Zehn Jahre ohne deutsches Fernsehen – Ich bereue (fast) nichts

alter fernseherZehn Jahre sind eine lange Zeit: In dieser Zeit wächst ein Säugling zum Grundschüler heran, alte Staaten zerfallen, während sich neue bilden und ein kleines Online-Tagebuch kann zu einem der größten Tech-Blogs in Deutschland werden. Auch bei mir ist innerhalb der letzten zehn Jahre einiges geschehen: Zwei langjährige Beziehungen zerbrachen für mich beispielsweise. Die eine bestand mit einer holden Dame und ist für euch wohl nur öder Krempel. Doch die andere teilt ihr vermutlich ganz polygam mit meinem Ich von 2006 – die Beziehung zum deutschen Fernsehen. Ca. zehn Jahre ist es nun her, dass ich nahezu komplett dem deutschen Fernsehprogramm abgeschworen habe. Vielfältige Gründe haben mich dazu getrieben.

Dazu möchte ich sagen: Ja, es gibt auch im deutschen Fernsehen interessante Sendungen: Ich sympathisiere etwa mit Jan Böhmermann und seinem Neo Magazin Royale. Vor allem die letzte Nummer um „Schwiegertochter gesucht“ war für mich ein Geniestreich. Böhmermann führt quasi das fort, was Harald Schmidt in den 1990er-Jahren so brillant gemacht hat: bissige Satire mit Hirn. Im klassischen Fernsehen habe ich mir #Verafake jedoch nicht gegeben – sondern via YouTube.

Auch den „Tatortreiniger“ finde ich klasse – die Folgen habe ich aber nicht zu den unglücklich gewählten TV-Sendezeiten gesehen, sondern wahlweise via Blu-ray bzw. Amazon Prime Instant Video. Auch „Stromberg“ war eine richtig tolle Serie, dieses Mal von einem Privatsender, die ich aufgrund meiner TV-Abstinenz bei der Ausstrahlung verpasst habe, aber gerne auf DVD nachholte. Ihr braucht mich also nicht darauf hinzuweisen, dass es auch im deutschsprachigen Fernsehen ein paar tolle Sendungen gibt – das weiß ich. Den Antennenstecker stöpsele ich aber dennoch nicht wieder ein.

Alles fing 2005 an, als ich recht spontan mit einem guten Kumpel, Dirk, im Kino „Batman Begins“ ansah. Ja, das ist der gleiche Dirk, wie in meinem Magic-Beitrag. „Batman Begins“ –  klasse Film, liebe ich bis heute. Wie man von „Batman Begins“ zum TV-Verzicht kommt? Nun ja, Christopher Nolans Interpretation des dunklen Ritters heizte in mir den Batman-Fan wieder an, der seit den 1990er-Jahren dank Granaten wie „Batman & Robin“ in ein Koma gefallen war. Neben dem Wunsch erstmals intensiv in die Comics einzutauchen („Year One“, „The Dark Knight Returns“, „The Killing Joke“, etc.) kam in mir auch das Verlangen auf, mir“Batman: The Animated Series“ erneut reinzuziehen.

batman animated series

Lange brauchte ich jedoch nicht, um herauszufinden, dass es keine deutsch synchronisierte Fassung im Handel gab. Das übliche Rechte-Bla-Bla verhinderte damals eine Veröffentlichung hierzulande. Meine müden Augen erspähten jedoch eines Nachts die US-DVD-Importe. Einen Spontankauf und ein paar Wochen später lagen dann alle vier Boxen, frisch aus dem Amiland, auf meinem Wohnzimmertisch. Damals war es ziemlich ungewohnt für mich, mir eine komplette TV-Serie auf Englisch zu genehmigen. Zumal ich die deutsche Synchro der Serie noch sehr in den Ohren hatte. Doch was soll ich sagen – schnell wich die Skepsis Begeisterung: Kevin Conroy als Batman, Mark Hamill als Joker, Bob Hastings als Commissioner Gordon… Für mich sind das bis heute die definitiven Stimmen der Charaktere.

Einmal angefixt, wurde ich jedoch zunächst gar nicht mal wegen des vermeintlich „besseren“ Originaltons zu weiteren Importen ohne deutsche Synchronisation gelockt, sondern wegen der Preise. Lange Zeit stand der Kurs des US-Dollars niedrig, Importe waren oftmals spottbillig. Rasch folgten damals weitere DVD-Importe wie „Heroes“. Auch der Faktor Zeit spielte eine Rolle: Einige Serien und Filme konnte ich daheim genießen, bevor sie bei uns überhaupt im TV bzw. Kino liefen bzw. auf DVD / Blu-ray erschienen. Und es kam, wie es kommen musste: Auf lange Sicht wurde ich zum O-Ton-Snob, der zähneknirschend jeden Übersetzungsfehler als Störfaktor wahrnahm und welchem die Lust daran verging, dass Hundertschaften von Schauspielern von gefühlt zehn Sprechern vertont werden.

Heute schaue ich Serien und Filme, zumindest aus englischsprachigen Landen, nur noch im Originalton – das hat sich über die Jahre so entwickelt. Mir macht es einfach mehr Spaß, wenn ich wirklich die markanten Stimmen von z. B. Johnny Depp, Ryan Gosling oder Jensen Ackles höre. Dabei will ich deutsche Synchronisationen gar nicht pauschal schlecht machen: Im internationalen Vergleich ist die Qualität hierzulande sehr gut. Aber Synchronisationen bewerte ich als Verständnishilfen – sie löschen jedoch leider einen für mich persönlich wichtigen Teil der Originalleistung des Schauspielers aus. Daher verzichte ich persönlich darauf bzw. habe nur noch wenig Freude an synchronisierten Filmen und Serien.

dav

Wie ihr herauslest, brach eben durch diesen Wandel in meinem Film- und Serienkonsum ein großer Teil des deutschen TV-Programms abrupt aus meinem Interessegebiet weg – das war schon vor dem Aufkommenden Streaming-Hype so, der heute die Jugendlichen längst vom klassischen Fernsehen weggelockt hat. Für mich blieben also nur noch deutschsprachig produzierte Inhalte über. Doch auch wenn ich eingangs positive Beispiele nannte, sind das eben im Film- und Serienbereich für mich persönlich nicht viele. Selbst den vielfach hochgelobten Tatort empfinde ich persönlich zumeist als handwerklich hoffnungslos hausbacken und in den Drehbüchern oft geradezu absurd. Klar, gibt es aber auch noch Unterhaltungsshows – „Schlag den Raab“ z. B. fiel mir immer als erfrischend auf. Läuft mittlerweile wegen Raabs Ruhestand nicht mehr in der alten Form, die auch von seinem Charisma lebte. Und „Schlag den Raab“ wurde nunmal immer samstags gesendet, wenn ich meist abends unterwegs war. Aufzeichnen? Hätte ich machen können, aber so groß war das Interesse eben doch nicht.

Der nächste Baustein des deutschen Fernsehprogramms: die Nachrichten. Hier fielen mir zu schnell die erheblichen Mängel sowohl im Privatfernsehen als auch bei den Öffentlich-rechtlichen Sendern auf. Gerade letztere nehme ich oft als einseitig war. Fernsehkritik.tv gucke ich mir zwar immer noch ab und zu gerne an, aber eher um mal den Kreislauf in Schwung zu bringen, wenn ich mich mit darüber ärgern möchte, was ich so für Schlampereien mit dem Rundfunkbeitrag unfreiwillig mitfinanziere. Genau so lese ich auch gerne das Watchblog BILDBlog, auch wenn ich mir in meinem ganzen Leben noch nie (!) auch nur eine Boulevardzeitung gekauft habe. Aber weder fehlt mir die Boulevardpresse noch fehlt mir die Berichterstattung im deutschen Fernsehen – ich benötige sie schlichtweg nicht. Wie ich auf dem Laufenden bleibe? Ich besuche gern die Websites der FAZ, der Zeit oder auch der Süddeutschen. Manchmal recherchiere ich, wenn es um komplexe Themen geht, auch in spezifischeren Medien: Netzpolitik z. B. Online kann ich aktuelle Nachrichten abrufen wann, wo und wie ich will.

Hier kommt dann auch ein weiterer Punkt hinzu, der mich zur TV-Abstinenz getrieben hat: Ich arbeite viel, absolviere derzeit „nebenbei“ ein Zweitstudium, verbringe aber eben auch gerne Zeit mit meiner Freundin, treffe mich gerne mit Freunden, versuche regelmäßig Joggen zu gehen und bin immer noch im Herzen ein Gamer. Meine Freizeit ist versprengt, mal hier und mal da – ich mag da keine festen TV-Sendezeiten hineinquetschen. Denn das ist etwas, bei dem ich den Sendern entgegen kommen soll – warum sollte ich aber? Es ist einfach ein veraltetes Modell dem Zuschauer zu festen Zeiten Inhalte vor den Latz zu knallen. Für mich passt das einfach nicht in mein Leben. Ich werfe eine Blu-ray ein, starte einen Stream oder lese Nachrichten im Web, wenn ich Zeit und Lust habe.

nvidia shield tv

In meinem Mietpreis ist ein Kabelanschluss enthalten – den muss ich bezahlen. Doch ein Kabel klemmt seit zehn Jahren eben nicht mehr an meinem TV. Trotzdem bin ich bestens mit Content versorgt: Dank Hardware wie dem Amazon Fire TV, der Nvidia Shield sowie der neuen Microsoft Xbox One S aber auch dank Angeboten wie Amazon Prime Instant Video – und natürlich durch meine überquellende Blu-ray-Sammlung. Und wenn man Filme im Regal stehen hat, die dort jahrelang auf Halde darauf warten endlich in den Player gelegt zu werden, dann muss man nicht durchs Fernsehprogramm zappen. Zumindest ich fühle mich auch ohne das deutsche Fernsehen absolut überversorgt mit Content.

Nun bin ich aber auch ein spezieller Fall: Ich interessiere mich absolut nicht für Sportereignisse – frag mich nach einem deutschen Nationalspieler und ich antworte wahrscheinlich „David Beckham“. Wer Sportübertragungen liebt, kommt weiterhin nicht am Fernsehen vorbei. Greift eben bei mir nicht. Deswegen möchte ich das deutsche Fernsehen hier auch nicht bashen. Nur weil ich persönlich es nicht benötige, sagt das nichts über das Fernsehen an sich. Allerdings realisiere ich im Studium, bei dem ich viel an deutlich jüngere Kommilitonen gerate, dass das Fernsehen wohl allgemein an Relevanz verliert. Etwa ist die Existenz der Öffentlich-rechtlichen Sender, auch durch die weit verzweigten Adernetze zur Politik, auf unabsehbare Zeit gesichert. Ihre gesellschaftliche Bedeutung sinkt aber immer weiter.

Es gibt auch viele Leute, die im Gegensatz zu mir gerne Krempel wie „Teenie Mütter“ einschalten, um sich locker berieseln zu lassen. Das ist nunmal nichts für mich, da ich die Machart von derlei Sendungen perfide finde. In derartigen Fällen amüsiere ich mich nicht über die Protagonisten, sondern ärgere mich über die Redaktionen, welche Dinge ins Extrem ziehen. Jenes wurde zuletzt so schön, damit schließt sich der Kreis wieder, durch Jan Böhmermanns eingangs erwähntes #Verafake bestätigt.

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Zehn Jahre lang ohne deutsches Fernsehen…Eine lange Zeit und ich bereue (fast) nichts. Ja, manches mal bereue ich es eben doch, wenn sich alle meine Freunde über ein bestimmtes TV-Ereignis unterhalten, eine lustige Panne, eine (ihrer Meinung nach) tolle Show oder eine deutschsprachige Serie. Dann stehe ich mit einem Fragezeichen im Gesicht daneben. Aber so geht es mir auch schon mein Leben lang, wenn über Fußball, Olympia oder das Basteln am Auto geschnackt wird – da kann ich eben nicht mitreden. Und damit kann ich leben.

Wie sieht es denn bei euch aus? Stelle ich hier mit meinen zehn Jahren nahezu dauerhafter TV-Abstinenz Rekorde auf, oder gebe ich sowieso nur wieder, was für euch ohnehin Alltag ist?

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

90 Kommentare

  1. R. Gruettner says:

    Ich habe nur den letzten Absatz gelesen und finde diesen Artikel mehr als überflüssig wie du deutsches Fernsehen.

  2. Vom TV-Junkie zum TV-Abstinenzler. Mittlerweile seit über 6 Jahren clean.

  3. Bei dir hat die Grundschule also mit 10 begonnen? 🙂

  4. Stimme deinem Beitrag zu 100% zu außer das bei mir der Ausgangpunkt Supernatural und nicht Batman war. Jensen Ackles O-Ton ist einfach zu gut 😉
    Schönen Sonntag noch!

  5. Kann mich da anschließen …. lebe nun auch schon einige Jährchen ohne Fernsehen — ohne „deutsches“ Fernsehen sowieso —
    Das war ja in der zone noch interessant … aber mit der sogenannten Wende ließ dann auch die begeisterung recht schnell nach … :o)

  6. DancingBallmer says:

    Ganz dem Fernsehen abschwören kann ich nicht, ohne Fußball komme ich dann doch nicht aus. Ansonsten aber bleibt bei mir die Glotze aus, bis vielleicht ab und zu Phoenix wegen den sehr guten Talkrunden dort (kein Publikum und dementsprechend auch nicht dieses typische Fischen nach Applaus der Diskutanten). Für Filme und Serien nutze ich OTR, welche übrigens auch amerikanische Sender im Programm haben. Da ich schon länger dabei bin, habe ich mir eine ordentliche digitale Videothek aufgebaut, die mich wahrscheinlich für die kommenden zwei Dekaden unterhalten könnte. Dazu kommt meine kleine DVD-Sammlung, die ich letztes Jahr digitalisiert habe. Nachrichten lese ich hauptsächlich online per RSS-Feeds, sehr selten schaue ich mir Nachrichten aber auch online auf Seiten wie tagesschau.de an. Geschaut wird hauptsächlich am Notebook oder Tablet

    Unnötig finde ich den Artikel übrigens nicht, es ist immer irgendwie interessant das Verhalten anderer kennenzulernen. In dem Fall vielleicht ein bißchen viel Text, weswegen ich den Artikel nicht ganz und nur überflogen habe 😉

  7. Ich habe noch „klassisches“ Fernsehen (auch hier: Kabelgebühren im Mietpreis inbegriffen), möchte derzeit auch nicht ganz darauf verzichten (und sei es, mal die Formel 1 oder ein Fußball-Länderspiel anzuschauen). Aufgrund von Netflix oder Amazon Prime hat sich mein Konsum vom „linearen Fernsehen“ aber auf ein Minimum reduziert – wie auch Du genieße ich die Freiheit, dann zu konsumieren, wenn *ich* das will. Das gilt auch für Nachrichten.
    Ein immer größer werdender Content-Lieferant sind bei mir übrigens auch die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender – insbesondere bei arte verstecken sich oft Perlen. Kommt natürlich immer auf den persönlichen Geschmack an.

  8. Ich hätte den Bericht unter die Rubrik *Roman* gespeichert

  9. Seit meinem Auszug aus dem Elternhaus Anno 1998 ohne TV unterwegs. Ab und zu schaue ich mal in die Mediatheken, aber das war’s auch.

  10. Ich wusste gar nicht dass du ein Erststudium hast und dann gleich ein Zweitstudium? Respekt! Ansonsten seit Jahren ein überflüssiger Artikel…

  11. Bei uns wird das Ganze auch immer weniger klassisches TV, sondern auch mehr Streaming. Klasse Beitrag 🙂

  12. Herr Hauser says:

    Ich empfehle dem Herrn Autor auf eine einsame Insel ohne Strom und fließend Wasser auszuwandern. Ich denke das wäre das beste für ihn.

  13. Wenn Du aber den „Tatortreiniger“ über Amazon Prime Instant Video siehst, nutzt Du das deutsche Fernsehen also immer noch.

  14. benötigt says:

    tl;dr

  15. Also seit dem ich studienbedingt nicht mehr bei meinen Eltern lebe, kommt für mich ein Fernseher sowieso nicht mehr in Frage, ich würde ihn viel zu selten nutzen, stehe eher so auf Hörbücher und Musik. Und wenn es das Internet hergibt, ziehe ich sowieso die Mediatheken oder sowas wie youtv dem Fernsehen vor, wo ich sehen kann, wann ich will, darunter allen auch die Streamingdienste. Wir zu Hause schauen noch regelmäßig, aber das liegt auch daran, dass unser Datenvolumen gerade so ausreicht, DSL ist fast nicht vorhanden und dann fallen natürlich so gut wie alle Alternativen weg, die hier genannt wurden.

  16. Also wenn ich mir die letzten Wochen, Monate und Jahre ausschaue muss ich sagen das ich das Fernsehen im klassichen Sinne kaum vermisse. Ich bin jetzt 3 Wochen krank geschrieben und habe die Glotze nicht einmal angehabt. Klar zum streamen, youtube und bissl Daddeln brauch ich das Teil einfach. Aber für einen Sonntag Abend auf der Couch haben wir die Kiste schon lang nicht mehr genutzt.

  17. Ein guter Beitrag, ich bin zwar noch mit Kabel versehen für Sportereignisse speziell,
    aber ansonsten Fernsehen direkt schauen, nee, wenn dann nehme ich es auf wenn es das wert ist (speziell mit Originaltonspur), ansonsten Netflix / Amazon TV, wenn es mal was besonderes sein soll ganz selten auch mal iTunes Store

  18. Für mich ist der beste Absatz „Nun bin ich aber auch ein spezieller Fall: Ich interessiere mich absolut nicht für Sportereignisse“.

    Geht mir auch so, wobei ich einen Schritt weiter gehe. Wenn ich am Receiver bzw. der TV-Karte ein Update erhalte und die Sender sortiere, fliegen alle Sportsender als erstes raus. Danach die ganzen Shopping-Kanäle. Die braucht keiner bei uns.

    Es gibt ein paar Sendungen, die ich schon gerne schaue (meist via TV-Karte auf Zweitbildschirm- Dokus, ausgew. Kochsendungen, Musikübertragungen, etc.), meine Frau schaut gern amerik. Serien. Das mit den Synchronstimmen hat uns nie gestört, umgekehrt haben wir keine Lust, all die Scheiben zu bunkern. Zumal bei Serien genügt einmal, wiederholt werden sie eher regelmäßig.

    Ganz ohne TV wär nich so mein Ding, eher extrem selektiv.

  19. Ich gucke gerne Fernsehen Nutze aber auch Streaming Dienste

  20. Bin selbst auch seit grob 12 Jahren (29 Jahre alt) „TV“ frei, aus dem deutschen TV konsumiere ich ab und an noch die Tagesschau aber das war es dann.

    Ansonsten habe ich hier meinen Plex Server stehen, mit Filmen aus aller Welt, gerne aus Fernost. Ich würde auch gerne anstatt immer alles kaufen zu müssen ein ordentliches Streaming nutzen, aber zB 35€ für die Digitale Version von Arrow Season 04 zu berappen finde ich happig, daher wird dann auf den BD Release für 25€ gewartet.

  21. Seit 2 jahre n kein fernseher

  22. Schröppke says:

    Warum sollte der Eintrag überflüssig sein und/oder zu lang? Andere Posts sind mir meistens eher zu kurz.

    Am Fernsehen macht das bisschen Unterhaltung kaum Sinn – wenn man auf Aktuelles steht. Nicht zu unterschätzen ist aber Fernsehen für die Allgemeinbildung. Unterhaltung ist ja nicht gerade ein Verblödungsblocker.

  23. Lebte die letzten 9 Jahren im Ausland und mir fehlte dieser Schrott der privaten Sender keine Minute. Streame bei Bedarf via Amazon Fire am TV die Mediatheken der öffentlich rechtlichen Sender (primär Tagesschau) und Amazon Instant Video … gesamt max. 5-6 Stunden pro Woche … Kabel, Satellit & Co. kommen mir dank meiner 120 Mbit Leitung nicht mehr ins Haus … 😉

  24. Habe mir diverse Sachen angeguckt, aber letztlich alles wieder gekickt.
    Nichts ist auch nur ansatzweise so gut wie die Öffentlich-Rechtlichen.

  25. Kohlruebe says:

    Habe eine ähnliche Zeit lang keinen Fernseher, käme aber nicht auf die Idee so gewichtig darüber zu reden, geschweige denn einen ewig langen Artikel darüber zu verfassen.

    Ehrlich: jedes Mal wenn Herr Westphal einen Artikel schreibt, denke ich, dass ich schon irgendwie verstehe, warum sich jeder über uns „Millenials“ lustig macht.

  26. TV ja aber kein Kabelanschluss im Mietpreis. Nutze Magine free über Nvidia Shield und damit nur die ÖR.
    Alles andere wird seit jahren gestreamt. Die Frau weiß zwar nicht wie, ist aber trotzdem happy 🙂
    PS: guter Beitrag.

  27. So unterschiedlich sind die Meinungen…. mir hat der Beitrag gefallen. Da ich in 1 Woche in eine andere Stadt umziehe, habe ich mich aktuell mit dem Thema befasst. Bisher „nutzte“ ich TV über Satellit, dazu Sky, Netflix, Amazone Prime und Apple TV. Als begeisterter Zocker guckt man ja eh weniger TV. Nachdem ich mal überlegt habe, was ich eigentlich so insgesamt zahle und in welchem Verhältnis der Nutzen dazu steht, habe ich Sky als erstes gekündigt. Da ich auch kein Fußball-Fan bin, habe ich Sky rasch als zu teuer empfunden. Gucke ich tatsächlich am wenigsten. Auf jährliche Kündigung und neues Verhandeln habe ich schlicht und einfach keinen Bock!
    Netflix nutze ich wahrscheinlich am häufigsten. Wird also bleiben. Amazon behalte ich vorerst auch, aber eben auch weil sich die anderen Vorteile von Prime für mich lohnen und ich das Preis-Leistungsverhältnis persönlich OK finde. Apple TV hat keine festen laufenden Kosten und bleibt somit auch stehen.

    Da ich jetzt endlich meine bisher unterschiedlichen Anbieter vereinen werde und zur Telekom wechsle, war dann die Überlegung dort das Entertain-Paket zu nutzen. Habe mich dann auch dazu entschlossen, das mal auszuprobieren. Durch den Wegfall von Sky, eine Vergünstigung auf meinen bestehenden Mobilfunk-Vertrag (Telekom) und den Wechsel von Vodafone beim Internet-Anschluss zur Telekom werde ich zukünftig ca. 45€ einsparen. Der Content bleibt nahezu gleich….wenigstens an Inhalten die mich interessieren.

    Wenn dann überhaupt mal klassisches TV läuft (vielleicht 1 Mal pro Woche für 2 Stunden), dann sind es bei mir allerdings immer die Öffentlich-Rechtlichen. Auch ein Grund, warum ich die GEZ halbwegs tolerieren kann. Damit bin ich auch ein Exot 🙂 Da ich diese aber auch immer seltener im klassischen TV schaue, ist dies wahrscheinlich mein letzter Versuch mit Fernsehen….

    So, jetzt können sich all diejenigen, die sich über die Länge des Autoren-Beitrages aufgeregt haben, auch noch mal über meinen langen Kommentar aufregen….Die etwas Schlaueren haben sich den Kommentar einfach nicht durchgelesen 😀

  28. tl;dr

  29. Mir ist mir auch danach dem TV die rote Karte zu zeigen! Gerade aktuell in den letzten Minuten in denen ich hier im Blog lese, und im Hintergrund RTL läuft! Die schaffen es echt zur Prime Time einen echt guten Streifen der da heißt: „Nicht mein Tag“ so mit Werbung zu zu müllen, das es schon langsam unverschämt wird! Schade nur RTL das ich die Blue Ray habe, und mir das bei euch nicht antun werde!

  30. Fernsehen genießt bei mir auch einen sehr niedrigen (und ständig sinkenden) Stellenwert, Sport interessiert mich nicht die Bohne, finde ich einfach nur langweilig. Ich habe noch nie verstanden, wie man 90 Minuten lang 22 erwachsenen Männer dabei zusehen kann, wie sie einen Ball mit den Füßen treten. 😀

    Deutsche Filme und Serien sind ohnehin zum größten Teil nicht mein Ding, zu altbacken, zu humorlos, entweder zu viel oder zu wenig Action und oft nur ein billiger Abklatsch erfolgreicher ausländischer Serien.

    Meine DVD-/BluRay-Sammlung sieht ähnlich wie Deine aus (eher umfangreicher, aber das soll hier ja kein Schwanzvergleich werden. 😀

    Allerdings bin ich kein sooo großer Freund des Originaltons. Manche Filme sehe ich mir dennoch im Original an (auf den Medien sind ja meist diverse Tonspuren drauf) und manche kann man synchronisiert einfach nicht sehen (z.B. funktioniert „Dead Men Don’t Wear Plaid“ synchronisiert einfach gar nicht), aber ansonsten bin ich kein ausgeprägter O-Ton-Snob.

    Aber mit am wichtigsten ist für mich, dass ich Filme, Serien, Dokus, usw. von DVD/BluRay oder gestreamt *werbefrei* sehen kann (Streaming-Angebote oder PayTV mit Werbung lasse ich übrigens ebenfalls bleiben).
    Die größte Unverschämtheit ist es doch, dass die öffentlich/rechtlichen Sender, die in Gebührenmilliarden schwimmen, dennoch Werbung senden!

    Gelegentlich läuft die Glotze aber mit irgendeinem Sender im Hintergrund, während ich irgend etwas anderes mache (wie gestern beim Fenster putzen) und ich bin dann oft über die Banalität mancher Sendungen entsetzt. In seltenen Fällen geht das dann soweit, dass ich meine Arbeit unterbreche, das TV abschalte und entweder die Ruhe genieße oder Musik laufen lasse.

  31. Schaue auch bereits seit 6 Jahren kein klassisches Fernsehen mehr, ich bereue nichts.

  32. PornHub for the Win!
    Nein, spaß beiseite. Mit dem TV-Programm kann ich eigentlich nix mehr anfangen. Erst heute Nachmittag festgestellt, das beim DVB-T einige Sender seit 01.08. fehlen, da steht die Umstellung auf das neue Sende-Format mitsamt Anschaffung neuem Receiver, Antenne an und dann solls noch 69€/Jahr fürs Empfangen kosten. GEZ kommt natürlich auch noch hinzu. Alles nur für ein paar Sender die dann in HD empfangen werden können? Ich gucke eh hauptsächlich Fussball und News, das wars. Werde in Zukunft fürs TV-Programm einfach Zattoo bei Bedarf nehmen (geht auch nur für 1 Tag) und mit Netflix und Amazon Video ist dann eh alles gedeckt.

  33. Max Heumann says:

    7 Jahre ohne Linear-TV.Auslöser war ein defekter Fernseher, als Ersatz kam stattdessen ein 27 Zoll Monitor. Vermisse nichts, Streams reichen mir vollauf….;-).

  34. amyristom says:

    Und da wundert sich noch jemand, warum die politische und vor allem zeitGESCHICHTLICHE Bildung bei der heutigen Jugend zunehmend den Weg allen Irdischen geht und sie willen- und ahnungslos den Populisten nachplappern. Nutzen die Glotze nur noch zum Serien und Filme streamen und Daddeln (korrigere, heute wird ja nicht mehr selbst gedaddelt… …man schaut anderen beim Daddeln zu – let’s plays), am Notebook zieht man sich Social Networks und YouTube Videos rein. Ein Teil davon liest zumindest noch das aktuelle Tagesgeschehen.

    Was dabei hinten runter fällt: Die größtenteils sehr guten zeitgeschichtlichen Dokus der öffentlichen-rechtlichen (entsprechende Bücher liest ja eh keine Sau mehr), welche die nähere Geschichte (17. Jhd aufwärts) einem teils sehr gut nahe bringen. Und dann wundert man sich, dass die streaming-gestählte Jugend nicht mehr weiß, wer vor Mutti alles Kanzler war, was es mit Mauer und DDR auf sich hatte, wer die RAF war, welche Umstände die Weimarer Republik zu Fall brachte, usw.

    Aber dafür wer bei Game of Thrones gerade wieder wen gepoppt oder ermordet hat… …prost!

  35. Der Artikel ist überflüssig wie ein Kropf. Allerdings nicht für den Autor – irgendwie muss er seiner Leserschaft ja beipulen, dass er der englischen Sprache so mächtig ist, dass er Jonny Deep lieber im Original hört… und so weiter und so weiter… Eigenlob stinkt!

  36. Wenn du dein eigener Programmdirektor bist, wird dein Interessengebiet immer schmaler, da dir niemand etwas vorsetzt, du es ansiehst, weil es nichts anderes gibt und dadurch quasi mit neuen Themen zwangsbeatmet wirst.

    Was hast du gegen feste TV-Zeiten. Kannst du deinen Tagesablauf nicht organisieren? Fährst du nie Bus und Bahn, weil man dir die Abfahrtszeiten diktiert? Hämmerst du um 23Uhr gegen die Tür vom Aldi und beklagst dessen menschenverachtenden Öffnungszeiten?

    Es gibt übrigens auch andere Sender als RTLSAT1VOXPRO7etc.

    Es mag auch etwas altmodisch sein, aber Vorfreude ist eine feine Sache. Am Ende der heutigen Folge beginnt die Vorfreude auf die Folge am nächsten Sonntag.

    Verknappung bereitet das Vergnügen, nicht der Überfluss.

    Gruß aus dem letzten Jahrhundert.

  37. @amyristom – was hat Nichtnutzung des Fernsehers mit Unkenntnis zu tun ? Die heutige Jugend informiert sich im Internet, die kennen nicht nur Youtube und soziale Netzwerke. Außerdem gibt es noch (e)Zeitungen, die werden auch gerne konsumiert. Mein 14jähriger Sprößling schnappt sich bei interessanten Überschriften häufig die Zeitung.

    @Hermann – bin anderer Meinung. Und wie es scheint, gibt es noch mehr, die auf TV (wie wir es in D haben), verzichten können. Wieviele Wochenenden meinten sie schon, uns mit der 200.000 Ausgabe irgendeines Rentnerevents (Blauer Bock, Helene Fischer, Musikantenstadl, etc.) zu „beglücken“ ? Zu Deinem Hinweis bezüglich Sprachkenntnisse fällt mir Robert Lemke ein: „Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich verdienen.“

  38. Deliberation says:

    Vielen Dank für diesen Beitrag und den damit verbundenen doch recht intimen Einblick in Deine Alltagsgestaltung. Im Gegensatz zu anderen Kommentatoren bin ich der Meinung, dass ein solcher Beitrag exakt den Geist dieses Blogs widerspiegelt und daher hier hinein passt. Die Interessen sind heute so vielfältig, das Angebot so breit, dass lineares, über Beiträge zwangsfinanziertes Fernsehen wie ein Dinosaurier daherkommt.

    Schnell kommt dann die Frage auf, was man denn tatsächlich verpasst, wenn man kein TV mehr schaut. Früher dachte ich noch, man verpasst die guten Nachrichten, die Dokumentationen oder kann den aktuellen Zeitgeist nicht mehr nachvollziehen. Nach meinem Eigenversuch kann ich Dir nur zustimmen, man verpasst nichts und vermisst deshalb nicht einmal etwas. Nachrichten verfolgen einen ohnehin auf Schritt und Tritt und mir fehlt absolut nichts, wenn ich nicht mitbekomme, wie zum x-ten Mal einer mit „Gott ist groß“ auf den Lippen irgend eine gräuslige Tat vollbringt. Und die selbst generierten „Stars“ muss ich weder in den Eigenproduktionen sehen, noch dabei beobachten, wie sie durch Game-Shows und Diskussionssendungen tingeln.

    Da beschäftige ich mich doch lieber mit den vielen anderen Dingen, die hier im Blog tagtäglich vorgestellt werden.

    Vielen Dank dafür und „keep up the good work“!

  39. André Westphal says:

    @Hermann

    Ein Eigenlob sehe ich da nicht – ich nutze gern den Originalton, weil mir Filme dann halt mehr Spaß machen – ist in anderen Ländern, etwa den skandinavischen, ja beispielsweise sogar normal. Dort wird nur untertitelt. Wobei ich nicht weiß, ob ich „Jonny Deep“ gerne hören wollen würde – das klingt eher nach einer ganz speziellen Art von Film ;-).

    @Andreas

    Nein, aber mit 10 Jahren steckt man eben noch gerade so in der Grundschule. Wobei stimmt,da steht je nach Einschulung schon der Wechsel zur weiterführenden Schule an, habe ich sehr knapp kalkuliert :-).

    @ amyristom

    Ich würde bestreiten wollen, dass die öffentlich-rechtlichen TV-Sender die beste Quelle für die Allgemeinbildung sind. Ich hole mir meine Bildung da z. B. lieber anderswo: Ich habe einen ganzen Schrank voller Fachbücher – man munkelt ich hätte sie sogar gelesen, lese regelmäßig die im Post erwähnten Zeitungen und wage zu behaupten eine relativ solide Allgemeinbildung zu haben. Und wenn man weniger fern sieht, hat man eigentlich eher mehr Zeit zum Lesen ;-). Zumal es allgemein eh nicht auf das Medium an sich ankommt, sondern WAS man konsumiert.

    @ all

    Als Kind habe ich die Dokus im ÖR übrigens auch gerne gesehen – z. B. von Heinz Sielmann, seine Beiträge habe ich geliebt. Mittlerweile teile ich persönlich es aber lieber so auf, dass ich mir Fachinformationen aus Texten ziehe – Videokonsum ist für mich meistens eher mit Zerstreuung verbunden. Bei anderen kann es natürlich auch andersrum sein: Die lesen vielleich Trivialliteratur aber schauen sich rund um die Uhr politische Magazine an – das ist halt reine Geschmackssache.

  40. Seit 2008 „zwangsclean“ (DVB-C ist im Haus vorhanden, die Zuleitung zur Wohnung im Eimer und wurde nie gemacht, DVB-T gibts hier nicht und SAT keine Chance, falsche Hausseite) und mittlerweile so daran gewöhnt alles nur zu streamen, dass ich nicht mal mehr einen Fernseher besitze 🙂

    Ist allerdings für die Augen nicht so ganz gesund wenn man ständig alles über einen Monitor oder einem iPad konsumiert!

  41. André Westphal says:

    @ Deliberation (und die anderen)

    Danke auch für das Lob – ich hatte einfach mal Bock über meine Meinung zum Fernsehen zu posten – keiner ist gezwungen es zu lesen oder genau so zu sehen wie ich. In meinem Freundeskreis guckt übrigens auch die Mehrheit noch gerne ab und zu TV.

    Nachrichten konsumiere ich übrigens deutlich (!) mehr, seit ich auf das traditionelle Fernsehprogramm verzichte – weil ich wie gesagt mir viel eher die Zeit nehme in Ruhe einen Artikel aus der FAZ zu lesen. Außerdem lese ich sehr gerne quer, auch in englischsprachigen Zeitungen – was z. B. zum Thema Brexit extrem spannend gewesen ist, wenn man da mal so die Berichte der US-Zeitungen verfolgt hat. Jene hatten teilweise einen ganz anderen Betrachtungswinkel.

    Was die Privatsender treiben, finde ich zwar qualitativ auch größtenteils deutlich niedriger angesiedelt als der ÖR, dafür ärgere ich mich wiederum bei ARD und ZDF über viele Dinge um so mehr – weil ich die Sender zwangweise mitfinanzieren muss. Wie gesagt, wenn ich mal meinen Puls erhöhen will, schaue ich da immer gerne bei Fernsehkritik.tv rein – da gibt es dann regelmäßig die neuesten „Knaller“.

    Trotzdem hat alles gute und schlechte Seiten: Im ÖR gibt es viel Mist (Seifenopern, zig „Checks“, Kochshows – alles subjektiv) aber natürlich auch gute Sendungen. Ab und zu kriege ich ja auch mal eine Sendung mit,wenn ich bei Freunden oder meinen Eltern bin Genau so wie auch die Privaten ab und an doch mal was Gutes senden.

  42. Andreas Holzschuh says:

    Ich habe von 1998 bis ca. 2003 meine erste Fernsehpause gemacht. Ich wollte mich damals auf das Lesen konzentrieren und habe mich dazu entschieden meinen Fernseher in die Abstellraum zu stellen.
    Wo ich mit der Zeit wieder angefangen habe fern zu schauen, habe ich bemerkt, dass das Fernsehen ungemein schlechter geworden ist. Inhaltlich konnte man es einfach nebenher kaufen lassen und man hat nix verpasst. Und RTL hat mit seinem Schmuddel-TV angefangen. Trotzdem habe ich da auch amerikanische Serien für mich entdeckt.

    Ab ca. 2009 wurde youtube so groß, dass es als alleinige Unterhaltungsquelle dienen konnte. Dazu noch podcasts und Online-Portale, Wikis etc. für tiefergehende Themen. Daher wurde mir dann klar, wie gut man ganz ohne Fernsehen leben kann und einem das Leben leichter und unabhängiger macht.

    Ich wundere mich seitdem immer wieder wieviel Arbeitskollegen und Freunde noch fern schauen und sich trotzdem über die Qualität beschweren.
    Aber langsam ändert sich das auch bei älteren Menschen. So guckt meine Mutter, seit ich ihr einen Fire TV geschenkt habe, viel über Streaming an, anstatt sich durch das Abendprogramm zu quälen.

    Besonders bei den ÖR wäre ich dafür, einige TV-Sender abzuschalten und durch Mediatheken zu ersetzen…z.B. die ganzen Dritten.

  43. André Westphal says:

    @ Arne

    Supernatural ist für mich übrigens auch ein Paradebeispiel für eine sehr schräge Synchro: Im Deutschen sind Ackles und Padalecki ja mit zwei extrem jungenhaften Stimmen besetzt. In Wahrheit haben aber beide Schauspieler sehr tiefe, markante „Röhren“. Dadurch wirkt Supernatural teilweise extrem anders in der dt. Fassung. Witzig sind aber auch immer so schöne Übersetzungsfehler wie in „Mission Impossitble: Ghost Protocol“, wenn aus einem Minister (Secretary) mal in der Übersetzung ein „Sekretär“ wird. Gerade solche auffälligen Sachen, finde ich immer komisch. Da spielt dann vermutlich der mittlerweile hohe Geld- und Zeitdruck beim Synchronisieren eine enorme Rolle.

  44. Blödsinniger Beitrag.

    Wer mit dem Monitor (heutzutage baugleich TV) von Medienanstalten produzierte Inhalte guckt, guckt eben doch Fernsehen. Der Unterschied liegt lediglich darin, dass man heute zunehmend die Inhalte zeitversetzt über Mediatheken etc. guckt und nicht mehr seriell nach einem fest vorgegebenen Zeitchema.

    Ohne Rundfunkanstalten und Videodienste bleibt dein Monitor zwar nicht dunkel, aber Tatortreiniger, Stromberg und Neo Magazin würden dann fehlen. Dann blieben nur lustige Katzenvideos und Teenager mit Pickel auf Youtube übrig.

    Kurz: Du nutzt weiterhin Fernsehen. Nur halt zeitversetzt, aber das konnte man per Videorecorder auch schon 1975. Nur unbequemer.

    Melde dichnoch mal zu Wort, nachdem du 10 Jahre das Internet nicht genutzt hast. Das wäre ne Nachricht wert. Das heute war Blödsinn.

  45. Der Beitrag hätte auch von mir stammen können – auch wenns bei mir noch 2 Jahre länger sind. Mich wundert nur, dass sich einige von diesem Artikel persönlich angegriffen fühlen…
    Bei mir gibts aussschließlich OV – bei englischsprachigen Serien/Filmen/Dokus ohne UT, bei anderen Sprachen mit. Bei Synchros bekomme ich Brechreiz (Wenn man von einigen wenigen Ausnahmen aus den 70ern und 80ern absieht)
    Immer wenn ich ähnliche Artikel lese kommen dann immer die Anfeindungen ob man sich für etwas besseres hält weil man OV schaut und es wird einem oft genug abgesprochen wirklich alles zu verstehen…ich würde für mich behaupten ich verstehe 99,99%, aber bei mir gehörts auch zum Beruf und ich spreche jeden Tag mehrere Stunden englisch auf der Arbeit…
    Es gibt bei mir allerdings tatsächlich noch eine Sendung die ich tatsächlich linear sehe – mein Sonntagsritual – Lindenstraße schauen :-D. Das ist der einzige Grund, wieso ich noch ein Koaxkabel habe

  46. amyristom says:

    @André: Lob an dich, wenn du dich trotz ÖR-Abstinenz noch anderweitig bildest (Bücher usw.). Aber ich behaupte, dass du damit eher die Ausnahme als die Regel bist. Das grundsätzliche Problem, wenn man nur auf Mediatheken, Streaming & YouTube setzt, ist weniger das Fehlen von aktueller Information – die bekommt man auch (teils besser als im ÖR) auf diversesten News-Seiten (Zeitungen, Nachrichtenmagazine, you name it…).

    Das Hauptproblem ist doch, dass man dann nur noch das konsumiert, was man selbst konsumieren will, man bekommt schnell einen medialen Tunnelblick. Was dann sehr schnell fehlt sind eben die Dinge, die man früher so „nebenbei“ beim Zappen mitgekriegt hat, weil man dort dann ggf. hängen geblieben ist: Zeitgeschichtendokumentationen, Dokumentationen zu Natur & Tier (Tierfilme, Dokus über Erdzeitgeschichte) wie auch generell alle Wissenschaftsdokus (von der Erde bis zum Weltall). Also kurz alles was man unter „erweiterte Allgemeinbildung“ verorten kann. Das kriegt man durch selektives Ansehen von Amazon, Netflix & Mediatheken wie auch Newsportalen oder gar YouTube gar nicht mehr mit (Ausnahmen bestätigen wie gesagt die Regel). Und darin sehe ich die negativen Aspekte der Verschiebung weg von den ÖR hin zu selektivem Streaming.

  47. Mäh, könnte man hier eine Rubrik „Kolumne“, „Meinung“ oder „Kommentar“ einführen? Dachte das hier ist ein Tech-Blog und kein „ich finds so besser“-Kram.

    Ja, voll interessant, dass du den veralteten Übertragungsweg TV inzwischen uninteressant findest – geht vielen hier vermutlich genauso – nur schreiben die darüber keine mehrseitigen, unnötigen Berichte. Die sind nämlich – genau wie du TV empfindest – ziemlich langweilig, wenig informativ und überflüssig.

  48. Fehlt nur noch die Bilderstrecke dazu 😀

  49. Eike Justus says:

    Bei mir lief’s umgekehrt. Ich war (bin) tv-süchtig (Favoriten Southpark u. TBBT), aber die Anstaltsleitung hat’s verboten. Noch 2 Monate, dann bin ich wieder raus! 😉

  50. 16 Jahre keinen Fernseher. Nichts bereut, brauche ich nicht, ist eh nur Müll Programm. Tut den Kindern auch viel besser kein Fernsehprogramm zu haben. Filme kucken kann man ja trotzdem DVD. Dafür reicht der PC.

    Fernsehen ist eh nur Zeitverschwendung und Berieselung. Hat man viel interessantere Dinge im Internet. Selber schuld wer heut noch guckt!

    Vieles von dem wo wir sagen „die heutige Jugend“, kommt vom Fernsehen. Braucht man sich nichts vormachen, Verrohung und so… Ist halt ein schlechter Einfluss.

  51. Eike Justus says:

    @Stiller: Nö! Verrohung eher umgekehrt. Was interessant ist, muss nicht automatisch ethischer und persönlichkeitsbildender sein.

  52. Toller Artikel, Danke dafür 🙂

  53. Jetzt machst Du noch mehr auf Cashy, indem Du aus Deinem privaten Nähkästchen plauderst? Das ging echt daneben!

    Niemanden interessiert, ob Du das deutsche Fernsehen nicht live, sondern über Datenträger und Streaming-Dienste reinziehst. Eigentlich rühmst Du Dich in einem viel zu langen Beitrag lediglich, seit Jahren nicht mehr „live“ deutsches Fernsehen zu genießen. Was hast Du davon? Nur eine andere Zeiteinteilung. Bravo!

    Ich habe überflogen bis zu „Teenie Mütter“ – o Mann, das ist für Dich das typisch deutsche Fernsehen?

    Du kannst es immer noch nicht!

  54. Max Heumann says:

    Sehr interessant wieviel Gegenwind Andre hier entgegenschlägt und das nur, weil er´s gewagt hat über seine „Fernsehgewohnheiten“ HIER zu sprechen.

    Mir persönlich hat´s gefallen, da ich ähnliche Erfahrungen gemacht habe.

    Frage mich nur, was die Leute stört? Der Umstand das er sich vom Linear-TV abgewendet hat oder das er seine persönliche Meinung zu seinem Sehverhalten hier im Blog postete?

    Offenbar eine Mischung aus beidem….hmmm….

  55. Der Gegenwind kommt nicht, weil er „etwas gewagt hat“ oder weil hier Leute das Fernsehen verteidigen, sondern weil die „Nachricht“ keine ist. Er hat ja gar nicht auf die Inhalte des klassischen Fernsehens verzichtet, sondern diese nur zu einem anderen Zeitpunkt gesehen. Was bitte soll daran eine Nachricht sein?

    Ich finde eher, dass diese ganzen „Und ich gucke schon seit 16 Jahren kein TV mehr“-Forumsbeiträge lächerlich sind. Wen interessiert das?

    Und morgen schreibt er, dass er seit 7 Wochen nicht mehr raucht (nur noch nikotinhaltige E-Zigaretten) und im Forum antworten sie dann, dass sie seit 1,34 Monaten oder seit 2,685 Jahren nicht mehr rauchen. Der klassische „Wer hat den Längsten“-Wettbewerb. Albern, uninteressant und überdies: nikotinhaltige E-Zigaretten zu rauchen ist eben auch rauchen. So wie Neo Magazin in der ZDF-Mediathek zu gucken (oder zeitversetzt per Videorekorder) eben auch Fernsehen ist.

  56. Das einzige, was ich tatsächlich öfter mal im „klassischen“ TV sehe sind Dokus (und manche – aber nicht alle – Themenabende auf arte).
    Wobei es nur sehr wenige gute Dokumentationen gibt (den ganzen amerikanischen Edutainment-Mist zähle ich schon mal nicht dazu).

    Und die wenigen guten Dokus befassen sich scheinbar mit den immer gleichen Themen und werden dazu permanent wiederholt (24 Stunden Sendezeit müssen eben irgendwie gefüllt werden).

    Ich würde gerne mehr Dokus zu anderen Themen wie die alten Römer, die alten Ägypter, das Dritte Reich (bzw. der zweite Weltkrieg), Dinosaurier oder Astronomie auf Kindergartenniveau sehen.

    Und deutlich weniger als Dokumentation getarnte Dauerwerbesendungen für das amerikanische Militär. 😉

  57. Die Kontra-Meinungen zum Beitrag erscheinen mir hier im Verhältnis zum „restlichen“ Blog doch erschreckend hoch. Hat Bertelsmann seine Lobbyabteilung mobilisiert? 🙂
    Dass ein Thema wie TV-Konsum soviel Resonanz erzeugt, hätte ich auch nie vermutet….

  58. Böhmermann alleine ist schon ein wichtiger Grund kein TV mehr zu schauen..

  59. Netter Artikel, aber Böhmermann mit Harald Schmidt zu vergleichen bzw. in einem Satz mit Satire mit Hirn zu erwähnen ist irgendwie ein Oxymoron 😉

  60. > Und da wundert sich noch jemand, warum die politische und vor allem zeitGESCHICHTLICHE
    > Bildung bei der heutigen Jugend zunehmend den Weg allen Irdischen geht
    […]

    > Was dabei hinten runter fällt: Die größtenteils sehr guten zeitgeschichtlichen Dokus
    […]

    > Aber dafür wer bei Game of Thrones gerade wieder wen gepoppt
    […]

    Amen! Amen!

    Sorry, ich niemanden Beleidigen, aber der Grad an ALLGEMEINbildung ist heute wirklich erschreckend. Es werden praktisch nur noch Serien durch den Schädel gestreamt, es ist kaum mehr möglich, mit einem u30 über Politik zu diskutieren, weil das entscprechende Hintergrundwissen komplett fehlt (Und damit miene ich nicht: Subjektiv andere Meinung. Sondern: Objektiv die Fakten nicht parat.)

    Das Problem mit dem Netz ist, dass man es sich da so schön rauspicken kann. Zeitung und Fernsehen sind eben nicht meiner-Meinung-nach-Blogs, sondern bringen Kolllateralinfos mit: Dinge, die ich nicht hören wollte. Dinge, die mir nicht passen. Und, ja: Dinge, die mich ärgern.

  61. Nun 7 Jahre ohne Fernsehen und bereue ÜBERHAUPT nichts…ärgere mich allerdings über die horräre monatlich GEZwangsabgabe für etwas, was ich so gut wie nicht nutze (mal ne Folge Quarks&Co aus der Mediathek oder ein bisschen Radio hören – hätte ich hier die Wahl nicht zu bezahlen und darauf zu verzichten, würde ich nur zu gerne verzichten).

  62. Warum soviel „hate“ gegen den Beitrag? Hat euch jemand die Pistole auf die Brust gedrückt und gezwungen ihn zu lesen? Find nen persönlichen Beitrag eine Abwechslung und braucht ja keiner zu lesen, ich lese z.B. keine PokeMongo Beiträge, weil diese für mich Bild Niveau bieten.

    @Topic, durch Urlaub in den Staaten und meinem Stolz der Kindheit, einer der ersten Pal und NTSC fähigen VHS Recorder gucke ich seit klein auf Filme auf englisch. Den entgültigen Nagel in den TV Sarg brachte dann die Zeit, in dem Tweety der Retardo Bird von Jamba (Irrtum im Namen vorenthalten.) 3 Mal pro Werbeunterbrechung über den Bildschrim flimmerte. Die deutsche Synchronisationkultur in aller Ehren, die Qualität muss sich im Vergleich zu anderen Länder gar nicht verstecken, ich konsumiere meine Serien und Filme seit Jahren in englisch. Das klassische TV Programm ist nichts, was ich vermisse, oder noch entwas abgewinnen kann.

  63. paradoxus says:

    @amyristom: „Zeitgeschichtliche Bildung“ aus dem (deutschen) Fernsehen. Und alle anderen sind ja soooo doof und alle Frass für die „Populisten“. So so. Man merkt an deinem Beitrag wunderbar, dass auch öffentlich-rechtliches Fernsehen verblödet (ganz offenbar). Versuch es lieber mal wieder mit Büchern (noch gibt es so was, das nennt sich Bibliotheken), dann lernst du zB auch, dass die Zeitgeschichte eben nicht schon im 17. Jahrhundert beginnt. Und vielleicht findest du mal eine Einführung in die Mediensoziologie mit großen Buchstaben und kurzen Sätzen. Wie ich dieses uninspirierte und ahnungslose Medien- und Jugendgebashe leiden kann … .

    M. E. lernst man bei Game of Thrones oder The Wire mehr über Macht, Herrschaft & die Funktionsweise der Gesellschaft als wenn man eine der weitgehend hirnbefreiten und, als gäbe es noch ein Propagandaministerium, stomlinienförmigen, obrigkeitshörigen öffentlich-rechtlichen „Dokus“ glotzt, bei denen irgendein Affe einem gleich dazu erklärt, wie man das zu verstehen hat (und ein anderer, meist älterer Affe im Halbschatten sitzt und erzählt, wie er dem Führer das Silberbesteck für sein vegetarisches Essen poliert hat).

    PS: Gerade die von dir gescholtene ach so doofe, youtube glotzende Jugend war es übrigens, die zB Mr. Farage und Mr. Johnson nicht so nachgelaufen ist wie die Alten, die vermutlich wirklich nix anderes als BBC geglotzt & GB aus der EU gewählt haben.

  64. Deutsches TV hat auch bei mir keinen Stellenwert mehr, grundsätzlich schaue ich nur noch Netflix oder Amazon… auf TV kann ich komplett verzichten. Ich würde es nicht mal mehr merken wenn es den Rotz nicht mehr gibt 😉

  65. Karl Kurzschluss says:

    Trash-TV schauen und dabei mit anderen gleichzeitig darüber twittern… Herrlich! Darauf möchte ich keinesfalls verzichten! Genauso wenig wie auf den alljährlichen Eurovision Song Contest und Fußball-Länderspiele.

  66. Ich wundere mich etwas über den auffällig hohen Anteil aggressiver Ad-hominem-Kommentare hier… Ich habe übrgens eine völlig andere Haltung als André. Ich sehe zwar insgesamt wenig Fernsehen („klassisch“ oder überhaupt), teilweise wochenlang gar nicht, ohne allzu viel zu vermissen.
    Aber bei aller Kritik (nicht nur am deutschen und schon gar nicht am öffentlich-rechtlichen Programm, das ist im internationalen Vergleich besser als sein Ruf, @Hermann) schalte ich manchmal eben noch gern einfach den Fernseher ein und lasse mich überraschen, was da gerade so kommt. Ich habe halt nicht immer Lust vorauszuplanen, was ich wann wie lange (oder in welcher Sprache) sehen will, oder ob ich überhaupt was sehen will. Dinge wie DVDs bestellen, Netflix, Amazon Prime o.ä. ist für mich eher Konkurrenz zum Kino als zum klassischen linearen TV-Programm. Das verhält sich ähnlich wie bewusst ausgewählte Musik (ob Vinyl oder heute Streaming) zu Radio. Auch Radio höre ich über den Tag verteilt bei Arbeit und Freizeit, weil ich mich von der Musik bzw. Wortbeiträgen überraschen lassen kann und nicht im Voraus aktiv meine eigene Playlist zusammenstellen muss.

  67. krass, wie hier einige über Andre herziehen. Schreibt Caschy aus seinem Leben, schreien alle HURRA und dass solche Beiträge das Blog lesenswert machen.
    Man kann einen Artikel uninteressant finden, aber dann nehm ich mir doch nicht auch die Zeit um darüber zu lamentieren geschweige denn zu Ende zu lesen. Und wie Allgemeinbildung mit Dokus bei den ÖR assoziiert werden soll, naja…

    Ich find das TV Programm nicht sooo extrem schlimm, aber ich hab auch ein Job und muss nicht tagsüber TV schauen. Die Synchro von Filmen/Serien ist mir relativ egal. Was ich aber häufig mache ist zeitversetzes anschauen, grade bei Serien die erst spät abends kommen. Das läuft bei mir aber weniger über die Mediatheken als mehr durch den legalen Download über onlinetvrecorder.com, dann auch ohne Werbung 🙂

  68. Ich finde den Beitrag super. Nächstes Jahr wird bei uns komplett auf DVB-T2 umgestellt – was finanzielle Investitionen mit sich ziehen würde. (DVB-T2-Empfänger z.B., oder das Verlegen eines Sat-Kabels durch die komplette Wohnung – sieht nicht schön aus und kostet auch ein bisschen was). Nebenbei muss man ja für die privaten Sender eine Gebühr zahlen – aufgrund der Historie in Deutschland & der (meiner Meinung nach) oft schlechten Qualität der Inhalte sowie m. E. extremer Werbezeit – ist mir das persönlich nicht wert. Man muss dazu sagen, dass bei uns das Fernsehen oft nur nebenbei zum „berieseln“ nach Feierabend eingeschaltet wird. Eine Alternative wäre sicherlich das Streamen über bspw. Zattoo – aber auch das kostet ein paar Euro im Monat – für dieses Programm? Nee, eher nicht.
    Nun hab ich bereits überlegt, es einfach mal „ohne“ zu probieren. Beliebte Fernsehsendungen lassen sich ja meist über Mediatheken im Nachhinein verfolgen (hier greift der Punkt, dass auch ich mich ungern vom Zeitplan der Sender beeinflussen lasse – also schon ein Vorteil. Nachteil ist, dass viele nicht direkt über das TV-Gerät via App abrufen lassen – heißt: PC anklemmen.. hm…). Filme und TV Serien werden sowieso meistens über Amazon/Netflix und Co. konsumiert. Ab und an wird auch mal ein Film im Fernsehprogramm angeschaut – viele, nervige Werbepausen inbegriffen -, das geschieht aber meist nur, wenn die Faulheit, auf einen der Streaming-Dienste auszuweichen, zu groß ist. 😛
    Lange Rede, kurzer Sinn: Der Beitrag hat mich, trotz der Bedenken, noch mal bestärkt, es nächstes Jahr auch ohne „das Fernsehen“ zu probieren und mir die Umrüstungskosten / monatliche Gebühren für’s TV zu sparen. Danke!

  69. Kohlruebe says:

    „Hat Bertelsmann seine Lobbyabteilung mobilisiert?“

    Ich glaube, das hat vor allem mit der selbstgerechten wichtigtuerischen Art zu tun, die der Autor hier häufig an den Tag legt und die einer Menge Leser sauer aufstößt.
    Caschy schreibt ja auch manchmal über persönliches, das wirkt nur nie unangenehm überheblich und erfährt auch nicht so viel Gegenwind.

    Man erinnere sich nur an den Beitrag über Dienstleistungskräfte aus dem Netz, der als mit „Putze aus dem Internet“ betitelt war und wo vom Autor laut überlegt wurde, ob die Strumpfhosengrösse bei diesen „Putzen“ wohl eine Rolle bei der Einstellung spielt.

  70. @Hermann: „Der Artikel ist überflüssig wie ein Kropf. Allerdings nicht für den Autor – irgendwie muss er seiner Leserschaft ja beipulen, dass er der englischen Sprache so mächtig ist, dass er Jonny Deep lieber im Original hört… und so weiter und so weiter… Eigenlob stinkt!“

    Auf Flamebaits soll man ja nicht eingehen, aber ich tu’s trotzdem… 😉 Mit diesem Kommentar gibst du zu erkennen, dass du selbst nicht genug Englisch verstehst, um englischsprachigen Filmen folgen zu können. Das muss man auch nicht können, aber du erhebst hier deine eigenen Fähigkeiten zu dem Maßstab, an dem andere zu messen sind. Mit der Folge, dass du schon die bloße Erwähnung der Tatsache, dass der Autor Filme lieber im Original liest, als „Eigenlob“ definierst.

    Außerdem muss es keineswegs so sein, wie du hier hineininterpretierst, dass der Autor aufgrund seiner persönlichen Genialität so gut Englisch kann und deswegen Filme gern im englischen Original sieht. Wahrscheinlich ist es eher umgekehrt: Er hat irgendwann wie beschrieben eher aus der Not heraus angefangen, Originale zu bestellen und sich im Laufe der Jahre so an den O-Ton gewöhnt, dass er ihm mehr oder weniger problemlos folgen kann.

    Ich habe selbst übrigens ein zwiespältiges Verhältnis zum Thema Synchronisation. Obwohl viel gebasht, steckt in Synchronisation nämlich eine enorme handwerkliche und künstlerische Arbeit, die einem eigenen Kunstwerk mindestens nahekommt. Andererseits ist das Problem wie bei jeder Übersetzung: Jede, und sei sie noch so genial, ist eine Interpretation. Wer einen synchronisierten Film sieht, sieht im Grunde zwei Kunstwerke, wobei das zweite das erste „verfälscht“. Deswegen kann es durchaus sinnvoll sein, nur *ein* Kunstwerk sehen zu wollen – selbst oder gerade dann, wenn man es sprachlich vielleicht auf Anhieb nicht so gut versteht. Nicht ohne Grund hört sich ein Richter ja auch Zeugenaussagen ggf. auch Englisch oder in gebrochenem, schwer verständlichem Deutsch an, als die von einem Polizisten sauber übersetzte protokollierte Version einer Aussage… Verständlichkeit geht eben nicht immer über Authentizität.

    Ich erinnere mich übrigens gern an das völlig verblüffte Gesicht meines englischen Schüleraustausch-Partners, der bei uns wohl zum ersten Mal in seinem Leben etwas Synchronisiertes im Fernsehen gesehen hat (es war „Der Equalizer“): „What’s that?! The voices are completely wrong!“ 🙂

  71. Hier noch ein Beitrag zum Thema Synchronisation:

  72. Zu viel Text, viel zu viel.
    Unnötige, „pseudo-elitäre“ O-Ton Wichtigtuerei.
    Interessant? Nein!
    Aber viele Klicks und Beiträge erzielt, somit Ziel erreicht.

  73. André Westphal says:

    „Er hat ja gar nicht auf die Inhalte des klassischen Fernsehens verzichtet, sondern diese nur zu einem anderen Zeitpunkt gesehen.“

    Na ja, ich habe bewusst zwei Ausnahmen aufgegriffen – den Beitrag von Böhmermann und den Tatortreiniger – die Mediatheken nutze ich übrigens realistsch gesehen einmal im Jahr für Kurzbeiträge ;-). Die Inhalte des deutschen, klassischen TVs gehen also auch online an mir vorbei. Es kommt natürlich aber durchaus mal vor,dass ich anderswo zu Besuch bin und dort mal der TV läuft, dann gehe ich eben aus dem Zimmer.

    Übrigens finde ich es vollkommen ok, dass einige mit dem Beitrag nichts anfangen können – könnte man zwar konstruktiver sagen, aber that’s life ;-). Hat allerdings einen gewissen Monthy-Python-Humor die vermeintliche „Überflüssigkeit“ des Posts zu bemängeln, dann aber wiederum offenbar doch genug interessiert zu sein einen Comment dazulassen ^^.

  74. André Westphal says:

    Da fehlt ein „nicht“ – ich gehe natürlich bei Freunden nicht aus dem Zimmer, nur weil dort die Flimmerkiste läuft :-D.

  75. André Westphal says:

    @ Thomas

    Danke für den echt differenzierten Post :-). So ähnlich sehe ich das übrigens insgesamt mit den Synchros auch. Und im Beitrag steht ja auch wie ich zum O-Ton kam – das war keine bewusste Entscheidung, sondern ergab sich einfach dadurch so, dass ich auf Importe angewiesen war, um bestimmte Serien (legal) schauen zu können.

    Einige Synchros aus meiner Kindheit z. B. habe ich auch noch sehr lieb gewonnen. Ich bin aber auch der Ansicht, dass die Qualität der dt. Synchros in den letzten Jahren sehr abgebaut hat, weil der Zeit- und Gelddruck stärker geworden ist. Unter anderem eben, weil man viel näher an den US-Ausstrahlungen liegen will / muss. Dazu gibt es ja auch Interviews mit z. B. David Nathan (dt. Stimme von Johnny Depp), der das auch schon sehr kritisiert hat. Die Sprecher wiederum können aber in der Regel ohnehin absolut nichts für Fehler – die liegen in der Dialogregie und den Übersetzungen.

    Ich hatte da auch mal ein ähnliches Erlebnis mit einem Freund aus Norwegen: Der war ebenfalls schockiert, als ich ihm erzählte, dass in Deutschland grundsätzlich alles synchronisiert wird. Seine Reaktion war, dass er dann nicht mehr ins Kino gehen würde. Allerdings sind die Englischkenntnisse in Norwegen, Schweden und Co. in der Gesamtbevölkerung auch auf einem deutlich besseren Level als bei uns, was vielerlei Gründe hat.

  76. Seit 5 Jahren kein Fernsehen! Ich bereue absolut nix.. Alles was ich irgendwie brauche bekomme ich auch im Internet besser und in verschiedenen Variationen…und zum Thema Fußball gibt es auch viele Seiten welche einen Stream anbieten. Klar die deutsche Version ist oft nicht verfügbar allerdings find ich beim Fußball englischsprachige Kommentatoren auch garnicht schlecht. Und zu Ereignissen wie die WM vor 2 Jahren geht auch das ohne Probleme. Bin eh nicht so Fußball vernarrt..Zum berieseln kann man sich auch Youtubevideos anschauen, welche, bei guter Auswahl, auch sehr unterhaltsam und lehrreich sein können..

  77. Immer diese Nörgler… Beitrag nicht interessant? Wegschalten. Hilft mehr als Beleidigend werden.

    @André – super Beitrag. Spricht mir wie von der Seele. Ich konsumiere auch immer weniger des deutschen Deppen-TVs. Sei es ÖR, sei es privat: 95% Müll, 5% kommt zu unpassenden Zeiten. Und das Schlimme: man MUSS es in Deutschland mitfinanzieren, sei es über den nicht benötigten Kabelanschluss per Mietnebenkosten, sei es über die zwangsauferlegte und damit eigentlich grundgesetzwidrige GEZ (von wegen informeller Selbstbestimmung und so.).

    Mir ist es mittlerweile defakto auch egal, was in der Welt passiert. Zu viel der Sensationsgier, zu viel der Angstmacherei, zu viel übertriebene Terror-Aufmerksamkeit und zu viel stumpfer Schwachsinn in den vergangenen Monaten. Ich konsumiere bewusst weniger automatisiert und medialisiert, konsumiere mehr Custom – so wie ichs will und brauche.

  78. Man kann es in den Kommentaren sehr gut nachlesen:

    Schaffe den Fernseher ab und man lernt wieder selbst zu denken!

    Ganz, ganz wichtig…. !

  79. Also zur Synco.

    Da muss ich immer lachen. Wieso? Bei einigen scheint es automatisch so als haben die Originalen immer die genialste Stimme. Aus Prinzip. Da stimmt eh was nicht.

    Und wer guckt denn dann Korea oder Japan Filme im Original. Ist ja nun nicht jeder ein Sprachgenie.

    Aber bitte jedem das seine.

    Und Nachrichten auch da ein LOL
    Weil die meisten dann eben im Netz auf einmal alles glauben. Klar wird im TV gefiltert. Aber das ist auch nötig wie soll man sonstigen Blödsinn und Propaganda unterscheiden. Wobei ich glaube die meisten wollen gar keine Wahrheit, sondern nur das hören was Sie eh schon glauben und sich eben dann genau das raus suchen, was in ihre Ansichten passt.

    Ich sage nun nicht, dass man deutsches TV braucht. Aber wer da nix findet dem ist echt nicht zu helfen. Zeigt mir mal ein umfangreicheres und vielfältigeres Free TV Programm in der Welt.

    Wenn man nämlich Free TV hier mit USA vergleicht, stinkt USA komplett ab. Da gibt es ja fast nur Pay Sender.

    Und ich möchte mal hören was los wäre wenn der ÖR Rundfunk als Beispiel so viel Geld in eine Serie packt wie HBO. Da würde der Reichstag wohl niederbrennen. Oder die ARD Zentrale.

  80. André Westphal says:

    Bzgl. Synchro geht es ja nicht (nur) um die Stimme – es ist halt Teil der Gesamtleistung eines Schauspielers, wie jener mit seiner Stimme umgeht. Das wird bei einer Synchro komplett durch eine andere Leistung ersetzt. Zudem kommen weitere Modifikationen am Original durch die Übersetzung und Dialogregie dazu. Lässt sich natürlich nicht vermeiden – die Synchro ist eben in erster Linie eine Verständnishilfe – ein Kompromiss. Genau wie Untertitel ein Kompromiss sind – meiner Ansicht aber dann der Bessere. Kann man aber eben auch anders sehen, was völlig legitim ist.

    Ab und an gucke ich auch mit Freunden, bei denen viele auch nur synchronisierte Filme / Serien schauen, etwas auf Deutsch – so verbohrt, bin ich dann auch nicht ;-). Aber wenn ich die Wahl habe, bevorzuge ich (wie gesagt zumindest bei englischsprachigen Inhalten) den O-Ton.

  81. Ein schöner Beitrag. Danke Caschy! Wir verzichten als Familie auch auf einen Fernseher. Dafür gibt es dann am Tablet Filme aus der Mediathek oder Nachrichten und Quarks & Co als Podcast. So bekommt man wenigstens noch etwas für den gezahlten Beitrag. 😀 Das konstrukt eines öffentlich Rechtlichen Fernsehen finde ich im Übrigen gut, auch wenn ich nur sehr wenig zum Fernsehen komme.

  82. Ich hab jetzt hier ne Menge Kommentare gelesen …..
    Und mein Beitrag steht ja auch schon längst mitten drin ….

    Aber EINES muß ich hier noch mal sagen: Es geht doch wohl auch vor allem um D E U T S C H E S _ F E R N S E H E N ……

    Genau das, ist vor allem der Grund meiner Abstinenz …..

    Bin ich z.B. bei Freunden in Polen, schau ich auch mal rein in das Medium, auch wenn es mich nun nicht gerade übermäßig vom Hocker reißt.
    Beim „deutschen Fernsehen“ ist dieses einfach nicht möglich …. egal ob nun „privat“ oder “ öffenntlich“.

  83. 100% deine Meinung, bei mir hatte es vor 12 Jahren mit Smallville Staffel 3 angefangen, und komplett von der Deutschen synchro bin ich dann 1 Jahr später weggekommen. Seit dem schaue ich nur noch alles auf Englisch und bereue nichts.

  84. André Westphal says:

    @ Matthias Lange

    Ja, ich habe bewusst vom deutschen Fernsehen gesprochen. Würde ich z. B. in Großbritannien leben, würde ich das Fernsehen vermutlich zumindest anders bewerten – was die BBC etwa an Nachrichten aber auch Serien (Peaky Blinders, Sherlock, etc.) produziert ist ein ganz anderes Level als bei uns – obwohl die auch öffentlich-rechtlich sind. Es bliebe war für mich das grundsätzliche Problem der festen Sendezeiten, aber inhaltlich würde mich das Programm zumindest im ÖR schonmal deutlich mehr interessieren.

  85. Ich gehöre ebenfalls zu denen die schon lange kein klassisches Fernsehen mehr schauen. Viel zu unflexibel und der Werbeterror im privaten Fernsehen macht sowieso absolut jede Serie/Film kaputt. Das tue ich mir schon sehr lange nicht mehr an.

  86. [quote]Genau wie Untertitel ein Kompromiss sind – meiner Ansicht aber dann der Bessere. Kann man aber eben auch anders sehen, was völlig legitim ist.[/quote]

    Also das sehe ich ja komplett anders.
    Also Untertitel kommen für mich überhaupt nicht infrage. Dann ist der Film oder Serie sofort für mich gestorben.

    Untertitel lenken einfach vom Bild ab. Man kann eben nicht auf beides gucken. Dazu muss man oft sehr schnell lesen. Das wird richtig anstrengend, wenn ich dann wirklich 1.5 Stunden konzentriert lesen muss, Und zurückspulen, weil ich dann doch nicht so schnell lesen kann. Ein No Go.

    Ansonsten mag sich etwas ändern aber oft ist das Wurst. Mir sagte einmal einer bei Stargate, Atlantis hat MCkay einen britischen Akzent. Der Punkt ist aber für die Serie Inhalt, Story usw ist das vollkommen egal. Und das man nicht alles 1 zu 1 übersetzen kann eigentlich auch.

    Außerdem gibt es auch Beispiele, wo die Deutsche besser ist. Eine schreckliche nette Familie war in Deutschland gerade wegen der Syncro so erfolgreich. Arnold Schwarzenegger im Original eine furchtbare Vorstellung. Der wurde auch in Ami Land Syncronisiert. 🙂

    Und zu BBC.
    Jedes Land hat ihre Eigenarten. Ich mag die meisten britischen Sachen nicht sonderlich. Wobei man doch auch Franzosen Filme nicht ihre Eigenheiten abreden kann oder das zu versuchen. Oder nimm China oder Korea. Die haben alle ihre Eigenheiten.

    Ich sage da immer. Die Vorstellung das alles wie Ami Kram ist. Fände ich furchtbar.

    Und Sendezeiten.
    Da denke ich mir immer. Ist wirklich die Erfindung Videorekorder an den Menschen vorbei gegangen?

    Ich mein bei Streaming kann man auch nur sehen, wenn es ins Angebot kommt. Oder Medien usw. So kann man auch aus dem TV Aufnehmen und ist die Serie komplett an einem Stück ansehen.

    Da kommt wohl aber der Faktor, dass offenbar einige süchtig sind. Und Pickel bekommen, wenn man nun das Neueste nicht sofort sehen kann.

    Ich selber warte zb bei Serien immer, bis Sie auf Medien raus sind. Es gibt keine Serie oder Film, den ich gesehen haben muss. Und schon gar nicht schnell sehen muss.

    Und zum deutschen TV.
    Ich finde das gebashe immer etwas unfair. Das hast Du nicht getan aber das ließt man oft. Es gibt eben auch sehr viele, die sehen das sehr gerne. Und nicht nur Opas zb der Tatort hat auch viele Junge Zuseher.

    Gerade das deutsche TV ist eines der vielfältigsten und umfangreichsten der Welt. Also das Free TV.

    Selbst Netflix will Serien für Deutsche entwickeln. Also deutsche Eigenheiten berücksichtigen.

    Wer im Deutschen TV nix findet. Hat halt Pech gehabt. Gibt ja heute die Möglichkeit anderes zu sehen. Ich bin froh das eben nicht alles Ami Kram ist. Machen wir uns nix vor das viele wirklich etwas Ami geschädigt sind. Auch im Deutschen Free TV wie DMax usw. Ich habe noch Discovery, Nat Geo, History usw. Bin aber auch langsam echt angeödet von davon.

  87. André Westphal says:

    @ John

    Für mich kann eine Synchro im Grunde nie objektiv „besser“ sein als das Original – weil es eben nicht das Original ist. Es gibt aber durchaus Fälle, wo die Synchro eine Serie / einen Film zu etwas ganz anderem gemacht hat – das bekannteste Beispiel ist sicher „Die Zwei“, wo aus einer relativ biederen Agenten-Serie durch die extrem humorige, dt. Synchro fast schon ein anderes Format wurde.

    Letzten Endes ist vieles eben sonst Geschmackssache: Ich kann z. B. auch super verstehen, die sagen „Ich kann halt nicht so gut Englisch und bin auf Synchro oder Untertitel angewiesen, um Spaß an der Serie / dem Film zu haben.“ Genau wie ich verstehen kann, dass jemand sagt „Ich bin schlichtweg zu faul – vielleicht ist der Originalton besser, aber mir ist das einfach zu anstrengend auf Englisch“. Von beiden Sorten habe ich viele im Bekanntenkreis, wo ich mit meiner O-Ton-Vorliebe auch eher die Ausnahme bin.

    Andersrum ist vieles Gewöhnung: Ich hab früher halt auch nur auf Deutsch geguckt und wäre nie auf die Idee gekommen auf Englisch zu wechseln – bei mir hat es sich durch die Umstände so ergeben. Meine Freundin hat hingegen z. B. viel bei mir im O-Ton mitgeschaut, weil ich einiges nur als Import hatte und so quasi auch „keine Wahl“ blieb. Mittlerweile guckt sie auch selbst alles auf Englisch, weil sie auch sagt, dass man da eben viel mehr Nuancen in der Betonung, Akzenten und Dialekten und Co. hört. Sie schaut dann halt mit (englischsprachigen) Untertiteln, da sie in Englisch zwar nicht schlecht ist, aber so quasi auf Nummer sicher gehen kann, wenn sie doch etwas nicht ganz akustisch versteht.

    Letzten Endes sind Filme und Serien aber eben Unterhaltung und die soll jeder so konsumieren, wie er / sie es für richtig hält bzw. Spaß dran hat :-).

  88. Wie kann man sich denn bitte erlauben den Autor für diesen Artikel, der ganz klar darauf abzielt eine anständige Diskussion in Gang zu bringen, teilweise derart negativ abzustempeln.

    Einige Reaktionen empfinde ich hier wirklich alls UNVERSCHÄMT bis EKELHAFT.

    Wenn man sich die Zeit nimmt einen Kommentar zu verfassen, dann aber bitte auch die Zeit nehmen und vorher den Anstand aus der Schublade holen.

    Zum Artikel selbst:
    Klasse, ich wusste gar nicht dass es anderen auch so geht! Ich 28, habe mein Interesse am Fernsehprogramm komplett verloren. Als ich umgezogen bin hat es sich ergeben, das mein Antennenkabel zu kurz war. Daher hat mein TV seit bestimmt 4 Jahren kein Empfang mehr. Interessanter Weise habe weder ich, noch meine Verlobte, das TV Programm jeh vermisst.

    Alles, inklusive Nachrichten und den, in den Kommentaren, besagten Dokus erhalte ich frei Haus wann und wo ich will (es lebe der Fortschritt).

    Ich kann die Ängste eines jeden, dessen Tag aus 8 Stunden Arbeit mit anschließender Berieselung durch die Glotze besteht, nachvollziehen. Wäre dies mein Leben, so wäre ich auch in höchstem Maße nervös…

    Aber Zeiten ändern sich (zum Glück) sonst hätten wir alle noch Geräte zu Hause die den Kosenamen „Volksempfänger“ tragen.

  89. also ich bin seit 12 jahren ohne deutsch tv u. mir geht es so wie dem autor ich finde so viel content im o-ton mit untertiteln wenn nötig das ich wann ich will konsumieren kann das ich einen fernseher lediglich zum dvd gucken stehen habe.

    btw. man kann offiziell über die hausverwaltung beantragen die kabelbuchse ‚blockierenn lassen dann fällt auch der aufpreis in der miete weg. so war es jedenfalls bei mir als ich das vor ca. 10 jahren beantragt habe.