Die Kinoindustrie steckt durch das Coronavirus in einer schwierigen Phase. Selbst in den Ländern, in denen die Kinos wieder öffnen durften, ist das Publikum zurückhaltend, da man trotzdem das Risiko einer Ansteckung fürchtet. Außerdem dürfen die Betreiber die Säle wegen der Abstandsregelungen ohnehin nur zum Teil füllen. Jetzt gibt es einen weiteren Rückschlag: Der als Schlüsselfilm angesehene „Tenet“ von Christopher Nolan wurde ein weiteres Mal nach hinten geschoben.
Eigentlich sollte „Tenet“ am 17. Juli 2020 in en USA anlaufen, wurde dann aber auf den 31. Juli 2020 verlagert. Nun gibt es eine neue Verschiebung: auf den 12. August 2020. Der Kinostart des potenziellen Blockbusters wird von der ganzen US-Filmindustrie beachtet, da man hofft daraus ableiten zu können, wie stark das Publikum in der anhaltenden Pandemie bereit ist die Kinosäle wieder aufzusuchen.
Andere Betreiber haben ja etwa ihre Filme ganz aus dem Kino abgezogen – das neueste Beispiel ist „Spongebob: Eine schwammtastische Rettung“. Der Animationsfilm wird nun direkt in den digitalen Vertrieb wandern und die Lichtspielhäuser aussparen. Auch Disney ging beispielsweise derart mit „Artemis Fowl“ vor und Universal verfuhr ebenfalls so mit „Trolls World Tour“. Letztere hegen nun sogar generell den Plan ihre neuen Filme parallel zum Kinostart digital zu vertreiben – sehr zum Ärger großer Kinoketten.
Auch „Bill & Ted Face the Music“ startet nun später: Statt am 14. August, dem letzten, offiziellen Starttermin, wird die Komödie mit Keanu Reeves nun am 28. August 2020 in den USA anlaufen. Und auch Disney drehte mal wieder am Karussell: „Mulan“, die Live-Action-Verfilmung des gleichnamigen Zeichentrickabenteuers aus dem Jahr 1998, soll nun am 21. August 2020 anlaufen. Vorher visierte das Studio mit der Maus den 24. Juli 2020 an.
Alle genannten Termine gelten zunächst einmal nur für die USA – in Deutschland ist mit ähnlichen oder etwas späteren Startterminen zu rechnen. Es wird spannend, wie es mit der Kinoindustrie weitergeht, die sich ohnehin in einer schwierigen Zeit befindet, in der das Gros der Anwender daheim 4K-TVs mit HDR einsetzt und eine bessere Bildqualität erreichen kann, als im Kino um die Ecke.
