mal nicht direkt weiterentwickelt worden, haben sich Alternativen gefunden, sie sind sogar hinfällig geworden oder waren nie wirklich ein Must-have. Dafür sind aber neue Features hinzugekommen oder wurden wesentlich verbessert, die ich viel nutze – allen voran Sync und die neuen Dev Tools. Ich selbst empfand den Chrome schon immer overhyped und bin auch bei Nutzung nie wirklich warm damit geworden.

    @Sean K. Woods

    Hast du dir schon einmal das „Containers“ Experiment angeschaut? https://testpilot.firefox.com/experiments/containers. Oder die Erweiterung Profilist: https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/profilist/

  29. Ich finde persönlich, dass Firefox der bessere Browser ist (echtes Community Projekt und keine binären Blops), aber natürlich kommt er in dem Ökosystem nicht gegen Chrome bzw Safari an. Interessant wäre doch nur wie er gegen Edge in Windows 10 abschneidet. Wenn der vorbeizieht, dann ist Firefox Geschichte.

  30. @TVB: Für einen guten Werbeblocker / Trackingblocker braucht man Android nicht mehr zu rooten. Funktioniert hervorragend auch ohne root mit ADGUARD (Download von adguard. com). Geht nicht nur in allen Browsern, sondern sogar optional systemweit in beliebigen Apps.

    Die uBlock-Erweiterung war auch lange der letzte Grund, warum ich mich noch für einige Zeit mit Firefox herumgeschlagen hatte. Aber Chrome mit Adguard ist einfach in jeder Hinsicht besser. Wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre Firefox bei mir noch früher rausgeflogen.

  31. Tabmix Plus ist der einzige Grund, aus dem ich noch den FF benutze.
    Sollte jemals, (woran ich mittlerweile nicht mehr glaube), etwas vergleichbares für Chrome erscheinen, bin ich weg.
    Chrome’s RAM Verbrauch ist generell höher, ja, aber zumindest gibt er den RAM wieder frei, wenn ich Tabs schließe.

  32. Schneewttchen says:

    Ich sehe das völlig emotionsfrei und nutze sowohl den FF, wie auch den Chrome.
    Nur für unterschiedliche Zwecke.
    Chrome habe ich zwar auch auf dem Phone, aber auch da wird nichts mit dem
    PC-Chrome abgeglichen.und synchronisiert.(Weil auch da unterschiedliche Anwendungsszenarien) Andere Browser auf dem Phone habe ich mir angeguckt
    und war davon nicht begeistert….ist aber eine persönliche Sache

    Alles in allem ist das für mich derzeit die optimalste Lösung.
    Sollte es irgendwann einen Browser geben der mir noch besser gefällt, wird eben einer
    der anderen Brower gekicked. Ja…so einfach ist die Welt

    Völlig lächerlich ist es, über Kleinigkeiten zu sinnieren wie z.B.
    eine Millisekunde schneller/langsamer oder ein 1KB RAM-Verbrauch mehr/weniger
    oder ein Add-On mehr/wenige ru.s.w. (und das zu einer Glaubensfrage aufzubauschen)…..

    d.h.Entweder „passt“ ein Browser für seine Zwecke…oder eben nicht.

  33. Für mich ist mit FF schluss, sobald XUL-Addons nicht mehr unterstützt werden. Kein TabMixPlus (und noch ein paar andere) => Kann ich auch zu Chrome wechseln.

  34. Ich nutze einfach den Browser, der mir die besten Ergebnisse und das beste Erlebnis im Netz gibt ….
    Egal ob auf mobile oder desktop, Opera bietet fast immer die beste Performance.
    Klar wir auch mal Chrome oder gar Edge genutzt, aber Opera ist seit vielen Jahren einfach das beste am Markt.
    Firefox spielte da schon immer nur Rande mit.
    Ich denke aber, das wird auch so bleiben, und es wird nicht wirklich zum Tod kommen …
    Aber man wird sehen, was die Zukunft bringt.

  35. Ich bin „noch“ Firefox Nutzer der ersten Stunde. Gestern habe ich seit langem mal wieder meinem Laptop an gehabt und natürlich wieder Firefox benutzt. Ich war erschüttert wie schlecht dass der mittlerweile läuft. Die Benutzung ist meiner Meinung nach nicht besonders gut. Der ist sehr lahm und träge geworden. Spaß macht der überhaupt nicht mehr. Das nächste mal werde ich auch Chrome oder den Microsoft Edge (oder wie der heißt) Browser benutzen. Warum dass viele Chrome benutzen ist mir klar. Es gibt doch nichts besseres wie wenn ich am heimischen PC die selben Lesezechen wie am Smartphone habe. Firefox sollte sich besser wieder an altem orientieren und nicht versuchen andere zu kopieren. Früher gefiel mir der Browser deutlich besser als der aktuelle. An die neuen Lesezeichen habe ich mich nie gewöhnt. Andererseits wäre Firefox durchaus wieder empfehlenswert, weil er durch weniger Verbreitung auch weniger attraktiv für gewisse Schadsoftware wird.

  36. Endor der Schreckliche says:

    Ich verwende Firefox seit es ihn gibt. 32bit sowie 64bit Version.
    Hat bis jetzt immer einwandfrei funktioniert. Der Untergang hat meiner Meinung
    nach mit ca. Firefox 28 begonnen. Da ist Google eingestiegen, offiziell, nur für
    die Platzierung der entsprechenden Suchmaschine. Dann mir Firefox 29 kam das
    besch….. Australis Design. Auch wieder ein Hinweis in welche Richtung es geht.
    Und nun ab Firefox 57 wird nur noch die Chrome Erweiterungsschnittstelle unterstützt.
    Alle anderen Erweiterung nur so ca. 12.000 – 13.000 gehen dann nicht mehr.
    Als nächste soll ja der Umstieg auf den Chromeunterbau, Servo genannt, kommen.
    Also das sagt doch alles. Ob Firefox dann nur noch ein Schatten seiner selbst sein
    wird kann man noch nicht sagen. Ich weiß nur, dass ich nicht Firefox 57 installieren werden. Nicht alles was neu ist ist auch besser. Aber lassen wir uns mal überraschen.

  37. Ich sehe das auch wie die meisten hier, dass das Problem eher am Firefox an sich und nicht an der Werbung lag / liegt.

    Ich weiß nicht mehr wann genau ich zu chrome gewechselt bin, aber ich weiß noch warum. Als ich noch nicht so viel RAM im PC hatte, hat sich der FF einfach immer weiter bedient, bis er plötzlich über 2 GB RAM brauchte was zu der Zeit sehr viel war. Bin dann auch widerwillig (weil ich die FF Plug-ins mochte) zu Chrome gewechselt.

    Das Problem ist, wie hier auch schon oft angemerkt wurde, dass die Leute die einmal zu chrome gewechselt sind keinen guten Grund mehr haben zu FF zurück zu wechseln.

    Bei mir im Bekanntenkreis wird Chrome nur aus privacy Gesichtspunkten gemieden und diese Einstellung finde ich auch in Ordnung. Diese Leute sind Aber dann auch generell eher Google abgeneigt und benutzen für die Suche duckduckgo und für Karten OSM.

  38. @Son-Riab
    Irgendwelche Benchmarks interessieren nur sehr wenig Leute. Was aber wirklich interessant ist, das ist der persönliche Eindruck beim täglichen Einsatz. Und da zeigt sich halt auch ohne auf irgendwelche Benchmarks schauen zu müssen, dass Firefox im Vergleich zu Chrome schon länger schnarchlangsam geworden ist.

  39. der andere Peter says:

    Ich habe dem Feuerfuchs auch weit mehr als ein Jahrzehnt die Treue gehalten, aber der Abschied rückt auch bei mir näher.

    Wenn ich für Familie und Freunde einen Rechner einrichten darf, ist Chrome seit Jahren schon meine erste Wahl, denn gerade auf schwächerer Hardware ist der einfach spürbar performanter. Auf Android war Firefox meiner Meinung nach noch nie brauchbar, weder von der Performance noch von der Oberfläche her.

    So hat er bei mir nur noch auf meinem Desktop eine Daseinsberechtigung, weil ich da auf manches Addon nicht verzichten will. Aber nachdem Mozilla das Addonsystem auf den Funktionsumfang der Konkurrenz kastrieren will, fällt eben bald das letzte Alleinstellungsmerkmal weg. Schade, wenn man sich seine Nische vorsätzlich so zerstört.

  40. Seit jeher benutze ich den FF, in den letzten Jahren als ESR Version…und auch PaleMoon als „Derivat“

    Für mich hat FF einen entscheidenden Vorteil gegenüber allen auf Chromium basierenden Konkurrenten:
    Iich kann mein Profil mitnehmen und an einem anderen FF aufrufen, bzw. mein PortableFF an einem anderen PC starten, ohne dass meine Plugins/AddOns weg sind.

    Auf meinem HauptPC benutze ich aber auch Chrome und Vivaldi, je nach Anforderung… bin da flexibel.

  41. Bei mir kam der Wechsel aus Frust vor dâmlichen Entscheidungen. Nach dem Wechsel zum rapid release, hat es unendlich lange gedauert bis man das Add-Ons dazu angepasst hat. Sprich: Nach jedem Update waren die Add-Ons erstmal obsolet und mussten von Entwickler angepasst/freigeschaltet werden.

    Beim großen Sprug von v2 zu v3 richtig, aber bei den kleinen falsch.

    Irgendwann wurde es gefixt aber da war ich schon bei chrome

  42. Nochwas zur Geschwindigkeit: das hängt natürlich auch vom Rechner ab. Auf einem Highend-PC wird man den Geschwindigkeitsunterschied wohl nicht bemerken, auf älterer Hardware allerdings sehr deutlich. Und dann hängt es auch noch von der Art der aufgerufenen Seiten ab, wie „scriptlastig“ ist die Seite, wieviel externe Resourcen müssen nachgeladen werden, usw. Das bildet kein Benchmark so ab, dass es dem „wirklichen Leben“ entspricht. Ich verwende meine Rechner sehr lange und kaufe die auch meist nur gebraucht (Leasing-Rückläufer von Firmen). Und da merkt man den Unterschied zwischen FF und Chrome/Chromium sehr deutlich.
    Außerdem braucht man ja nur mal zurückblicken aus welchem Grund Google den Chrome überhaupt entwickelt hat: für ihr Chromebook/ChromeOS brauchten sie einen Browser der Javascript sehr schnell ausführen kann. Da fielen alle damals vorhanden Browser komplett durch. Deswegen hat Google einen eigenen Browser mit einer schnellen Javascript-Engine entwickelt. Anders wäre das Chromebook nicht zu gebrauchen gewesen.

  43. Firefox ist doch nur noch verschlimmbessert worden. jetzt noch ohne Java.. Sollen ihn einstampfen. Schade war mal so gut aber nun nicht mehr zu gebrauchen.

  44. sunworker says:

    @venice-89
    Also ich surfe mit FF 64bit und das funktioniert gut. Allerdings ist Chrome bei vielen offenen Tabs erheblich schneller als FF. Dennoch surfe ich lieber nicht mit Chrome, oder nur wenn ich viele Tabs brauche weil ich arbeite.

    Aber Mozilla hat viel Mist gemacht in den letzten Jahren. Dieser unsägliche Einbau von Hello oder Pocket (klassische Features für Addons), welche nur wenige Nutzer brauchen, in den Core war idiotisch. Ich kenne niemanden der das nutzt. Als Addon wäre das eine gute Wahl gewesen.

    Ständig war irgendwas eingebaut, was ich nicht brauche. Ständig konnte ich irgendwas völlig unbrauchbares nicht ausschalten, sondern musste erst mal googlen wo das in about:config versteckt ist und wie ich das ausschalten kann. Bei jeder neuen Windows Installation muss ich das wieder machen.

    Vor ein paar Tagen habe ich FF Sync genutzt, weil ich einen neuen PC habe. Das war vor längerer Zeit großer Mist, ich dachte jetzt hat Mozilla viel Zeit gehabt, vielleicht funktioniert das jetzt.

    FF Sync hat es nichg geschafft die Lesezeichenleiste so übertragen, die Reihenfolge von hunderten Lesezeichen wurde einfach vollkommen durcheinander gebracht. Das musste ich dann manuell machen, peinlich.

    Dazu wurden nur 50% der Addons übernommen. Die anderen waren einfach nicht da, ohne Fehlermeldung etc. Die musste ich dann auch manuell installieren.

    Einstellungen wurden auch nicht alle übernommen. Wozu ist nochmal das FF Sync da? Das war eine glatte Fehlleistung, richtig Scheisse.

    Der beste Browser ist für mich eindeutig Vivaldi. Alles einstellbar, und Google ist auch nicht drin. Dafür dank der Engine so sauschnell wie Chrome. Leider ist noch nicht alles fertig und ich will auf Android den gleichen Browser haben wie auf dem Desktop.

  45. Bin immer noch überzeugter FireFox Nutzer. Aus 3 Gründen:

    1. Ich traue Google keinen Millimeter. Für mich der schlimmste Datenstaubsauger von allen
    2. Die für mich wichtigen AddOns funktionieren auf FF besser (oder gibt es in dieser Form nur für FF)
    3. Adblocker auf Android (gibt es außer rooten irgendeine Möglichkeit die Scheiss Werbung aus Chrome zu entfernen??)

    Werbung im Browser ist für mich der mit Abstand wichtigste Aspekt und solange es keinen Weg gibt, Werbung in Chrome/Android (ohne rooten oder APK aus anderen Quellen als dem PlayStore) zu entfernen, kommt Chrome nicht ansatzweise in Frage.

  46. sunworker says:

    @Endor der Schreckliche
    Servo ist nicht von Google, sondern von Mozilla und Samsung steckt glaube ich auch drin.

  47. Dass FF vielen zu langsam vorkommt, kann ich nachvollziehen, aber nicht grundsätzlich auf FF schieben. Oft sind es Addons im bisherigen Addons-System, die intern Prozesse stören. Man schaue sich nur mal an, wieviele mit Youtube klarkommen und trotzdem finden sich übberall genervte Nutzer, die den Eindruck haben, dass FF den RAM geschlossener YT-Vids nicht wieder freigibt. Mich eingeschlossen. Aber ich möchte nicht auf diese Addons verzichten, weil sie unglaublich praktisch sind. Und auch, weil ich nicht weiß, welche Addons tatsächlich das Problem sind.

    WebExtensions (WE) sind da vermutlich der sinnvolle Ausweg und sie machen es möglich, die gleichen Addons in verschiedenen Browsern zu nutzen. Das ist SUPER!
    Aber: Mozilla hat für einige sehr verbreitete Addons bisher KEINE bzw. nicht alle nötigen Schnittstellen in WE integriert, sodass nicht nur durch das geänderte Format und „faule“ Entwickler Addons dann nicht mehr funktionieren werden. Es ist (bisher) einfach nicht möglich, sie mit WE umzusetzen. Und so mancher Bug wird dann auch einfach von Mozilla-Entwicklern geschlossen, ohne sinnvolle Diskussion dazu.

    Damit könnte WE, was der „Befreiungsschlag“ werden sollte, gut möglich der Todesstoß werden. Da hilft es dann auch nicht, wenn div. andere Sicherheitsfunktionen wie getrennte Tabs oder Performanceverbesserungen durch Parallelität Firefox eigentlich wieder nach vorne holen.

    Davor gab es aber schon Anzeichen, dass es eine gewisse Abhebung der Entwickler von der Userbasis gibt, die weiter anhält. Die UI-Änderungen, die die Anpassbarkeit der Oberfläche deutlich eingeschränkt haben etwa.
    Gerade die Anpassbarkeit war doch DER Trumpf von FF. Neben den Addons damals der Grund für mich, von Maxthon rüber zu wechseln. Das war der erste Browser für mich, den ich vernünftig optisch anpassen konnte und möglichst viel Bildschirmplatz für die eigentliche Internetseite frei machen. FF hatte aber mehr und dann auch bessere Addons für Ad-Blocking und Co. Und jetzt? Ich kann nicht einmal mehr die Vor- und Zurück-Buttons unabhängig von der Adressleiste platzieren, ohne ein extra Addon zu verwenden.

    Dazu der Rapid-Release-Cycle, der dem _Anschein_ nach nur dazu diente, eine schön hohe Versionsnummer zu erreichen und damit erstmal Edge zu überholen. So wirkte das, ganz ehrlich. Aber dann ging der „Wahnsinn“ ja weiter und jetzt sind wir bei über 50, bald 60. Das ist doch keine Sinnvolle Versionierung! Keine (mir bekannte) Software hat 60 volle Versionen hinter sich. Dafür gibt es die Stellen hinter dem Komma!

    All das zusammen mit der deutlich besseren PR und Werbemöglichkeit für Google zeichnet kein gutes Bild. Ich hoffe ja, dass sie die Kurve kriegen, wenn WE dann voll implementiert sind und alle nötigen Schnittstellen da. Aber das wird sicher noch wenigstens ein Jahr dauern und in der Zeit werden viele Nutzer abspringen. Und das Grundproblem dabei ist eben hausgemacht, da beißt die Maus keinen Faden ab!



    Nur um das kurz zu erwähnen: Fehlende Sync-Funktionen zw. Mobil- und Stationärgeräten ist für mich überhaupt kein Problem. Mein Nutzungsverhalten ist zwischen den beiden so unterschiedlich, dass ich bestenfalls mal einen Tab oder zwei rüberschieben würde. Aber gerade was Einstellungen und Addons angeht, sollen die explizit NICHT abgestimmt werden. Aber da scheine ich hier zumindest eher die Ausnahme zu sein. ^^

  48. Adguard saugte zu viel Batterie in meinem letzten Test.
    Bei dem ungerooteten Handy meiner Frau, tausche ich per TWRP regelmäßig die „hosts“ Datei aus.
    Das wirkt auf Systemebene und somit gegen sämtliche Werbung, in und außerhalb der Browser.
    Aber zurück zum Thema… 😉

  49. Google Chrome hat die Unverschämtheit einer einmaligen Browser-ID – einer einmaligen Nummer, die Google fest einem User zuordnen kann! Egal wie oft man seine Cookies löscht!

    Firefox hat das nicht!

  50. Wolfgang D. says:

    Seitdem verschiedene Bocksprünge von Mozilla addons und Webseiten unbrauchbar machen, bin ich, obwohl Nutzer seit den ersten Versionen, davon ab, den als Haupt-Browser zu benutzen.

    Natürlich liegt es an den anderen, Mozilla ist nie Schuld. Die aktuellen öffentlich bekannten Moz-Rep(resentative)s sind mittlerweile auch Verfechter von „Werbung ist toll“, weil sie sich selber darüber finanzieren. Die Industrie hat Mozilla indirekt eingenommen.

    Leider ist das Projekt nur noch unglaubwürdig, traurig.

    So schlägt man sich halt mit Chrome herum, der ebenfalls nicht fehlerarm ist. Ich bekomme damit ‚hier‘ öfter die Meldung ’nginx – Cookie zu groß‘, die erst nach Löschen der bremerhaven-Cookies wieder verschwindet. Oder ist das ein Problem der Blogsoftware?

    @vel2000 22. Juli 2017 um 03:23 Uhr „Tabmix Plus ist der einzige Grund“
    Auch der fliegt beim „großen Wechsel“ bei Mozilla raus, wenn keiner den Code anpasst. Gerade diesbezüglich eine Warnmeldung beim Aktualisieren eines Notebooks gelesen.

  51. Solange es für Mac keine echte portable Version von Chrome gibt, ist der FF sicher. 😉

  52. Solange Chrome weder über eine leistungsfähige Bookmarkverwaltung noch über deaktivierbares Zumüllen des Massespeichers verfügt, nutze ich Chrome nicht.

  53. Endor der Schreckliche says:

    @vel2000 Was Tabmixplus betrifft, der Autor ist schon länger dabei die aktuelle
    Erweiterung in eine WebExtension zu portieren. Ist aber nicht gerade einfach.
    Webextension haben wesentlich weniger Rechte, TMP benötigt auch passende
    Schnittstellen, APIs, doch genau die gibt es nicht oder entsprechende Anfragen
    wurden abgelehnt. Nun steht er Autor vor der Frage, soll er eine Erweiterung
    die nur noch ein paar Optionen anbietet machen oder es gleich ganz lassen?
    Der Autor von CTR, Classic Theme Restorer, hatte das selbe Problem und
    hat hin geschmissen. Der Autor von TMP hofft immer noch auf eine Lösung
    seiner Probleme, von Seiten der Mozilla Entwickler. Aufgeben ist das letzte
    was er machen wird. Mal sehen. Für Chrome kann und wird es nie etwas
    vergleichbares wie TMP geben, die Erweiterungsschnittstelle lässt das
    gar nicht erst zu. Mal sehen wie das dann schlussendlich wird.

  54. sunworker says:

    @Stephan
    Du kannst ja bei FF Sync einstellen was du syncronisieren willst. Zumindest das funktioniert. Addons Oder Einstellungen will ich auch nicht syncen zwischen PC und Handy oder Tablet, aber Lesezeichen schon.

    Leider ist der FF Sync da seit langem Vollschrott weil er die Reihenfolge der Lesezeichen vollkommen zerschiesst.

    Wenn Vivaldi noch was besser wird, werde ich wohl den Standardbrowser wechseln.

  55. Pferdenarr says:

    Alleine für die Suchfunktion würde ich bei Chrome bleiben.
    STRG + F
    Einmal in FF und einmal mit Chrome z.B. in diesem Artikel nach: „Mozilla“ suchen. Man beachte die Seitenleiste, YAY

  56. @Pferdenarr:
    Hab keinen Chrome aufm System, aber ne Seitenleiste hab ich dankt Addons und Skripten (Greasemonkey) hier genauso. Das wäre für mich jedenfalls kein Argument.
    Was mich an den WEbExtensions wirklich stört, sind eben die ganzen Schnittstellenanfragen, für die Bugs eingereicht und die dann ohne wirkliche Diskussion selbst innerhalb der Entwicklergemeinde von wenigen fast pauschal abgewürgt werden.
    Klar macht es Sinn, zwischen Browsern eine Art plattformunabhängiges Ökosystem für Addons zu nutzen. Das erleichtert auch den Wechsel vom einen zum andern. Nur wenn dabei vieles an Nutzen für den Nutzer auf der Strecke bleibt, ist das ein Schusss ins Knie. Und danach sieht im Moment leider alles aus. (Und offenbar mit HE-Munition, damit gleich nicht nur das Knie, sondern der ganze Unterkörper mit weg ist …)

  57. Ich bin Nutzer von Firefox seit der ersten Stunde und so ganz nebenbei noch Hauptberuflich Webentwickler. Was Firefox bei mir grade den Todeskuss gibt, ist, dass seit einigen Versionen die Entwickler-Tools nicht mehr richtig flüssig funktionieren.

    Bei Chrome habe ich das Problem, dass ich sehr viel mit Lesezeichen arbeite und die im Chrome immer noch ausgesprochen gruselig zu benutzen sind. Für „Standalone-Webseiten-Fenster“ habe ich Chrome aber schon seit Jahren in Benutzung (das Feature hat Firefox ja auch nur unter größten Verrenkungen und nie richtig hinbekommen).

    Vivaldi könnte hier die Brücke schlagen. Wenn dort die Benutzeroberfläche nur noch minimal flüssiger hinbekommt, was ich in sehr naher Zukunft erwarte, wird es mein Hauptbrowser. Und Firefox wird dann zu einem der „Kontrollbrowser“ degradiert, so wie es IE und Edge auch sind.

  58. „Bei Chrome habe ich das Problem, dass ich sehr viel mit Lesezeichen arbeite und die im Chrome immer noch ausgesprochen gruselig zu benutzen sind.“

    Da schließe ich mich meinem Vorschreiber an, die Lesezeichen in Chrome sind gruselig. Nur dieses Kriterium hat mich eigentlich noch beim Firefox gehalten.
    Vernünftiges Addon als Alternative scheint es ja für Chrome auch nicht zu geben?

  59. So unterschiedlich sind die Ansprüche.

    Ich bin FF-Nutzer mit gelegentlichen Sprüngen zu Vivaldi. Ich nutze dafür ein MBP Mitte 2012 ohne SSD. Der Browser startet etwas langsam, läuft danach aber ohne Einschränkungen schnell und zuverlässig. Konkurrenten wie Chrome, Safari etc. habe ich auch schon probiert – aber bisher keinen behalten. Und Grund dafür ist mein persönliches Killerfeature bei Firefox: Lesezeichen mit Schlagwörtern! Das kann keiner der Konkurrenz und ich schätze es sehr meine Lesezeichen flexibel nach unterschiedlichen Schlagwörtern einordnen und wiederfinden zu können. So habe ich mir über die Jahre eine umfangreiche Lesezeichensammlung erarbeitet, die ich auf keinen Fall in starre Ordner in einem anderen Browser pressen werde.

    Bei aller Kritik am Firefox frage ich gern mal in die Runde… Kann das ein Browser von der Konkurrenz?

  60. Martin Schlatter says:

    Ich bin Dipl.Inf. und habe Firefox 15 Jahre genutzt.
    Ich hatte Chrome schon mal vor 2 Jahren angetestet, war aber nicht zufrieden.
    Aber vor ein paar Monaten bin ich umgestiegen, weil er in einigen Punkten einfach überlegen war.
    Die Werbung hat dabei überhaupt keine Rolle gespielt.

  61. Holger Ernst says:

    Nicht den Kopf in den Sand stecken….. Firefox braucht die Welt …. und ich.

  62. @Rudi, @metai

    Vivaldi gefällt mir von den Funktionen her, auch recht gut…ABER, er ist zäääh in der Bedienung und beim Start, speziell auf meinem Convertible.
    Ist zwar schon besser geworden, aber für mich (noch) nicht voll akzeptabel.

  63. @Holger: Ja, eben: „Firefox braucht die Welt“. Aber wer sagt, dass die Welt FF braucht? 😉 (Ist nur Spaß!)

    Zu Vivaldi: typisches Chrome(ium) Problem: keine Tabs unter der URL-Bar! Wer hat bei Google eigentlich DIESE Designentscheidung getroffen? Ich spiel noch n bisschen damit rum, aber das is schon fast n Deal-Breaker.

  64. Firefox hat alle möglichen Funktionen kaputt gemacht.

    Ziel: Nutzer zu gewinnen, die sich bei Chrome oder Safari bereits gut aufgehoben fühlen.

    Resultat: Nerds verloren, Lieschen Müller nicht gewonnen.

    Sobald die alten AddOns nicht mehr unterstützt werden, mit denen ich die GUI auf den Stand von vor 10 Jahren zurückrollen kann, bin ich weg. Wenn ich sowieso einen kaputt-reduzierten Designerbrowser nutzen muss, kann ich auch den schnelleren nehmen.

  65. Fragezeichen says:

    @vel2000
    „Bei dem ungerooteten Handy meiner Frau, tausche ich per TWRP regelmäßig die „hosts“ Datei aus.“
    Könntest du das bitte genauer beschreiben? Das was ich dazu gefunden habe, geht Richtung Boot-Image austauschen. Klingt nicht sonderlich simpel…

  66. Seit vielen Jahren nutze ich Firefox auf dem PC und war bisher immer sehr zufrieden. Firefox war immer der beste Browser und für mich die erste Wahl. Seit einigen Monaten jedoch (seit welcher Versionsnummer weiß ich leider nicht) habe ich mit massiven Performanceproblemen zu kämpfen. Leider hilft auch keine De- und Neuinstallation, kein Aufräumen und kein neues Profil. Alles bleibt beim alten. So nutze ich alternativ Chromium und Opera. Auch auf dem Smartphone hatte ich Firefox mal einige Zeit, war aber auch dort gegenüber anderen Browsern mit der Leistung unzufrieden.

  67. Leider ist Firefox wirklich gefühlt immer schlechter geworden. Ich nutze ihn bis heute, aber Spaß macht es nicht mehr. Ziemlich laggy und egal auf welchem Rechner ich es teste, immer gefühlt viel langsamer als die Konkurrenz. Da helfen mir auch keine Benchmarks…. Ich hab ihn bei mir in der Firma auch als Standard installiert, aber alle Mitarbeiter „schimpfen“ tatsächlich über ihn, mal vergisst er Passwörter, dann hängt er sich ständig auf Facebook auf, bzw. ich kann den Werbeanzeigenmanager dort gar nicht nutzen, weil er nicht alle Funktionen anzeigt. Intern wird er nur noch Kackfox genannt, weil gefühlt ständig irgendwas nicht geht. Chrome will ich aber privat nicht nutzen, aber ich hab ihn auf der Arbeit durchaus installiert, er funktioniert wirkich deutlich besser, ich kann ihn nur überhaupt nicht leiden, bzw google nicht. Selbst Edge läuft gefühlt runder, aber Microsoft ist nun mal eben auch Microsoft. Firefox wäre eigentlich toll, weil ich beiden o.g. meine Daten nicht geben möchte, aber die Frustration über den FF steigt und steigt, leider, auch für mich als Nutzer der ersten Stunde und ich bin jmd, der ihn immer und noch allen empfiehlt ^^ Könnte Vivaldi syncen, wäre ich wohl auch schon lange weg…

Es kann einen Augenblick dauern, bis dein Kommentar erscheint.