Zahlreiche Kunden betroffen: Unberechtigte Abbuchung von PayPal über Google Pay

Einige Anwender, die Google Pay über PayPal nutzen, machten am Wochenende eine komische Entdeckung. Da gab es wohl Abbuchungen aus den USA, die nicht von den Nutzern in Deutschland getätigt wurden.

Witzigerweise sagten einige Nutzer in den Foren von Google und PayPal, dass sie die identischen Summen des US-Händlers Target von ihrem Konto abgebucht bekamen. Die Nutzer sagten aus, dass sie die 2FA aktiviert hatten, zudem auch nichts in den Login-Aktivitäten finden konnten. Bisher gibt es keine Lösung, aber von uns der Rat: Passt auf eure Konten auf. Google selbst gibt folgende Info:

Rufen Sie https://myaccount.google.com/device-activity auf. Entfernen Sie dort alle Geräte die Sie nicht selber benutzen.
Ändern Sie Ihr Google-Konto Passwort. In diesem Artikel finden Sie Tipps für ein starkes Passwort.
Ändern Sie das Passwort Ihres Paypal-Kontos.
Kontaktieren Sie Paypal und die damit verknüpfte Bank und melden Sie das Problem.
Es ist sehr logisch, dass Sie sich bei uns melden. Allerdings können wir in dieser Situation nicht viel machen. Paypal, Ihre Bank und die Polizei sind eher die richtigen Ansprechpartner.
Als Mitarbeiter des Google-Supportteams habe ich leider keinen Einblick in die Vorgänge bei PayPal. Wir empfehlen Ihnen, sich mit Ihrem Anliegen direkt an den Kundensupport von PayPal zu wenden.
PayPal ist telefonisch unter 0800-723-4500 zu folgenden Geschäftszeiten erreichbar:Mo.-Sa. 9:00 bis 19:30 Uhr.

Wir haben zur Sache bei den Firmen angefragt und melden uns bei neuen Erkenntnissen.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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66 Kommentare

  1. Szenario könnte wie folgt sein:
    – Kunde XY bezahlt bei Target mit Paypal über Google Pay
    – Paypal hat internen Fehler und bucht somit den gleichen Betrag bei mehreren Kunden auf die gleiche Weise ab
    – Folglich trifft es nur Kunden, die Google Pay hinterlegt haben

    Ich gehe davon aus, dass das Problem auch mit anderen Bezahlmethoden auftreten kann, sobald der Fehler durch einen Kunden, der mit einer anderen Bezahlmethode zahlt, getriggert wird.
    Da hat irgendein Developer Mist gebaut.

    Das ist alles Software und da können nun mal Probleme auftreten, auch wenn es da um Geld geht.
    Sparkasse ist das auch schon mal passiert.

    Nur weil die Firma mal einen Fehler macht ist das Vertrauen doch nicht gleich weg. Das sind doch keine Götter, die nie Fehler machen dürfen! Welche Erwartungen haben wir denn bitte???

    Das könnte jedem von uns auch passieren wenn uns das Unternehmen gehören würde.
    Nicht höher von sich denken als man soll!

    Klaaaaar, das Geld behält Paypal, „es ist eine Verschwörung im Gange“. „Große Unternehmen sind alle böse!“ Really???

    Wer wegen sowas gleich Vertrauensverlust beklagt, der braucht heutzutage nicht mehr leben, den alles ist digital und es gibt sehr viele Firmen, die wesentlich schlechtere IT Infrastruktur haben als Paypal das hat.

    Das Geld geht jedenfalls wieder zurück, allerdings haben die wohl grad sehr viel Arbeit mit dem Thema, deswegen geht das wohl nicht in Sekundenschnelle.

    • Ach ja, Fehler passieren ja sogar anderen, z.B. Berliner Flughafen oder jeder anderen Firma auf diesem Planeten, die nicht arglistig und mutwillig böse handelt, weil alle Firmen aus uns Menschen bestehen.

      Muss gar kein amerikanischer Konzern, großes Unternehmen oder was weiß ich sein.
      Reicht schon wenn der lokale Fahrzeugmechaniker versehentlich das falsche Teil einbaut.

      Den Fehler kann er vermutlich auch nicht von jetzt auf gleich rückgängig machen und vermutlich ist sogar die ganze Karre hin…

      Shit happens, uns allen…

    • Naturelsker says:

      Wenn es sich um einen Fehler handeln SOLLTE, noch weiß man nichts genaues, so muss man aber einen kompetenten Kundendienst haben der den Betrag sofort storniert bzw. korrigiert. So weiß man als hilfloser Nutzer gar nicht wer Ansprechpartner ist, vor allem schieben Paypal und Google sich die Schuld selber zu und als KUNDE hat man Stress und Sorgen.
      Ich für meinen Teil habe fertig mit GPay. Ich fand es eigentlich ok bis zum heutigen Tag, auch wenn ich momentan noch nicht persönlich betroffen bin. Aber so etwas geht gar nicht. Zumindest müsste es eine offzielle Stellungnahme geben damit die Kunden „etwas“ beruhigter sein können, aber so habe ich das Gefühl, wird alles versucht den Vorfall unter den Teppich zu kehren. Nutze ab sofort meine Karten persönlich ohne Handy.

  2. Bei mir wurde nichts abgebucht, beherzige aber erstmal den Tipp Golems: „Solange das Problem nicht abschließend geklärt ist, sollten Google-Pay-Nutzer Paypal als Zahlungsoption aus ihrem Pay-Konto entfernen.“

    • Gilt dieses Problem jetzt nur mit Kreditkarten oder auch mit Bankkonten…

      Ich habe ja bei PayPal nur meine Bankkonte hinterlegt… und nutze so GooglePay??

  3. Bin ebenfalls betroffen. Allerdings von „Rite Aid Store -0171“ mit 956,03€ 🙁

  4. Dirk Heimbach says:

    Ich bin auch betroffen und habe GooglePay nicht mal installiert

  5. Vielleicht schaut ihr einfach Mal in die Abbuchungsfreigaben: https://www.paypal.com/myaccount/autopay/
    Um darüber Geld abzubuchen braucht es nämlich „nur“ den zugehörigen Token und kein 2fa oder Passwort oder sonst eine Bestätigung.

    PayPal aus Googlepay zu löschen bringt nicht viel, so lange hier noch die Freigabe aktiviert ist.

    Wer weiß wer da die Tokens verbummelt hat, auf jeden Fall schadet es nicht, hier Mal Klarschiff zu machen

  6. Es SCHEINT, als wären Abbuchungen bei PayPal via GooglePay „im Vorbeigehen“ möglich. Angeblich wurde der Fehler bereits vor einem Jahr an PP gemeldet. https://twitter.com/iblueconnection/status/1231975187270242311

    Exakte Details werden hier allerdings nicht genannt, nur sehr grobe Infos. Der Hinweis von Thomas k klingt in diesem Zusammenhang sehr plausibel für mich.

  7. Erfahrungsbereicht von mir:

    Mir wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag eine Zahlung in Höhe von 3.324,52 EUR (kein Tippfehler) an TARGET T-1150 gemeldet.

    Den telefonischen Kundendienst von Paypal am Dienstag Morgen fand ich erschreckend schwach, es hieß die Zahlung müsste erst mal durchgehen damit ich einen Konflikt melden kann – bei der Summe und dem ziemlich eindeutigen Betrugsfall mutet das seltsam an.

    Am Dienstag Abend wurde die Zahlung dann durchgewunken, so dass ich den Konflikt über die Website melden konnte.

    Am Mittwoch wurd der komplette Betrag von PayPal auf mein Girokonto überwiesen – noch bevor am Donnerstag die ursprüngliche Zahlung von meinem Girokonto abgebucht wurde. Ein finanzieller Schaden ist also nicht entstanden, aber das Vertrauen in PayPal hat doch stark gelitten. Kleiner Pluspunkt für die schnelle Rückzahlung.

    • Hi,

      ich wurde auch betroffen, jedoch lehnt PayPal die Zurückerstattung ab.
      Das ist die Mitteilung die ich bekommen habe:

      Fall geschlossen: Kein Käuferschutz
      Bearbeitungsnummer: PP-I-8637503
      Vielen Dank, dass Sie diesen Fall gemeldet haben. Wir haben Ihren Fall geprüft und festgestellt, dass diese Transaktionen genehmigt wurden. Daher fallen sie nicht unter den PayPal-Käuferschutz.
      Falldetails
      Grund des Konflikts Unbefugter Kontozugriff
      Fallstatus Geschlossen
      Gemeldet am 24.02.2020
      Nicht erstattete Zahlungen
      Wir konnten für die aufgeführten Transaktionen keine Rückzahlung senden.
      Feb.
      24
      TARGET T-2212

      – 185,46 EUR
      Feb.
      24
      TARGET T-2212

      – 185,46 EUR

      Eine Idee warum PayPal das bei mir ablehnt???

      Danke im Voraus

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