Zeitumstellung: 2021 möglich, EU-Länder dürfen entscheiden, in welcher Zone sie bleiben

Was macht eigentlich die Zeitumstellung? Viele Menschen haben sich für diese ausgesprochen und die ganze Geschichte kam bei der EU-Kommission auf den Tisch. Die Europäische Kommission schlug die Abschaffung der Zeitumstellung 2019 vor und dann wurde es bis heute etwas ruhiger. Nun hat der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments der Abschaffung zugestimmt, allerdings erst ab 2021. Etwas schräg dabei: Wenn EU-Parlament und und der Rat (bestehend aus den Mitgliedsstaaten) schlussendlich abnicken, dann kann jedes EU-Land für sich entscheiden, welcher Zeitzone es angehören möchte.

Bedeutet: Der Verkehrsausschuss schlägt vor, dass die Zeitumstellung am letzten Sonntag im März 2021 die letzte für die EU-Länder sein sollte, die beschließen, ihre Sommerzeit dauerhaft einzuhalten. Mitgliedstaaten, die es vorziehen, ihre Standardzeit, auch bekannt als „Winterzeit“, beizubehalten, können die Uhren am letzten Sonntag im Oktober 2021 zum letzten Mal umstellen. Könnte natürlich einen Flickenteppich in Sachen Zeit bedeuten – aber die Europaabgeordneten des Verkehrsausschusses fordern auch, dass die EU-Länder sich gemeinsam gut abstimmen, sodass sichergestellt ist, dass das das Funktionieren des Binnenmarktes nicht beeinträchtigt wird.

 

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caschy

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66 Kommentare

  1. Sind das dieselben Vollpfosten, die für die USB-Umfirmierung neulich ihre Hirne glühen ließen? Wow!

  2. Das kommt davon wenn man auf Schwachköpfe hört und dieser Juncker die grösste Flachpfeife (hätte jetzt auch noch andere Worte für den) ist, die man sich vorstellen kann. Zuerst behaupten, die Abstimmung hätte keine grosse Auswirkung und dann so tun als ob läppische, weinerliche 3 Mio. Deutsche dem entsprechen was 500 Mio. Menschen wollen. Zum Kotzen ist das. Alles so lassen wie es ist. Mit der ganzjährigen Somerzeit wird keiner glücklich und mit der dauernden Winterzeit (und kommt mir jetzt nicht damit, dass das die Normalzeit ist, dass ist mir scheissegal), wird auch keiner glücklich.

    • Winterzeit ist die „Wahre“Zeit, egal ob es dir passt oder nicht!
      Wenn die Sonne aufgeht, jemand hinschaut und sagt „die Sonne geht auf“ – so ist das eine Wahrheit und es spielt keine Rolle ob du damit einverstanden bist oder nicht -die Sonne geht dennoch auf-!
      Na ja, wahrscheinlich kannst du mir gar nicht folgen… Egal, wenn keine Umstellung mehr, dann kann es nur die Winter/Normale -Zeit geben, die andere wurde frei erfunden…

      • Die Sonne geht aber das ganze Jahr über nie zur selben Zeit auf. Somit kannst Du Dir Deine „wahre“ Zeit sonstwohin stecken, da sie nie immer und überall stimmt. Es ist immer irgendwo und irgendwann „falsch“. Somit geh mir weg mit Deiner „wahren“ Zeit. Die ist von Menschenhand erfunden und eingeführt. Und es kann bei Abschaffung der Winterzeit sehr wohl die Sommerzeit geben… auf die läuft es nach heutigem Stand raus. Keine Umstellung, aber Beibehaltung der Sommerzeit, mit dem Nachteil, dass es in manchen Teilen der EU im Winter teilweise erst um 10:00 hell wird. Deswegen sage ich, alles so lassen wie es ist und nicht auf die Schwachköpfe, die in der Minderheit sind, hören.

        • Forentroll says:

          @PS

          Für dich lassen wir extra eine monatliche Zeitumstellung aushandeln!
          Dann geht bei dir sommers wie winters die Sonne um 5:48 Uhr (+/- 20 Minuten) auf…^^
          Ob dann auch bei dir brain_2.0.exe funktionieren wird, sei dahin gestellt.

        • @PS
          Es geht nicht danach wann die Sonne aufgeht sondern wann sie im Zenit steht und das tut sie bei der Normalzeit Punkt 12 Uhr Mittags. Im übrigen geht die Sonne überhaupt nicht auf, die Erde dreht sich einmal am Tag um sich selbst, somit der Sonne zu und in 364 Tage um die Sonne.

      • Peter Brülls says:

        Die „Winterzeit“ ist NICHT die wahre Zeit, denn dann wäre es da, wo ich wohne, um 12:00 Sonnenhöchststand. Ist aber nicht, ihrer Mittag ist erst 12:38.

    • Richtig, man hätte diesen unsinnigen Schwachsinn, zwei mal im Jahr an der Uhr zu drehen nie einführen dürfen. Man hätte die Normalzeit (=heutige „Winterzeit“) beibehalten sollen weil es ohnehin keinerlei Vorteile brachte.

      Aber so ist das nun mal wenn man von Idioten regiert wird!

      • Doch hätte man. Das hat 1000 von Stunden Sonnenlicht aus der Schlafenszeit in die Wachzeit transferiert, zu einer Zeit, am Feierabend, wo man was damit anfangen kann.

        • Einfach eine Stunde früher anfangen zu arbeiten…

        • Stimme ich dir vollends zu, @PS. Zudem – in meinem, für diese Websitebesucher, wohl schon biblischen Alter von fast 57 Jahren kenne ich auch die Anfänge seit Einführung 1980. Und, was mir persönlich (!) am Wichtigsten wäre, ist die auf diesem Wege virtuelle Verlängerung des Tages(lichts). Wie PS schon anmerkte: Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme und dann noch mehr vom Tag(eslicht) habe, kann ich mehr machen als in früher einbrechender Dunkelheit und fühle mich wohler.

          Es soll mir bloß niemand mit zunehmenden Schlafstörungen und ähnlichen Dingen wege dieser einen Stunde kommen – insbesondere nicht diejenigen, die evtl. zwei oder drei Male pro Jahr ihren Urlaub in anderen Zeitzonen verbringen … aber damit komischerweise keine Probleme zu haben scheinen ;-).

  3. Ich meine, die verschwindend geringen Zahlen an Leuten die da mitgemacht haben, muss man sich erstmal ansehen und davon dann was ableiten, nachdem es zuvor geheissen hat, dass die Abstimmung nicht alleine entscheidend ist, kann nur einer der in der EU sitzt und den man sonst nirgends mehr brauchen kann. https://www.zeit.de/wissen/2018-08/eu-kommission-zeitumstellung-ergebnisse-umfrage-ausschluesselung In dem Land in dem jedes Verhältnis zu anderen Ländern sprengend mehr mitgemacht haben, waren es gerade mal mickrige 3,8 %. Das kann man eigentlich nur als Schildbürgerstreich ansehen.

  4. Was für ein absoluter Unfug das ganze Thema. Mehr kann man dazu nicht sagen. Als ob eine popelige Internetumfrage irgendeine Aussagekraft für solch eine gewichtige Entscheidung haben sollte. Da hat doch der Großteil noch nicht mal mitgemacht.

  5. Sparbrötchen says:

    Wenn ganzjährig die Normalzeit gilt, ist für D A CH die Abweichung zur örtlichen Sonnenzeit geringer als wenn ganzjährig die Sommerzeit gelten würde
    https://www.timeanddate.de/astronomie/sonnenzeit-zonenzeit

    Ich hoffe, ich darf hier mit dem Hinweis auf die Fakten überhaupt mitspielen, da sich hier sonst alle nur Unverschämtheiten an den Kopf werfen.

    • Und wen interessiert dass, wann die Sonne den Höchstand erreicht hat?? Ist doch eigentlich scheissegal. Abgsehen davon, der Grössteil der Bevölkerung steht um 7 auf. Was für einen Sinn macht es, wenn nach 5 Stunden schon, laut Sonne, die Mitte des Tages erreicht ist? Aber wie schon gesagt, völlig belanglos wann die Sonne am höchsten steht.

      • Peter Michels says:

        Also für dass das die ganze Sache dir doch „völlig egal“ ist regst du dich über jeden der anderer Meinung ist ganz schön auf. Ob Winterzeit, Sommerzeit oder Zeitumstellung ist letztlich egal weder du oder ich können da was dran ändern wenn es letztlich von den Politikern abgesegnet wird … (mal abgesehen davon das man das über Abstimmungen und Wahlen entscheiden kann (:D)).

        Oder lebst du mit der Zeitumstellung weiter wenn man sich auf eine feste Zeit geeinigt hat?
        „Hey Chef, ich komme ab Montag wieder eine Stunde später, denn ich lebe in einer anderen Zeitzone“ O_o

        • Also ich stehe um 8:30 Uhr auf. Demnach wäre 3,5 Stunden später der halbe Tag um, so ein Schwachsinn. Bei dauerhafter Winterzeit wird es im Sommer teils gegen 3:30 Uhr hell. Wie kann man das bitte wollen?!

          Zeiten ändern sich und bei den meisten Menschen verschiebt sich der Tag nach hinten.

          • Peter Michels says:

            Achso, du hast also das Glück erst um 8:30Uhr aufzustehen, das spiegelt natürlich alle Menschen in Deutschland wieder. Ich frage mich echt wer dann die Läden schon um 7:00Uhr öffnet und wer mein Brot in der Bäckerei nebenan backt …

            Aber klar, du spiegelst ja „die meisten Menschen“ wieder 🙂

            • Der Grossteil der Menschen wird wohl um 7:00 rum aufstehen. Und auch für die ist 12 zu früh und keinesfalls der Tagesmittelpunkt. Keiner von denen geht um 19:00 ins Bett.

          • Vielleicht hat sich ja durch die Zeitverschiebung der Tag bei vielen Menschen nach hinten verschoben. Wenn alle eine Stunde früher aufstehen funktioniert das Leben doch genauso gut.

        • Bist Du dumm oder nur schwer von Begriff? Ich sagte, es ist mir egal wann die Sonne am höchsten steht. Es kümmert mich aber sehr wohl wann die Sonne untergeht und wieviel vom Tage nach der Arbeit noch bei Tageslicht überig bleibt. Wenn ich schlafe, brauche ich kein Sonnenlicht.

          Was mich aufregt ist, wenn einige Vollpfosten mein Leben/Lebensweise beeinflussen und ganz, besonders, wenn das auf einer, wie es hies, nicht ausssagekräftigen Umfrage basiert, in der ein paar wenige nörgelnde Vollpfosten wegen der Zeitumstellung rumjammern und danach das Abstimmergebnis von 4 Mio. Schwachköpfen 500 Mio. Bürgern aufgezwungen wird, die offensichtlich kein Problem mit der Umstellung haben. Mich regt auf, wie das ganze gehandhabt wird und abgelaufen ist.

          • PS, Du kommst so richtig sympathisch rüber. Mit Dir macht diskutieren wahrscheinlich so richtig Spaß. Zumal Du so offen für andere Ansichten und Meinungen bist, und nicht gleich beleidigend wirst.

            • Hey Felix, bester Kommentar in der Diskussion. Ich mag auch seine Rechtschreibung! Kann man richtig flüssig lesen. Besonders das/dass.

      • PS, du peilst ist einfach nicht und benimmst hier dazu noch wie ein Kleinkind. Wie lächerlich.

        • Klar doch. Nicht mal 3 % von 500 Mio. Menschen haben ein Problem mit der Zeitumstellung, aber ich peils nicht. Lächerlich sind die Schwachköpfe, die meinen eine fast 40 jährige Regelung ändern und fast 500 Mio. Menschen ihren Willen aufzwingen zu müssen.

    • Peter Michels says:

      Schöne Seite, endlich mal gut zusammengefasst das die Sommerzeit die „bessere“ Zeit für Deutschland wäre. Immer wieder mühselig das mit der älteren Generation durchzukauen …

    • sunworker says:

      Die „Normalzeit“ war wichtig zu einer Zeit wo es keine ausreichende Beleuchtung gab. Da gingen die Menschen ins Bett wenn es dunkel war und standen auf wenn die Sonne hervorkam.

      Deshalb ist das Argument – die Normalzeit sei die richtige Zeit -völlig unsinnig, wir leben nicht mehr nach der Sonne. Wann die im Zenit steht und was dann auf der Uhr steht ist total egal.

      • Und schon hast du klargestellt, dass du kein Mediziner oder Biologe bist und auch keinen autodidaktischen Sachverstand zum Thema Biorhythmus besitzt. Aber du hast eine Meinung. Und das ist ja alles worauf es heutzutage ankommt.

        • sunworker says:

          Europaweit hat nahezu niemand abgestimmt, nur in Deutschland haben 3% abgestimmt. 99% der Europäer haben diese Abstimmung gar nicht wahrgenommen. Das Thema findet eigentlich nur in Deutschland statt und nur bei einem sehr kleinen Teil der Bevölkerung.

          Und wir haben eigentlich andere ECHTE Probleme in Deutschland: u.a. die Wohnungsnot in Großstädten.

          Diese Abstimmung ist ein Witz mehr nicht.

      • Peter Brülls says:

        Die Normalzeit war wichtig, weil die Eisenbahn einheitlich laufen sollte. Vorher schuld am Wahren Mittag die Glocke und jeder hat seine Uhr danach gestellt.

      • Stimmt! Wir haben nicht nur die Glühbirne erfunden, sondern auch das Rollo! So könnten wir tagsüber schlafen und nachts arbeiten, hätte auch den Vorteil, dass wir im Sommer bei der Arbeit nicht mehr schwitzen müssen!! Was juckt uns wie die Planeten sich drehen?! Wenn du lang genug nach oben starrst, wirst du merken dass alles sich dreht! Um uns!! Wir sind die Nabel der Welt, wir entscheiden! Wir haben auch das ganze erfunden, Zeit, Raum, Universum… Ok, Universum nicht direkt… Wir haben erst dieses Fabelwesen erfunden, Gott, es hat dann für uns das ganze Universum gemacht, in nur 6 Tage(!!), am siebten wollte es dann auch mal chillen… Hammer! Wir haben die Wahl…

    • (Das Internet ist zunehmend nur noch zum Kotzen, oder? Das Mitmachweb hat das Problem, dass halt jeder, wirklich jeder, mitmacht…)

      • Sparbrötchen says:

        Ehrlicherweise muß man sagen, daß das zu Usenetzeiten gar nicht so viel anders war, nur eben bei deutlich weniger Volumen, weil es höhere Einstiegshürden und weniger allgemeines Interesse an damals „so neumodischem Kram“ wie dem Internet und damit auch ein anderes Grundniveau der Teilnehmer gab. Die Diskussionen bildeten somit damals aber auch deutlich weniger die Gesamtgesellschaft und die unterschiedlichen Diskussionskulturen ab.

        Zusätzlich halfen Killfiles, die Filterung von Beiträgen im eigenen Newsreader, sowie die Möglichkeit abdriftende Diskutierende per f’up nach dag° einweisen zu können, ein Übriges, es für alle erträglich zu halten.
        Kritisch angemerkt, war das aber auch bereits der Beginn einer Bewegung hin zu Filterbubbles.

        Für mich ist der Maßstab für die Teilnahme an einer Diskussion, ob die Diskutierenden über ein Mindestmaß an affektiver Kontrolle verfügen. Bei bestimmten Worten oder bei bewußter Verballhornung von Begriffen oder Namen stelle ich für den betreffenden Beitrag das Lesen ein, weil dem Schreiber anscheinend bereits die sachlichen Argumente ausgegangen sind.
        Wir haben sicher alle als Jugendliche Schopenhauers „Die Kunst, Recht zu behalten“ gelesen und fallen spätestens danach nicht mehr auf so etwas herein.

        Wer sachlich diskutiert, bekommt eine Antwort. Wer das nicht tut, will auch keine Antwort; zumindest keine, mit der er seine Position überprüfen kann, sondern er will nur eine Vorlage für die nächste Runde an Polemik.
        Heute würde man sagen, man sucht nach Stichwortgebern für die eigenen Talking Points.

        • Christian says:

          Oh, mit dem Anspruch darfst du aber absolut keine Partei mehr wählen, ja nichts mal deren Positionen kennen.

          • Sparbrötchen says:

            Nur kurz da wir selber zwar offtopic sind aber ontopic seit Beginn keine neuen Argumente eingeführt wurden und die anderen auch gerade bei der allgemeinen Systemkritik angekommen sind.

            Ja, da hast Du Recht. Wahlen sind eine Qual. Um auch eine Anregung zu geben: das für mich spannendste Konzept haben die Piraten mit dem Delegated Voting verfolgt.
            Die faktische Selbstmarginalisierung in Folge des Parteitags in Bingen, hat solche Ideen aus dem allgemeinen Blickfeld gerückt.

            Aktuell wähle ich als Zuagroaster nur für EU und Bund, die anderen Wahlen überlasse ich den Einheimischen. Ich fände es schizophren, wenn ich extra hier her ziehe, dann aber per Stimmzettel alles so ummodele, damit es wieder so wie zu Hause ist.
            Andere sehen es anders und mögen aber auch Cluburlaub auf den Malediven mit Bratwurst und deutschem Rahmenprogramm.

        • Schopenhauer, schön und gut. Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass die Aufklärung eine naive Selbstüberhöhung der menschlichen Natur war, ein Versuch der Feuerbach’schen Religionskritik eine unmittelbare Alternative gegenüber zu stellen, den Umweg über den transzendenten Reflektor gleich zu umgehen, unmittelbare Selbstanbetung. Instagram ist die neue Kirche, das eigene Profil der Altar.

          Der Mensch in seiner Gesamtheit ist nicht edel und nicht gut, schon gar nicht strebsam. Bei allem Sophismus, den man zu meiner These betreiben könnte, muss man nur die Realität der letzten Jahrtausende betrachten und das gegenwärtige Endstadium der Erdzerstörung mit Smartphonenacken.

          Eine Filterblase ist die einzige Möglichkeit nicht vollends zum Nihilismus übertreten zu müssen, wie ich meine.

          • Warum so düster?.. Ist eh alles vergänglich…

          • Sparbrötchen says:

            Bei Schopenhauer ging es mir um die Argumentationstechniken, bzw. die allzu bekannten Ausweichtechniken beim Mangel an Argumenten. Nur damit die anderen sich nicht wundern, warum ich auf nichts antworte was „scheissegal“ oder sich wiederholende Satzzeichen beinhaltet.
            Denn wie wir gleichen sehen werden, kommen wir vom hundertste auf tausendste.

            Ja, Feuerbach habe ich gelesen und auch Kierkegaard. Und um den Bogen zu Deiner Aussage zu schlagen, ist der Übertritt zum Nihilismus, meiner Meinung nach ein geradezu zwangsläufiger Schritt. Für die einen als Ziel, für die anderen als Zwischenstufe zu dem was Nietzsche den Übermenschen nennt und dessen Voraussetzung die Entwertung aller Werte ist, um aus den Trümmern ein eigenes Wertegerüst zu entwickeln.

            Ich selber verfolge eine Mischung aus Nietzsches Ansichten und dem Existentialismus, was einem in Gesprächsrunden schnell den Vorwurf des Zynikers einbringt, besonders wenn Beteiligte eine Sinnerwartung an die Welt äußern und sich aus der Re­fle­xi­on dieses Scheins ihren eigenen Lebenssinn konstruieren – Plato anyone?

            Da halte ich es lieber mit Heidegger, der den Sinn der Lebens mit dem Uhrzeigersinn verglich. Der Sinn gibt somit nur eine Richtung vor und keinen Inhalt. Der Sinn der Lebens ist die Zeit vom Geborenwerden bis zum Sterben zu überbrücken.

            Der Charme diese These liegt darin, daß man weder einen Sinn suchen muß, noch befürchten muß, das eigene Leben könnte sinnlos sein oder gar, daß man am Sinn des Lebens scheitert, denn sterben müssen wir alle mal, wodurch wir dann den Sinn erfüllen. Niemand, wirklich niemand, kann uns an dieser Sinnerfüllung hindern. Das befreit einen innerlich sehr!

            Nur muß man die inhaltliche Sinnlosigkeit des eigenen Daseins akzeptieren können und darf nicht an ihr an verzweifeln oder darf gar in bewußt falscher und negativer Auslegung von Nietzsches Aussagen anderen die eigenen Werte überstülpen. Gerade letzteres hat bereits seit Ewigkeiten in Form von Religionen und Ideologien so viel Leid und Elend in die Welt getragen, daß wir Nietzsche davon freisprechen können, Wegbereiter für die autoritären Ideologien des 20 Jhr. zu sein.

            Wer Zeit und Lust hat, kann Nietzsches Genealogie der Moral lesen, ich empfehle allerdings dringend eine kommentierte Ausgabe, da sehr viele Referenzen sonst nicht erkannt werden. Die Lektüre liegt bei mir zwei Jahrzehnte zurück, daher keine Ausgabenempfehlung an dieser Stelle.

            Zur Filterblase und dem Nihilimus – wichtig ist, daß man immer noch weiß, daß auch dort wo man gerade nicht hinschaut etwa ist und nicht über die Zeit immer mehr annimmt, daß die eigene Wahrnehmung eine verkleinerte Abbildung der Gesamtheit ist – die Berliner Filter Bubble.
            Bei vielem muß man leider hinsehen, um das Leid nicht auch noch zu vergrößern, wenn man nicht hinsieht, wird es immer größer und größer.

            Das finde ich gut in der Dr. Who Folge Blink dargestellt, die Statuen/die Bedrohung können sich nur bewegen, wenn niemand sie ansieht, dann rücken sie aber immer bedrohlicher auf einen zu
            https://www.youtube.com/watch?v=GFKa9tQqzrs

            Ich glaube, wir beide sind zu dicht beieinander, als das wir uns dessen hier noch lange versichern müßten – der Rest hat sowieso zu Recht bei der Textlänge innerlich abgeschaltet.

            • Chapeau

            • Ich habe für mich als Ausweg aus der Nabelschau des Menschen die Natur gefunden. Man muss keinen Sinn des Lebens formulieren, das Leben an sich erleben zu dürfen ist wortwörtlich sinnlich, wenn man es zulässt. Unser Hirn neigt leider dazu uns vor Überforderung zu schützen indem es auf Autopilot Sinneseindrücke ausfiltert. Je mehr davon je älter wir werden, man hat X ja schließlich schon einmal erfahren und der reine Zweck, X immer neu zu erfahren besteht nicht mehr. Daher muss man bewusstes Leben auch bewusst wollen. Es ist eine Entscheidung, ob man zB an der Haltestelle auf dem Heimweg um kurz vor 18 Uhr in der Dämmerung beobachtet wie die Autoscheinwerfer jeden einzelnen Tropfen Feuchtigkeit am Rande der Überdachung der Hautstelle zum Funkeln anregen, wie am Grünstreifen die ersten Frühblüher ihre zarten Glieder hochstrecken, wie ein hässlicher kleiner Hund voller Begeisterung den Mann mit dem Döner in der Hand beobachtet.. das Leben ist wunderbar. Aber das Hier und Jetzt reicht den meisten Menschen scheinbar nicht nur nicht, sie sind daran desinteressiert. Immer größere Teile des Lebens werden am Bildschirm verlebt. Es muss immer laut und originell sein, Alkohol und andere Drogen helfen weiter dabei diese Welt voller Wunder möglichst nicht erleben zu müssen.

              Der Mensch ist nicht nur voller Verachtung für den Wert des Lebens, siehe der Umgang miteinander, mit Tieren, mit der Umwelt, er ist auch voller Verachtung für sich selbst. Er beraubt sich des größten joyrides des Kosmos, diesen Kosmos mit allen Sinnen und offenen Augen zu erleben, indem er sich auf dem Sofa verkriecht, auf Bildschirme starrt und alles betoniert was er betonieren kann.

              Ich bin stolz wenn mich jemand einen Zyniker nennt, denn ich verstehe nicht worauf verdammt nochmal alle so stolz sind, dass Menschenverachtung ein Schimpfwort sein soll, während wir von „Menschlichkeit“ als das höchste Gut sprechen. Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Humanität, usw. Was für ein verzerrtes Selbstbild. Das, was als Unmenschlichkeit bezeichnet wird, ist quantitativ der Normalfall auf diesem Planeten. Der Zyniker ist der Realist der das erkennt, nicht mehr. Und der Nihilist lehnt die verlogene Selbstüberhöhung ab, sonst nichts. Denn das ist alles, was konstruiert ist und somit auch verneint werden kann. Das Wunder des Lebens um uns herum „ist“ einfach, wäre auch wenn es uns Menschen nie gegeben hätte und wir nie Begriffe dafür geformt hätten. Wo Begriffe überflüssig sind können sie auch nicht negiert werden.

              Oft wird mir dann im Gespräch unterstellt ich sei ein Griesgram oder Pessimist. Aber überhaupt nicht. Ich setze nur einfach den Menschen, inklusive mir, nicht in das Zentrum aller Erwägungen. Wenn man sich selbst nicht so verdammt wichtig nimmt gehen einem die Augen auf. Und ganz nebenbei würde man dann auch nicht so herum schimpfen, wie das viele Leute in ihren Kommentaren im Internet tun.

  6. Martin Deger says:

    Ich hoffe, dass sich alle Länder auf eine Zeitzone einigen. Egal welche.

  7. 2021, gut gemacht EU, jahrelang am Volk vorbei regieren.

    • Was für ein Volk? 96 % haben nicht mal abgestimmt. Denen ist es egal.

      • Genau, Nichtbeteiligung bedeutet entweder Zustimmung oder Gleichgültigkeit. Die, denen es wichtig war, haben sich an der Abstimmung beteiligt.
        Sinnvoll wäre es meiner Meinung nach die Abstimmung zu wiederholen, damit wirklich alle noch einmal die Chance haben ihre Vorliebe kund zu tun.

        • get a room

        • Ja. Verpflichtende Abstimmung für alle. Mit Hinweis darauf, dass die Wahl direkt darüber entscheidet wie weiter fortgefahren wird. Mit richtiger Werbung dafür in allen Ländern. Nicht zuerst sagen, dass die Abstimmung sowieso keinen direkten Einfluss auf die Entscheidung hat, um dann 3 Tage nach Ende zu sagen „Die Bürger haben entschieden, wir machen das.“ Damit könnte ich ja leben, wenn 100 – 300 Mio. Menschen mitgemacht hätten, aber bei 4 Mio, mit 3 Mio aus Deutschland, ist es einfach nur eine Frechheit.

  8. Die Abschaffung der Zeitumstellung ist nicht mehr wie richtig und längst überfällig.

  9. Wieder mal ein gutes Beispiel für den Schaden, den die EU für unser aller Zusammenleben anrichtet. Abschaffen!

  10. Wenn ich mir überlege wie lange die schon den Soli abschaffen hätten müssen bzw. immer noch wollen, aber einfach nichts passiert, kann man sich ausrechnen wann die Zeitumstellung in Deutschland eingestellt werden soll. Wahrscheinlich am St. Nimmerleinstag. Hauptsache man hat was gefunden wo sich der Bürger streiten kann und vom politischen Müll abgelenkt wird.
    „…die Europaabgeordneten des Verkehrsausschusses fordern auch, dass die EU-Länder sich gemeinsam gut abstimmen,… „“
    Da werden dann wieder Millionen verpulvert damit die Herrschaften von einer Blabla-Beratungs-Runde zur nächsten düsen können, und am Ende macht doch wieder jeder was er will.

  11. Iss schon irgendwie spannend wie in Deutschland „diskutiert“ wird.
    Wir verdammen die Amerikaner wegen ihrer Waffengesetze, machen aber nix gegen den täglichen Raserwahnsinn auf den Straßen.
    Wir lachen über die Briten die für den Brexit gestimmt haben, wollen aber die Sommerzeit zum Normalfall machen.
    Wir entscheiden genause wie die anderen, aus dem Bauch heraus, nur den eigenen Vorteil im Auge, und beschäftigen uns 0 mit dem eigentlichen Thema. Hauptsache mir gehts gut. Eure Kinder werden euch danken (naja machen se ja heute schon jeden Freitag).

    • Christian says:

      schlimmer ncoh: im Unterschied zu den Amerikanern und Briten (ohne die wir btw wohl alle russisch sprechen würden) moralisieren wir auch noch mit unseren Entscheidungen und erwarten, dass alle anderen uns folgen

  12. Wäre es nicht besser statt der Zeitumstellung direkt die EU abzuschaffen? In Brüssel werden doch eh nur Alkoholiker gezüchtet, aus deren Köpfen dann hanebüchene Visionen entspringen. Weg mit der EU, niemnad braucht diesen Club der alten Säcke.

    • Na dann viel Spaß in der Arbeitslosigkeit.

      • Christian says:

        würde nur ein Zurück zur Normalität bedeuten und durch den Abbau der Arbeitslosigkeit in den südlichen Ländern wahrscheinl. überkompensiert werden. Unser dt. Boom ist ja nur eine Folge des Euro mit seinem einheitlichen Zins, der verhindert, dass wir in der Hochkonjunktur durch höhere Zinsen bremsen können.

  13. Viele Menschen haben sich für diese ausgesprochen und die ganze Geschichte kam bei der EU-Kommission auf den Tisch.

    Die Mehrheit hat sich wohl gegen die Zeitumstellung ausgesprochen, aber gut…

  14. Andreas_Va says:

    Die Einführung der Zeitumstellung habe ich miterlebt. Meine Eltern hatten ganz schön abgekotzt. Auch mich nervt dieser Mist schon seit jenem Gehirnfurz, der im Jahre 1980 seinen lauf nahm.

    Die Normalzeit ist das, was am natürlichsten ist!

    Sollte es zu einer Volksbefragung kommen, werde ich für die Normalzeit abstimmen, die auch oft Winterzeit genannt wird.

  15. Markus Gottwals says:

    Der Wechsel muss einfach weg. Was bleibt, ist reichlich egal, man kann sich dran gewöhnen. Das EU-Parlament könnte hier sogar mal was sinnvolleres tun als beim Artikel 13 Gedönse und sich EU-weit für eine Zeitschiene entscheiden, die dann für alle EU-Mitglieder verbindlich in nationales Recht umgesetzt werden muss. Notfalls muss man halt für die Mitglieder, die geografisch grösstenteils aus der MEZ-Zone rausfallen, die entsprechende Nachbarzone vorgeben, aber soviel Verstand setze ich mal voraus. Nicht jeder ist so planlos wie dieser Herr Voss.

    Ach ja, noch was. Da hier immer wieder aufkommt, dass „nur“ etwa 1% der EU-Bevölkerung diesen Wechsel will, da muss ich widersprechen. Die Stichprobengrösse ist durchaus gross genug, um auf ein Gesamtbild zu schliessen. Dazu kommt, dass es sich ja nicht um eine einmalige Momentaufnahme handelt, sondern letztlich die finale Umfrage eines seit Jahrzehnten diskutierten und erforschten Problems. Sozusagen der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

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