Znaps: Kickstarter-Projekt lädt Euer Smartphone über einen magnetischen Anschluss

Wer einmal mit einem MagSafe-Anschluss an einem MacBook zu tun hatte, kennt sie, diese Bequemlichkeit gepaart mit Sicherheit, das Kabel einfach abziehen zu können, ohne in einer fummeligen Buchse herumhantieren zu müssen. Ebenso einfach lässt sich das Kabel wieder anschließen, ideal auch, wenn man sein Ladekabel gerne als Stolperdraht missbraucht – es kann nämlich nichts passieren, was Kabel oder Gerät beschädigen könnte.

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Diese Technik will Znaps nun auch für alle Smartphones bereitstellen. Egal ob microUSB- oder Lightning-Anschluss, Znaps gibt es in mehreren Ausführungen. Der Adapter wird auf das vorhandene Ladekabel gesteckt, der Empfänger-Stecker kann im Smartphone verbleiben und so dann magnetisch verbunden werden. Der Stecker, der im Smartphone verbleiben kann, steht dabei 1,5 mm aus dem Gehäuse heraus. Das dürfte auch ohne Hülle wenig störend sein, zudem schützt man den somit verschlossenen Port auch gleichzeitig vor Schmutz.

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Ein simples Projekt, das eigentlich keiner weiteren Erklärung bedarf. Besonders erfreulich an dieser Kampagne sind allerdings die Kosten. Weder für das Produkt, noch für den Versand nach Deutschland fallen überzogene Preise an. Wohl auch ein Grund, warum Znaps bereits nach nicht einmal einem Tag sein Finanzierungsziel in Höhe von 120.000 Kanadischen Dollar fast erreicht hat (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung vermutlich bereits erreicht hat).

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Ebenfalls sehr gut ist die Möglichkeit einer flexiblen Unterstützung. Auf dieser Seite kann man wählen, welche Teile man in welcher Anzahl erwerben möchte. Im Anschluss kann man dann direkt in der Kickstarter-Kampagne „Custom Pledge“ wählen und dort den entsprechenden Betrag freigeben. Im Anschluss an die Kampagne wählt man dann noch einmal seine Teile aus und bekommt genau das, was man möchte, in der Kombination, wie man möchte.

Teuer ist Znaps nicht. Bereits ab rund 8 Euro (11 Kanadische Dollar) bekommt man eine Kombination aus Adapter für das Ladekabel und Adapter für das Smartphone, einen preislichen Unterschied zwischen Lightning und microUSB gibt es nicht. Der Versand nach Deutschland ist mit rund 2 Euro (3 Kanadische Dollar) ebenfalls angenehm niedrig. Ich habe direkt das Paket mit 2 Sets bestellt, kostet mich gerade einmal knapp 18 Euro inklusive Versandkosten. Einfuhrgebühren fallen bei diesem Betrag nicht an.

Cooles Projekt, das aufgrund seiner niedrigen Kosten vielleicht auch für Menschen interessant ist, die Kickstarter einmal ausprobieren wollen. Wissen wollen, wie es sich anfühlt, wenn so ein Projekt zu Ende gebracht wird. Mitbekommen wollen, wie sich die Lieferung verzögert (man will es ja nicht hoffen) und auf welche Probleme die Macher im Laufe der Fertigung stoßen. Spannend ist das immer wieder, umso schöner ist es dann am Ende aber auch, wenn man ein solches Produkt dann in den Händen hält.

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Sascha Ostermaier

*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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44 Kommentare

  1. Ansich schöne Idee. Leider kein „Made for iPhone“, somit wahrscheinlich ständig ne Fehlermeldung. Und wird wohl nicht Realität werden, da es aktuelle Patente verletzt. Schade eigentlich

  2. War kurz davor mir auch zwei zu bestellen für das galaxy s5 aber musste dann abbrechen weil der wasserschutz dann entfernt werden müsste….

  3. Keine einzige Kritik im Artikel? Einfach unreflektiertes Übernehmen von Kickstarterartikel von Sasche. Also wirklich.

    Komfortable ist es, aber dafür hat man ein Dongel am Gerät. Das ist bei einem iPhone mit Hülle noch ganz okay, bei microUSB und den vielen Geräten wird es aber eher schlimm werden. Und hat man sein Telefon erstmal umgerüstet, kann kein normales Kabel mehr anstecken. Kein Wort dazu, wie man den Adapter wieder entfernt, aber allzu locker wird er wohl nicht Sitzen. Das Ladekabel kriegt dafür einen riesigen Kopf. Ob der Magnetmechanismus gegen Kabelstolpern hilft, ist bei den kleinen Geräten eh fraglich.

    Apple selbst hat ja beim neuen MacBook auf USB-C und nicht auf Lightning gesetzt.

  4. Sascha Ostermaier says:

    @geeg: Für mich sind das keine Kritikpunkte. Ist ja nicht so, dass man hier Haus und Hof verkauft. Wer nicht in der Lage ist, sich solche Kritikpunkte (wie sie für Dich anscheinend bestehen) nicht selbst zu erarbeiten, bevor er ein Crowdfunding-Projekt unterstützt… Ich finde das Projekt sehr cool, deshalb habe ich es gebloggt. Hätte ich etwas zu kritisieren, könnte man es hier auch lesen. Wie immer eigentlich. Aber hey, Dein letzter unqualifizierter Kommentar zu einem Artikel von mir ist ja auch erst ein paar Tage her. Schönes Wochenende Dir, vielleicht mal ohne Caschys Blog?

  5. Da steht nirgends, dass es MFi-zertifiziert ist und damit habe ich große Bedenken, ständig zu sehen, dass dieses Zubehör nicht mit meinem Telefon kompatibel sei. Irgwendwelche Infos dazu?

  6. Sascha Ostermaier says:

    @Vincent: MFi zertifiziert dürfte ein solches Projekt überhaupt nicht möglich sein (Apple hat hier sehr strenge Vorgaben, was Ladekabel angeht). Und auch der Preis wäre auf diese Weise nicht machbar. Ich habe auch nicht-MFi-Kabel zu Hause im Einsatz, bisher haben diese ohne Probleme funktioniert. Möglich ist es natürlich dennoch, dass Apple hier irgendwann einmal sagt, nö, lassen wir nicht mehr zu und per Software-Update alle nicht-MFi-Anschlüsse unbrauchbar macht. Passierte aber seit Release des iPhone 5 noch nicht.

  7. Christian says:

    …“wenn man sein Ladekabel gerne als Stolperdraht missbraucht – es kann nämlich nichts passieren, was Kabel oder Gerät beschädigen könnte.“

    Damit wird man wohl das Gegenteil bewirken. Notebooks sind schwer genug, dass Kabel und Notebook problemlos beim Stolpern getrennt werden. Ein Mobiltelefon wird leicht genug sein, dass es wahrscheinlich zu Boden gehen wird. Mir ist das Telefon oft genug während des Ladens vom Tisch gerutscht und glücklicherweise am Kabel baumelnd NICHT zu Boden gegangen. Telefon vs. Fießen – wer aus diesem Kampf als Gewinner raus gehen wird kann man sich denken. In diesem Fall setze ich also lieber auf das „primitive“ Kabel 🙂

  8. Das wäre super um das Smartphone auch im Auto zu laden (wegen Bluetooth Freisprecheinrichtung). Kein nervige an stöpseln mehr in der dunklen Armlehne.

    Wie fest hält der Magnet (hält er eine holprige Fahrt durch)?
    Wien leicht oder schwer geht der Micro-USB Stecker wieder aus dem Smartphone?

  9. @Vincent eine MFI-Zertifizierung ist überhaupt nicht notwendig, da der Adapter quasi nur eine 1:1 Verbindung vom originalen Ladekabel zum iPhone darstellt und das iPhone überhaupt nicht merkt dass irgendwas dazwischen geschaltet wurde.

    Ich finde es sehr schade, dass auf USB Type C überhaupt keine Rücksicht genommen wurde. Bis die Adapter ausgeliefert werden, sind sicher schon ne Menge neuer Smartphones mit USB Type C auf dem Markt und man kann den Adapter lediglich für seine Altgeräte nutzen. Ebenfalls schade, dass keine schwarzen Adapter angeboten werden, dies wäre schon allein wünschenswert um ein Verwechseln zwischen lightning und microUSB zu verhindern, falls man beide Technologien nutzt. Trotzdem habe ich $59 gespendet für 4 Connector und 8 Adapter, habe schließlich zig Geräte hier mit microUSB und lightning, irgendwo wird es sicher schon nützlich sein.

  10. @Sascha, klingt nicht so als könntest du gut mit Kritik umgehen (ob gerechtfertigt sei dahingestellt) – ich schreibe es der Hitze zu. Prost.

  11. Sascha Ostermaier says:

    @Mike: Das brauchst Du nicht der Hitze zuschreiben, sondern dem Kommentator, dem ich geantwortet habe. Ich kann bestens mit Kritik umgehen. Das ist so dieses „wie man in den Wald hineinruft“-Prinzip. Und da ich ja Spezialisten wie „geeg“ kenne, weiß ich auch, wann ich wie reagieren kann. Dennoch prost! 😀

  12. Nach meiner Erfahrung mit dem Sony-Handy Magnetanschluss würde ich mir sowas nicht holen! Es gibt nämlich genau zwei Möglichkeiten:
    1) Entweder ist der Magnet so schwach das er gleich abgeht, wenn man am Kabel zieht. Damit landet das leichte Handy auf nicht dem Boden wenn man mal am Kabel hängen bleibt. Der große Nachteil ist aber das man das Handy auch nicht in die Hand nehmen kann, da dann der Anschluss sich auch gleich löst.
    2) Der Magnet ist etwas stärker, so das man das Handy beim laden auch in der Hand halten kann. Dann wird es aber mitgerissen sobald am Kabel gerissen wird und löst sich spätestens wenn das Kabel kürzer ist als die Distanz zum Boden.

    Ich habe verschiedene Magnetkabelvarianten zuhause und entweder das eine, oder andere ist der Fall. Beide sind suboptimal. In der Zwischenzeit bin ich der Meinung das ein Handy einfach zu leicht für einen Magnetanschluss ist.

  13. Mir geht es vor allem darum, die Buchse vom Smartphone nicht auszuleiern. Datenübertragung geht über WLAN.

    Mit einem Allround Qi Empfänger bricht das Laden genauso ab, sobald das Gerät angehoben wird, mal ganz abgesehen von der nervigen „nicht zertifiziert“ Meldung bei Crapple. Man braucht auch kein Cover oder Case mehr, um die Spule zu fixieren und zu schützen.

    Einen Versuch ist es wert.

    @Bart
    Welche Magnetkabel, bitte?

  14. Das Schlimmste an den Kommentaren ist zur Zeit, dass sich alle über Sascha beschweren müssen und das sehr häufig ohne nachvollziehbaren Grund. Ihr kritisiert ihn hart und erwartet auf der Gegenseite, dass er euch mit Samthandschuhen anfässt. So funktioniert das Leben aber nicht. Und wenn ihr die Lektion bei Muddi noch nicht gelernt habt, dann lernt ihr sie jetzt bei Sascha.

    @geeg
    Es ist ein Kickstarterprojekt, was bedeutet, dass Sascha genau so wenig wie wir alle ein ZNAPS sein Eigen nennt. Er kann also aktuell nur das dazu schreiben, was in der KS Kampagne gesagt wird und auch ich kann daran aktuell keine Kritik sehen. Wenn für dich etwas falsch ist, weil „Apple selbst“ bei irgendeinem Produkt es anders macht, dann bist du vielleicht in einem Apple Liebhaber Blog besser aufgehoben. Ernst gemeinter Ratschlag.

    @Mike
    So ein Bullshit! Sascha kann genau so wenig wie ich die Begründung von geeg nachvollziehen, weshalb er dazu Stellung nimmt. Dass er dann einen weiteren Kommentar von geeg miteinbezieht und Stellung dazu nimmt, ist doch auch völlig ok. Wenn sich jemand über jeden Post beschwert, ja dann geh und lies einen anderen Blog.

  15. Wieder was um sinnlos Geld auszugeben. Da bleibe ich lieber beim normalen MicroUSB Kabel und bin voll flexibel ohne ständig einen fummelig Adapter aus dem Phone zu puhlen.

  16. Kabelgestöpsel? LOL. Ich nutze auf Android drahtloses QI-Charging seit 1894. 🙂

  17. @Cmdr „schon seit 1894“. Nicht schlecht in welcher Währung haste den damals bezahlt?

  18. @wollid: Sony hat bei der Z-Reihe einen Dockingstation-Anschluss an der Seite, wofür Dritt-Anbieter Ladekabel verkaufen. Damit kann man nur laden, aber für mehr brauche ich ihn auch nicht.

  19. @GUsGus Patent ist wohl kein Thema
    siehe faq:
    What about this patent from Apple? https://www.google.com/patents/US7311526
    Our patent lawyer did a patent search before we started the project. This is one of the reasons why we didn’t develop ZNAPS into a whole charging cable. We haven’t infringed on Apple’s patent.

  20. Gib es als Ladekabel für Android (auch als Datenkabel verwendbar) mit Magnetstecker (micro-USB) aus China (Wsken X-kable). Nach nur 2 Wochen war das Kabel da und geht sehr gut

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